Archiv für den Tag 5. Januar 2022

Steigende Corona-Zahlen in Flensburg – Inzidenzwert jetzt bei 531,5

Corona-Pandemie: Oberbürgermeisterin Simone Lange bittet BürgerInnen sich impfen zu lassen, die Hygieneregeln einzuhalten und größere Menschenansammlungen zu meiden

Flensburg. Die steigende Zahl von Corona-Infektionen in Flensburg, die auch in den vergangenen Tagen weiter zugenommen hat, sorgt auch für Veränderungen bei der Fallbearbeitung im Flensburger Gesundheitshaus.
Die inzwischen erfolgte Umstellung des Quarantäne-Managements, bei dem die Betroffenen eigenständig ihre Kontakte informieren, hat auch Auswirkungen auf die Übersicht über Quarantänefälle, die bisher Teil der täglichen Corona-Berichterstattung war. Aufgrund der neuen Regelung wird keine Gesamtübersicht mehr über die Anzahl der Quarantänen geführt, sodass die Meldung über Quarantänefälle künftig entfällt.
Gleichzeitig hat das Labor Krause mitgeteilt, dass aufgrund der Vielzahl von Proben die Sequenzierung landesweit nicht mehr möglich ist, sodass keine Zahl von Omikron-Fällen mehr erfasst werden kann. Da die Omikron-Variante des Coronavirus inzwischen ohnehin die vorherrschende Variante in Flensburg ist, ist der Nachweis auch nicht mehr zwingend erforderlich. Derzeit erfolgt eine Abstimmung mit dem Land, wie in den jeweiligen Fällen zu verfahren ist. In der Konsequenz bedeutet dies jedoch, dass auch die Nennung von Omikron-Fällen in der Tagesmeldung entfällt.
Oberbürgermeisterin Simone Lange: „Wir haben es derzeit landesweit mit einem erschreckend hohen Fallgeschehen zu tun. Überall im Land ist eine ähnliche Entwicklung zu beobachten, die auf die Omikron-Variante des Corona-Virus zurückzuführen ist. Um die vielen Fälle geordnet abarbeiten zu können, müssen wir unsere Verfahren anpassen. Für die daraus resultierenden Auswirkungen auf unsere täglichen Meldungen bitten wir deshalb um Verständnis. Es bedarf weiterhin großer gemeinsamer Anstrengungen, damit wir die aktuelle Infektionswelle erfolgreich hinter uns lassen können. Ich hoffe deshalb darauf, dass die Ministerpräsident*innen am Freitag einen geeigneten Rahmen für unsere Arbeit vor Ort vorgeben. Vor allem bitte ich alle Bürger*innen, ihren Teil zur Bekämpfung der Pandemie beizutragen: Meiden Sie große Ansammlungen, beachten Sie Hygieneregeln, Abstände und Maskengebot und lassen Sie sich impfen“.

Tagesmeldung Corona vom 05.01.2022

Flensburg. Die Gesundheitsdienste der Stadt Flensburg melden für heute, den 05.01.2022 folgende aktuelle Zahlen zur Corona-Pandemie:
Fallzahl insgesamt: 4.640 (+ 131 zu gestern)

aktive Infektionen: 544
Verstorbene: 48
Genesene: 4.048

Der Inzidenzwert für morgen beträgt 531,5.

Stromversorger Stromio, Grünwelt und weitere kündigen Stromverträge – Tipps für Betroffene

Ein Beitrag der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein (VZSH)

Der Stromversorger Stromio GmbH mit seinen Marken Stromio und Grünwelt Energie hat nach eigenen Angaben alle Stromlieferverträge gekündigt und die Versorgung am 21. Dezember eingestellt. Einige Kunden berichten, dass sie davon rückwirkend erfahren hätten. Betroffene werden jetzt automatisch von ihrem örtlichen Grundversorger beliefert. Bei der Suche nach einem neuen Anbieter sind kurze Kündigungsfristen, Preisgarantien und eine kurze Mindestvertragslaufzeit wichtig.

Aktuell melden sich täglich Betroffene aus Schleswig-Holstein bei der Verbraucherzentrale, weil sie wegen der Kündigung ihres Stromversorgers verunsichert sind. Die Kündigung kam in vielen Fällen offenbar erst an, nachdem das Unternehmen die Belieferung eingestellt hatte. Da die Betroffenen automatisch in die Ersatzversorgung fallen, besteht kein Grund zur Sorge, plötzlich ohne Strom dazustehen. „Die örtlichen Grundversorger übernehmen in solchen Fällen die Belieferung, ohne dass eine Lücke entsteht. Niemand muss also aufgrund der Kündigung im Dunkeln sitzen“, sagt Lenia Baga, Juristin bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein.

Gas- und Strommarkt im Ausnahmezustand
Das Unternehmen begründet den Schritt damit, dass die Preisentwicklung auf dem Strommarkt die weitere Belieferung unmöglich mache. Tatsächlich ist der Gas- und Strommarkt aktuell im Ausnahmezustand. Die Beschaffungspreise sind seit Monaten sehr hoch, einige Anbieter haben die Belieferung eingestellt, andere sind insolvent. Viele Energieanbieter haben mit Preiserhöhungen reagiert. Dabei sind 30 Prozent Steigerung aktuell nicht ungewöhnlich.

Automatische Ersatzversorgung
Mit der automatischen Ersatzversorgung springt der Grundversorger bei der Energielieferung ein, damit Betroffene jederzeit Strom erhalten. Dabei handelt es sich um eine gesetzlich angeordnete Notversorgung, die maximal drei Monate andauert. Die Ersatzversorgung darf nicht teurer sein als der Grundversorgungstarif. Falls die Betroffenen nicht innerhalb von drei Monaten einen Vertrag mit einem neuen Lieferanten abschließen, fallen sie dann automatisch in die Grundversorgung. Deshalb ist es ratsam, sich jetzt nach einem neuen Anbieter umzuschauen. „Wichtig ist dabei, möglichst ein etabliertes regionales Unternehmen zu wählen, um einen erneuten Lieferstopp zu vermeiden“, so Lenia Baga. 

Das können Betroffene jetzt tun
 Zuerst erkundigen sich Betroffene am besten beim Grundversorger vor Ort nach günstigen Tarifen und beziehen den Grundversorgungstarif in ihren Preisvergleich ein. Wer keinen geeigneten Tarif findet, kann sich bei anderen regionalen Grundversorgern umsehen. Orientierung können Vergleichsportale geben. Aber Achtung: Dort sind viele Preise nicht aktuell. Deshalb sollten Interessierte die Preisangaben in Vergleichsportalen mit den Preisen auf der Internetseite des Anbieters vergleichen. Für die Suche in Vergleichsportalen empfiehlt die Verbraucherzentrale folgende Filtereinstellungen: maximal 12 Monate Erstvertragslaufzeit, ein Monat Verlängerung und ein Monat Kündigungsfrist.

Grundversorger sind zur Lieferung verpflichtet
Grund- und Ersatzversorger sind grundsätzlich verpflichtet, Verbraucher zu beliefern. Ablehnen dürfen sie die Versorgung nur dann, wenn diese aus wirtschaftlichen Gründen nicht zumutbar ist. Das kann der Fall sein, wenn ein Kunde nicht zahlen will oder aus einem früheren Vertrag Rechnungen offen hat. „Wer Probleme hat, einen Vertrag mit dem Grundversorger zu schließen, kann auf diese Verpflichtung hinweisen und sich bei der Schlichtungsstelle Energie Unterstützung holen“, so Lenia Baga.

Zählerstand ablesen und Guthabenauszahlung kontrollieren
Das Unternehmen Stromio hat angekündigt, die Kundenbeziehungen sachgerecht abzuwickeln und mit den Endabrechnungen ausstehende Guthaben sowie vereinbarte Neukundenboni auszuzahlen. Betroffene sollten jetzt unbedingt ihren aktuellen Zählerstand ablesen, diesen dem Anbieter melden und für sich dokumentieren. Die Höhe des bisherigen Verbrauchs wirkt sich auf den Betrag der Rückzahlung aus. Ratsam ist es zudem, die korrekt berechnete Höhe des Guthabens und die Auszahlung zu kontrollieren. Für den Fall, dass Guthaben nicht ausgezahlt werden, bietet die Verbraucherzentrale hier einen kostenlosen Musterbrief an. Bei der Verbraucherzentrale erhalten Betroffene auch Unterstützung bei Fragen zu Endabrechnungen und Höhe ihres Guthabens.

VdK-Präsidentin Bentele: Vergleich der Rentenentwicklung mit Inflation hinkt

  • Sozialverband VdK stellt nach Zeitungsbericht klar: Rentenentwicklung muss sich 1:1 an den Löhnen orientieren

  • Präsidentin Verena Bentele kritisiert zunehmende Abkopplung und fordert Verzicht auf Nachholfaktor

Berlin, 05.01.2022. Der VdK reagiert auf einen Zeitungsbericht, der einen stärkeren Anstieg der Renten im Vergleich zur Inflation in den Jahren 2000 bis 2020 als gute Nachricht für Rentnerinnen und Rentner bezeichnet.

VdK-Präsidentin Verena Bentele stellt in diesem Zusammenhang klar: „Der Vergleich der Entwicklung der Renten mit der Inflation hinkt: Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen. Denn die Rentenanpassungen orientieren sich prinzipiell an den Löhnen und nicht an der Inflation. Problematisch ist hier jedoch, dass die Renten immer mehr von den Löhnen abgekoppelt werden. Grund dafür ist unter anderem die Einführung der Kürzungsfaktoren in der Rentenformel.“ Laut Sozialversicherungsbericht 2021 der Bundesregierung steigen die Altersrenten im Zeitraum 2021 bis 2035 um 37 Prozent. Dagegen steigen die Löhne um 53 Prozent.

Der VdK fordert deshalb, alle Kürzungsfaktoren aus der Rentenformel zu streichen, um diese Lücke zu reduzieren. Zudem gilt es, das Rentenniveau auf mindestens 50 Prozent, idealerweise 53 Prozent, dauerhaft zu stabilisieren. Die geplante Wiedereinführung des Nachholfaktors in diesem Jahr ist dagegen aus Sicht des VdK ein Schritt in die falsche Richtung. Der VdK fordert, darauf zu verzichten.

Über den Sozialverband VdK

Der Sozialverband VdK setzt sich mit seinen mehr als 2 Millionen Mitgliedern für soziale Gerechtigkeit ein. VdK-Mitglieder profitieren von der kompetenten Beratung im Sozialrecht. Als größter Sozialverband Deutschlands vertritt der VdK wirksam die sozialpolitischen Interessen aller Bürgerinnen und Bürger: unabhängig – solidarisch – stark. Mehr unter www.vdk.de.

Corona: Inzidenzwert in Flensburg steigt auf 421,4

Tagesmeldung Corona vom 04.01.2022

Flensburg. Die Gesundheitsdienste der Stadt Flensburg melden für heute, den 04.01.2022 folgende aktuelle Zahlen zur Corona-Pandemie:
Fallzahl insgesamt: 4.509 (+ 69)

aktive Infektionen: 488
Verstorbene: 48
Genesene: 3.973

Quarantänefälle: 779
Der Inzidenzwert für morgen beträgt 421,4.

Heute wurden 2 weitere Omikron-Fälle bestätigt. Somit liegt die Gesamtzahl der nachgewiesenen Omikron-Fälle in Flensburg derzeit bei 125.

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