Archiv für den Tag 29. November 2021

Lesung und Buchvorstellung mit Benjamin Fredrich am 8.12. im Volksbad Flensburg fällt aus!

neuer Termin:
Mittwoch. 6 April 2022 um 19:30 – 21:30 Uhr im „Volksbad“ (Schiffbrücke 67)
Eintritt: 6,- / 4,- €  –  Voranmeldung erbeten unter Tel. (0461) 8403912 oder  kw@cvo-buchladen.de

siehe auch:
https://katapult-verlag.de/

KATAPULT – Verlags- und Buchpräsentation mit Benjamin Fredrich – Autor von „Fredrich rastet aus“

Anmeldung erbeten

Je erfolgreicher KATAPULT wurde, desto energischer musste sich KATAPULT-Chef Fredrich gegen Raubkopierer und dreiste Konkurrenten durchsetzen – meist mit Erfolg. Wenn es heute heißt »Fredrich rastet aus«, machen sich die einen ne Tüte Popcorn auf, andere ziehen sich warm an. Benjamin Fredrich hält sich in seinen Streitschriften nicht zurück, er prangert Rassismus und Ausbeutung scharf an.

Und das ist jetzt alles in einem Band nachlesbar: der Plagiatsskandal mit Hoffmann & Campe, die Rassismusdebatte mit dem Nordkurier, die Kämpfe mit der Süddeutschen, Cornelsen und Übermedien. Was viele bisher nicht erfahren haben, ist, welche Folgen Fredrichs Veröffentlichungen haben. Das holt er in seinem neuen Buch nach, das direkt auf seinen Debütroman „Die Redaktion folgt, der die Gründung eines Printmagazins mit 20.000 Euro Schulden in der vorpommerschen Provinzhauptstadt Greifswald beschreibt.

Mittwoch. 8 Dez. 19:30 – 21:30 Uhr im „Volksbad“ (Schiffbrücke 67)

Eintritt: 6,- / 4,- €  –  Voranmeldung erbeten unter Tel. (0461) 8403912 oder  kw@cvo-buchladen.de

Im Volksbad gilt verbindlich 2G+ – also auch Geimpfte und Genesene müssen ein negatives offizielles Testergebnis mitbringen.

Sozialverband VdK kritisiert geplante Rentenanpassung

VdK: Nachholfaktor sorgt für mehr Ungerechtigkeit

  • Ampel-Parteien vor der Wirtschaft eingeknickt
  • Löhne steigen künftig deutlich stärker als die Renten

Berlin, 29.11.2021. Nach der Ankündigung des geschäftsführenden Bundessozialministers Hubertus Heil, dass die Renten statt der erwarteten 5,2 Prozent um 4,4 Prozent steigen werden, kritisiert der Sozialverband VdK, dass der Nachholfaktor schon vor der Rentenanpassung 2022 aktiviert werden soll. „Es ist ein Trugschluss, dass der Nachholfaktor mehr Generationengerechtigkeit schafft. Das Gegenteil ist der Fall. Die Ampel-Parteien sind offensichtlich vor dem Druck der Arbeitgeber und wirtschaftsnaher Professoren eingeknickt“, stellt VdK-Präsidentin Verena Bentele fest.

„Für diese mag es keinen Unterschied machen, ob es 0,8 Prozentpunkte mehr oder weniger Rente gibt. Aber gerade arme Rentnerinnen und Rentner merken diesen Unterschied sehr wohl in ihrem Geldbeutel, wenn gleichzeitig die Lebensmittelpreise und Heizkosten immer weiter steigen. Auch sie sind somit Verlierer der Corona-Krise. Nach der Nullrunde in diesem Jahr braucht es 2022 eine ordentliche Rentenanpassung, die den Kaufkraftverlust ausgleicht“, fordert Bentele.

„Der Nachholfaktor sorgt für mehr Ungerechtigkeit: Niedrige Rentenanpassungen von heute führen zu niedrigen Renten von morgen. Fällt also die Rentenanpassung heute niedrig aus, spüren das auch die zukünftigen Rentnerinnen und Rentner“, betont Bentele. Laut Sozialversicherungsbericht 2021 der Bundesregierung steigen die Altersrenten im Zeitraum 2021 bis 2035 um 37 Prozent. Dagegen steigen die Löhne um 53 Prozent. „Die Löhne steigen künftig deutlich stärker als die Renten. Deshalb gilt es endlich die Kürzungsfaktoren wie der Nachholfaktor dauerhaft aus der Rentenformel zu streichen. Sonst werden die Rentner auch in Zukunft abgehängt“, so Bentele.

Der Rentenversicherungsbericht 2021 der Bundesregierung prognostiziert, dass die Renten um 5,95 Prozent in den neuen und 5,18 Prozent in den alten Bundesländern steigen. Der genaue Wert steht erst im März 2022 fest. Durch den Nachholfaktor werden diese Rentenanpassungen 2022 reduziert. Wie hoch die Reduzierung ist, ist jedoch noch nicht ganz sicher. Laut Bundessozialminister sinkt dadurch die Rentenanpassung 2022 um 0,8 Prozentpunkte.

Über den Sozialverband VdK

Der Sozialverband VdK setzt sich mit seinen mehr als 2 Millionen Mitgliedern für soziale Gerechtigkeit ein. VdK-Mitglieder profitieren von der kompetenten Beratung im Sozialrecht. Als größter Sozialverband Deutschlands vertritt der VdK wirksam die sozialpolitischen Interessen aller Bürgerinnen und Bürger: unabhängig – solidarisch – stark. Mehr unter www.vdk.de.

Nach Entscheidung des DFB: Flensburger Stadion soll drittligatauglich werden

Neue Chancen für den Flensburger Fußball

Flensburg. Die aktuelle Entscheidung des DFB (Deutscher Fußballbund), die Stadiongröße für Drittligaspiele von 10.001 auf 5.001 Zuschauer herabzusetzen, wurde in Flensburg sehr begrüßt und markierte den Auftakt für neue Gespräche zwischen der Stadt Flensburg und dem SC Weiche 08.
„Der Erfolg des SC Weiche 08 zeigt, dass wir in Flensburg eine drittligataugliche Spielstätte benötigen“, so Oberbürgermeisterin Simone Lange. Mit der jetzt neu festgelegten Bedingung, dass ein Stadion nur noch 5.001 Plätze für Zuschauer vorweisen müsse, wurde der Weg dafür bereitet, dies in Flensburg zu realisieren.
Aus diesem Grund haben sich die Stadtverwaltung und die Verantwortlichen des Ligabetriebes des SC Weiche 08 sowie des SC Weiche Flensburg 08 e.V. unmittelbar nach der Entscheidung des DFB, zusammengesetzt und legen nun einen gemeinsamen Vorschlag im Bildungs- und Sportausschuss der Stadt Flensburg vor.

Zum Hintergrund: Die bisherige Bedingung des DFB, dass nur die Stadien drittligatauglich sind, die mehr als 10.000 Zuschauerplätze bereithalten, stand einem Planungsprozess bislang immer im Weg.
„Die Entscheidung des DFB ist eine große Chance für Flensburg, die wir nutzen sollten”, sagt Oberbürgermeisterin Simone Lange. Deshalb schlagen wir gemeinsam vor, den Planungsprozess unter den nun neuen Kriterien des DFB fortzuführen und die Gründung einer Stadiongesellschaft vorzubereiten.
Für eine tragfähige Lösung eines notwendigen Ausbaus der Spielstätte schlagen wir vor, die Gründung einer gemeinsamen Gesellschaft zu prüfen und zu erarbeiten. Sowohl Stadt als auch der Ligabetrieb stehen als Gesellschafter bereit, wollen aber auch ausloten, ob weitere Gesellschafter das Vorhaben unterstützen.
Harald Uhr und Christian Jürgensen vom Ligabetrieb ergänzen: „Wir freuen uns sehr über die positive Entwicklung und über die sehr gute Zusammenarbeit mit der Stadt Flensburg.“

Flensburger Lehrkonzept für den Informatikunterricht

Rund 20 Lehrkräfte aus ganz Schleswig-Holstein kamen nach Flensburg, um mehr über das Lehrkonzept für den Informatik-Unterricht zu erfahren. Foto: Ballaschke

Für die Informatik-Lehrer*innen in Schleswig-Holstein ändern sich die Fachanforderungen. Ein von der Hochschule Flensburg entwickeltes Lehrkonzept zeigt ihnen einen Weg zu projekt- und handlungsorientiertem Unterricht.

Was ist User Centered Design? Was bedeuten User Interface und User Experience? Und wie bastelt man einen Prototyp aus Papier? Mit diesen und weiteren Fragen rund um das Thema Softwareprogrammierung beschäftigten sich zwei ganze Tage lang rund 20 Informatik-Lehrer*innen aus Schleswig-Holstein. Sie sind extra nach Flensburg gekommen. Denn hier hat ein Team von Wissenschaftler*innen der Hochschule um Prof. Dr. Sven Bertel und Lena Beck ein Konzept für den modernen Informatik-Unterricht entwickelt.

„Unser Ansatz erfüllt die Vorgaben der Fachanforderungen an den Informatikunterricht, die das Bildungsministerium in diesem Jahr herausgegeben hat“, sagt Beck. Prozess- und projektorientierter sollen die Schüler*innen künftig an das Thema Softwareprogrammierung herangeführt werden. Und es soll sich nicht auf die reine Programmierung beschränken, sondern Aspekte wie Usability, User Experience, User Interface und weitere Design-Aspekte beinhalten, um am Ende ein nutzer*innenfreundliches Produkt zu erstellen. Wie der Informatik-Unterricht künftig aussehen könnte, welche Modulbausteine er beinhalten kann – das zeigten Lena Beck und Prof. Dr. Sven Bertel den Lehrkräften im Rahmen des Workshops.

Ihr Konzept basiert auf den Ergebnissen des Projekts „Kompetenzen für eine digitale Welt“, in dem die Wissenschaftler*innen der Hochschule Flensburg eineinhalb Jahre den Oberstufen-Informatikunterricht der Auguste-Viktoria-Schule als Projekt gestaltet haben. Die beteiligten Schüler*innen haben Chemieschüler*innen interviewt, um herauszufinden, wie eine funktionale Chemie-App aussehen müsste, und haben dann Papier-Prototypen gebaut. Mittels aufgeklebter Zettel werden Funktionen zunächst quasi aus Pappkarton animiert; später dann am Computer umgesetzt. Immer wieder gibt es dabei Feedback-Runden und Nutzer*innentests mit den entstandenen Prototypen. Agiles Arbeiten, Teamwork und die Fähigkeit, sich in die Nutzer*innen zu versetzen, standen im Mittelpunkt. „Wir bieten den Lehrkräften keine durchgeplanten Stunden an, aber wir machen deutlich, was alles möglich ist und liefern Inspiration und Input für den Unterricht“, so Beck. So bauen die Lehrer*innen eben selber Papier-Prototypen, um ein Gefühl zu bekommen, wie sie diese praktische Übung in ihren Klassen einsetzen können.

Selten gebe es so umfangreiche Fortbildungen für Lehrer*innen wie die in Flensburg, sagt Philipp Möller, Landesfachberater für Informatik Schleswig-Holstein vom IQSH. Dass insgesamt acht Referent*innen über zwei Tage einen Workshop veranstalten, bei dem zwischen den einzelnen Phasen auch Raum für die so wichtige Netzwerkbildung gelassen wird, hat schon aufgrund der dafür notwendigen finanziellen Ressourcen Seltenheitswert „Der User-Centered-Design-Circle stellt die prozessbezogenen Kompetenzen der Fachanforderungen in den Vordergrund. An dieser Veranstaltung sieht man deutlich, dass es sich besonders für den handlungsorientierten Unterricht lohnt, den Blick über den Tellerrand zu werfen.“

Die Erfahrungen aus dem Schul-Projekt zeigen übrigens, so Lena Beck, dass ihr Konzept funktioniere – und den beteiligten Lehrer*innen und Schüler*innen sehr viel Spaß macht.

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