Archiv für den Tag 3. März 2022

Corona-Inzidenzwert in Flensburg steigt auf 1.752,4

Tagesmeldung Corona vom 03.03.2022

Flensburg. Die Gesundheitsdienste der Stadt Flensburg melden für heute, den 03.03.2022 folgende aktuelle Zahlen zur Corona-Pandemie:
Fallzahl insgesamt: 13.868 (+ 230 zu gestern)

aktive Infektionen: 2.062
Verstorbene: 57
Genesene: 11.749

Der Inzidenzwert für morgen beträgt 1.752,4.
Je ein am 28.02.2022 und 01.03.2022 irrtümlicherweise gemeldeter Fall wurden aus der Statistik herausgenommen.

Ausgezeichnet: 13 Schulen in Schleswig-Holstein sind Verbraucherschulen

Auch Zentralschule Harrislee ausgezeichnet

Sie befreien Schulgelände und Deiche von Müll, setzen sich für fairen Handel ein oder sagen Cybermobbing den Kampf an: Für dieses Engagement erhalten 13 Schleswig-Holsteiner Schulen die Auszeichnung Verbraucherschule.

Verbraucherschulen vermitteln Kindern und Jugendlichen lebensnah, wie sie souverän und informiert mit den Herausforderungen des Alltags umgehen. Die Spannbreite der Themen reicht von Finanzen über Ernährung und Medien bis hin zu nachhaltigem Konsum. Die Auszeichnung steht unter Schirmherrschaft der Bundesverbrau-cherschutzministerin Steffi Lemke und wird in den Kategorien Gold, Silber und Bronze vergeben – sowie in der Sonderkategorie Extra, für gezielte Maßnahme in der Corona-Zeit.

Die Verbraucherschulen aus Schleswig-Holstein

Diese Schleswig-Holsteiner Schulen überzeugten die Jury mit ihren Unterrichtseinheiten und Projekten zur Verbraucherbildung:

  • Gemeinschaftsschule Meldorf, Verbraucherschule Gold
  • RBZ Wirtschaft Kiel, Verbraucherschule Gold
  • Pestalozzischule Neumünster, Verbraucherschule Gold
  • Gemeinschaftsschule Heide-Ost, Verbraucherschule Silber
  • Schule am Meer, Verbraucherschule Silber
  • Gudewerdt-Gemeinschaftsschule Eckernförde, Verbraucherschule Silber
  • Christian-Timm-Schule, Verbraucherschule Silber
  • Anne-Frank-Gemeinschaftsschule Elmshorn, Verbraucherschule Bronze
  • Zentralschule Harrislee, Verbraucherschule Bronze
  • Schule am Heidenberger Teich, Verbraucherschule Bronze
  • Grund- und Gemeinschaftsschule Schafflund, Verbraucherschule Bronze
  • Rosenstadtschule Uetersen, Verbraucherschule Extra
  • Dannewerkschule Schleswig, Verbraucherschule Extra

„Kinder und Jugendliche verfügen über eigenes Geld, gehen einkaufen, nutzen Online-Dienste und Medien. In der Schule können sie die Kompetenzen erwerben, um souverän und kritisch mit der Angebotsvielfalt umzugehen. Verbraucherschulen zeigen, wie das gelingt“, sagt Katrin Rieger, Referentin für Verbraucherbildung bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. Informationen zu den Verbraucherschulen und ihren Projekten gibt es hier.

Nächste Bewerbungsrunde startet im Mai

Schulen, die in den Bereichen Ernährung, Finanzen, Medien und nachhaltiger Konsum aktiv sind, können sich ab Mai für die nächste Auszeichnungsrunde als Verbraucherschule bewerben. Um den Bewerbungsstart nicht zu verpassen, empfiehlt sich für die Schulen eine Anmeldung im Netzwerk Verbraucherschule
unter http://www.verbraucherschule.de.

Das Projekt Verbraucherschulen

Das Projekt Verbraucherschule ist das einzige bundesweite Projekt zur Stärkung von Verbraucherbildung an Schulen. Es fördert Schulen und Lehrkräfte im Netzwerk Verbraucherschule ganz praktisch – zum Beispiel mit Online-Fortbildungen – und macht besonderes Engagement mit der Auszeichnung Verbraucherschule sichtbar. Das Projekt Verbraucherschule wird gefördert durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz auf Beschluss des Deutschen Bundestages sowie durch die Deutsche Stiftung Verbraucherschutz.

BUND fordert naturnahe Bewirtschaftung der schleswig-holsteinischen Wälder

Foto: B. Rotermund / BUND Flensburg

Waldschutz ist Klimaschutz

Satellitenaufnahmen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zeigen, dass der Klimawandel dem Wald viel stärker zusetzt als bislang angenommen: Fast fünf Prozent der Wälder in Deutschland gingen zwischen 2018 und 2021 durch Hitze, Dürre und Borkenkäfer verloren. Wer in der Klimadebatte den Wald als CO2-Senke bezeichnet, hat nur auf dem ersten Blick recht, denn längst sind viele naturferne Nadelforste aufgrund ihrer großflächigen Verluste zu CO2-Quellen geworden.

Gerade in dem waldärmsten Bundesland Schleswig-Holstein hängt die Anpassung und das Überleben von Wäldern im Klimawandel eng mit deren Naturnähe und Vitalität zusammen. Der Anteil von geschützten und von wirtschaftlicher Ausbeutung ausgenommenen Waldflächen im Land zwischen den Meeren ist noch sehr gering. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland in Schleswig-Holstein (BUND SH) fordert deswegen von einer zukünftigen Landesregierung, dass die Landesforsten (SHLF) vorrangig dem Klima- und Naturschutz sowie der Erholung dienen – und nicht mehr für einen ohnehin geringen Ertrag ökonomisch ausgebeutet werden. Dafür ist es notwendig, die Landesforsten als Anstalt öffentlichen Rechts in eine gemeinwohlorientierte öffentliche Stiftung zu überführen, die von Parlament und zivilgesellschaftlichem Beirat kontrolliert wird.

„Wälder, die dem Klimawandel widerstehen können, benötigen keine Neuanpflanzungen von standortfremden „Wunderbäumen“, die der jahrtausendealten Waldgemeinschaft mit Mikroben, Pilzen, Kräutern und Kleinsttieren kaum nutzen. Sie brauchen Ruhe, mehr Schatten und die Möglichkeit natürlich und ohne Eingriffe aufzuwachsen“, so Lutz Fähser, Forstdirektor a.D. und Fachbeirat Wald im BUND SH. „Das uns bekannte Waldbild ist durch die betriebswirtschaftlich orientierte Forstwirtschaft viel zu aufgelichtet. Eine Waldfläche müsste optimalerweise etwa 550 Festmeter Holz je Hektar aufweisen – mindestens ein Drittel mehr als heute in Wäldern üblich. Erst dann wäre eine achtsame Holznutzung auch ökologisch vertretbar.“ Eine derartige naturnahe Bewirtschaftung wird in Schleswig-Holstein seit fast dreißig Jahren erfolgreich vom Lübecker Stadtwald betrieben.

Fähser richtet sein Augenmerk auch auf die Artenvielfalt: „Bäume müssen in der Regel älter als 140 Jahre sein, um die Qualitäten zu entwickeln, die ein heimischer „Urwald“ benötigt. Erst dann werden sie von spezialisierten Lebewesen besiedelt, die heutzutage fast alle auf den Roten Listen stehen. In den stark betriebswirtschaftlich ausgerichteten Forsten werden Bäume grundsätzlich nicht alt genug, um diese Funktion für die Biodiversität auszuüben“.

„Eine ökologische, auf naturnahe Waldentwicklung ausgerichtete „Betriebsanweisung Waldbau“ sowie die Neuauflage des Landeswaldgesetzes sind notwendig, um den Klimanotstand und die Biodiversitätsverluste in unseren Wäldern auszugleichen“, schlussfolgert Ole Eggers, Landesgeschäftsführer des BUND SH und ergänzt, „dass die Erweiterung der Waldflächen von aktuell 11 auf zukünftig mindestens 15 Prozent notwendig sein werden, um neben den Mooren eine weitere wirksame biologische CO2-Senke herzustellen“. Damit dies erreicht werden kann, müssen die dauerhaft und vollkommen unberührten großflächigen Wildnisgebiete von bisher knapp 0,5 Prozent auf den in der Nationale Biodiversitätsstrategie und dem Landesnaturschutzgesetz geregelten Flächenanteil von 2 Prozent erhöht werden, so Eggers abschließend.

Flensburg bereitet Aufnahme von Geflüchteten vor

Krieg in der Ukraine: Stadt Flensburg warnt davor, in die betroffene Region zu fahren, um dort Menschen eigenständig bei der Flucht zu helfen

Flensburg. Der Krieg in der Ukraine, der bereits seit einer Woche tobt und der in immer mehr Landesteilen in der Ukraine geführt wird, ist zunehmend Ursache von Flucht und Vertreibung. Auch in Flensburg suchen zahlreiche Menschen Schutz und Obdach. Viele, weil sie Angehörige und Freunde in der Fördestadt haben.

Die Stadt Flensburg bereitet sich deshalb darauf vor, Geflüchtete aufzunehmen und unterzubringen. Neben den derzeit bereits verfügbaren Unterkünften, die unmittelbar belegt werden können plant die Stadt gerade Optionen für die Ausweitung der Kapazitäten. Um hier möglichst gut planen zu können, ist die Stadt auch auf rechtzeitige Informationen von Bund und Land angewiesen, welche die Verteilung von Geflüchteten koordinieren. Die Stadt Flensburg hat auf ihrer Homepage ein Ukraine-Portal mit den wichtigsten Informationen geschaltet.

Oberbürgermeisterin Simone Lange betont dabei „Wir wollen als Stadt unser Möglichstes tun, um in diesen schweren Zeiten zu helfen. Unser Ziel ist es, dass alle die Menschen, die zu uns kommen, auch aufgenommen und vernünftig untergebracht werden können. Daran arbeiten wir derzeit mit all unserer Kraft“.

Die Stadt Flensburg warnt in diesem Zusammenhang davor, in Eigeninitiative in die betroffene Region zu fahren um dort Menschen eigenständig bei der Flucht zu helfen. Der Aufenthalt in den betroffenen Gebieten ist mit großen Gefahren verbunden und kann ggf. auch die koordinierte der vor Ort befindlichen Hilfsorganisationen behindern. Auf der Seite www.flensburghilftderukraine.de sind Möglichkeiten aufgeführt, wie hier vor Ort in dieser schwierigen Situation geholfen werden kann.

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