Archiv für den Monat November 2021

Mit dem Elektroauto in die Sackgasse – Vortrag und Diskussion mit Winfried Wolf am 9.12. in der Walzenmühle fällt aus!

Mit Dr. Winfried Wolf und Autor des gleichnamigen Buches

Donnerstag, 9. Dezember 2021 um 19.30 Uhr in der Walzenmühle, Neustadt 16 – Flensburg
(Erreichbar mit den Buslinien 1 und 7)

Arrangiert von Attac Flensburg

Anmeldung erbeten

Die Ossietzky-Buchhandlung präsentiert einen Büchertisch zum Thema.

Offensichtlich droht eine Klimakatastrophe – denken wir an Überflutungen und Rekordtemperaturen.
Auch gibt es eine Mobilitätskrise, siehe Dauerstau auf den Strassen und die Krise der Bahn. Schließlich gibt es eine Glaubwürdigkeitskrise der Autoindustrie, Stichwort „Dieselgate“.
Und nun soll die Lösung heißen: Elektroautos!??

Winfried Wolf erklärt:
Elektroautos sind eine neue Sackgasse! Ihre CO2-Bilanz ist kaum besser als die von Verbrennungsmotoren.

Wenn alle Autos E-Autos wären
– hätten wir genau so viel Stau
– genau so viele Baustellen
– für Straßen brauchten wir ebenso viel Beton und Asphalt
– wir hätten weiterhin zu wenig Platz für Fußgänger, Fahrräder, Kinderspielplätze und Erholung.
– und woher kommen eigentlich die Rohstoffe für die Batterien?

Eine überzeugende Politik der Verkehrswende setzt auf bessere Formen der Mobilität: Öffentlicher Nah- und Fernverkehr, Platz für das Fahrrad und für den Fußgänger, Nulltarif im öffentlichen Nahverkehr.
Wie es geht, was es kostet und ob neue Jobs entstehen – dies wird auf der Veranstaltung erklärt und diskutiert.

Referent: Dr. Winfried Wolf, Politologe, Autor zahlreicher Bücher zur Verkehrswende, Sprecher des Bündnisses „Bahn für Alle“, ExMdB, wissenschaftl. Beirat ATTAC, Bewegung Stuttgart 21

Wir bitten um Anmeldung unter flensburg@attac.de
Es gilt die 2G-Regel.

 

Neuer Vorstand bei der Alzheimer Gesellschaft Flensburg

Einfach mal vorbeischauen, bei der Alzheimer Gesellschaft Flensburg

Vorstand der Alzheimer Gesellschaft Flensburg: von links nach rechts Stephanie Tobian, Marie-Luise Strobach, Gudrun Römert, Karin Gimm-Krüger, Birgit Reitner

Menschen mit Demenz und ihre Familien leben mitten unter uns und fühlen sich doch so oft als Außenseiter.  Da ist es für viele eine große Erleichterung und Hilfe, wenn sie den Weg zu den Angeboten der Alzheimer Gesellschaft gefunden haben. Mit Einzelberatungen, persönlich oder am Telefon, aber auch zahlreichen Freizeit-Angeboten –  Spaziergänge, Museumsbesuche, kreatives Gestalten und Musik-Cafe – werden betroffene Familien aufgefangen und begleitet.

Immer wieder finden sich helfende Menschen, die sich der Arbeit der Alzheimer Gesellschaft anschließen und so  wurde  im Herbst dieses Jahres ein neuer Vorstand gewählt, der die langjährige Arbeit der Flensburger Alzheimer Gesellschaft weiterführt.„Wir haben alle unsere eigene Geschichte, sind beruflich mit dem Thema Demenz befasst oder im privaten Umfeld betroffen. Wir alle wissen, wie wichtig eine Anlaufstelle ist, wo immer jemand ein offenes Ohr hat, wo wir gemeinsam aber auch viele  frohe Stunden verbringen können. Ob mit oder ohne Demenz, jeder ist willkommen!“ sagt  Karin Gimm-Krüger, Vorsitzende der Alzheimer Gesellschaft Flensburg und Umgebung e.V.

Der neue Vorstand der Alzheimer Gesellschaft geht mit vielen guten Ideen und Tatkraft und mit Unterstützung eines Kreises aktiver Helfer*innen an die Arbeit in einer Zeit, in der die Menschen mit Demenz und ihre Familien besondere Unterstützung brauchen. „Wir versuchen, trotz aller Corona-Auflagen den Kontakt nicht zu verlieren, aber da lassen wir uns nicht entmutigen! Wer Lust hat, bei uns mitzumachen, darf gerne mal vorbeischauen,“ so Marie-Luise Strobach.

Die Alzheimer Gesellschaft ist über die Öffnungszeiten des Büros in der Friesischen Straße 10 , mittwochs 11:00- 13:00 und donnerstags 14:00 – 16:00 oder telefonisch unter 01604829093 erreichbar.

Mehr über die Alzheimer Gesellschaft Flensburg auf ihrer Homepage

Inflation auf Rekordhoch: Paritätischer warnt vor realen Kaufkraftverlusten für Grundsicherungsbeziehende und fordert spürbaren Ausgleich

Die geplante Hartz-IV-Regelsatz-Anpassung gleicht Inflation nicht aus und ist „bestenfalls ein schlechter Witz“, kritisiert Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands

Berlin, 29.11.2021. Anlässlich der heute durch das Statistische Bundesamt veröffentlichten Inflationsrate, die mit 5,2 Prozent so hoch wie seit 29 Jahren nicht liegt, bekräftigt der Paritätische Wohlfahrtsverband die Forderung nach einem spürbaren Ausgleich für Beziehende von Grundsicherung und Wohngeld. Die bisher zum 1.1.2022 geplante Hartz-IV-Regelsatz-Anhebung um nicht einmal ein Prozent falle viel zu niedrig aus und komme somit angesichts der aktuellen Preisentwicklung sogar einer Kürzung gleich, kritisiert der Verband. Der Verband fordert den Gesetzgeber auf, umgehend dafür zu sorgen, dass die Fortschreibungsformel für die Regelsätze in der Grundsicherung so angepasst wird, dass Preissteigerungen immer mindestens ausgeglichen werden. Im Wohngeld brauche es zudem eine wirksame Energiekostenpauschale.

„Es war bereits seit Monaten absehbar, dass sich die Grundsicherungsleistungen zu Beginn nächsten Jahres noch weiter vom tatsächlichen Bedarf der Menschen entfernen und sogar Kaufkraftverluste zeigen, wenn bei dem im Gesetz verankerten Fortschreibungsmechanismus der Regelsätze nicht nachjustiert wird“, kritisiert Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands. „Der Vorgang ist nicht nur für die betroffenen Menschen hart und folgenschwer – er unterläuft darüber hinaus grundsätzlich den sozialstaatlichen Grundauftrag, das menschenwürdige Existenzminimum sicherzustellen.” Sollte der Gesetzgeber jetzt nicht aktiv werden und zumindest einen Inflationsausgleich sicherstellen, verstoße er gegen die Verfassung, warnt der Verband und verweist auf ein Gutachten der Rechtswissenschaftlerin Professorin Anne Lenze, nach dem die zum 1.1.2022 geplante sehr geringe Erhöhung der Regelsätze verfassungswidrig ist. Die niedrige Anpassung der Regelbedarfe zum 1.1.2022 in Verbindung mit der anziehenden Inflation läute eine „neue Stufe der Unterschreitung des menschenwürdigen Existenzminimums” ein, so das Ergebnis der juristischen Prüfung, die der Paritätischen Wohlfahrtsverband in Auftrag gegeben und im Oktober veröffentlicht hatte.

Die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegten nunmehr den akuten Handlungsbedarf. Der Paritätische fordert die Bundesregierung auf, umgehend dafür zu sorgen, dass die Fortschreibungsformel für die Regelsätze in der Grundsicherung so angepasst wird, dass Preissteigerungen immer mindestens aufgefangen werden. Davon unabhängig kritisiert der Paritätische die Regelsätze als grundsätzlich nicht bedarfsdeckend. „Unsere Forderung nach einer Erhöhung der Regelsätze auf mindestens 600 Euro steht nach wie vor”, betont Schneider. „Ein Blick auf die Preise im Supermarkt genügt, um zu sehen, dass die geltenden Armutssätze nicht reichen, um über den Monat zu kommen. Die geplante Anhebung um 3 Euro ist bestenfalls ein schlechter Witz.” Nach Berechnungen der Paritätischen Forschungsstelle hätte ein sachgerecht ermittelter Regelsatz für einen alleinlebenden Erwachsenen bereits jetzt mindestens 644 Euro statt den geltenden 446 Euro betragen müssen.

Zum Hintergrund:
Die Höhe der aktuellen Regelsätze wurde im sogenannten Regelbedarfsermittlungsgesetz zum 1.1.2021 festgelegt. Der Paritätische kritisiert, dass der Gesetzgeber hier einmal mehr die verfassungsrechtlich eingeräumten gesetzgeberischen Gestaltungsmöglichkeiten bei der Ermittlung der Regelbedarfe ausschließlich zur Kürzung genutzt hat. Die Regelsätze sind im Ergebnis zu niedrig und nicht bedarfsdeckend. Die allgemeine Inflationsrate lag im Juli dieses Jahres bei 3,8 Prozent. Die jährliche Fortschreibung der Regelsätze zum 1. Januar erfolgt jedoch nach dem Sozialgesetzbuch XII auf Basis eines Mischindexes, der zu 70 Prozent die regelsatz-spezifische Preisentwicklung und zu 30 Prozent die Entwicklung der Nettolöhne und -gehälter berücksichtigt. Nach aktuellen Medienberichten soll der Regelsatz für Jugendliche und Erwachsene zum 1.1.2022 um drei Euro und für Kinder unter 14 um zwei 2 Euro angehoben werden.

Der Paritätische Wohlfahrtsverband

Der Paritätische ist ein Wohlfahrtsverband von eigenständigen Organisationen, Einrichtungen und Gruppierungen der Wohlfahrtspflege, die Soziale Arbeit für andere oder als Selbsthilfe leisten. Der ParitätischeGetragen von der Idee der Parität, das heißt der Gleichheit aller in ihrem Ansehen und ihren Möglichkeiten, getragen von Prinzipien der Toleranz, Offenheit und Vielfalt, will der Paritätische Mittler sein zwischen Generationen und zwischen Weltanschauungen, zwischen Ansätzen und Methoden sozialer Arbeit, auch zwischen seinen Mitgliedsorganisationen. Mehr unter:  https://www.der-paritaetische.de/verband/

Lesung und Buchvorstellung mit Benjamin Fredrich am 8.12. im Volksbad Flensburg fällt aus!

neuer Termin:
Mittwoch. 6 April 2022 um 19:30 – 21:30 Uhr im „Volksbad“ (Schiffbrücke 67)
Eintritt: 6,- / 4,- €  –  Voranmeldung erbeten unter Tel. (0461) 8403912 oder  kw@cvo-buchladen.de

siehe auch:
https://katapult-verlag.de/

KATAPULT – Verlags- und Buchpräsentation mit Benjamin Fredrich – Autor von „Fredrich rastet aus“

Anmeldung erbeten

Je erfolgreicher KATAPULT wurde, desto energischer musste sich KATAPULT-Chef Fredrich gegen Raubkopierer und dreiste Konkurrenten durchsetzen – meist mit Erfolg. Wenn es heute heißt »Fredrich rastet aus«, machen sich die einen ne Tüte Popcorn auf, andere ziehen sich warm an. Benjamin Fredrich hält sich in seinen Streitschriften nicht zurück, er prangert Rassismus und Ausbeutung scharf an.

Und das ist jetzt alles in einem Band nachlesbar: der Plagiatsskandal mit Hoffmann & Campe, die Rassismusdebatte mit dem Nordkurier, die Kämpfe mit der Süddeutschen, Cornelsen und Übermedien. Was viele bisher nicht erfahren haben, ist, welche Folgen Fredrichs Veröffentlichungen haben. Das holt er in seinem neuen Buch nach, das direkt auf seinen Debütroman „Die Redaktion folgt, der die Gründung eines Printmagazins mit 20.000 Euro Schulden in der vorpommerschen Provinzhauptstadt Greifswald beschreibt.

Mittwoch. 8 Dez. 19:30 – 21:30 Uhr im „Volksbad“ (Schiffbrücke 67)

Eintritt: 6,- / 4,- €  –  Voranmeldung erbeten unter Tel. (0461) 8403912 oder  kw@cvo-buchladen.de

Im Volksbad gilt verbindlich 2G+ – also auch Geimpfte und Genesene müssen ein negatives offizielles Testergebnis mitbringen.

Sozialverband VdK kritisiert geplante Rentenanpassung

VdK: Nachholfaktor sorgt für mehr Ungerechtigkeit

  • Ampel-Parteien vor der Wirtschaft eingeknickt
  • Löhne steigen künftig deutlich stärker als die Renten

Berlin, 29.11.2021. Nach der Ankündigung des geschäftsführenden Bundessozialministers Hubertus Heil, dass die Renten statt der erwarteten 5,2 Prozent um 4,4 Prozent steigen werden, kritisiert der Sozialverband VdK, dass der Nachholfaktor schon vor der Rentenanpassung 2022 aktiviert werden soll. „Es ist ein Trugschluss, dass der Nachholfaktor mehr Generationengerechtigkeit schafft. Das Gegenteil ist der Fall. Die Ampel-Parteien sind offensichtlich vor dem Druck der Arbeitgeber und wirtschaftsnaher Professoren eingeknickt“, stellt VdK-Präsidentin Verena Bentele fest.

„Für diese mag es keinen Unterschied machen, ob es 0,8 Prozentpunkte mehr oder weniger Rente gibt. Aber gerade arme Rentnerinnen und Rentner merken diesen Unterschied sehr wohl in ihrem Geldbeutel, wenn gleichzeitig die Lebensmittelpreise und Heizkosten immer weiter steigen. Auch sie sind somit Verlierer der Corona-Krise. Nach der Nullrunde in diesem Jahr braucht es 2022 eine ordentliche Rentenanpassung, die den Kaufkraftverlust ausgleicht“, fordert Bentele.

„Der Nachholfaktor sorgt für mehr Ungerechtigkeit: Niedrige Rentenanpassungen von heute führen zu niedrigen Renten von morgen. Fällt also die Rentenanpassung heute niedrig aus, spüren das auch die zukünftigen Rentnerinnen und Rentner“, betont Bentele. Laut Sozialversicherungsbericht 2021 der Bundesregierung steigen die Altersrenten im Zeitraum 2021 bis 2035 um 37 Prozent. Dagegen steigen die Löhne um 53 Prozent. „Die Löhne steigen künftig deutlich stärker als die Renten. Deshalb gilt es endlich die Kürzungsfaktoren wie der Nachholfaktor dauerhaft aus der Rentenformel zu streichen. Sonst werden die Rentner auch in Zukunft abgehängt“, so Bentele.

Der Rentenversicherungsbericht 2021 der Bundesregierung prognostiziert, dass die Renten um 5,95 Prozent in den neuen und 5,18 Prozent in den alten Bundesländern steigen. Der genaue Wert steht erst im März 2022 fest. Durch den Nachholfaktor werden diese Rentenanpassungen 2022 reduziert. Wie hoch die Reduzierung ist, ist jedoch noch nicht ganz sicher. Laut Bundessozialminister sinkt dadurch die Rentenanpassung 2022 um 0,8 Prozentpunkte.

Über den Sozialverband VdK

Der Sozialverband VdK setzt sich mit seinen mehr als 2 Millionen Mitgliedern für soziale Gerechtigkeit ein. VdK-Mitglieder profitieren von der kompetenten Beratung im Sozialrecht. Als größter Sozialverband Deutschlands vertritt der VdK wirksam die sozialpolitischen Interessen aller Bürgerinnen und Bürger: unabhängig – solidarisch – stark. Mehr unter www.vdk.de.

Nach Entscheidung des DFB: Flensburger Stadion soll drittligatauglich werden

Neue Chancen für den Flensburger Fußball

Flensburg. Die aktuelle Entscheidung des DFB (Deutscher Fußballbund), die Stadiongröße für Drittligaspiele von 10.001 auf 5.001 Zuschauer herabzusetzen, wurde in Flensburg sehr begrüßt und markierte den Auftakt für neue Gespräche zwischen der Stadt Flensburg und dem SC Weiche 08.
„Der Erfolg des SC Weiche 08 zeigt, dass wir in Flensburg eine drittligataugliche Spielstätte benötigen“, so Oberbürgermeisterin Simone Lange. Mit der jetzt neu festgelegten Bedingung, dass ein Stadion nur noch 5.001 Plätze für Zuschauer vorweisen müsse, wurde der Weg dafür bereitet, dies in Flensburg zu realisieren.
Aus diesem Grund haben sich die Stadtverwaltung und die Verantwortlichen des Ligabetriebes des SC Weiche 08 sowie des SC Weiche Flensburg 08 e.V. unmittelbar nach der Entscheidung des DFB, zusammengesetzt und legen nun einen gemeinsamen Vorschlag im Bildungs- und Sportausschuss der Stadt Flensburg vor.

Zum Hintergrund: Die bisherige Bedingung des DFB, dass nur die Stadien drittligatauglich sind, die mehr als 10.000 Zuschauerplätze bereithalten, stand einem Planungsprozess bislang immer im Weg.
„Die Entscheidung des DFB ist eine große Chance für Flensburg, die wir nutzen sollten”, sagt Oberbürgermeisterin Simone Lange. Deshalb schlagen wir gemeinsam vor, den Planungsprozess unter den nun neuen Kriterien des DFB fortzuführen und die Gründung einer Stadiongesellschaft vorzubereiten.
Für eine tragfähige Lösung eines notwendigen Ausbaus der Spielstätte schlagen wir vor, die Gründung einer gemeinsamen Gesellschaft zu prüfen und zu erarbeiten. Sowohl Stadt als auch der Ligabetrieb stehen als Gesellschafter bereit, wollen aber auch ausloten, ob weitere Gesellschafter das Vorhaben unterstützen.
Harald Uhr und Christian Jürgensen vom Ligabetrieb ergänzen: „Wir freuen uns sehr über die positive Entwicklung und über die sehr gute Zusammenarbeit mit der Stadt Flensburg.“

Flensburger Lehrkonzept für den Informatikunterricht

Rund 20 Lehrkräfte aus ganz Schleswig-Holstein kamen nach Flensburg, um mehr über das Lehrkonzept für den Informatik-Unterricht zu erfahren. Foto: Ballaschke

Für die Informatik-Lehrer*innen in Schleswig-Holstein ändern sich die Fachanforderungen. Ein von der Hochschule Flensburg entwickeltes Lehrkonzept zeigt ihnen einen Weg zu projekt- und handlungsorientiertem Unterricht.

Was ist User Centered Design? Was bedeuten User Interface und User Experience? Und wie bastelt man einen Prototyp aus Papier? Mit diesen und weiteren Fragen rund um das Thema Softwareprogrammierung beschäftigten sich zwei ganze Tage lang rund 20 Informatik-Lehrer*innen aus Schleswig-Holstein. Sie sind extra nach Flensburg gekommen. Denn hier hat ein Team von Wissenschaftler*innen der Hochschule um Prof. Dr. Sven Bertel und Lena Beck ein Konzept für den modernen Informatik-Unterricht entwickelt.

„Unser Ansatz erfüllt die Vorgaben der Fachanforderungen an den Informatikunterricht, die das Bildungsministerium in diesem Jahr herausgegeben hat“, sagt Beck. Prozess- und projektorientierter sollen die Schüler*innen künftig an das Thema Softwareprogrammierung herangeführt werden. Und es soll sich nicht auf die reine Programmierung beschränken, sondern Aspekte wie Usability, User Experience, User Interface und weitere Design-Aspekte beinhalten, um am Ende ein nutzer*innenfreundliches Produkt zu erstellen. Wie der Informatik-Unterricht künftig aussehen könnte, welche Modulbausteine er beinhalten kann – das zeigten Lena Beck und Prof. Dr. Sven Bertel den Lehrkräften im Rahmen des Workshops.

Ihr Konzept basiert auf den Ergebnissen des Projekts „Kompetenzen für eine digitale Welt“, in dem die Wissenschaftler*innen der Hochschule Flensburg eineinhalb Jahre den Oberstufen-Informatikunterricht der Auguste-Viktoria-Schule als Projekt gestaltet haben. Die beteiligten Schüler*innen haben Chemieschüler*innen interviewt, um herauszufinden, wie eine funktionale Chemie-App aussehen müsste, und haben dann Papier-Prototypen gebaut. Mittels aufgeklebter Zettel werden Funktionen zunächst quasi aus Pappkarton animiert; später dann am Computer umgesetzt. Immer wieder gibt es dabei Feedback-Runden und Nutzer*innentests mit den entstandenen Prototypen. Agiles Arbeiten, Teamwork und die Fähigkeit, sich in die Nutzer*innen zu versetzen, standen im Mittelpunkt. „Wir bieten den Lehrkräften keine durchgeplanten Stunden an, aber wir machen deutlich, was alles möglich ist und liefern Inspiration und Input für den Unterricht“, so Beck. So bauen die Lehrer*innen eben selber Papier-Prototypen, um ein Gefühl zu bekommen, wie sie diese praktische Übung in ihren Klassen einsetzen können.

Selten gebe es so umfangreiche Fortbildungen für Lehrer*innen wie die in Flensburg, sagt Philipp Möller, Landesfachberater für Informatik Schleswig-Holstein vom IQSH. Dass insgesamt acht Referent*innen über zwei Tage einen Workshop veranstalten, bei dem zwischen den einzelnen Phasen auch Raum für die so wichtige Netzwerkbildung gelassen wird, hat schon aufgrund der dafür notwendigen finanziellen Ressourcen Seltenheitswert „Der User-Centered-Design-Circle stellt die prozessbezogenen Kompetenzen der Fachanforderungen in den Vordergrund. An dieser Veranstaltung sieht man deutlich, dass es sich besonders für den handlungsorientierten Unterricht lohnt, den Blick über den Tellerrand zu werfen.“

Die Erfahrungen aus dem Schul-Projekt zeigen übrigens, so Lena Beck, dass ihr Konzept funktioniere – und den beteiligten Lehrer*innen und Schüler*innen sehr viel Spaß macht.

Critical Mass am 3. Dezember in Flensburg

194957946_4281817825195882_3880511931960416501_nFahrrad-Demo für bessere Fahrradinfrastruktur und mehr Rücksicht auf und Wahrnehmung von Fahrradverkehr.

Freitag, 3. Dezember, 18:30 – 20:00 Uhr
Hafenspitze, Am Kanalschuppen, 24937 Flensburg

Wir treffen uns ab 18:00 Uhr an der Hafenspitze und fahren dort um 18:30 Uhr gemeinsam los.

Zusammen radeln wir etwa ein bis zwei Stunden durch Flensburg. Nach §27 StVO bilden wir einen „geschlossenen Verband“ und fahren zu zweit nebeneinander mit ca 10km/h auf der Straße.

Mehr Infos unter: https://criticalmass.in/flensburg

Hutkonzert mit Fool Moon am 3. Dezember in der Bergmühle

Groovig und fetzig: 60er, 70er, 80er und 90er

Freitag, 3. Dezember um 20 Uhr (Einlass: 19 Uhr)
An der Bergmühle 7, 24939 Flensburg

Veranstalter: Verein zur Erhaltung der Bergmühle e.V.

Fool Moon

SSW-MdB Stefan Seidler kritisiert Koalitionsvertrag: Norden nicht berücksichtigt!

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Stefan Seidler, Bundestagsabgeordneter des SSW

„Die künftige Bundesregierung gibt sich mit dem Koalitionsvertrag ambitioniert, doch besonders bei der Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse in Stadt und Land darf sie es auf keinen Fall bei Ankündigungen belassen. Ankündigungen sind wir schon gewohnt. Auffallend ist, dass die Ampel unsere Herausforderungen hier im Norden wenig bis gar nicht auf dem Zettel hat. Das ist einigermaßen bemerkenswert, wenn man bedenkt, wie viele schleswig-holsteinische Politiker von SPD, Grünen und FDP daran mitgewirkt haben“, erklärt Stefan Seidler, Bundestagsabgeordneter des Südschleswigschen Wählerverband (SSW), zum Koalitionsvertrag von SPD, Bündnis90/Die Grünen und FDP. Der Abgeordnete weiter:

„Als Bundestagsabgeordneter des SSW hätte ich es gerne gesehen, dass die dänische Minderheit und friesische Volksgruppe als Teil des ländlichen und teils strukturschwachen norddeutschen Raums stärker berücksichtigt und gefördert wird. Da bin ich schon enttäuscht, dass da von der Ampel nicht mehr geplant ist. Mir fehlen auch konkrete Projekte zum Breitbandausbau auf dem Land.

Ausbau der erneuerbaren Energien, Strompreise, ICE-Anbindung des nördlichsten Teils Schleswig-Holsteins, die Reaktivierung stillgelegter Bahnstrecken hier bei uns, medizinische Versorgung auf dem Land – zum jetzigen Zeitpunkt lässt die Koalition noch zu viele Fragen zum konkreten Vorgehen offen. Die zahlreichen, teils sehr ungenauen Ankündigungen müssen nun mit Leben bzw. konkreten Zahlen gefüllt werden.“

Museumsberg Flensburg: Veranstaltungsprogramm Dezember 2021

Dreesen 41: Norwegen

Wilhelm Dreesen: Fotograf, Globetrotter, Influencer

noch bis 13. Februar 2022
Ausstellung auf dem Museumsberg Flensburg

Es ist 1926 und Wilhelm Dreesen gerade im Alter von 86 Jahren verstorben. Nach Jahrzehnten innovativer und preisgekrönter Arbeit als Fotograf und Künstler ist sein Flensburger Atelier abgerissen, sein elegantes Wohnhaus verkauft, sein Name vergessen.

Dreesen 256: Frau an Bord

Jahrzehnte später finden zwei Holzkisten mit über 300 ungeordneten Glasnegativen ihren Weg in die Sammlung des Museumsbergs. Es dauert weitere Jahre, bis der Schatz entdeckt wird, der sich darin befindet. Das Material in diesen Kisten umfasst Dreesens gesamte Karriere bis zurück in die 1870er Jahre. Forschungen haben ergeben, dass sie seit über 100 Jahren nicht mehr zu sehen waren. Die Mehrzahl davon wurde nie veröffentlicht.

Die Ausstellung auf dem Museumsberg Flensburg zeigt die Fotografien, die in diesen Kisten gefunden wurden. Sie erzählt ihre Geschichte und die ihres vergessenen Schöpfers, dem offiziellen „Hofphotographen“ des Kaiserhauses. Seine Bilder zeigen ungefilterte und überraschende Einblicke in das alte Europa und die Luxusreisen der Belle Époque. Technischer Fortschritt und globale Entwicklungen ließen die Welt schrumpfen, die Zeit des globalen Tourismus begann.

Mit dieser Sonderausstellung widmet der Museumsberg Flensburg gemeinsam mit dem Norsk Reiselivsmuseum dem Künstler Wilhelm Dreesen die erste Einzelausstellung überhaupt. Die Ausstellung wird am 31. Oktober um 11.30 Uhr in der Aula des Hans-Christiansen-Hauses eröffnet. 

Dreesen 41: Norwegen

Sonntag, 5. Dezember, 11.00 Uhr
Winterlicht
Sonntags-Atelier für Kinder ab 6 Jahren

Sonntag, 5. Dezember, 11.30 Uhr
Discovering Dreesen – technisch gesehen
Kuratorenführung mit Dr. Michael Fuhr und Ina Steinhusen, Fotografin

Sonntag, 12. Dezember, 11.00 Uhr
Winterlandschaft
Sonntags-Atelier für Kinder ab 6 Jahren

Sonntag, 12. Dezember, 11.30 Uhr
Ken Denning – Album
Führung mit Dörte Ahrens

Kenn Denning: Omslag Album

Der Museumsberg Flensburg zeigt bis 13.03.2022 im Heinrich-Sauermann-Haus die Ausstellung

Ken Denning – Album

Der dänische Maler Ken Denning sucht in seinen Werken die Ordnung in der Natur und forscht nach dem allem zugrunde liegenden „vollkommenen Muster“. Die neuen, für diese Ausstellung geschaffenen Arbeiten beeindrucken durch ihre Intensität. Ken Dennings Landschaften suggerieren Bewegung, Veränderung, Musik. Virtuos und variantenreich spielt der Maler, Grafiker, Sammler und Fotograf auf der Klaviatur künstlerischer Ausdrucksmittel, Techniken und Farben. Er wagt es sogar, sie tatsächlich zum Klingen zu bringen: Erstmals begleitet Musik seine Malereien und Grafiken. Eigens geschaffene Kompositionen des international erfolgreichen Klangkünstlers Robert Cole Rizzi schaffen in den Ausstellungsräumen auf dem Museumsberg Flensburg eine fast magische Atmosphäre und lassen das Publikum mit allen Sinnen in die Bildwelt Ken Dennings eintauchen.

Ken Denning: Flensborgholmen

Landschaften seiner Reisen auf die Färöer oder nach Island, aber auch die schier endlosen Reihen von Bäumen in den als Plantagen angelegten Wäldern entlang des „Gendarmstiens“ in seiner jütländischen Heimat, dienen ihm dazu als Inspiration. Sie bilden die Struktur, aus der Ken Denning seine Kreativität schöpft. Fotografien, Zeichnungen oder Holzschnitte variieren natürliche Muster und entwickeln sie weiter zur Improvisation, zur Phantasie.

Aus nüchternen Ausstellungsräumen wird so Ken Dennings privates Album. Man kann es sich Stück für Stück anhören wie das neue Album eines Musikers. Oder man kann es anschauen wie ein Fotoalbum. Ken Denning lädt uns ein, gemeinsam mit ihm die Seiten umzublättern, um seine Eindrücke von den geliebten Inseln des Nordens und von den heimischen Wäldern an der deutsch-dänischen Grenze mit uns zu teilen. Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Museet Holmen in Løgumkloster.

Montag, 13. Dezember, 15.00 Uhr
Aufgeweckte Kunstgeschichten
Bildbetrachtung für Menschen mit Demenz
mit Martina Klose-März (nur mit Anmeldung)

Freitag, 17. Dezember, 18.00 Uhr
Champagnerkonzert
mit Marius Rothe und Nikolai Juretzka
Inkl. Champagner und Häppchen
Im Rahmen der „Coming Home Concerts“

Sonntag, 19. Dezember, 11.00 Uhr
Häuser als Mosaik
Sonntags-Atelier für Kinder ab 6 Jahren

Sonntag, 19. Dezember, 11.30 Uhr
Das Christkind im Museum
Führung mit Peter Gregersen

Dienstag, 28. Dezember, 11.30 Uhr
Ken Denning – Album
Führung mit Dörte Ahrens

Dienstag, 28. Dezember, 15.00 Uhr
Discovering Dreesen
Führung mit Dörte Ahrens

Mittwoch, 29. Dezember, 11.30 Uhr
Discovering Dreesen
Führung mit Dörte Ahrens

Mittwoch, 29. Dezember, 15.00 Uhr
Ken Denning – Album
Führung mit Dörte Ahrens

Donnerstag, 30. Dezember, 11.30 Uhr
Ken Denning – Album
Führung mit Dörte Ahrens

Donnerstag, 30. Dezember, 15.00 Uhr
Discovering Dreesen
Führung mit Dörte Ahrens

Ausstellungen:

  • Discovering Dreesen
    Fotograf, Globetrotter, Influencer
    31. Oktober 2021 – 13. Februar 2022
  • Ken Denning – Album
    14. November 2021 – 13. März 2022

Aktuelle Öffnungszeiten: 10.00 – 17.00 Uhr, täglich außer montags

Für jeden Museumsbesuch gilt die 2G-Regel und Maske tragen ist erwünscht. Kinder ab 7 Jahren benötigen den Testnachweis der Schule.

Museumsberg

Museumsberg
Museumsberg 1
24937 Flensburg
Tel.: 0461 – 852956
museumsberg@flensburg.de
https://www.museumsberg-flensburg.de/

Protest vor dem Flensburger Rathaus am 29.11. zur Debatte um Schwangerschaftsabbrüche

Ein Beitrag von Feministische Aktion Flensburg

Öffentliche Debatte über Schwangerschaftsabbrüche im Peelwatt-Klinikum wird vom Rathaus verhindert.

Der Stadtpräsident Hannes Fuhrig lädt die politischen Vertreterinnen und Vertreter am 29.11.2021 um 17:00 ins Rathaus zu einer interfraktionellen Sitzung Thema: „Krankenhausplanung“, welche dem informellen Austausch dient und nicht für die Öffentlichkeit vorgesehen ist. Teilnehmen sollen die Ev.-Luth. Diakonissenanstalt – Geschäftsführer Martin Wilde, Pastor Dirk Outzen, Ingo Tüchsen und das Malteser Krankenhaus St. Franziskus Geschäftsführer Klaus Deitmaring und die Leiterin der Krankenhaus-Abteilung des Sozialministeriums Silke Seemann. Die Presse, Besucherinnen und Besucher sind ausgeschlossen.

Seit mehr als zwei Jahren Streit um Schwangerschaftsabbrüche im neuen Peelwatt-Klinikum: Protestaktion am 18.11.2019 vor dem Flensburger Rathaus während der Runde Tisch nichtöffentlich tagte – Archivfoto: Ursula Vonberg

Aus Protest gegen diesen Ausschluss findet am Montag, 29.11.2021 vor dem Haupteingang „Am Pferdewasser“ des Rathauses ab 16:30 Uhr bis 19:30h eine Kundgebung der Feministischen Aktion Flensburg statt. Gespräche hinter verschlossenen Türen verhindern eine öffentliche Debatte über ernstzunehmende Lösungen für gesundheitlich sichere Schwangerschaftsabbrüche in Flensburg.

Ab 19h werden die Spioninnen des Netzwerkes Feministische Aktion Flensburg aus dem Rathaus berichten und Fragen beantworten. Zu dieser improvisierten Pressekonferenz, draußen vor dem Rathaus, laden wir herzlich alle Interessierte ein. Bitte warm anziehen und Heißgetränke mitbringen.

Hintergrund:

Da die DIAKO und das Franziskus Hospital zum 01.01.2023 fusionieren und in Zukunft gemeinsam auf Schwangerschaftsabbrüche verzichten wollen, ist eine Lösung für ungewollt Schwangere sehr dringend notwendig. Schon heute setzt die DIAKO die Patient*innen auf eine „Warteliste“ und verschärft damit die Situation, da nur bis zur 12. Woche straffrei abgetrieben werden kann bei sozialer Indikation.

Eine der wenigen verbliebenen Flensburger Praxen weist momentan Patient*innen ab wegen Überlastung. Zurzeit werden in Flensburg keine Abbrüche nach der 10. Schwangerschaftswoche mehr vorgenommen. Die naheliegenden Krankenhäuser Schleswig, Heide, Husum und Rendsburg weisen ungewollt Schwangere ab, wenn die Kapazitätsgrenzen erreicht sind. Es gibt auch vereinzelt Ärzt*innen in den Krankenhäusern, die aus Gewissensgründen Patient*innen abweisen.

„Durch Wartelisten und veraltete gesellschaftliche Moralvorstellungen haben ungewollt Schwangere bereits heute große Hürden zu überwinden, um Zugang zu einem sicheren Schwangerschaftsabbruch zu erhalten. Das Recht auf körperliche und sexuelle Selbstbestimmung ist damit in großer Gefahr“, kommentiert Birte Lohmann. „Dies kann in Zukunft zu einem Rückschritt zu illegalen und gesundheitsgefährdenden Abtreibungsmethoden führen.“

Die katholische Ideologie zum Schwangerschaftsabbruch ist Teil des Problems. Eine Lösung kann es nur außerhalb der katholischen Moralvorstellungen geben.

Veranstalterin: Feministische Aktion Flensburg

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