Archiv für den Tag 15. März 2022

Feierliche Grundsteinlegung für das neue Bildungszentrum Fruerlund

Viele helfende Hände bei der Grundsteinlegung. (Copyright: Stadt Flensburg)

Schulbau als Abschluss des Sanierungsgebietes Fruerlund

Flensburg. Vor über 50 Jahren entstand die Grundschule Fruerlund am heutigen Standort und passte gut zu dem neuen Stadtteil, der in der Nachbarschaft zur gleichen Zeit durch die Aktivitäten des SBV entstand. Vor rund 15 Jahren kam es zu Überlegungen bzgl. einer Zusammenführung von Kita, Schule und einem Familienzentrum in einem Bildungszentrum.

Das Bildungszentrum ersetzt in zwei Bauabschnitten den bisherigen und nicht mehr sanierungsfähigen Schulkomplex. Das Bildungszentrum wird dabei aus einer Grundschule mit integrierter Sporthalle, einer Schulmensa mit Frischeküche, einer Kindertagesstätte und einem Familienzentrum bestehen. Die alte Sporthalle soll laut Schulleiter Stefan Rothehüser circa. dreimal in die neue Halle passen. Eine Aufwertung, die bei den Kindern besonders gut ankommt.

Die Baustelle des Bildungszentrums Fruerlund. (Copyright: Stadt Flensburg)

Auch um die klassischen Wahrzeichen und Symbole der alten Grundschule muss sich niemand sorgen. Das beauftragte Architekturbüro „Eisfeld Engel“ hat diese fest in ihre Pläne aufgenommen und so steht der Ochse aktuell an einem sicheren Ort, bis er den neuen Schulhof bewachen darf.

Inzwischen sind ein paar Jahre der intensiven Planung vergangen, doch heute war es nun soweit – der Grundstein für das Bildungszentrum Fruerlund wurde gelegt. Dieser Bau stellt den Abschluss des Sanierungsgebietes Fruerlund dar.

Musik und Tanz bei der Grundsteinlegung. (Copyright: Stadt Flensburg)

Neben Reden der Beteiligten und Gästen sorgten die Schüler*innen der Klasse 3b, der Fuchsklasse, sowohl für eine musikalische als auch für eine tänzerische Untermalung der Veranstaltung. Auch die Kinder der KiTa Fruerlund trugen mit einer Gesangs-Einlage zur ausgelassenen Stimmung bei.

Oberbürgermeisterin Simone Lange: „Gerade in der aktuellen Zeit ist dies ein starkes Zukunftssignal. Ein Signal der Hoffnung und Zuversicht.“

Schulleiter Stefan Rothehüser: „Bildung beginnt nicht erst im Gymnasium, sondern bereits im Kindergarten und in der Grundschule.“

An der Grundsteinlegung nahmen neben zahlreichen Kindern, Lehrer*innen und KiTa-Personal Stadtpräsident Hannes Fuhrig, Oberbürgermeisterin Simone Lange, Schulrätin Susanne Bechler, das beauftragte Architekturbüro „Eisfeld Engel“, Vertreter*innen des Bildungs- und Innenministeriums sowie der Politik teil.

SSW-MdL Christian Dirschauer: Dänische Behörden sollten mehr Flexibilität an der Grenze zeigen

Zur Abweisung ukrainischer Geflüchteter an der deutsch-dänischen Grenze erklärt der Flensburger Landtagsabgeordnete und SSW-Landesvorsitzende Christian Dirschauer:

Der SSW-Landesvorsitzende und MdL Christian Dirschauer

Angesichts der dramatischen Situation in der Ukraine und der hohen Zahl Geflüchteter sollten die dänischen Behörden jetzt mehr Flexibilität zeigen statt sich hinter unzeitgemäßen Visumbestimmungen zu verstecken. Ukrainern, die durch Dänemark nach Schweden durchreisen wollen, muss dies unbürokratisch ermöglicht werden. Zumal die dänische Regierung ohnehin signalisiert hat, das Problem mit einem Sondergesetz in wenigen Tagen lösen zu wollen. Dieses Sondergesetz begrüßt der SSW. Denn Dänemark ist bereit, bis zu 20.000 ukrainische Geflüchtete aufzunehmen und ihnen zunächst bis zu 2 Jahren Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis zu geben. Damit zeigt sich Dänemark solidarisch mit den Menschen aus der Ukraine – genau wie die anderen EU-Länder. Da das Gesetz schon in wenigen Tagen in Kraft treten soll, gibt es keinen Grund Geflüchtete aus der Ukraine jetzt noch an der Grenze abzuweisen.

Corona-Pandemie: Debatte um Impfpflicht auch in Flensburg sachgerecht und emotionsfrei führen!

Tjark Naujoks, Flensburger LINKE-Kandidat für die Lantagswahl am 8. Mai  fordert eine allgemeine Impfpflicht

Eine heftige Debatte hat in den sozialen Netzwerken die Forderung des Flensburger LINKE-Landtagskandidaten Tjark Naujoks nach einer allgemeinen Impfpflicht ausgelöst.

Naujoks, selbst Gesundheits- und Krankenpfleger, hatte seine Position dazu in einer öffentlichen Stellungnahme ausführlich dargelegt und kritisierte die Öffnungsschritte der Bundes- und Landesregierung. Die anstehenden Maßnahmen würden nicht zu einer Entlastung für ihn und seine Kollegen im Gesundheitsbereich und in den Krankenhäusern führen. Eine allgemeine Impfpflicht würde nach seiner Auffassung die Situation jedoch erheblich verbessern. Siehe dazu auch den Stadtblog-Beitrag vom 14. März 2022: Die Vergessene Debatte: Alle oder Keiner – Was kommt nach der „Einrichtungsbezogenen Impfpflicht“?

Vor allem auf den lokalen Facebook-Seiten sorgte das jedoch für heftige Kommentare, die zum Teil persönlich außerordentlich verletzend und beleidigend waren.  Von einer Debatte, in der wirklich substantielle Argumente ausgetauscht wurden, kann nur bedingt gesprochen werden. Das Ganze spiegelte umso mehr den derzeitigen Zustand auch der allgemeinen Debatte über die Corona-Pandemie und ihre Folgen wieder, und dokumentierte auch eine nicht unerhebliche Spaltung der Stadtgesellschaft in Flensburg.

Dazu ein Kommentar von Jörg Pepmeyer

Es braucht eine nüchterne und emotionsfreie Debatte!

Eine allgemeine Impfpflicht, wie sie jetzt auch für Covid-Sars diskutiert und von dem LINKE-Landtagskandidaten Tjark Naujoks gefordert wird, wäre nichts Neues. Bis 1970 bestand in der Bundesrepublik eine derartige Impfpflicht für die Pocken. Siehe den nebenstehenden Impfpass.

Und seit März 2020 müssen alle Kinder bei Aufnahme in den Hort, Kindergarten oder Schule gesetzlich verpflichtend eine Masernschutzimpfung nachweisen, ebenso wie das Betreuungspersonal.

Und in meiner Kindheit gab es neben der allgemein verpflichtenden Impfung gegen Pocken auch die Reihen-Schutzimpfung gegen Tuberkulose, Diphterie, Wundstarrkrampf, Keuchhusten und Polio (Kinderlähmung). Dazu kam der Schularzt mit medizinischem Personal in die Schule und alle Kinder wurden geimpft. Ich wüsste keine Eltern, die damals den Ärzten die Impfung ihrer Kinder verweigert hätten.

Wenn es einen Impfstoff gegen Sars-Covid gibt, der nachweislich gegen eine Erkrankung schützt, bzw. im Falle einer Infektion mindestens für einen milderen Krankheitsverlauf sorgt, dann sollte man angesichts der hohen Covid-Todesraten in bestimmten Bevölkerungsgruppen und vor allem aufgrund der Langzeitfolgen einer Covid-Erkrankung erheblich nüchterner über eine allgemeine Impfpflicht diskutieren.

Leider ist aber die gesellschaftliche Debatte enorm vergiftet, wie auch die Kommentare zu Tjark Naujoks Forderung in den sozialen Netzwerken zeigen. Aber dennoch sollte man sich bemühen seine Argumente sachgerecht zu betrachten und ernst zu nehmen, schließlich arbeitet er im Gesundheitsbereich und weiß, was sich da gerade abspielt. Gehässigkeiten und Beleidigungen sind jedenfalls nicht geeignet, um eine rationale und emotionsfreie Debatte zu führen, die auch in Flensburg neue Einsichten eröffnen könnte. Und die würde ich mir sehr wünschen.

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