Attraktivierung der Innenstadt: Förderzusage für die Stadt Flensburg

Fußgängerzone

Fußgängerzone in der Flensburger Innenstadt: Leerstand nimmt zu – Foto: Jörg Pepmeyer

495.000 € aus dem Innenstadtprogramm des Landes bewilligt
Innenstadtbeirat zuständig für Vergabe

Flensburg. Am 12. November erhielt die Stadt Flensburg den Zuwendungsbescheid über 495.000 € aus dem Programm zur Förderung der Innenstadtentwicklung und der Stadt- und Ortszentren (Innenstadtprogramm) des Ministeriums für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung (MILIG) des Landes Schleswig-Holstein.
Zusammen mit einem Eigenanteil, den die Stadt Flensburg selbst zu leisten hat, stehen damit bis einschließlich 2024 insgesamt 660.000 € zur Verfügung, um auch in Zukunft für eine lebendige Flensburger Innenstadt zu sorgen.

Die Erarbeitung des Förderantrages und damit die Beantragung der Fördermittel gehörte zu den ersten Amtshandlungen des seit Mitte Mai für die Stadt tätigen Innenstadtmanagers Bela Bergemann. Nach entsprechenden Gremienbeschlüssen im Haupt- und Finanzausschuss war der Antrag im September bei der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) eingereicht worden.

„Jetzt kann’s richtig losgehen. Die dringend benötigten Mittel stehen nun zur Verfügung, um wichtige Maßnahmen zur Attraktivierung unserer Innenstadt auf den Weg zu bringen“, so Oberbürgermeisterin Simone Lange.
Sönke Krüger, Leiter der Stabsstelle Wirtschaft, Marketing und Internationale Zusammenarbeit, bei der auch das Innenstadtmanagement angesiedelt ist, äußert sich ebenfalls zufrieden über die eingegangene Förderzusage: „Einem potentiellen Trading-Down-Effekt durch leerstandsbedingte Wettbewerbsnachteile können wir so gezielt gegensteuern. Es zeigt sich damit bereits, dass die Einrichtung des Innenstadtmanagements und die Schaffung der Stelle eines Innenstadtmanagers für die Stadt Flensburg ein wichtiger und guter Schritt war.“

Mit den nun bewilligten Mitteln sollen Insbesondere Maßnahmen finanziert werden, die geeignet sind, das weitere Entstehen von Leerständen zu vermeiden und bereits vorhandene Leerstände neuen Nutzungen zuzuführen.
Zielsetzung ist, trotz Online-Handel und pandemiebedingten Problemen für eine lebendige und lebenswerte Innenstadt zu sorgen: Die wirtschaftliche Stabilität der Innenstadt soll gesichert bzw. wiederhergestellt werden, indem ihre Anziehungskraft sowohl für Einheimische als auch Gäste (Tagesgäste, Touristen) sowie Gewerbetreibende und potentielle Mieter (Einzelhandel, Gastronomie, Kunst- und Kulturszene, u.a.) gestärkt wird.

Die Fördergelder erstrecken sich über die Jahre 2022,2023 und 2024 und werden als „Projektfonds“ zur Verfügung stehen. Dabei basiert der Projektfond auf drei Säulen:
– Rund 50% der Mittel (330.000 €) sind für die zentrale Säule, den Aufbau eines Leerstandsflächen- und Ansiedlungsmanagements vorgesehen. Denkbare Maßnahmen wären hier u.a. auch Kostenzuschüsse für Zwischennutzungen.
– Um ein möglichst attraktives Ansiedlungsklima zu schaffen stehen flankierend in einer zweiten Säule 200.000 € für Veranstaltungen und Events zur Verfügung,
– sowie – als dritte Säule – 100.000 € für ein Public Space Management, in dessen Rahmen die Aufenthaltsqualität durch Maßnahmen zur Sauberkeit und Begrünung erhöht werden kann.

Die Strukturen und Organisationsprozesse für die Etablierung des Projektfonds werden jetzt zügig erarbeitet. Innenstadtmanager Bela Bergemann geht davon aus, dass weitere Details zum Verfahren spätestens Anfang 2022 veröffentlicht werden können.

„Sicher ist schon jetzt, das der 2021 neu eingerichtete Innenstadtbeirat als neutrales Auswahlgremium für die umzusetzenden Maßnahmen und Projekte fungieren wird“, so Bergemann. Der Innenstadtbeirat besteht aus Vertretern des Einzelhandels, der Gastronomie, der IHK, der TAFF, des Sanierungsträgers IhrSan, des Stadtteilforums Südermarkt Plus sowie der Stadt Flensburg.

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Veröffentlicht am 19. November 2021, in Flensburg News. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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