Archiv für den Tag 25. Januar 2022

Corona-Zahlen in Flensburg: Inzidenzwert steigt auf 1.204,2

Tagesmeldung Corona vom 25.01.2022

Flensburg. Die Gesundheitsdienste der Stadt Flensburg melden für heute, den 25.01.2022 folgende aktuelle Zahlen zur Corona-Pandemie:
Fallzahl insgesamt: 7.031 (+ 215 zu gestern)

aktive Infektionen: 1.360
Verstorbene: 51
Genesene: 5.620

Der Inzidenzwert für morgen beträgt 1.204,2.

Online-Veranstaltung: „2022 – Jahr des Aufbruchs in der Migrations- und Integrationspolitik?“ am 7. Februar

 

Foto: picture alliance

Eine Einladung des Julius-Leber-Forums der Friedrich-Ebert-Stiftung – Um Anmeldung wird gebeten

In dem Diskussionsforum der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) sprechen wir über den dringenden Veränderungsbedarf in diesem Politikfeld, den migrationspolitischen Fahrplan im Bund und die Pläne der Landespolitik in Schleswig-Holstein vor der Landtagswahl im Mai. Dabei werden die Impulse des FES-Papiers „Migrations- und Integrationspolitik in Schleswig-Holstein neu denken“ (von 2021) erneut angeschaut und auf ihre bisherige Umsetzung hin überprüft. Grundlage dieses Papiers waren Fachgespräche mit Expert_innen der schleswig-holsteinischen Zivilgesellschaft.

Über neue Impulse für die Migrations- und Integrationspolitik im Bund und in Schleswig-Holstein diskutieren

Lars Castellucci, MdB, stv. Vorsitzender des Bundestags-Innenausschusses

Torsten Döring, Stellvertreter des Beauftragten für Flüchtlings-, Asyl- und Zuwanderungsfragen des Landes Schleswig-Holstein

Tarek Saad, Vorsitzender der AG Migration und Vielfalt der SPD Schleswig-Holstein und Mitautor des FES-Impulspapiers

Moderation: Yasemin Bekyol, Universität Erlangen-Nürnberg und Mitautorin des FES-Impulspapiers

*Gern weisen wir Die zudem auf unsere aktuelle flüchtlingspolitische Podcastfolge hin: Sandy Alqas Botros musste mit ihrer Familie 2015 aus dem Irak fliehen und kam nach Hamburg. Heute studiert sie und engagiert sich für neuankommende Geflüchtete. Wir sprechen mit ihr über ihre Geschichte des Ankommens und wie es dazu kam, dass sie sich heute für Integration und Teilhabe engagiert. Die Folge finden Sie in den üblichen Podcast-Apps und direkt hier:

 https://soundcloud.com/user-403206574/folge-52

Anmeldung:

Bitte um Anmeldung auf der FES Internetseite www.fes.de/lnk/migration

Online Diskussion auf Zoom
2022 – Jahr des Aufbruchs in der Migrations- und Integrationspolitik?
Montag, 07. Februar 2022, 18 Uhr online

Angemeldete Teilnehmer_innen erhalten am 04. Februar 2022 per eMail die Zugangsdaten zu der online-Diskussion sowie technische Informationen und Datenschutzhinweise.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Bei Fragen zur Barrierefreiheit wenden Sie sich gern an uns.

Eine Veranstaltung des Julius-Leber-Forums der Friedrich-Ebert-Stiftung

Friedrich-Ebert-Stiftung
Tel. 040-325 874-0
hamburg@fes.de
www.julius-leber-forum.de

Für eine starke Soziale Demokratie

Viele weitere Veranstaltungen zu aktuellen politschen Themen gibt es auf unserer Internetseite julius-leber-forum.de Hier finden Sie Sie Informationen über die FES, unser Engagement und unsere Angebote. Sie können sich zu Veranstaltungen persönlich anmelden oder online teilnehmen, FES-Publikationen lesen und auf unseren Kanälen im Sozialen Netz mitdiskutieren.
Twitter: @FESHamburg
facebook: fb@fes.nord

Online-Veranstaltung: „System Change“ statt „Climate change“! mit Dr. Tina Sanders am 31. Januar

Jetzt anmelden!

Die Erde brennt, taut, trocknet aus und wird überflutet. Auf allen Erdteilen sind die Folgen des menschengemachten Klimawandels zu sehen. In der Antarktis droht gerade ein Gletscher in den Ozean abzubrechen; die Folge wird ein Anstieg des Meeresspiegels von mehr als 65 cm sein. In vielen Teilen der Welt nehmen Wald- und Moorbrände zu, Überschwemmungen nach Starkregenereignissen stehen auf der Tagesordnung. Die Lebensgrundlage der Menschen im globalen Süden ist akut bedroht, und folgen des Klimawandels sind jetzt schon ein Hauptgrund für Krieg und Flucht.

Verursacher des Klimawandels ist der immense Ausstoß an Treibhausgasen vor allem durch die Verbrennung von fossilen Energieträgern wir Kohle, Öl und Gas. Hauptverursacher dieser Emissionen sind die Energiekonzerne und die Länder der westlichen Welt.  Und sie wissen es ganz genau. Es ist Ihnen klar, dass sie ihre Energieversorgung und Wirtschaften „nachhaltiger“ und „grüner“ gestalten müssen, um langfristig das Überleben der Menschheit zu sichern. Die Profite der eigenen Konzerne sollen dabei nicht angetastet werden. Soll doch die Konkurrenz dafür zahlen, zum Beispiel die Chinesen. Oder besser noch die arbeitenden Menschen, die eh schon ihren Profit erwirtschaften.

Aktuell steigen Preise für Energie und Lebensmittel rapide an, als Grund werden die brüchigen Lieferketten genannt, die durch die Pandemie entstanden sind. Das kommt den Konzernen zu Gute und spült noch mehr Geld in die Taschen von wenigen Superreichen.  Die Regierungen und die Zentralbanken leiten keine Maßnahmen gegen die Inflation ein, denn das würde die Profite schmälern. Ob Menschen am Ende des Monats entscheiden müssen, ob die frieren oder hungern, ist ihnen egal.

Was bleibt uns zu tun?

  • Die Profiteure des Energiemarktes los werden. Enteignung der Energiekonzerne
  • Konzepte entwickeln, wie wir die Emissionen radikal runterfahren können

Mittel dabei sind Solidarität und Internationale Zusammenarbeit! Eben ein internationaler system change!

Online-Veranstaltung der DKP-Schleswig-Holstein mit Dr. Tina Sanders (Umwelt-Mikrobiologin aus Hamburg)

am Montag, den 31. Januar 2022 um 18:30 Uhr

Bitte anmelden (für den Zugangslink) unter schleswig-holstein@dkp.de

Optisch perfektes Obst und Gemüse belastet Umwelt und Klima

Verbraucherzentralen und Umweltbundesamt fordern den Handel auf, standardmäßig Obst und Gemüse in jeder Größe und Optik anzubieten.

Strenge Vorgaben des Handels an das Aussehen und die Größe von Obst und Gemüse belasten die Umwelt, denn häufig müssen dafür zusätzlich Pflanzenschutz- und Düngemittel eingesetzt werden. Außerdem entstehen unnötige Lebensmittelverluste. Zwei aktuelle Veröffentlichungen beschäftigen sich mit diesem Thema. Die Verbraucherzentralen bemängeln eine zu strikte Handhabung des Handels; das Umweltbundesamt (UBA) schlägt Lösungen für umwelt- und klimafreundlichere Vorgaben vor.
Verbraucherzentralen und UBA fordern den Handel auf, standardmäßig Obst und Gemüse in jeder Größe und Optik anzubieten.

Selbstgesetzte Vorgaben des Handels für Obst und Gemüse belasten die Umwelt und das Klima. So kommen Äpfel oft nur mit makelloser Schale in den Handel, Möhren und Kohlrabi liegen häufig mit Blattgrün im Geschäft, obwohl diese das Gemüse schneller welken lassen. Damit Obst und Gemüse frisch und makellos aussieht, werden oft zusätzliche Pflanzenschutz- und Düngemittel eingesetzt. Was den Handelsvorgaben nicht entspricht, wird den Erzeugern in der Regel nicht abgenommen. Im besten Fall wird es zu Saft weiterverarbeitet oder verfüttert, häufig auch untergepflügt oder entsorgt.

Weniger Vorgaben bedeuten bessere Haltbarkeit
Verzichtet der Handel auf diese Vorgaben, profitieren neben der Umwelt auch Verbraucher und Erzeuger. Ohne Blattgrün bleibt Gemüse länger frisch, weil über die Blätter kein Wasser mehr verdunstet. Wird unterschiedlich großes Obst und Gemüse angeboten, können Verbraucher nach Bedarf auswählen und Lebensmittelabfälle im Haushalt verringern. Erzeuger können ihren Einsatz an Pflanzenschutz- und Düngemitteln reduzieren und einen größeren Anteil ihrer Produkte an den Handel verkaufen. Dies zeigt das UBA in seiner Veröffentlichung „Mehr Natürlichkeit im Obst- und Gemüseregal – gut für Umwelt und Klima“, in der es zusammen mit Experten Lösungsvorschläge entwickelt hat. UBA-Präsident Dirk Messner: „Die gesetzlichen Vorgaben reichen aus für hochwertige Lebensmittel. Der Handel muss hier nicht noch unnötig nachlegen. Damit die Umwelt beim Obst- und Gemüseanbau weniger belastet wird, müssen alle aktiv werden – auch der Handel.“

Bei Stückpreisen bleibt der kleinere Blumenkohl liegen 
Dies unterstützen die Verbraucherzentralen. „Es gibt große Spielräume, Obst und Gemüse so anzubieten, dass Verbraucherinnen und Verbraucher einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten können. Der Handel sollte diese nutzen“, sagt Selvihan Benda, Ökotrophologin bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. In einem bundesweiten Marktcheck haben die Verbraucherzentralen ausgewähltes Obst und Gemüse in 25 Supermärkten, Biohandelsmärkten und Discountern untersucht. Die Ergebnisse zeigen: Ein Viertel der Äpfel und 18 Prozent der Möhren wurden in Klasse II, also mit Makeln und in verschiedener Größe, angeboten. In Discountern war dieses Angebot im Vergleich zu Supermärkten und Biomärkten geringer. Kohlrabi, Blumenkohl, Eisbergsalat und Brokkoli wurden fast ausschließlich zum Stückpreis statt nach Gewicht angeboten. So fehlt der Anreiz, zu kleinerem Gemüse zu greifen. Kohlrabi und Radieschen wurden fast immer mit Blättern verkauft, obwohl Käufer diese meist im Geschäft entfernen. Länger gelagertes Gemüse zum günstigeren Preis gab es in rund einem Viertel der Geschäfte.

UBA und Verbraucherzentralen empfehlen mehr Vielfalt und Spielraum
Der Handel sollte auf eigene Anforderungen an Größe, Einheitlichkeit und Aussehen verzichten und die Spielräume der gesetzlichen Normen nutzen. Wo eine Klassen-Kennzeichnung vorgeschrieben ist, sollte Klasse II zum neuen Standard werden. Obst und Gemüse sollte nach Gewicht und nicht mit Stückpreisen verkauft werden. Gemüse wie Kohlrabi, Radieschen und Möhren sollte ohne Blätter angeboten werden.
Damit der Handel seine Vorgaben verringern kann, müssen Konsumenten das Angebot annehmen. Dafür braucht es leicht zugängliche und verständliche Informationen direkt beim Einkauf.

Hier finden Sie den Marktcheck der Verbraucherzentralen und die Studie des Umweltbundesamtes.

Digitale Archäologie-Wintervorträge: „Der Mann aus dem Eis – Aspekte der Konservierung“ am 1. Februar

Prof. Dr. med. Oliver Peschel bei einer Untersuchung

Rechtsmediziner Prof. Dr. med. Oliver Peschel spricht über Ötzi am Dienstag, 1. Februar, 19 Uhr, via Zoom

Jetzt anmelden!

Mit einem Vortrag des Rechtsmediziners Prof. Dr. med. Oliver Peschel aus München geht die digitale Wintervortragsreihe des Museums für Archäologie am Dienstag, 1. Februar, um 19 Uhr weiter. Thema: Der Mann aus dem Eis – Aspekte der Konservierung.

Im September 1991, also vor etwa 30 Jahren, wurde am Tisenjoch oberhalb des Schnalstales in Südtirol der Körper eines toten Mannes gefunden, den man zunächst für einen verunglückten Bergsteiger oder Soldaten gehalten hat. Rasch wurde jedoch klar, dass es sich dabei um einen der bedeutendsten archäologischen Funde überhaupt gehandelt hat. Der Mann aus dem Eis, Ötzi, lebte vor rund 5300 Jahren und kam offensichtlich durch eine Pfeilschutzverletzung in der linken Schulter ums Leben.

Die Feuchtmumie mit einem für diese Liegezeit außergewöhnlich gut erhaltenem Weichgewebe gehört sicherlich zu den am besten und intensivsten untersuchten Mumien weltweit; die Untersuchungen haben viele Details zur Lebensgeschichte, zu Krankheiten und zum Tod des Mannes aus dem Eis sichtbar gemacht, auch wenn viele Rätsel noch ungelöst sind. Gerade deshalb – und weil sich auch für die Zukunft noch weitere bemerkenswerte Untersuchungsergebnisse erwarten lassen – gehört die Konservierung des Mannes aus dem Eis zu den besonders wichtigen Aufgaben, die im Archäologiemuseum des Landes Südtirol in Bozen wahrgenommen werden.

Der Münchner Gerichtsmediziner Prof. Dr. Oliver Peschel, Leiter des Konservierungsteams am Archäologiemuseum in Bozen, berichtet über Leben, Sterben und Konservierung des Mannes aus dem Eis.

Der Vortrag findet im Rahmen der Wintervortragsreihe des Museums für Archäologie Schloss Gottorf statt. Die Reihe steht in diesem Jahr unter dem Motto: „Konserviert für die Ewigkeit? Die Herausforderung nach der Sensation“ und findet mit freundlicher Unterstützung des Fördervereins Archäologie Schloss Gottorf e.V. im Rahmen des Johanna-Mestorf-Kollegs statt. Dadurch kann die Teilnahme kostenlos angeboten werden.

Die Veranstaltung findet ausschließlich digital statt und wird über das Videokonferenzsystem „Zoom“ übertragen. Nach der Anmeldung sendet das Museum den Link für den Zugang zur Videoübertragung zu. Anmeldung erforderlich unter telefonisch 04621 813-222 oder per E-Mail service@landesmuseen.sh.

Landesmuseen Schleswig-Holstein
Schlossinsel 1 | Schloss Gottorf | 24837 Schleswig | +49(0)4621 – 813 222 | http://www.schloss-gottorf.de/

Buchtipp: „Blinde Passagiere – Die Coronakrise und die Folgen“ von Karl Heinz Roth

Im Zusammenhang mit der Debatte um die Corona-Pandemie und ihre Folgen möchten wir auf ein überaus bemerkenswertes und empfehlenswertes Buch hinweisen, das vor kurzem erschienen ist. Der Arzt und Historiker Karl Heinz Roth hat ein Grundlagenwerk zur kritischen Aufarbeitung der weltweiten Coronapandemie vorgelegt.

Blinde Passagiere. Die Coronakrise und die Folgen; Karl Heinz Roth, Verlag Antje Kunstmann, München 2022, 503 Seiten, 30 Euro

Wie tief die weltumspannende Pandemie in unsere Gesellschaften und den Alltag der Menschen hineinwirkt, zeigt Karl Heinz Roth in diesem hervorragend recherchierten und elegant geschriebenen Buch – ein Grundlagenwerk für die kritische Aufarbeitung dieser Krise, zur Vermeidung kommender.

Seit zwei Jahren dominiert die durch das SARS-CoV-2-Virus ausgelöste Pandemie die Welt. Sie hat alle Kontinente und Regionen erfasst, sich in mehreren Wellen ausgebreitet und immer neue Epizentren gebildet. Sie hat das Alltagsleben der Menschen durchdrungen, soziale Beziehungen verändert, die Medien beherrscht, das politische Establishment herausgefordert und zahlreiche wissenschaftliche Disziplinen auf die Probe gestellt.
Der Mediziner und Historiker Karl Heinz Roth stellt das Geschehen aus einer globalen Perspektive dar, berichtet über die Vorgeschichte, die bis in die 2000er Jahre zurückreicht, analysiert die Ausbreitung und die Dynamik von Covid-19 und erörtert die Eigenschaften und Auswirkungen der Pandemie auf den Menschen. Er thematisiert die Gegenmaßnahmen, die dabei zutage getretenen Versäumnisse und die mentalen, politischen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Lockdowns.
Zum ersten Mal werden in diesem Buch die einzelnen Aspekte einer weltumspannenden Pandemie fachübergreifend betrachtet, aufeinander bezogen und kontextualisiert, wodurch sich auch strittige Fragen – wie etwa nach dem Virus als Laborflüchtling, nach der Rolle der internationalen Großstiftungen oder nach den Effekten und Kollateralschäden – diskutieren und klären lassen.

Karl Heinz Roth

Karl Heinz Roth, geboren 1942, promovierte in Medizin und Geschichtswissenschaft und war bis 1997 in einer hausärztlichen Gemeinschaftspraxis tätig. 1986 gründete er mit anderen die Stiftung für Sozialgeschichte des 20. Jahrhunderts und ist seither Vorstandsmitglied. Er hat zahlreiche Publikationen zur Arbeits-, Medizin-, Sozial-, Wirtschafts- und Wissenschaftsgeschichte des 20. und frühen 21. Jahrhunderts veröffentlicht.

Zum Buch gibt es ebenso auch eine ausgezeichnete und umfängliche Rezension von Gerhard Hanloser im Blog der Wochenzeitung Der Freitag: https://www.freitag.de/autoren/ghanloser/blinde-passagiere

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