Archiv für den Tag 26. November 2021

SSW-MdB Stefan Seidler kritisiert Koalitionsvertrag: Norden nicht berücksichtigt!

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Stefan Seidler, Bundestagsabgeordneter des SSW

„Die künftige Bundesregierung gibt sich mit dem Koalitionsvertrag ambitioniert, doch besonders bei der Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse in Stadt und Land darf sie es auf keinen Fall bei Ankündigungen belassen. Ankündigungen sind wir schon gewohnt. Auffallend ist, dass die Ampel unsere Herausforderungen hier im Norden wenig bis gar nicht auf dem Zettel hat. Das ist einigermaßen bemerkenswert, wenn man bedenkt, wie viele schleswig-holsteinische Politiker von SPD, Grünen und FDP daran mitgewirkt haben“, erklärt Stefan Seidler, Bundestagsabgeordneter des Südschleswigschen Wählerverband (SSW), zum Koalitionsvertrag von SPD, Bündnis90/Die Grünen und FDP. Der Abgeordnete weiter:

„Als Bundestagsabgeordneter des SSW hätte ich es gerne gesehen, dass die dänische Minderheit und friesische Volksgruppe als Teil des ländlichen und teils strukturschwachen norddeutschen Raums stärker berücksichtigt und gefördert wird. Da bin ich schon enttäuscht, dass da von der Ampel nicht mehr geplant ist. Mir fehlen auch konkrete Projekte zum Breitbandausbau auf dem Land.

Ausbau der erneuerbaren Energien, Strompreise, ICE-Anbindung des nördlichsten Teils Schleswig-Holsteins, die Reaktivierung stillgelegter Bahnstrecken hier bei uns, medizinische Versorgung auf dem Land – zum jetzigen Zeitpunkt lässt die Koalition noch zu viele Fragen zum konkreten Vorgehen offen. Die zahlreichen, teils sehr ungenauen Ankündigungen müssen nun mit Leben bzw. konkreten Zahlen gefüllt werden.“

Museumsberg Flensburg: Veranstaltungsprogramm Dezember 2021

Dreesen 41: Norwegen

Wilhelm Dreesen: Fotograf, Globetrotter, Influencer

noch bis 13. Februar 2022
Ausstellung auf dem Museumsberg Flensburg

Es ist 1926 und Wilhelm Dreesen gerade im Alter von 86 Jahren verstorben. Nach Jahrzehnten innovativer und preisgekrönter Arbeit als Fotograf und Künstler ist sein Flensburger Atelier abgerissen, sein elegantes Wohnhaus verkauft, sein Name vergessen.

Dreesen 256: Frau an Bord

Jahrzehnte später finden zwei Holzkisten mit über 300 ungeordneten Glasnegativen ihren Weg in die Sammlung des Museumsbergs. Es dauert weitere Jahre, bis der Schatz entdeckt wird, der sich darin befindet. Das Material in diesen Kisten umfasst Dreesens gesamte Karriere bis zurück in die 1870er Jahre. Forschungen haben ergeben, dass sie seit über 100 Jahren nicht mehr zu sehen waren. Die Mehrzahl davon wurde nie veröffentlicht.

Die Ausstellung auf dem Museumsberg Flensburg zeigt die Fotografien, die in diesen Kisten gefunden wurden. Sie erzählt ihre Geschichte und die ihres vergessenen Schöpfers, dem offiziellen „Hofphotographen“ des Kaiserhauses. Seine Bilder zeigen ungefilterte und überraschende Einblicke in das alte Europa und die Luxusreisen der Belle Époque. Technischer Fortschritt und globale Entwicklungen ließen die Welt schrumpfen, die Zeit des globalen Tourismus begann.

Mit dieser Sonderausstellung widmet der Museumsberg Flensburg gemeinsam mit dem Norsk Reiselivsmuseum dem Künstler Wilhelm Dreesen die erste Einzelausstellung überhaupt. Die Ausstellung wird am 31. Oktober um 11.30 Uhr in der Aula des Hans-Christiansen-Hauses eröffnet. 

Dreesen 41: Norwegen

Sonntag, 5. Dezember, 11.00 Uhr
Winterlicht
Sonntags-Atelier für Kinder ab 6 Jahren

Sonntag, 5. Dezember, 11.30 Uhr
Discovering Dreesen – technisch gesehen
Kuratorenführung mit Dr. Michael Fuhr und Ina Steinhusen, Fotografin

Sonntag, 12. Dezember, 11.00 Uhr
Winterlandschaft
Sonntags-Atelier für Kinder ab 6 Jahren

Sonntag, 12. Dezember, 11.30 Uhr
Ken Denning – Album
Führung mit Dörte Ahrens

Kenn Denning: Omslag Album

Der Museumsberg Flensburg zeigt bis 13.03.2022 im Heinrich-Sauermann-Haus die Ausstellung

Ken Denning – Album

Der dänische Maler Ken Denning sucht in seinen Werken die Ordnung in der Natur und forscht nach dem allem zugrunde liegenden „vollkommenen Muster“. Die neuen, für diese Ausstellung geschaffenen Arbeiten beeindrucken durch ihre Intensität. Ken Dennings Landschaften suggerieren Bewegung, Veränderung, Musik. Virtuos und variantenreich spielt der Maler, Grafiker, Sammler und Fotograf auf der Klaviatur künstlerischer Ausdrucksmittel, Techniken und Farben. Er wagt es sogar, sie tatsächlich zum Klingen zu bringen: Erstmals begleitet Musik seine Malereien und Grafiken. Eigens geschaffene Kompositionen des international erfolgreichen Klangkünstlers Robert Cole Rizzi schaffen in den Ausstellungsräumen auf dem Museumsberg Flensburg eine fast magische Atmosphäre und lassen das Publikum mit allen Sinnen in die Bildwelt Ken Dennings eintauchen.

Ken Denning: Flensborgholmen

Landschaften seiner Reisen auf die Färöer oder nach Island, aber auch die schier endlosen Reihen von Bäumen in den als Plantagen angelegten Wäldern entlang des „Gendarmstiens“ in seiner jütländischen Heimat, dienen ihm dazu als Inspiration. Sie bilden die Struktur, aus der Ken Denning seine Kreativität schöpft. Fotografien, Zeichnungen oder Holzschnitte variieren natürliche Muster und entwickeln sie weiter zur Improvisation, zur Phantasie.

Aus nüchternen Ausstellungsräumen wird so Ken Dennings privates Album. Man kann es sich Stück für Stück anhören wie das neue Album eines Musikers. Oder man kann es anschauen wie ein Fotoalbum. Ken Denning lädt uns ein, gemeinsam mit ihm die Seiten umzublättern, um seine Eindrücke von den geliebten Inseln des Nordens und von den heimischen Wäldern an der deutsch-dänischen Grenze mit uns zu teilen. Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Museet Holmen in Løgumkloster.

Montag, 13. Dezember, 15.00 Uhr
Aufgeweckte Kunstgeschichten
Bildbetrachtung für Menschen mit Demenz
mit Martina Klose-März (nur mit Anmeldung)

Freitag, 17. Dezember, 18.00 Uhr
Champagnerkonzert
mit Marius Rothe und Nikolai Juretzka
Inkl. Champagner und Häppchen
Im Rahmen der „Coming Home Concerts“

Sonntag, 19. Dezember, 11.00 Uhr
Häuser als Mosaik
Sonntags-Atelier für Kinder ab 6 Jahren

Sonntag, 19. Dezember, 11.30 Uhr
Das Christkind im Museum
Führung mit Peter Gregersen

Dienstag, 28. Dezember, 11.30 Uhr
Ken Denning – Album
Führung mit Dörte Ahrens

Dienstag, 28. Dezember, 15.00 Uhr
Discovering Dreesen
Führung mit Dörte Ahrens

Mittwoch, 29. Dezember, 11.30 Uhr
Discovering Dreesen
Führung mit Dörte Ahrens

Mittwoch, 29. Dezember, 15.00 Uhr
Ken Denning – Album
Führung mit Dörte Ahrens

Donnerstag, 30. Dezember, 11.30 Uhr
Ken Denning – Album
Führung mit Dörte Ahrens

Donnerstag, 30. Dezember, 15.00 Uhr
Discovering Dreesen
Führung mit Dörte Ahrens

Ausstellungen:

  • Discovering Dreesen
    Fotograf, Globetrotter, Influencer
    31. Oktober 2021 – 13. Februar 2022
  • Ken Denning – Album
    14. November 2021 – 13. März 2022

Aktuelle Öffnungszeiten: 10.00 – 17.00 Uhr, täglich außer montags

Für jeden Museumsbesuch gilt die 2G-Regel und Maske tragen ist erwünscht. Kinder ab 7 Jahren benötigen den Testnachweis der Schule.

Museumsberg

Museumsberg
Museumsberg 1
24937 Flensburg
Tel.: 0461 – 852956
museumsberg@flensburg.de
https://www.museumsberg-flensburg.de/

Protest vor dem Flensburger Rathaus am 29.11. zur Debatte um Schwangerschaftsabbrüche

Ein Beitrag von Feministische Aktion Flensburg

Öffentliche Debatte über Schwangerschaftsabbrüche im Peelwatt-Klinikum wird vom Rathaus verhindert.

Der Stadtpräsident Hannes Fuhrig lädt die politischen Vertreterinnen und Vertreter am 29.11.2021 um 17:00 ins Rathaus zu einer interfraktionellen Sitzung Thema: „Krankenhausplanung“, welche dem informellen Austausch dient und nicht für die Öffentlichkeit vorgesehen ist. Teilnehmen sollen die Ev.-Luth. Diakonissenanstalt – Geschäftsführer Martin Wilde, Pastor Dirk Outzen, Ingo Tüchsen und das Malteser Krankenhaus St. Franziskus Geschäftsführer Klaus Deitmaring und die Leiterin der Krankenhaus-Abteilung des Sozialministeriums Silke Seemann. Die Presse, Besucherinnen und Besucher sind ausgeschlossen.

Seit mehr als zwei Jahren Streit um Schwangerschaftsabbrüche im neuen Peelwatt-Klinikum: Protestaktion am 18.11.2019 vor dem Flensburger Rathaus während der Runde Tisch nichtöffentlich tagte – Archivfoto: Ursula Vonberg

Aus Protest gegen diesen Ausschluss findet am Montag, 29.11.2021 vor dem Haupteingang „Am Pferdewasser“ des Rathauses ab 16:30 Uhr bis 19:30h eine Kundgebung der Feministischen Aktion Flensburg statt. Gespräche hinter verschlossenen Türen verhindern eine öffentliche Debatte über ernstzunehmende Lösungen für gesundheitlich sichere Schwangerschaftsabbrüche in Flensburg.

Ab 19h werden die Spioninnen des Netzwerkes Feministische Aktion Flensburg aus dem Rathaus berichten und Fragen beantworten. Zu dieser improvisierten Pressekonferenz, draußen vor dem Rathaus, laden wir herzlich alle Interessierte ein. Bitte warm anziehen und Heißgetränke mitbringen.

Hintergrund:

Da die DIAKO und das Franziskus Hospital zum 01.01.2023 fusionieren und in Zukunft gemeinsam auf Schwangerschaftsabbrüche verzichten wollen, ist eine Lösung für ungewollt Schwangere sehr dringend notwendig. Schon heute setzt die DIAKO die Patient*innen auf eine „Warteliste“ und verschärft damit die Situation, da nur bis zur 12. Woche straffrei abgetrieben werden kann bei sozialer Indikation.

Eine der wenigen verbliebenen Flensburger Praxen weist momentan Patient*innen ab wegen Überlastung. Zurzeit werden in Flensburg keine Abbrüche nach der 10. Schwangerschaftswoche mehr vorgenommen. Die naheliegenden Krankenhäuser Schleswig, Heide, Husum und Rendsburg weisen ungewollt Schwangere ab, wenn die Kapazitätsgrenzen erreicht sind. Es gibt auch vereinzelt Ärzt*innen in den Krankenhäusern, die aus Gewissensgründen Patient*innen abweisen.

„Durch Wartelisten und veraltete gesellschaftliche Moralvorstellungen haben ungewollt Schwangere bereits heute große Hürden zu überwinden, um Zugang zu einem sicheren Schwangerschaftsabbruch zu erhalten. Das Recht auf körperliche und sexuelle Selbstbestimmung ist damit in großer Gefahr“, kommentiert Birte Lohmann. „Dies kann in Zukunft zu einem Rückschritt zu illegalen und gesundheitsgefährdenden Abtreibungsmethoden führen.“

Die katholische Ideologie zum Schwangerschaftsabbruch ist Teil des Problems. Eine Lösung kann es nur außerhalb der katholischen Moralvorstellungen geben.

Veranstalterin: Feministische Aktion Flensburg

3. SINFONIEKONZERT – KLANGREISE am 1.12. im Deutschen Haus in Flensburg

Zum 100. Todestag von Camille Saint-Saëns

Antonín Dvořák (1841–1904)
Sinfonie Nr. 7 d-Moll op. 70

Camille Saint-Saëns (1835–1921)
Sinfonie Nr. 3 c-Moll op. 78 „Orgelsinfonie“

Im 3. SINFONIEKONZERT lädt Generalmusikdirektor Kimbo Ishii zu einer KLANGREISE ein: Zu entdecken gibt es dabei Antonín Dvořáks 7. Sinfonie, die er 1884 unter dem Eindruck der 3. Sinfonie seines Freundes und Förderers Johannes Brahms für London komponierte. Diese sollte vor allem in seiner Heimat zu einem seiner größten Erfolge überhaupt werden, befeuerte doch ihr kämpferischer Charakter den ausgeprägten Patriotismus der Tschechen.

Den krönenden Abschluss der Konzerte, die wir anlässlich seines 100. Todestages Camille Saint-Saëns gewidmet haben, bildet seine 3. Sinfonie, die eines der meistaufgeführten und herausragendsten Werke des Komponisten ist. Ihre Uraufführung in London bescherte ihm einen überragenden Erfolg, und Saint-Saëns, der in seiner hochdramatischen und formal äußerst raffinierten „Orgelsinfonie“ nicht nur als Organist, sondern auch als Komponist alle Register seiner Kunst gezogen hatte, konstatierte: „Hier habe ich alles gegeben, was ich geben konnte … so etwas wie dieses Werk werde ich nie wieder schreiben.“

Dirigent Kimbo Ishii
Schleswig-Holsteinisches Sinfonieorchester

30.11.2021 | 19.30 Uhr | Schleswig, A. P. Møller Skolen
01.12.2021 | 19.30 Uhr | Flensburg, Deutsches Haus
02.12.2021 | 20.00 Uhr | Husum, NCC
03.12.2021 | 19.30 Uhr | Rendsburg, Stadttheater

06.12.2021 | 19.30 Uhr | Itzehoe, theater itzehoe

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Scharfe Kritik des SSW am Änderungsentwurf der Landesregierung für das Wohnraumförderungsgesetz

Gründerzeithäuser in der Toosbüystraße in Flensburg – Foto: Jörg Pepmeyer

SSW: Jamaika schiebt arme Mieter in die Randgebiete

„Wir haben einen Gesetzentwurf vorgelegt, der eine Fehlbelegungsabgabe ermöglicht hätte und darüber hinaus das Wohnraumschutzgesetz eingebracht. Dabei wollen wir den Kommunen mehr Mittel für sozialen Wohnraum zur Verfügung stellen sowie Zweckentfremdung und Mietwucher unterbinden,“ so Lars Harms, Vorsitzender des SSW im Kieler Landtag.

Und Lars Harms weiter in seiner Landtagsrede zum Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Schleswig-Holsteinischen Wohnraumförderungsgesetzes:

„Immer wieder sprechen wir hier im Parlament über das Thema Wohnraum. Ein vielschichtiges Thema, welches sich je nach Region im Land, ganz unterschiedlich und zum Teil sogar ganz gegensätzlich darstellt. Wohnraum war schon immer wichtig für das Wohlbefinden der Menschen im Land. Im Jahr 2021 wird zudem noch deutlicher: Noch nie war Wohnraum wertvoller als jetzt. Das bedeutet, nicht jeder oder jede kann sich einen solchen hochpreisigen Wohnraum leisten.

Und das ist ein Problem. Laut einer aktuellen Studie der Hans-Böckler-Stiftung, bleibt jedem achten Mieterhaushalt in einer deutschen Großstadt nach Abzug der Miete, nur noch das Existenzminimum. Genau daran wollen wir als SSW etwas ändern. Es braucht klare, gesetzliche Vorgaben, um in dieser Situation Abhilfe zu schaffen. Was die Landesregierung hier vorschlägt, trägt unserer Auffassung nach jedoch nicht dazu bei. Warum nicht?

Dazu muss man den Gesetzestext einmal an einem praktischen Beispiel festmachen. Nehmen wir eine größere Stadt, in der es besonders an bezahlbaren Wohnraum fehlt: Wie beispielsweise Flensburg. Hier gibt es eine Fläche in direkter Nähe zum Hafen, die für ein neues Bauprojekt frei geworden ist. Dort sollen nun also große Mehrparteienwohnungen entstehen. Die könnten dann beispielsweise mit 20 % Sozialwohnungen belegt werden. Die Wohnungen mit Balkon und Fördeblick werden natürlich keine Sozialwohnungen werden, sondern die, die an der Seite zur Straße liegen. So weit so gut.

Ein Mieter oder eine Mieterin bezieht also eine Sozialwohnung. Nach wenigen Monaten verliert diese Person jedoch ihr Anrecht auf den Wohnungsberechtigungsschein. Mehr Einkommen bedeutet bisher: Umzug und zwar schnell. Das vorliegende Gesetz möchte das ändern und sieht in diesem Fall eine so-genannte Experimentierklausel vor.

Und nun wird es richtig kompliziert. Konkret soll das heißen, die Mieter können in ihrer Wohnung bleiben, zahlen aber eine reguläre Miete. Für Mieter in einer Lage wie im Beispiel am Flensburger Hafen beschrieben, kann das natürlich richtig teuer werden. Der Kreis derjenigen der sich die Wohnung dann noch leisten kann, ist gering. Falls doch, dann kann der Wohnungseigentümer aber nun dank des Gesetzes, eine andere Wohnung der Sozialbindung unterlegen. Die Chance, dass diese im gleichen Viertel liegt, ist aber eher gering. Was dann angeboten wird, sind dann wohl eher die Wohnungen, die keiner haben will, in weniger attraktiven Wohngegenden und mit einer schlechteren Infrastruktur. Und so werden arme Mieter wieder einmal in die Randgebiete geschoben – diesmal aber per Gesetz.

Was auf dem Papier als adäquat gilt, ist es in Realität noch lange nicht. Die Wohnung mit Sozialbindung an der Flensburger Förde wäre verloren und der Vermieter freut sich über hohe Einnahmen, während die Mieter in bestimmte Viertel abgeschoben werden. Wir als SSW haben jedenfalls Zweifel, ob tatsächlich gleichwertige Wohnungen in ausreichender Zahl überhaupt verfügbar sein werden. Hinzu kommt, dass keine einzige zusätzliche Sozialwohnung geschaffen wird.  Verwaltet wird lediglich ein Status-Quo auf kompliziertem Niveau.

Auch wenn der ursprüngliche Gedanke der Landesregierung ein guter gewesen sein mag, so zeigt mein Beispiel doch, dass der Weg wahrscheinlich nicht besonders zielführend sein wird. Wir als SSW haben daher einen Gesetzentwurf vorgelegt, der eine Fehlbelegungsabgabe ermöglicht hätte und darüber hinaus das Wohnraumschutzgesetz eingebracht. Dabei wollen wir den Kommunen mehr Mittel für sozialen Wohnraum zur Verfügung stellen sowie Zweckentfremdung und Mietwucher unterbinden. Das alles ohne viel administrativen Aufwand.  Die Bekämpfung der Wohnungsknappheit muss angegangen werden.  Unserer Auffassung nach, liegen die richtigen Instrumente diesbezüglich auf dem Tisch. Der vorliegende Gesetzentwurf gehört aber nicht dazu.“

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