Archiv für den Tag 5. Oktober 2021

Drei Mitarbeiter der Stadtwerke Flensburg unterstützen Flutopfer in der Region Ahrtal

Volker Hinrichs und Bjaven Perschk bei der Abfahrt von den Stadtwerken Flensburg

Am Sonntag machten sich die beiden Stromnetz-Spezialisten der Stadtwerke Volker Hinrichs und Bjaven Perschk auf den Weg. Mit einem Stadtwerke Werkstattwagen wollen sie den Flutopfern in der Region Ahrtal vor Ort helfen.

Eine Woche lang werden die beiden Niederspannungsmonteure den Fachleuten der Ahrtal-Werke in Bad Neuenahr-Ahrweiler bei den Arbeiten im sogenannten Niederspannungsnetz unter die Arme greifen. Das ist der Teil der Stromnetze, mit dem der Strom direkt in die Haushalte und kleinere Betriebe geleitet wird. Die Spannungen liegen dort im Bereich von 230 wie zuhause bis maximal 1.000 Volt.

Hauptaufgabe der Flensburger wird sein, die Netzanschluss-Installationen in den von der Flut betroffenen Häusern wiederherzustellen, damit die Stromversorgung wieder sicher und stabil funktioniert. Bisher gab es hier, wenn überhaupt, nur ein Provisorium. Bei den Arbeiten wird auch die Sicherheit der bisher nur notdürftig instandgesetzten Hausanschlüsse überprüft und es werden neue Zähle eingebaut.

Ab 18. Oktober werden sich die beiden Stadtwerke-Mitarbeiter Volker Hinrichs und Arne Andresen ein weiteres Mal auf den Weg ins Ahrtal machen, um nochmals Hilfe vor Ort zu leisten.

Für diese Hilfe werden sie von den Stadtwerken unbürokratisch freigestellt und mit allen Hilfsmitteln unterstützt, die sie für die Arbeiten benötigen.

Thomas Räther, Geschäftsbereichsleiter der Stadtwerke Energienetze, ist seinen Mitarbeitern sehr dankbar: „Für die Hilfs- und Einsatzbereitschaft sowie das Engagement bedanke ich mich sehr bei den drei Netzkollegen. Aber auch die Menschen vor Ort werden das sicher zu schätzen wissen und sich über eine gesicherte Energieversorgung nach so vielen Monaten freuen.“ Aufgerufen zu der Unterstützung hatten die Energieverbände.

Filmgespräch: Töchter des Aufbruchs am 18. Oktober 2021, 19 Uhr

Töchter des Aufbruchs – Titelbild vonUli Bez

Um Anmeldung wird gebeten

Temporeich und mitreißend nehmen uns Filmemacherin Uli Bez  und Rapperin Ebow mit auf eine Reise in das Leben von Gastarbeiterinnen und Migrantinnen. In ‚Töchter des Aufbruchs‘ erzählen die Protagonistinnen mit Charme und Tiefgang ihre berührenden, aber auch abenteuerlichen Lebensgeschichten. Hier geht es direkt zur Filmseite.

Wir zeigen den Film anlässlich des 60-jährigen Jubiläums des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens vom Oktober 1961. Der damalige Plan war, dass nach dem Rotationsprinzip Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter einige Jahre in der Bundesrepublik arbeiten und wieder in die Heimat zurückkehren. Der Rest ist Geschichte und natürlich kam alles anders. Wie geht es den Menschen heute? Haben sich ihre Wünsche und Hoffnungen erfüllt? Der Dokumentarfilm ‚Töchter des Aufbruchs‘ gibt viele unterschiedliche Antworten.

Im Anschluss an die 60minütige Filmvorführung sprechen wir über den Film und seine Themen mit der Regisseurin Uli Bez.
Moderation: Dietmar Molthagen, Friedrich-Ebert-Stiftung
Eine Veranstaltung des FLAKS e.V., der Mehrgenerationenhäuser Hamburg und der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Töchter des Aufbruchs

Film und Gespräch

Montag, 18. Oktober 2021

19 bis ca. 21 Uhr

online auf der Platttform zoom

Anmeldung und Hinweise:

Bitte melden Sie sich online über unsere Internetseite an.
Die Teilnahme ist kostenfrei.
Hier finden Sie weitere Informationen im Netz.

Angemeldete Teilnehmer_innen erhalten am 15.10. 2021 per Mail die Zugangsdaten zu der online-Diskussion sowie technische Informationen und Datenschutzhinweise.

Die Veranstaltung wird gefördert aus Mitteln der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

Mit freundlichen GrüßenFES

Ihr FES-Team
Friedrich-Ebert-Stiftung
Tel. 040-325 874-0
hamburg@fes.de
www.julius-leber-forum.de

Ideenreicher Unterricht: FabLab hat sich an Flensburger Schulen etabliert 

Die gestalterische Auseinandersetzung mit der Technologie steht im Fokus: 13 Schulen haben bisher Projekte in Zusammenarbeit mit dem IDEENREICH durchgeführt. Foto: Hochschule Flensburg

In den vergangenen 3,5 Jahren hat sich das FabLab IDEENREICH der Hochschule Flensburg zu einem außerschulischen Lernort für Schulen aus der Region entwickelt.

Was haben sie nicht schon alles entwickelt, gebaut und ausprobiert: Roboter gegen Kaugummis. Eine App als Lernhilfe. Smarte Fahrradschlösser und Intelligente Mülleimer. Wenn Schüler und Schülerinnen die Schulbank gegen die Werkbank tauschen, Stifte weglegen und zum LaserCutter greifen – dann sprühen im IDEENREICH die kreativen Funken. Seit nunmehr drei Schuljahren hat sich der Besuch im FabLab der Hochschule Flensburg zu einem festen Bestandteil der Unterrichtsplanung von Schulen in und um Flensburg entwickelt.

„Wir haben uns als außerschulischer Lernort für die Region etabliert“, sagen Nele Schmidt und Franka Heers, die die Kooperation mit den Schulen aufgebaut haben. Neben freiwilligen Angeboten in den Herbst- oder Osterferien haben 13 Schulen Projekte im IDEENREICH genutzt. „Wir erarbeiten spezifische Angebote passend zum Lehrplan“, so Heers. Natürlich gebe es auch Experimente in der Schule, sagt Lehrer Gunnar Hansen. Aber mit einem 3D-Drucker zu arbeiten, einem LaserCutter – das sei reizvoll: „Technik zum Anfassen.“ Die Schüler*innen könnten mithilfe von digitaler Technik Produkte entwickeln und diese dann auch – analog sozusagen – in der Hand halten, mögliche Fehler erkennen und digital nachbessern.

Dabei steht nicht so sehr die Technik im Vordergrund, sondern die Umsetzung einer Idee, sagen die beiden wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Heers und Schmidt. „Die gestalterische Auseinandersetzung mit der Technologie steht im Fokus. Eine Idee wird greifbar gemacht.“ So zum Beispiel, wenn die Schüler und Schülerinnen ein Brettspiel entwickeln, in dem sie es auf dem Papier konzipieren, dann Spielfiguren und Spielbrett produzieren.

Dabei kommen nicht nur Klassen aus dem naturwissenschaftlichen Bereich ins IDEENREICH. „Wir hatten schon Kunst-, Religions- und Philosophieklassen zu Besuch“, erzählt Schmidt. Da habe man sich zum Beispiel mit der Interaktion zwischen Mensch und Computer beschäftigt. „Das sind dann Themen, die die Klassen im Unterricht vor- und nacharbeiten“, sagen Schmidt und Heers.

Zum Auftakt ins letzte volle Schuljahr während der Projektlaufzeit von „Grenzland Innovativ Schleswig-Holstein“, in dem das FabLab IDEENREICH ein Teilvorhaben darstellt, haben die beiden Wissenschaftlerinnen Lehrer*innen zum Maker-Montag eingeladen. Es ist eine Rückschau auf vergangenen Projekte und soll fürs kommende Jahr Impulse setzen. Lehrer Holger Jessen-Thiesen ist extra aus Niebüll auf den Flensburger Campus gekommen. Er baue derzeit einen Makerspace an seiner Schule auf, will sich hier inspirieren lassen, Ideen holen für seinen Unterricht. „Durch diese Art des Lernens, Dinge in die Hand zu nehmen, vermitteln wir die Kompetenzen, die Schüler*innen künftig brauchen.“

Das „IDEENREICH – Innovationslabor für den Norden“ ist Bestandteil des mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Rahmen der Bund-Länder-Förderinitiative „Innovative Hochschule“ geförderten Projektes „Grenzland Innovativ Schleswig-Holstein“.

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