„Zukunftsanker“ am Hafen-Ost

Ensemble aus Sitzgelegenheiten und maritimen Gegenständen, um Veränderung zu erleben, zu denken und mitzugestalten

Flensburg. Der Zukunftsanker macht an der Harniskaispitze auf den Start des kooperativen Verfahrens zum städtebaulichen Rahmenplan für den Flensburger Hafen-Ost aufmerksam. Der Rahmenplan stellt die konzeptionelle Grundlage für die räumliche und funktionale Entwicklung des Gebietes dar.

An der Harniskaispitze ist in den vergangenen fünf Tagen ein neuer Treffpunkt entstanden: der Zukunftsanker. Er ist ein Ort zum Ausruhen, Spielen und Aussicht genießen. Vor allem können sich die Flensburger*innen hier aber informieren, wie sich der Hafen-Ost zu einem suffizienten Stadtquartier entwickeln wird, also einem Ort, an dem Ressourcen geschont werden und nachhaltiges Leben zur Selbstverständlichkeit wird.

Um schon jetzt auf die anstehenden Veränderungen im Gebiet aufmerksam zu machen, haben das Team von Stadtkontraste und das Planungsbüro gruppe F unter Beteiligung von Auszubildenden des Jugendaufbauwerks (JAW) Flensburg gesägt, geschraubt und gehämmert. Die Landschaft mit Sitzelementen, Ausstellungsfläche und Skulpturen sieht zusammengewürfelt aus – und das ist sie auch. Um auch mit dem Bau des Zukunftsankers Ressourcen zu schonen, wurden größtenteils gebrauchte Materialien verwendet, viele wurden von Flensburger Unternehmen und Bürger*innen zur Verfügung gestellt. So wurden beispielsweise alte Fender vom Yachthafen in Sonwik und Paletten von den Schleswiger Werkstätten und einem Logistikunternehmen verbaut. Große IPC Tanks aus der örtlichen Papierfabrik, die ansonsten im Müll gelandet wären, sind nun mit Solarpanels beleuchtet und bringen die Harniskaispitze in den Abendstunden zum Leuchten. Auch eine Jolle und zwei Kajaks wurden verbaut. Eindrücke des Bauworkshops gibt es auch auf der Facebook-Seite „Flensburg Hafen-Ost“ sowie auf Instagram unter @flensburghafenost.

Der Bau des Zukunftsankers bildet den Auftakt für die Öffentlichkeitsbeteiligung, die den Planungsprozess begleiten wird. Bereits 2020 wurden unter Beteiligung der Einwohner*innen, Expert*innen und lokalen Akteur*innen in einem Dialogprozess unter dem Titel „Zukunft Hafen-Ost“ mit der Entwicklung von Leitlinien die Weichen zur Entwicklung des bisherigen Wirtschaftshafens zu einem lebendigen, urbanen und suffizienten Quartier gestellt. Auch in der Entwicklung der Rahmenplanung für das neue Stadtquartier können interessierte Bürger*innen Empfehlungen einbringen.

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Veröffentlicht am 4. November 2021, in Bürgerbeteiligung, Ostufer und Hafen, Soziales, Stadtplanung. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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