Archiv für den Tag 2. März 2022

Den heißen Krieg beenden, weitere Eskalation verhindern – Online-Diskussion und Vortrag am 3. März

Online via zoom – am Donnerstag den 3. März, von 20:00 – 21:30 Uhr

Hintergründe und Lösungsansätze zum Ukraine-Krieg. Anknüpfungspunkte, um lokal vor Ort gegen Krieg und Aufrüstung aktiv zu werden

mit Ingar Solty und Christoph Ostheimer

Seit dem 24. Februar 2022 führt Russland einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen das Nachbarland Ukraine. Während in der Ukraine Menschen sterben, bedroht eine Eskalationsspirale Frieden und Sicherheit nicht nur in Europa. Die Bundesrepublik und ihre NATO-Partner verhängten scharfe Wirtschaftssanktionen gegen Moskau und liefern nicht nur defensive Waffensysteme in ein Kriegsgebiet. Putin versetzte seine Abschreckungswaffen in Alarmbereitschaft. Der Einsatz von Atomwaffen scheint nicht mehr undenkbar. Vor diesem Hintergrund sprach Bundeskanzler Scholz am vergangenen Sonntag von einer Zeitenwende und verkündete eine Aufrüstung der Bundeswehr ungekannten Ausmaßes. Argumentiert wird, man müsse Russland abschrecken. Dabei beträgt das Budget aller NATO-Staaten schon lange dem etwa Zwanzigfachen von Russland. Auch eine Wiedereinführung der Wehrpflicht wird diskutiert. Sind Waffen jetzt wirklich das beste Mittel, um das Blutvergießen zu beenden?

Völlig klar ist, dass wir Frieden brauchen. Dafür muss Russlands den Krieg sofort und ohne Bedingungen beenden. Der Weg muss zurück an den Verhandlungstisch führen.

Wie sehen linke Lösungsansätze aus, den Ukraine-Krieg zu beenden und eine nachhaltige Friedenspolitik für Europa zu entwickeln?

Wie können wir vor Ort gegen weitere Militarisierung aktiv werden? Welche Auswirkungen können Aufrüstung und Wiedereinführung der Wehrpflicht auf ehemalige Standorte der Bundeswehr u.a. in Neumünster haben?

Es diskutieren:

Ingar Solty, Referent Friedens- und Sicherheitspolitik am Institut für Gesellschaftsanalyse der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Christof Ostheimer, Vertreter des Friedensforums Neumünster

Die Veranstaltung findet als Zoom-Veranstaltung statt. Wenn Ihr anonym bleiben wollt, dann wählt einen Fantasienamen beim Einwählen und schaltet die Kamera aus. Die Veranstaltung wird von der RLS SH nicht aufgezeichnet.

https://us02web.zoom.us/j/81093950835?pwd=UEZreUh1eE84ZkhOVFFZR29zL1k1Zz09
Meeting-ID: 810 9395 0835
Kenncode: 730270

Eine Veranstaltung der RLS Schleswig-Holstein

Website: https://sh.rosalux.de/

Telefon: (0431) 2607043

Mahnwache am 4. März auf dem Südermarkt: Nein zum Krieg in der Ukraine!

Die DFG-VK Flensburg ruft für Freitag, den 4. März ab 11.00 Uhr auf dem Südermarkt in Flensburg zu einer Mahnwache mit Kundgebung gegen den Krieg auf

Ein Beitrag der DFG-VK Gruppe Flensburg

Nein zum Krieg in der Ukraine – Es gibt keinen gerechten Krieg!

Die DFG-VK verurteilt den Angriff russischer Truppen auf die Ukraine.

Die DFG-VK fordert von der Bundesregierung, sich nicht an diesem Krieg zu beteiligen und auch keine Waffen an die Ukraine zu liefern. Jedes weitere militärische Eingreifen macht es nur noch schlimmer.
Es gibt keine politischen Lösungen und keinen Frieden auf dem Schlachtfeld.

Die aktuelle militärische Eskalation ist durch nichts zu rechtfertigen. Eine wirkliche Lösung der Konflikte liegt in weiter Ferne. Gemeinsam mit russischen und ukrainischen Friedensaktivist*innen fordern wir: Diplomatie statt Militärmanöver und Krieg.

Eine Anerkennung der Separatistengebiete in Donezk und Luhansk als autonome Volksrepubliken durch Russland ist ebenso völkerrechtswidrig wie die Anerkennung des Kosovo als selbständigen Staat durch die BRD im Jahre 2008.

Wir fordern von der russischen Regierung diese Anerkennung rückgängig zu machen.

Es geht uns um die Menschen in der Ukraine, in Russland, in Europa, die von Krieg existentiell betroffen und bedroht sind.

Wir fordern als ersten Schritt den Rückzug der russischen Streitkräfte aus der Ukraine sowie die Einstellung aller militärischen Aktivitäten auf allen Seiten. Wir wollen konkrete Schritte zu einer Deeskalation und Rückkehr zu Verhandlungen.

Wir fordern Menschen in allen beteiligten Staaten auf, sich einer Kriegsbeteiligung zu widersetzen, Kriegsdienste zu verweigern, zu desertieren und sich dem Krieg zu entziehen. Die BRD muss allen Kriegsdienstverweigerer*innen und Deserteur*innen aus allen beteiligten Staaten oder Rebellengruppen Asyl gewähren.

Die Höhe des Rüstungsetats zu verdreifachen ist Kriegspolitik. Wir brauchen das Geld für humanitäre Hilfen, Gesundheit, Bildung, Ökologie, für Frieden und Wohlstand.

Mit Russland und der NATO stehen sich die zwei großen Atommächte gegenüber. Eine weitere Eskalation erhöht die Gefahr eines Atomkrieges. Wir lehnen alle Atomwaffen ab und fordern die Bundesregierung auf, endlich dem Atomwaffenverbotsvertrag beizutreten.

Deutsche Friedensgesellschaft –
Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen
DFG-VK Gruppe Flensburg
v.i.S.d.P.: Siglinde & Ralf Cüppers, Mühlenholz 28a, 24943 Flensburg.
Email: flensburg@bundeswehrabschaffen.de

Politisches Abendgebet der Aktionsgruppe Klima Flensburg am 7. März 2022 um 18 Uhr in St. Nikolai

Liebe Interessierte,

jetzt laden wir wieder ein: Zum nächsten Politischen Abendgebet am 7. März um 18 Uhr in St. Nikolai mit dem Thema „Tiefenökologie – die Kraft des Wandels“.

Wir freuen uns auf viele BesucherInnen zu diesem aktuellen Thema.

Susanne Friederichsen
Veronika Landbeck
Jürgen Iversen

(AG Politisches Abendgebet in der Aktionsgruppe KLIMA Flensburg)

Neue Fortbildungen zu digitalen Medien für Menschen in pädagogischen Berufen

Von links nach rechts: Tanja Zimmer (Offener Kanal Flensburg), Dr. Christian Schmidt-Rost (Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein), Annika Peters, Christian Ide, Adrian Hoffmann, Elisabeth Gershoff, Bianca Wilkens (alle Stadt Flensburg). Nicht im Bild: Thomas Dau-Eckert (Stadt Flensburg), Dr. Ina Biederbeck (Europa-Universität Flensburg)

#DigitalerDienstag

Flensburg. Den digitalen Wandel aktiv gestalten und die Potenziale der Digitalisierung nutzen?  Das gelingt mit dem „Digitalen Dienstag“, einer neuen Fortbildungsreihe für die Region Flensburg. Der Digitale Dienstag richtet sich an pädagogische Fach- und Lehrkräfte in Schule, Kita, Jugend- und (Schul-) Sozialarbeit, die ihre Medienkompetenz unabhängig vom fachbezogenen Lernen ausbauen wollen. Neben den praxistauglich aufbereiteten Themen und deren praktischer Umsetzung, bietet der Digitale Dienstag einen Raum für fachlichen Austausch und kollegiale Beratung.

Immer dienstags haben interessierte Akteur*innen die Möglichkeit für zwei Stunden an den Fortbildungsveranstaltungen teilzunehmen. Mit dem „DigiDi Café“ gibt es außerdem regelmäßig die Möglichkeit das eigene Medienverhalten zu reflektieren und überlegen, welche Ansatzpunkte dieses für den eigenen individuellen Weg zur Aneignung von mehr Medienkompetenz und für die Bearbeitung von Medienthemen in der pädagogischen Arbeit als Lehrer*in, Erzieher*in oder Sozialarbeiter*in bietet.
Der Digitale Dienstag ist mit dem Fortbildungsangebot „Digitaler Donnerstag“ verknüpft, das sich nun schon seit rund zwei Jahren an alle Interessierten richtet, die ihre Medienkompetenz fachspezifisch im Kontext von Unterricht und Schule ausbauen wollen.

Koordiniert und entwickelt wurden beide Angebote in einer einzigartigen Kooperation von Institutionen. Dazu gehören Mitarbeiter*innen des Instituts für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH), der Europa-Universität Flensburg, des Offenen Kanals Flensburg und der Stadtverwaltung Flensburg.
Die aktuellen Veranstaltungen des Digitalen Dienstag (und Digitalen Donnerstag) finden Sie immer unter http://digidi.flensburg.de

Flensburg koordiniert Hilfsangebote

Flucht aus der Ukraine

Flensburg. Der Krieg in der Ukraine macht fassungslos und betroffen. Er führt zu großem Leid und ist Ursache für Flucht und Vertreibung. Die Situation erfordert deshalb schnelle Hilfeangebote und konkrete Unterstützung der Menschen, auch hier in Flensburg. Erste geflüchtete Personen sind bereits in Flensburg angekommen und wurden in Unterkünften der Stadt aufgenommen.

Ein wichtiger Punkt bei der notwendigen Hilfe ist die umfassende und frühzeitige Abstimmung mit dem städtischen Integrationsnetzwerk. Akteure wie die Flüchtlingshilfe Flensburg e.V., WIN Weiche, die Arbeiterwohlfahrt (AWO), das Diakonische Werk und verschiedene städtische Mitarbeiter*innen, z.B. aus dem Einwanderungsbüro und der Stabsstelle Integration, haben sich bereits koordiniert, sich gegenseitig auf den aktuellen Stand gebracht und gemeinsames Handeln vorbereitet. Gleichzeitig haben sich bereits viele Menschen gemeldet, die auf unterschiedliche Weise helfen möchten.

„Ich bin stolz auf die Menschen dieser Stadt, die schon am Wochenende ihre große Solidarität mit den betroffenen Menschen in der Ukraine gezeigt haben und die jetzt ihre Hilfe anbieten. Gleichzeitig finde ich es großartig, dass wir hier bei uns in Flensburg ein starkes Netzwerk haben, um konkrete Hilfe auch schnell und umfassend umzusetzen“, erklärt Oberbürgermeisterin Simone Lange.
„Die gute und langjährige Netzwerkarbeit im Integrationsbereich der Stadt Flensburg zahlt sich nun aus und erleichtert die Arbeit aller Beteiligten“, ergänzt der Leiter der Stabsstelle Integration Alexander Klindtworth-März.

Rund um das Thema Unterbringung und Versorgung konnten bereits die wichtigsten Entscheidungen getroffen werden. So werden Menschen, die nach Flensburg kommen und die nicht bei Angehörigen wohnen können, vorzugsweise in städtischen Unterkünften untergebracht und sowohl von der hauptamtlichen Flüchtlingsbetreuung der AWO als auch von ehrenamtlich Engagierten versorgt. Die erforderlichen Unterstützungsleistungen, wie z.B. medizinische Hilfe, werden ebenfalls koordiniert und können nach Bedarf in Anspruch genommen werden.
Die Stadt rechnet damit, dass Bund und Land im Laufe der Woche nähere Informationen zur Aufnahme und Versorgung von Geflüchteten bereitstellen.

Sie möchten helfen?
Es gibt eine Vielzahl von Hilfsangeboten von engagierten Flensburger*innen. Dabei ist es wichtig, dass die Hilfe gut koordiniert wird. Damit zielgerichtet geholfen werden kann und die Hilfe auch dort ankommt, wo sie benötigt wird.
Die Flensburger Flüchtlingshilfe, das Projekt „Wir sagen Moin“ und die Gruppe WIN Weiche haben gemeinsam mit der Stabstelle Integration der Stadt Flensburg eine Informationsseite eingerichtet, auf der alle Hilfsmöglichkeiten gebündelt werden. Tragen Sie hier gern ihr Hilfsangebot ein: www.Flensburghilftderukraine.de. Sobald Ihre Hilfe benötigt wird, meldet sich die Flüchtlingshilfe bei Ihnen. Folgende Dinge bitten wir zu beachten:

Fragen Sie bitte bei Sachspenden nach, was gerade benötigt wird.
Menschen, die nicht bei Angehörigen in Flensburg wohnen können, werden in städtischen Unterkünften untergebracht. Wenn die Kapazitäten knapp werden, kommt die Stadt Flensburg gern auf Angebote, die über das Formular eingereicht wurden zurück.
Es ist derzeit nicht zu empfehlen, mit Bussen an die ukrainische Grenze zu fahren, um dort Menschen ohne vorherige Vereinbarung abzuholen. Viele Betroffene warten dort derzeit auf Angehörige und möchten diese Angebote nicht wahrnehmen.

Es wurde bereits eine Webseite vom Einwanderungsbüro der Stadt eingerichtet, in der alle wichtigen rechtlichen Informationen zu finden sind: www.flensburg.de/einwanderungsbüro. Zusätzlich soll kurzfristig eine gebündelte Übersichtsseite mit Hilfsangeboten und wichtigen Informationen durch die Stabsstelle Integration erstellt werden.

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