Archiv für den Tag 5. März 2022

Switzerball – eine Kugel geht auf Reisen in der Phänomenta – bis 24. April

Der Switzerball ist eine überdimensionale Kugelbahn des Künstlers Charles Morgan, die auf eine Reise durch die Schweiz einlädt. Freut euch auf viel Bewegung und faszinierende Details beim Beobachten der Kugel auf ihrem Weg durch das Alpenland. Das bunte, quirlige Exponat wird noch bis zum 24. April 2022 zu erleben sein.

Wann: noch bis zum 24. April
Wo: Phänomenta Flenbsurg

Weitere Infos unter: www.phaenomenta-flensburg.de

Der SSW fordert angesichts der Teuerung umfassende Hilfen für Menschen mit kleinen Einkommen

Lars Harms: „Der Norden muss bezahlbar bleiben“

Lars Harms, SSW-Spitzenkandidat zur Landtagswahl 2022 in seiner Rede auf dem Landesparteitag des SSW zu TOP 6 – Drøftelse og beslutning om SSWs valgprogram til landdagsvalget 2022/
Beschluss des SSW-Wahlprogramms zur Landtagswahl 2022

Harrislee, den 05.03.2022

Es gilt das gesprochene Wort.

Kære venner,
in Zeiten in denen in Europa Krieg geführt wird, ist es schwer, zur normalen Tagesordnung überzugehen. Und eigentlich kann man das auch nicht. Deshalb möchte ich zuerst doch noch einmal auf das Schicksal der Menschen in der Ukraine eingehen. Egal, was man selbst meint, welche Maßnahmen wohl ergriffen werden sollten, ist es glaube ich das dringendste, dass wir unsere Solidarität mit den Menschen in der Ukraine bekunden und dass wir die Menschen in Russland, die sich gegen diesen Krieg wenden, wo immer wir können, unterstützen.

Eine Lehre, die wir ziehen können ist, dass Gespräche mit Autokraten und Despoten nur dann funktionieren können, wenn auch wir diese Gespräche aus einer gewissen Stärke heraus führen. Zeigt man Schwäche, sehen solche Leute das fast schon als Einladung für ihr Tun an. Dabei geht es nicht um eine neue Aufrüstungsspirale, sondern darum, ähnlich wie Helmut Schmidt es seinerzeit formuliert hat, dass wir klarmachen können, dass ein Angriff auch ein hohes Risiko für den Angreifer haben wird. Das scheint dieses Mal nicht der Fall gewesen zu sein und deshalb ist es um so notwendiger, dass die Sanktionen die Kriegstreiber in Russland und ihre Freunde hart treffen und sie so an den Verhandlungstisch zurückgeholt werden.

Der Frieden in Europa ist nicht nur in der Ukraine durch Russland gebrochen worden, sondern der Frieden in Europa an sich steht jetzt auf einem unsicheren Fundament. Wir müssen alles tun, das Fundament wieder zu festigen, Stärke zu zeigen – auch wenn es uns selbst weh tun kann – und die Menschen zu unterstützen, die sich in der Ukraine und in Russland für Frieden und Verständigung einsetzen. Diese mutigen Menschen haben alle Unterstützung verdient.

Und doch reden wir ja heute auch über unser Parteiprogramm. Bei der Landtagswahl am 8. Mai geht es nichts weniger als darum, ob bei den großen Umwälzungen in unserem Land, in Europa und auf der ganzen Welt alle Menschen mitgenommen werden. Der SSW hat immer gesagt, dass wir alle mitnehmen wollen. Doch was bedeutet das denn? Jeder hat gespürt, dass uns nach und nach die Kosten in allen möglichen Bereichen davonlaufen. Strom wird immer teurer, Gas zum Heizen wird teurer, Benzin wird teurer, Wohnen wird teurer, Lebensmittel werden teurer, Bus und Bahn fahren wird teurer und so weiter und so fort. Was wir aber sehen ist, dass die Politik hier nicht ausreichend reagiert. Es gibt keine Initiative unserer Jamaikaregierung, um genau diese Probleme, mit denen sich ganz normale Menschen auseinandersetzen müssen, zu lösen.

Sehen wir uns doch mal die Menschen an: Bekommt man Hartz 4 oder als Rentner Grundsicherung, dann bekommt man satte 3 Euro im Monat mehr. Ich lach mich tot! Das ist nix! Und da hilft es dann auch nicht, dass es für diese Menschen einen einmaligen Heizkostenzuschuss von 100 Euro gibt. Und was ist nächstes Jahr? Was ist übernächstes Jahr? Niemand sagt da etwas. Und wir wissen, wie schnell diese Menschen vergessen werden. Wir als SSW vergessen die Menschen, die auf Sozialleistungen angewiesen sind, aber nicht. Wir wollen, dass ihnen zügig und dauerhaft geholfen wird. Der Regelsatz muss so erhöht werden, dass man dauerhaft vernünftig existieren kann und auch die Energiepreise aufgefangen werden. Das ist ein Mindestmaß, was wir als Staat leisten müssen.

Und sehen wir uns doch einmal die ganz normalen Arbeitnehmer an: Wer ein kleines oder mittleres Einkommen hat und versucht, seine Familie irgendwie durchzubringen. Der hat derzeit nichts zu erwarten. Egal ob man Alleinerziehend ist oder zu zweit versucht, etwas hinzubekommen, man ist komplett unterhalb des Radars der Regierenden in Kiel und Berlin. Ja, die Pendlerpauschale soll jetzt bei denen, die weitere Entfernungen zu bewältigen haben, erhöht werden, das hilft – zumindest denjenigen, die etwas besser verdienen. Den kleinen Einkommen hilft das aber so gut wie nichts, weil sie jetzt schon kaum Steuern zahlen und damit natürlich auch die Steuerersparnis die gestiegenen Kosten nicht ansatzweise ausgleicht. Und ob sich die Streichung der EEG-Umlage auf der Stromrechnung bemerkbar macht, weiß auch niemand. Vielleicht streichen die Energieunternehmen, dieses Geld gleich mit ein. Denn sicher ist es nicht, dass diese Maßnahme die Rechnung unter dem Strich preiswerter macht. Am Ende zahlen diejenigen, die hart arbeiten, die Rechnung! Und das kann es doch nun wirklich nicht sein!

Wir sehen, dass diese Maßnahmen, einmaliger Heizkostenzuschuss, Erhöhung Pendlerpauschale, Senkung EEG-Umlage, zwar nett gemeint sind, aber am Ende eben auch nur Stückwerk sind. Die Energiepreise steigen trotzdem und die Wohnung wird trotzdem unerschwinglich und ein gutes gesundes Essen kostet auch immer mehr. Für die Menschen da draußen ändert sich derzeit gar nichts! Und genau davon müssen wir weg.
Wenn wir wollen, dass es keine tiefere soziale Spaltung gibt, dann müssen wir den Menschen direkt helfen. Wenn wir wollen, dass die Menschen den Wandel, den wir erleben, mittragen, dann müssen wir ihnen auch die Chance geben, weiter wie gewohnt am Leben teilhaben zu können. Wenn wir wollen, dass die Menschen sich für die Energiewende einsetzen, dann müssen wir ihnen entsprechende Angebote machen.

Es gibt genügend Möglichkeiten den Menschen zu helfen. Wir sollten es lassen, dem bessergestellten Teil der Bevölkerung für ihr neues E-Auto auch noch einen Zuschuss zu zahlen. Das kostet uns alle jährlich 2 Milliarden Euro. Besser wäre es, das Geld in den ÖPNV zu stecken, damit dieser kostengünstiger wird. Es wäre doch fantastisch, wenn Rentner oder sozial schlechter gestellte Kinder günstig oder gar umsonst fahren könnten. Mobilität ist nämlich auch ein Recht für diese Menschen.

Wir sollten auf dem Wohnungsmarkt dringend einwirken, damit die Preise nicht ins Unermessliche steigen. Die Menschen können ihre Mieten mit ihren Einkommen oft nicht mehr stemmen. Wir brauchen in angespannten Wohnlagen eine Mietpreisbremse. Wir müssen von den Bewohnern in Sozialwohnungen, die zwischenzeitlich gut verdienen, eine Fehlbelegungsabgabe erheben und damit neue Sozialwohnungen schaffen. Wir brauchen für Menschen in unzumutbaren Wohnsituationen ein Wohnraumschutzgesetz. Ein vernünftiges, preiswertes Dach über dem Kopf für sich und seine Familie muss endlich wieder eine Selbstverständlichkeit sein. Und das ist es derzeit nicht.

Sehen wir uns die Energiepreise an. Wir zahlen Stromsteuer, Mineralölsteuer und Erdgassteuer. Alles Steuern, die man abschaffen oder senken könnte, damit die privaten Verbraucher wieder Luft zum Atmen bekommen. Und nur einmal so am Rande: je höher der Preis steigt, desto höher sind die Einnahmen aus der Mehrwertsteuer. Die kommt nämlich immer oben auf und die kann man auch einfach einmal auf den reduzierten Satz von 7% heruntersetzen. All das würde jedem Menschen helfen und vor allem denjenigen, die ohnehin nicht viel haben. Das wäre übrigens auch bei einer Mehrwertsteuersenkung auf Lebensmittel der Fall. Ich finde, man sollte Lebensmittel mit Maultieren gleichstellen. Auf Maultiere wird nämlich nur der verminderte Mehrwertsteuersatz erhoben.
Der Anteil, den Sozialleistungsempfänger und auch Menschen mit kleinem oder mittlerem Einkommen für Energie, Benzin, Lebensmittel und Wohnen zahlen müssen ist besonders hoch. Und damit würden gerade diese Menschen besonders entlastet, wenn man Steuern und Abgaben in diesem Bereichen senken würde. Und genau das muss das Ziel sein, damit alle Menschen weiterhin Teilhabe haben. Auch die, die sonst nicht so viel haben. Deshalb muss das Leben in Schleswig-Holstein bezahlbar bleiben!

Der SSW fordert sofortiges Ende aller Kampfhandlungen

Solidarität mit den Menschen in der Ukraine

Christian Dirschauer, SSW-Landesvorsitzender, in seiner Rede auf dem Landesparteitag des SSW in Harrislee – Indkomne beslutningsforslag og resolutioner/ Entschließungsantrag

Harrislee, den 05.03.2022

Es gilt das gesprochene Wort.

Kære venner,
vi har sikkert allesammen i de sidste uger og endda måneder med stor undring og også med en dårlig smag i munden fulgt udviklingen omkring Ukraine. Men vi havde alle til det sidste håbet og måske også troet på, at de diplomatiske aktiviteter som USA, EU, Frankring og ikke mindst Tyskland udfoldede for at finde en løsning på krisen ville bære frugt.

Derfor var chokket over, at præsident Putins russiske styrker alligevel i sidste uge angreb hele Ukraine meget, meget stort. Lad os sige det meget klart: Hvad der sker i Ukraine er et brud på folkeretten og dem der er ansvarlige for det er krigsforbrydere. Ukraine er en suveræn stat, som Rusland selv tilbage i 1991 har anerkendt. Præsidenten og ledelsen i Ukraine er valgt på demokratisk vis. Demokratiet i Ukraine er muligvis ikke perfekt og det har mange udfordringer.
Men: Intet, absolut intet berettiger Rusland til at angribe Ukraine .

Også NATO-østudvidelsen, som man kan have mange meninger om, er ingen grund for at angribe et land. Tilmed et land som slet ikke er medlem i NATO. Vi må holde fast i, at menneskerne i Ukraine selv må bestemme, hvilken styringsform de vil have og hvilke alliancer de vil være med i. Dette er grundlaget for det internationale samliv i Europa.

Der SSW ist solidarisch mit den Menschen in der Ukraine. Wir lehnen Präsident Putins Angriffskrieg entschieden ab. Dieser Krieg ist ein Bruch des Völkerrechts und bringt die europäische Friedensordnung in Gefahr. Dieser Krieg bringt großes Leid und Zerstörung für die Menschen in der Ukraine – Menschen sterben. Dieser Krieg ist durch nichts – absolut nichts – zu rechtfertigen.

Wir als SSW fordern das sofortige Ende aller Kampfhandlungen unter Wahrung der Souveränität der Ukraine und ihrer legitimen Regierung. Wir brauchen jetzt sofort einen Waffenstillstand und Verhandlungen zur Lösung des Konfliktes. Es darf nicht noch mehr Blutvergießen und noch mehr unschuldige Tote geben. Wir unterstützen daher auch die Sanktionen der Europäischen Union und die Hilfeleistungen für die Ukraine. Wir begrüßen, dass eine große Mehrheit in der UNO-Vollversammlung dies genauso sieht. Präsident Putin hat die Einigkeit der demokratischen Welt unterschätzt. Er wird auf lange Sicht nicht mit dieser Art von Großmachtpolitik durchkommen.

Das Leid der Menschen in der Ukraine ist groß – vor allem auch für Kinder. Die Städte werden bombardiert und auf Zivilisten wird keine Rücksicht genommen. Es werden Kriegsverbrechen begangen. Und das 2022 auf dem europäischen Kontinent. Dies ist die gefährlichste internationale Krise seit dem 2. Weltkrieg. Um so wichtiger ist es, dass alle demokratischen Staaten besonders in Europa zusammenstehen – für unsere Werte und für den Frieden.

Der SSW begrüßt, dass sich alle 27 EU-Staaten bereit erklärt haben, Flüchtlinge aus der Ukraine unbürokratisch aufzunehmen. Dies ist ein Zeichen, dass wir uns schon lange gewünscht hätten in der Flüchtlingsfrage. Die Bundesregierung, die schleswig-holsteinische Landesregierung und alle Kommunen in Schleswig-Holstein sind dabei sich vorzubereiten und wollen Geflüchteten helfen. Auch in Dänemark bereiten sich alle Kommunen des Landes darauf vor, Geflüchtete aufzunehmen.

Det er for os i mindretallet meget glædeligt, at Danmark og Tyskland i denne alvorlige krise er 100 % enige om fremgangsmåden både når det angår sanktioner mod Russland og understøttelse af den ukrainiske regering, men også når det drejer sig om flygtningespørgsmålet. Det er et godt signal. Det også et godt og fornemt signal fra Det sydslesvigske Samråd, at man er parat til at hjælpe flygtningene fra Ukraine, hvis det skulle være nødvendigt.

Auch die Organisationen der dänischen Minderheit haben ihre Bereitschaft signalisiert, den Geflüchteten aus der Ukraine zu helfen Die Bereitschaft der hiesigen Zivilgesellschaft ist ebenfalls wieder sehr groß und wird ausdrücklich von uns unterstützt. Die Solidarität und das Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger hat sich bereits auch in vielen Friedensdemonstrationen im ganzen Land manifestiert. Diese Demonstrationen unterstützen wir vom ganzen Herzen. Selbst in Russland gibt Versuche, immer wieder Demonstrationen gegen den Krieg zu organisieren. Diesen Friedensdemonstranten gilt unser Respekt für ihren Mut, den abscheulichen Angriffskrieg Putins im eigenen Land zu kritisieren.
Die Ukraine ist ein Land mit vielen Minderheiten und Völkern. Wir sind sehr besorgt über ihre Situation.. Wir wollen, dass die kulturelle Vielfalt der Ukraine bewahrt bleibt. Die kulturellen und sprachlichen Rechte der Minderheiten in der Ukraine müssen gesichert werden.

Wir lehnen die Instrumentalisierung der Minderheiten – hier der russisch-sprachigen Bevölkerung – seitens Präsident Putin als Begründung des militärischen Eingriffes entschieden ab. Dieser Missbrauch ist gefährlich für eine zukunftsgerichtete und progressive Minderheitenpolitik, wie wir sie uns für ganz Europa wünschen.

For os i SSW, som mener, at mindretalspolitik er fredspolitik, er det særligt bitter at præsident Putin til dels begrunder angrebet med en angivelig undertrykkelse af russerne i Ukraine. Det er usmageligt og minder om Nazitysklands udnyttelse af de tyske mindretal i 30erne. Ja, Ukraine har sikkert udfordringer med de mange mindretal i landet. Men de var igang med en fremadrettet proces, f.eks. sammen med mindretalsorganisationen FUEN, for at forbedre mindretallenes forhold.

Kære venner,
den 24. februar 2022 vågnede vi alle op i en ny verden. Den sikkerheds- og miliærpolitiske situation er med et hammerslag ændret. Tyskland har på få dage ændret sin politik på det område med 180 grader. Også energipolitikken bliver en endnu større udfordring end vi troede den i forvejen var pga. klimaudfordringen.
Det er endnu slet ikke at overskue, hvordan denne her situation vil udvikle sig i de næste dage, måneder og år og hvordan det vil påvirke vores alles liv.

Die Entwicklung der letzten Tage wird auch spürbare Folgen für unser Leben haben. Auch wir müssen bereit sein, unseren Beitrag zu leisten, wenn wir unsere demokratische Werte und unsere offene und liberale Gesellschaft erhalten wollen. Die Demokratie muss sich wehren können, wenn sie von aggressiven autokratischen Mächten bedroht werden. Hvordan vi bedst gør det, vil være en diskussion vi sammen med venner i Slesvig-Holsten, i Tyskland, i Danmark og i hele den demokratiske verden må tage. De første skridt er taget og det er så det eneste man i denne situation kan se som et lyspunkt. Det er længe siden de demokratiske lande i Europa har været så enige og har stået sammen om en sag. Lad os håbe og tro på at denne enighed fortsætter. Det har vi i den grad brug for, hvis vi vil stå imod de autokratiske kræfter.

Tak for opmærksomheden.

Bildungsministerin Karin Prien stellt erstes Lehrwerk für Dänisch in der Sekundarstufe I vor

Nachbarsprache im Unterricht der weiterführenden Schulen

HUSUM. Für die Lehrkräfte, die in den weiterführenden Schulen Schleswig-Holsteins Dänisch unterrichten, haben die Zeiten von selbst kopiertem Unterrichtsmaterial bald ein Ende: In der Mensa der Grund- und Gemeinschaftsschule Mildstedt stellte Bildungsministerin Karin Prien am Freitag (4. März) „Velkommen til!“ vor.

Es ist das erste Lehrwerk aus einem Fremdsprachenverlag, mit dem Dänisch als zweite oder dritte Fremdsprache in der Sekundarstufe I unterrichtet werden kann. „Das ist ein mehr als willkommenes Lehrwerk“, freute sich denn auch Ministerin Prien. „Dänisch hat in Schleswig-Holstein nicht nur die Funktion einer Nachbarsprache, sondern auch die einer Regional- und Minderheitensprache und insofern auch einen ganz besonderen Status. Umso wichtiger ist es, dass die Schulen, an denen Dänisch in der Sekundarstufe I unterrichtet wird, nun endlich auch modernes und gut aufbereitetes Unterrichtsmaterial zur Verfügung haben, in dem auch der Aspekt der Nachbarsprache berücksichtigt wird“, sagte die Ministerin.

Sie äußerte die Hoffnung, dass noch mehr Schulen in Zukunft Dänisch in ihren Kanon aufnehmen. „Mit ‚Velkommen til!‘ lernen die Schülerinnen und Schüler nicht nur die Sprache unserer Nachbarn, sondern auch viel über ihre Geschichte und Kultur. Und nichts ist wichtiger für den Frieden als unvoreingenommenes Wissen und gegenseitiges Verständnis“, betonte die Ministerin. Deshalb habe sich das Land Schleswig-Holstein gern mit einer Anschubfinanzierung an dem Projekt beteiligt.

Derzeit lernen insgesamt knapp 5.000 Schülerinnen und Schüler an 62 öffentlichen Schulen in Schleswig-Holstein Dänisch, über 2.000 davon in der Sekundarstufe I. Das Fach Dänisch wird in Deutschland nur im Bundesland Schleswig-Holstein an Schulen unterrichtet. Es hat in der Sekundarstufe I und II seit den 1970er Jahren den Status eines Faches, das wie andere 2. und 3. Fremdsprachen an einer Schule angeboten werden kann. Zudem gibt es Dänisch als freiwilliges Angebot an zurzeit acht Modellschulen im Grundschulbereich. Und Dänisch ist natürlich Schul- und Unterrichtssprache an den Schulen der dänischen Minderheit im Landesteil Schleswig.

Prien dankte auch dem Verlag Ernst Klett Sprachen, der seit dem Sommer 2020 in die Erarbeitung des zweibändigen Lehrwerks eingestiegen ist und nun den ersten Band veröffentlicht. Aufgrund der geringen Auflagenhöhe hatte es bis jetzt keine von Verlagen publizierten Materialien gegeben. Daher hatten die Dänisch-Lehrkräfte bisher sozusagen intern und mit den jeweils zu Verfügung stehenden Mitteln und Möglichkeiten – in Arbeitskreisen im Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) Lehrwerke und Unterrichtsmaterialien erarbeitet, zum Teil gefördert durch EU-Mittel. Durch die aktuellen Fachanforderungen Dänisch für die Sekundarstufe I und II der allgemeinbildenden Schulen von 2016 ist neben allgemeiner Fremdsprachendidaktik für Dänisch eine spezielle Nachbarsprachendidaktik in den Vordergrund gerückt, die auch in dem neuen Lehrwerk berücksichtigt wird ebenso wie die Impulse, die sich aus der Kooperation des Regionskontors der Region Sønderjylland-Schleswig mit dem IQSH für die Wahrnehmung des Dänischen als Nachbarsprache ergeben haben.

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