Archiv für den Tag 14. März 2022

Bunnies Ranch – Perfect Day

Flensburg 10. März 2022
Heute wurde das Werkstatt- und Ateliergebäude der Bunnies Ranch abgerissen.
Wir trauern um einen lebendigen soziokulturellen Begegnungsort im Bahnhofstal, der nun zur Brachfläche wird.
Ohne Vereinssitz kann unser langjähriges Engagement für Tier- und Naturschutz, kulturelle Bildung, Stadtentwicklung und alternative Wohnformen mit Workshops, Ausstellungen und Veranstaltungen derzeit nicht fortgeführt werden.

The song is a cover version of Perfect Day by Lou Reed.

www.bunniesranch.de

Die Vergessene Debatte: Alle oder Keiner – Was kommt nach der „Einrichtungsbezogenen Impfpflicht“?

Corona-Pandemie: Flensburger LINKE-Kandidat Tjark Naujoks kritisiert Öffnungsschritte der Bundes- und Landesregierung und fordert allgemeine Impfpflicht

Ab dem 16.03. gilt in Schleswig-Holstein die sogenannte „Einrichtungsbezogene Impfpflicht“ für Mitarbeiter*innen in  pflegerischen oder medizinischen Einrichtungen. Diese wurde Anfang Dezember durch die neue Ampel-Regierung im Bund beschlossen. Damals noch mit dem Hinweis, zunächst die Mitarbeiter*innen von Einrichtungen mit besonders zu schützenden Personen mit einer Impfpflicht auszustatten.

Tjark Naujoks, Flensburger LINKE-Kandidat für die Lantagswahl am 8. Mai

Danach startete eine gesellschaftliche und politische Debatte über eine allgemeine Covid-19-Impfpflicht. Diese hat nun in den letzten Wochen aufgrund des Pandemieverlauf und des Kriegs in der Ukraine deutlich an Schwung verloren.

Tjark Naujoks, selbst Gesundheits- und Krankenpfleger stellt nun für seine Kolleg*innen fest: „Das Abflauten in der Debatte um die allgemeine Impfpflicht wird auf Station „verschnupft“ zur Kenntnis genommen. Leider kennt das Personal im Gesundheitssystem es nicht anders: Zunächst wurde in der  Öffentlichkeit der Eindruck erweckt, jede*r Patient*in/Bewohner*in könnte auf ungeimpftes Personal treffen. Ungeachtet der bereits hohen Impfquoten im Gesundheitssektor. Nun geht es um die allgemeine  Impfpflicht, die auch zu einer tatsächlichen Entlastung im Krankenhaus führen würde und jetzt hören wir deutlich das laute Schweigen in der Politik!“

Weder die Bundesregierung, noch die Landesregierung stehen hier für eine klare Linie. Stattdessen stehen nun weitere Öffnungsschritte an: „Während sich die Gesellschaft auf den anstehenden Frühling freut, bereitet sich das Krankenhauspersonal auf die nächste Infektionswelle vor. Nicht ohne Grund gibt es nun in der Diako Flensburg wieder ein allgemeines Besuchsverbot,“ so Tjark Naujoks weiter und fordert abschließend: „Die Politik muss sich endlich wieder ehrlich machen: Die Impfquote in Schleswig-Holstein und Deutschland ist weiterhin zu niedrig, es braucht eine allgemeine Impfpflicht! Das sind wir auch den Kolleg*innen auf den Stationen schuldig, die sich bereits seit 2 Jahren gegen jede Infektionswelle zu Wehr gesetzt haben!“

Dazu ein Kommentar von Jörg Pepmeyer

Es braucht eine nüchterne und emotionsfreie Debatte!

Eine allgemeine Impfpflicht, wie sie jetzt auch für Covid-Sars diskutiert und von dem LINKE-Landtagskandidaten Tjark Naujoks gefordert wird, wäre nichts Neues. Bis 1970 bestand in der Bundesrepublik eine derartige Impfpflicht für die Pocken. Siehe den nebenstehenden Impfpass.

Und seit März 2020 müssen alle Kinder bei Aufnahme in den Hort, Kindergarten oder Schule gesetzlich verpflichtend eine Masernschutzimpfung nachweisen, ebenso wie das Betreuungspersonal.

Und in meiner Kindheit gab es neben der allgemein verpflichtenden Impfung gegen Pocken auch die Reihen-Schutzimpfung gegen Tuberkulose, Diphterie, Wundstarrkrampf, Keuchhusten und Polio (Kinderlähmung). Dazu kam der Schularzt mit medizinischem Personal in die Schule und alle Kinder wurden geimpft. Ich wüsste keine Eltern, die damals den Ärzten die Impfung ihrer Kinder verweigert hätten.

Wenn es einen Impfstoff gegen Sars-Covid gibt, der nachweislich gegen eine Erkrankung schützt, bzw. im Falle einer Infektion mindestens für einen milderen Krankheitsverlauf sorgt, dann sollte man angesichts der hohen Covid-Todesraten in bestimmten Bevölkerungsgruppen und vor allem aufgrund der Langzeitfolgen einer Covid-Erkrankung erheblich nüchterner über eine allgemeine Impfpflicht diskutieren.

Leider ist aber die gesellschaftliche Debatte enorm vergiftet, wie auch die Kommentare zu Tjark Naujoks Forderung in den sozialen Netzwerken zeigen. Aber dennoch sollte man sich bemühen seine Argumente sachgerecht zu betrachten und ernst zu nehmen, schließlich arbeitet er im Gesundheitsbereich und weiß, was sich da gerade abspielt. Gehässigkeiten und Beleidigungen sind jedenfalls nicht geeignet, um eine rationale und emotionsfreie Debatte zu führen, die auch in Flensburg neue Einsichten eröffnen könnte. Und die würde ich mir sehr wünschen.

Die Herausforderung nach der Sensation: Die Enigmen aus der Ostsee

Online-Wintervortragsreihe der Archäologie am 22. März auf Zoom

Jetzt anmelden!

Die traditionelle Wintervortragsreihe des Museums für Archäologie steht unter dem Motto „Konserviert für die Ewigkeit? Die Herausforderung nach der Sensation“. Den Abschluss der hochkarätig besetzten Reihe bildet am Dienstag, 22. März, 19 Uhr, ein Vortrag über die „Enigmen aus der Ostsee“. Welche Rolle spielten sie im Zweiten Weltkrieg, wie funktionierten sie und wie können wir diese maritimen Funde restaurieren? Diesen und anderen Fragen gehen Restauratorin Corinna Mayer (Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen), Dr. Jochen Viehoff (Heinz Nixdorf Museumsforum, Paderborn) und Dr. Jann Witt (Deutscher Marinebund, Laboe) in dem Zoom-Vortrag nach.

Foto: Restauratorin Corinna Mayer mit Enigmen in der Archäologischen Werkstatt © Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen

Der Vortrag wird live über das Videokonferenzsystem „Zoom“ übertragen. Nach der Anmeldung sendet das Museum den Link für den Zugang zur Videoübertragung zu. Anmeldung erforderlich unter telefonisch 04621 813-222 oder per E-Mail service@landesmuseen.sh.

Als das Museum für Archäologie Schloss Gottorf 2019 und 2020 mehrere Chiffriermaschinen vom Typ Enigma erhielt, gab es nicht nur ein großes Medienecho – beständig wurde an das Museum die Frage gerichtet, wie man diese Objekte, die Jahrzehnte im Ostseewasser gelegen hatten, konservieren wolle.

Die „Enigma“ war ein elektromechanisches Verschlüsselungsgerät, das im Zweiten Weltkrieg von der Wehrmacht eingesetzt wurde. Mit der Enigma glaubte die Kriegsmarine über eine unknackbare Methode zu verfügen, um Funknachrichten zu chiffrieren.

Vor allem in der sogenannten „Atlantikschlacht“ spielte die Enigma eine entscheidende Rolle für den Einsatz der deutschen U-Boote gegen die alliierten Geleitzüge. Der Enigma-Code wurde ab 1940 von der britischen Chiffrierstelle in Bletchley Park entziffert, so dass die Alliierten fortan in der Lage – mit einigen Unterbrechungen – waren, ab Juni 1941 an den U-Bootcode der Kriegsmarine zu dechiffrieren. Dies verschaffte den Briten und US-Amerikanern erhebliche Vorteile im Kampf gegen die Bedrohung der lebenswichtigen Seeverbindungswege im Atlantik durch die deutschen U-Boote.

Alle Hinweise, dass die Alliierten den U-Boot-Funkverkehr mitlesen konnten, wurden ignoriert. Zugleich war die Entschlüsselung des Enigma-Codes eines der am besten gehüteten Geheimnisse des Zweiten Weltkriegs. Erst 1974 wurde bekannt, dass es den Alliierten gelungen war, den deutschen Funkcode zu brechen und damit die deutsche U-Bootstrategie zu durchkreuzen.

Der Vortrag findet im Rahmen der Wintervortragsreihe des Museums für Archäologie Schloss Gottorf statt. Die Reihe steht in diesem Jahr unter dem Motto: „Konserviert für die Ewigkeit? Die Herausforderung nach der Sensation“.  Mit freundlicher Unterstützung des Fördervereins Archäologie Schloss Gottorf e.V. im Rahmen des Johanna-Mestorf-Kollegs.

Finissage bei KUNST&CO am 19. März mit Anja Sonnenburg und Felisha Bahadur

KUNST&CO lädt ein zum Kunstgespräch am Samstag, 19.03.22 um 14.00 Uhr.

Die Gäste sind: Anja Sonnenburg und Felisha Bahadur

Anja Sonnenburg zeigt gerade ihre Ausstellung „Zeitzeichen“ bei KUNST&CO  und Felisha Bahadur bereitete eine Intervention in der  Nikolaikirche vor, die von einer Veranstaltungs- und Predigtreihe umrahmt wird. Nähere Infos unter www.felishamaria.com + unter www.nikolaikirche-flensburg.de Beide Künstlerinnen beschäftigen sich in ihren Arbeiten mit gesellschaftlichen und globalen Bestandsaufnahmen und Verhältnissen, die von ihnen bildnerisch aufgearbeitet werden. In dem Kunstgespräch geht es sowohl um gemeinsame Schnittmengen in ihren ästhetischen Forschungen, aber auch um unterschiedliche Schwerpunkte.

Es gilt 2G. Da die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen begrenzt, es wird um eine Anmeldung gebeten unter:
kunstundco-flensburg.de

Wann: Samstag, 19.03., 14:00 Uhr
Wo: KUNST&CO, Klostergang 8a

Moin Zukunft! Fachkräfte von morgen starten ins Studium

Endlich: nach zwei Jahren Corona-Pandemie startet das neue Semester mit Präsenzunterricht. Foto: Hochschule Flensburg/Dewanger

Mit der Begrüßung der Erstsemester-Studierenden beginnt an der Hochschule Flensburg das neue Semester. Mehr als 150 junge Menschen starten ins erste Präsenz-Semester nach zwei Jahren Corona-Pandemie.

Die Vorfreude auf das beginnende Semester ist groß. Nicht nur bei den neuen Studierenden, sondern auch bei den Akteur*innen der Hochschule. Der Grund: Das Sommersemester wird nach zwei Jahren Corona bedingter Online-Lehre endlich wieder in Präsenz stattfinden. Und so betonen nahezu alle Redner*innen während der offiziellen Erstsemesterbegrüßung im digitalen Raum, wie sehr man dem Wiedersehen auf Campus entgegenfiebere.

Vorne weg freut sich Hochschulpräsident Dr. Christoph Jansen auf einen normalisierten Studienbetrieb. „In dem jetzt startenden Sommersemester werden wir wieder vollständig in Präsenz gehen. Damit werden wir die Potenziale eines praxisorientierten Studiums wieder voll ausspielen können. Hierzu gehören ganz wesentlich die so lange entbehrten zwischenmenschlichen Kontakte unter den Studierenden und mit den Lehrenden. Vieles wird dadurch einfacher – und normaler“, sagt Jansen in seiner Begrüßungsrede. Gleichzeitig gratuliert er den „Erstis“ zur Entscheidung gerade in diesen Zeiten ein Studium aufgenommen zu haben, denn es sei die beste Job-Garantie.

Dass der nördlichste Campus Deutschlands zudem die beste Standortwahl ist, macht nicht zuletzt Flensburgs Oberbürgermeisterin Simone Lange in ihrem Grußwort deutlich. Flensburg sei nicht nur die schönste, sondern ebenso eine der jüngsten Städte Deutschlands. „Das liegt auch an Ihnen, den Studierenden“, so Lange, die hofft, dass möglichst viele Neuankömmlinge an der Förde Wurzeln schlagen.

Mit dem Studium auf dem Campus kehren auch viele traditionelle Veranstaltungen zurück. Marcel Großkopf, Vorstand des Allgemeinen Studierendenausschusses, deutet an, dass die in oder andere Party geplant sei. In den kommenden Tagen geht es aber zunächst darum, dass die neuen Studierenden die Hochschule kennenlernen. Dazu hat die Hochschule ein umfang- und abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt.

In der kommenden Woche geht es dann los. In den Hörsälen, in den Seminarräumen und in den Laboren.

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