Archiv für den Tag 27. Oktober 2021

Bahnreaktivierung im Stadtgebiet Flensburg: Online-Podium und Diskussion am 4.11.2021

VCD und PRO BAHN laden ein

Ein Beitrag der VCD-Ortsgruppe Flensburg

Von und nach Flensburg fahren vergleichsweise wenig Menschen mit der Bahn – die meisten nutzen das Auto. Wie gelingt es, den öffentlichen Verkehr in der Region zeitnah klimafreundlich und attraktiv zu gestalten, damit möglichst viele umsteigen? Bei einer Online-Veranstaltung am Donnerstag, 4. November, 17:00-19:00 Uhr, wollen wir darüber mit Fachleuten und den Vertretern drei verschiedener Positionen diskutieren. Die Login-Daten und weitere Informationen gibt es untenstehend.

Große Lösung, kleine Lösung oder Mittelweg?

Um bis 2030 eine Mobilitätswende zu schaffen, brauchen wir zeitnah attraktive Lösungen, damit möglichst viele Menschen in öffentliche Verkehrsmittel umsteigen. Wie lässt sich das in der Region Flensburg am besten erreichen?

In Flensburg werden drei Varianten diskutiert:

  • Die – zumindest vorläufig – kleine Lösung: Alles bleibt, wird aber verbessert
    Jetziger Bahnhof als einziger Bahnhalt mit Ausbau des Bahnhofs und Verbesserung der Busanbindungen
    Vertreten durch: Joachim Schmidt-Skipiol (CDU)
  • Die große Lösung: Neue Trassen durch die Stadt und neue Zwei-System-Züge
    Weiterfahrt der Züge als Stadt-Regionalbahn vom Bahnhof auf Stadtbahntrassen über Bahnhofstraße und ZOB bis in die Neustadt und Mürwik
    Vertreten durch: Pelle Hansen (Grüne)
  • Die mittlere Lösung: Vorhandene Trassen reaktivieren
    Weiterfahrt der Züge auf reaktivierten Schienentrassen zum ZOB und zusätzliche Haltepunkte im Stadtgebiet
    Optional: Ausbau als Regio-S-Bahn
    Vertreten durch: Glenn Dierking (SSW)

Welche der drei Lösungen verspricht den größten Nutzen für Flensburg?

VCD und PRO BAHN laden herzlich ein zur
Online-Diskussion “Bahnreaktivierung im Stadtgebiet Flensburg”
am 4. November 2021, 17:00-19:00 Uhr
Moderation: Wolfgang Seyb (RDC Autozug Sylt GmbH)
Log-in-Daten: https://us06web.zoom.us/j/82406593039?pwd=ZTNNWjhKbE14T1hZNGRVZHQ0SityZz09
Meeting-ID: 824 0659 3039
Kenncode: 183638

Programm

ab 16:45 Uhr: Ankommen und Technik-Check

17:00 Uhr: Begrüßung und Einstiegsrunde

  • Thematische Einführung (VCD)
  • Drei Konzepte im Überblick:
    Joachim Schmidt-Skipiol (CDU), Pelle Hansen (Grüne), Glenn Dierking (SSW)

17:30 Uhr: Diskussion zu thematischen Schwerpunkten

  • Perspektiven für Region und Wirtschaft
    mit: Dr. Fabian Geyer (Arbeitgeberverband Flensburg.Schleswig.Eckernförde e.V.)
  • Perspektiven für Verkehrsplanung und Klimaschutzziele
    mit: N.N.
  • Perspektiven zur technischen Umsetzung und für den weiteren Ausbau
    mit: Jochen Schulz (NAH.SH)

18:45 Uhr: Abschlussrunde

  • Konzepte in der Außensicht
  • Abschluss

Mehr zum Thema

  • Diskussion um Landes-Nahverkehrsplan – wer hat recht?
    Am 7. September 2021 wurde die Stellungnahme der Stadt Flensburg zum Entwurf des neuen Landes-Nahverkehrsplans vorgestellt und die Vorhaben heftig kritisiert. Wie stichhaltig sind die Argumente der Stadt? Wir haben beim Fahrgastverband PRO BAHN nachgefragt – mehr
  • Flensburg-mobil.net: Reaktivierung Bahnstrecke Niebüll-Flensburg
    Ausführliche Dokumentation bisheriger Veröffentlichungen – mehr

Flensburg im Blickpunkt der Geschichte – 1848 – 1864 – 1920 – 1945 – Jahre, die die Stadt veränderten

Vortragsreihe in der Volkshochschule Flensburg von Dr. Knut Franck – Beginn am 2. November

Jetzt anmelden!

Flensburg. Über hundert Jahre ist es jetzt her, dass die bis heute gültige Grenze zwischen Deutschland und Dänemark nach einer Volksabstimmung festgelegt wurde. Obwohl es nach 1945 von dänischer und deutscher Seite Bestrebungen gab, die Grenze erneut zu verschieben, blieb die Grenze „fest“.
Auf beiden Seiten der Grenze bereitete man sich auf Gedenkveranstaltungen vor, die wegen der Corona-Pandemie ausfallen bzw. verschoben werden mussten. Um zu verstehen, warum 1920 Flensburg zum
ersten Mal in der Geschichte Grenzstadt wurde, sollte man sich mit den komplizierten machtpolitischen und kriegerischen Auseinandersetzungen in der Region befassen. Im Mittelpunkt der Vortragsreihe stehen die Geschehnisse in den oben angeführten Jahren.

Die vierteilige Vortragsreihe mit Dr. Knut Franck beginnt am 2. November und findet jede Woche dienstags um 18:30 bis 20:00 Uhr im Vortragssaal der vhs (FLENSBURG GALERIE 2. OG) statt.

Die Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung und Bestätigung seitens der vhs Flensburg möglich. Es gilt die 3G-Regel. Das Entgelt für alle vier Termine beträgt insgesamt 26 Euro.

Anmeldungen können online auf www.vhs-flensburg.de vorgenommen werden. Alternativ erreichen Sie die vhs dienstags, mittwochs und freitags von 10:00-13:00 Uhr sowie am Donnerstag von 14:00-17:00 Uhr unter Tel. 0461 85-5000 sowie per E-Mail an volkshochschule@flensburg.de.

Historische Altlasten in Flensburg: DIE LINKE fordert echte Aufarbeitung und sichtbare Erinnerungskultur

Eingang Schule strategische Aufklärung in Flensburg mit „Reichsadler“. Es ist die „künstlerisch“ leicht veränderte Version des Nazi-Reichsadlers (ab 1935 bis 1945) mit entferntem Hakenkreuz. Den gibt es es so ähnlich auch noch an der Marinesportschule. Mehr dazu auch unter:  https://de.wikipedia.org/wiki/Reichsadler#/media/Datei:Reichsadler_Deutsches_Reich_(1935%E2%80%931945).svg – Foto: Jörg Pepmeyer

In einem Offenen Brief „Flensburg 2021 unterm Reichsadler?“ kritisieren TouristInnen aus Cottbus den Umgang mit den historischen Altlasten in Flensburg.

Für DIE LINKE Grund in einer Stellungnahme eine konsequentere Aufarbeitung  der Flensburger Geschichte zu fordern:

Echte Aufarbeitung und sichtbare Erinnerungskultur

Die Spuren des Nationalsozialismus sind im öffentlichen Raum Flensburgs sichtbar. Zu Recht kritisieren Tourist*innen aus Cottbus in einem offenen Brief an die Flensburger*innen, dass an den Fassaden der Marineschule Mürwik ein NZ-Reichsadler über einen Kranz mit nur notdürftig herausgekratztem Hakenkreuz prangt. Und das ist nur eins von vielen NS-Überbleibseln. Flensburg kommt hierbei als letztem Sitz der NS-Regierung eine ganz besondere Verantwortung zur Aufarbeitung und Gestaltung öffentlicher Erinnerungsorte zu.

„Entnazifizierter“ Reichsadler mit den Wappen Schleswig-Holsteins und Flensburgs unter den Schwingen, an der Marinesportschule in Flensburg-Mürwik, wo im Mai 1945 die letzte Reichsregierung verhaftet wurde. Foto: Sönke Rahn CC BY-SA 4.0

Auch die Kolonialgeschichte Flensburgs prägt das Stadtbild mit den Bauten der Kaufleute, die an der Arbeit von versklavten und ausgebeuteten Menschen in kolonialisierten Territorien reich geworden sind, ohne dass eine angemessene Auseinandersetzung damit stattfindet. Es fehlt die Perspektive der Menschen, die unter der Flensburger Kolonialgeschichte gelitten und dagegen Widerstand geleistet haben. Die Theaterwerkstatt Pilkentafel hat zuletzt 2019 mit der Installation »Die Leerstelle verankern« im Flensburger Hafen der Forderung nach einem entsprechenden Denkmal Gehör verschafft. Leider hat die Initiative seitens der Stadtpolitik nur wenig Resonanz gefunden.

Wir begrüßen die Kampagnen für Weltoffenheit und Vielfalt in Flensburg. Der Weg in eine menschenfreundliche Zukunft gelingt aber nur durch konsequente Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und den daraus gewachsenen bestehenden Ungerechtigkeitsstrukturen. Eine Stadt lässt sich nicht bunt anstreichen, nachhaltige Veränderungen lassen sich nur in kontinuierlicher Auseinandersetzung mit tatsächlichen Problemen von Diskriminierung und Ungleichheit erarbeiten. DIE LINKE Flensburg fordert daher eine echte Aufarbeitung der Verbrechen in der Flensburger Geschichte, eine aktive Antidiskriminierungsarbeit und eine sichtbare Erinnerungskultur im öffentlichen Raum.

Als spannende Empfehlung der Stadtblog-Redaktion zum oben erwähnten Thema Kolonialgeschichte Flensburgs: Zucker, Rum und Sklavenarbeit – Ein kurzer Abriß zur Kolonialgeschichte Flensburgs von 1755 bis 1840

Museumsberg Flensburg: Veranstaltungsprogramm November 2021

 

Dreesen 41: Norwegen

Wilhelm Dreesen: Fotograf, Globetrotter, Influencer

Vom 31. Oktober 2021 bis 13. Februar 2022
Ausstellung auf dem Museumsberg Flensburg

Es ist 1926 und Wilhelm Dreesen gerade im Alter von 86 Jahren verstorben. Nach Jahrzehnten innovativer und preisgekrönter Arbeit als Fotograf und Künstler ist sein Flensburger Atelier abgerissen, sein elegantes Wohnhaus verkauft, sein Name vergessen.

 

Dreesen 256: Frau an Bord

Jahrzehnte später finden zwei Holzkisten mit über 300 ungeordneten Glasnegativen ihren Weg in die Sammlung des Museumsbergs. Es dauert weitere Jahre, bis der Schatz entdeckt wird, der sich darin befindet. Das Material in diesen Kisten umfasst Dreesens gesamte Karriere bis zurück in die 1870er Jahre. Forschungen haben ergeben, dass sie seit über 100 Jahren nicht mehr zu sehen waren. Die Mehrzahl davon wurde nie veröffentlicht.

Die Ausstellung auf dem Museumsberg Flensburg zeigt die Fotografien, die in diesen Kisten gefunden wurden. Sie erzählt ihre Geschichte und die ihres vergessenen Schöpfers, dem offiziellen „Hofphotographen“ des Kaiserhauses. Seine Bilder zeigen ungefilterte und überraschende Einblicke in das alte Europa und die Luxusreisen der Belle Époque. Technischer Fortschritt und globale Entwicklungen ließen die Welt schrumpfen, die Zeit des globalen Tourismus begann.

Mit dieser Sonderausstellung widmet der Museumsberg Flensburg gemeinsam mit dem Norsk Reiselivsmuseum dem Künstler Wilhelm Dreesen die erste Einzelausstellung überhaupt. Die Ausstellung wird am 31. Oktober um 11.30 Uhr in der Aula des Hans-Christiansen-Hauses eröffnet. 

 

Dreesen 41: Norwegen

Sonntag, 7. November, 11.30 Uhr
Jugendstil in Flensburg
Führung mit Catrin Haufschild

Sonntag, 14. November, 11.30 Uhr

Ken Denning – Album
Ausstellungs-Eröffnung

 

Kenn Denning: Omslag Album

Der dänische Maler Ken Denning sucht in seinen Werken die Ordnung in der Natur und forscht nach dem allem zugrunde liegenden „vollkommenen Muster“. Die neuen, für diese Ausstellung geschaffenen Arbeiten beeindrucken durch ihre Intensität. Ken Dennings Landschaften suggerieren Bewegung, Veränderung, Musik. Virtuos und variantenreich spielt der Maler, Grafiker, Sammler und Fotograf auf der Klaviatur künstlerischer Ausdrucksmittel, Techniken und Farben. Er wagt es sogar, sie tatsächlich
zum Klingen zu bringen: Erstmals begleitet Musik seine Malereien und Grafiken. Eigens geschaffene Kompositionen des international erfolgreichen Klangkünstlers Robert Cole Rizzi schaffen in den Ausstellungsräumen auf dem Museumsberg Flensburg eine fast magische Atmosphäre und lassen das Publikum mit allen Sinnen in die Bildwelt Ken Dennings eintauchen.

 

Ken Denning: Flensborgholmen

Landschaften seiner Reisen auf die Färöer oder nach Island, aber auch die schier endlosen Reihen von Bäumen in den als Plantagen angelegten Wäldern entlang des „Gendarmstiens“ in seiner jütländischen Heimat, dienen ihm dazu als Inspiration. Sie bilden die Struktur, aus der Ken Denning seine Kreativität schöpft. Fotografien, Zeichnungen oder Holzschnitte variieren natürliche Muster und entwickeln sie weiter zur Improvisation, zur Phantasie.

Aus nüchternen Ausstellungsräumen wird so Ken Dennings privates Album. Man kann es sich Stück für Stück anhören wie das neue Album eines Musikers. Oder man kann es anschauen wie ein Fotoalbum. Ken Denning lädt uns ein, gemeinsam mit ihm die Seiten umzublättern, um seine Eindrücke von den geliebten Inseln des Nordens und von den heimischen Wäldern an der deutsch-dänischen Grenze mit uns zu teilen. Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Museet Holmen in Løgumkloster.

Die Eröffnung findet am Sonntag, den 14. November um 11.30 Uhr im Heinrich-Sauermann-Haus statt. Bis zum 13.03.2022 sind die Arbeiten von Kenn Denning zu sehen.

Montag, 15. November, 15.00 Uhr
Aufgeweckte Kunstgeschichten
Bildbetrachtung für Menschen mit Demenz
mit Martina Klose-März (nur mit Anmeldung)

Sonntag, 21. November, 11.15 Uhr
2. Kammerkonzert
Mit Musikern des Schleswig-Holsteinischen Sinfonieorchesters

Johann Nepomuk Hummel (1778–1837)
Trio für Flöte, Violoncello und Klavier op. 78

Peter Hoch (*1937)
,,Szenen“ für zwei Trompeten und Klavier

Anthony Plog (*1947)
Drei Miniaturen für Trompete und Klavier

Kevin McKee (*1980)
,,Under Western Skies“ für zwei Trompeten und Klavier (2014)

Ernst von Dohnányi (1877–1960)
Sextett für Klarinette, Horn, Violine, Viola, Violoncello und Klavier C-Dur op. 37

Besetzung

Mit

Laurent Corsyn
Andreas Deindörfer
Wolf Hassinger
Hsin-Hua Hsieh
Anja Kreuzer
Robert Lillinger
David Ritsch
Amina Schlingmann
Ralf Schlingmann
Borys Sitarski
Marc Zwingelberg

Sonntag, 21. November, 11.30 Uhr
Gestalter der Moderne
Führung mit Hendrik Heft

Die Führung am Sonntag um 11.30 Uhr beschäftigt sich mit dem Thema „Gestalter der Moderne“. In den neu eingerichteten Räumen des Hans-Christiansen-Hauses nimmt Hendrik Heft die Teilnehmern mit auf die Spuren von Hans Christiansen und Wenzel Hablik. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, es gilt die 3G-Regelung.

Sonntag, 28. November, 11.00 Uhr
The King of Denmarks Delight – Mit Pia Davila, Sopran
Konzert mit der „Hamburger Ratsmusik“

Sonntag, 28. November, 11.30 Uhr
Friesenstuben und Friesentee
Führung und Teeverkostung mit Martina Klose-März
Nur mit Anmeldung.

Ausstellungen:

Discovering Dreesen
Fotograf, Globetrotter, Influencer
31. Oktober 2021 – 13. Februar 2022

Ken Denning – Album
14. November 2021 – 13. März 2022

Aktuelle Öffnungszeiten: 10.00 – 17.00 Uhr, täglich außer montags

Für jeden Museumsbesuch gilt die 3 G-Regel: Besucher ab 6 Jahren müssen genesen, geimpft oder getestet sein.

Museumsberg

Museumsberg
Museumsberg 1
24937 Flensburg
Tel.: 0461 – 852956
museumsberg@flensburg.de
https://www.museumsberg-flensburg.de/

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