3. Kammerkonzert mit Musikern des Schleswig-Holsteinischen Sinfonieorchesters – 23. Januar Museumsberg Flensburg

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Sonntag 23.01.2022 | 11.15 Uhr | Flensburg | Museumsberg

Programm:

Jacques Lesburguères (*1960)
„Hamza Fantaisie“

Arnold Bax (1883–1953)
„Elegiac Trio“ GP 178

Tomaso Antonio Vitali (1663–1745)
Chaconne g-Moll

Manuel de Falla (1876–1946)
„Danse espagnole“ aus der Oper LA VIDA BREVE (arr. Fritz Kreisler)

Claude Debussy (1862–1918)
Trio Nr. 1 G-Dur, bearbeitet für Flöte, Violoncello und Klavier

Das Programm des dritten Kammerkonzerts lädt zu einer Reise quer durch Europa ein: Während Jacques Lesburguères in seiner „Hamza Fantaisie“ mit Motiven der rumänischen Folklore in den Balkan entführt, beschwört Arnold Bax in seinem „Elegiac Trio“ die keltischen Ursprünge Englands. Es verwundert nicht, dass der bekennende Irland-Fan zahlreiche seiner Kammermusikstücke der Harfe als keltische Stimme widmete. Den elegischen Violapart dieses „bardischen“ Lieds komponierte er für Großbritanniens überragenden Bratschisten Lionel Turtis. Das überaus klangschöne Trio zeigt einmal mehr, warum Bax zu den wichtigsten englischen Komponisten insbesondere kammermusikalischer Werke zählt.

Tomaso Antonio Vitali folgen wir an den Hof der Herzöge d’Este nach Bologna, wo er mit der Chaconne eines der berühmtesten und für damalige Verhältnisse harmonisch kühnsten Violinwerke des 18. Jahrhunderts geschaffen hat – auch wenn seine Urheberschaft in Fachkreisen immer wieder leidenschaftlich diskutiert und in Zweifel gezogen wird. Fritz Kreisler verdanken wir dann die Bearbeitung von Manuel de Fallas mitreißendem „Spanischen Tanz“, mit dem dieser der Landschaft, den Städten und Menschen Andalusiens ein Denkmal setzte und der so zu einem brillanten Vortragsstück zahlreicher Violinvirtuosen geworden ist.

Die Reise endet mit einem geradezu kosmopoliten Werk: Nadeschda von Meck ging nicht nur als langjährige Mäzenin und Brieffreundin von Pjotr Iljitsch Tschaikowski in die Musikgeschichte ein, sie engagierte auch „den kleinen Franzosen“, wie sie Claude Debussy nannte, als Liedbegleiter für ihre Tochter sowie als Klavierpartner für sich selbst und nahm ihn auf ihre ausgedehnten Reisen in die Schweiz, nach Österreich, Italien und Russland mit. Im italienischen Fiesole komponierte Debussy mit Anklängen an César Franck und Robert Schumann 1880 das frühe G-Dur Klaviertrio für seine Gönnerin, das erst durch einen sensationellen Fund im Nachlass eines Schülers von Debussy 1982 wiederentdeckt wurde.

Besetzung:

Wann: Sonntag, 23. Januar 2022, 11:15 Uhr
Wo: Museumsberg, Hans-Christiansen-Haus, Aula
Tickets: Ab 16 Euro, VVK an der Museumskasse oder Theaterkasse
Regel: 2G

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Veröffentlicht am 11. Januar 2022, in Bürgerbeteiligung, Bildung, Flensburg News, Kultur, Kulturtipps, Soziales, Veranstaltungstipps. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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