Archiv für den Tag 1. Oktober 2021

„Rechte Bedrohungsallianzen im Zeichen der Pandemie“ – Prof. Dr. Wilhelm Heitmeier am 11.10.2021 in der Phänomenta Flensburg

Nach fast zwei Jahren Pause wird die Flensburger Ringvorlesung mit „Unverfügbarkeit ll – Pandemische Zeiten“ fortgesetzt. Die Veranstaltungsreihe finden immer montags um 18.00 Uhr in der Phänomenta statt

am 11.10.2021 mit dem Vortrag „Rechte Bedrohungsallianzen im Zeichen der Pandemie“ von Prof. Dr. Wilhelm Heitmeier, Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung, Universität Bielefeld.

Wir weisen darauf hin, dass es für diese Veranstaltungsreihe nur begrenzte Plätze gibt. 


Die letzte Veranstaltungsreihe zum Thema „Unverfügbarkeit“ begann mit folgender Ankündigung:

Der Jenaer Soziologe Hartmut Rosa hat sich seit geraumer Zeit mit Fragen von Kontrolle und Glück und dem Verhältnis der beiden zueinander beschäftigt. In seinem neuen Band „Unverfügbarkeit“ stellt er als eine zentrale These auf, dass die Menschen in der modernen Welt immer mehr verfügbare Möglichkeiten haben und vermeintlich ihr Glück über die Verfügbarkeiten finden. Andererseits sei es gerade das Unverfügbare, welches beim Eintreten zu wahren Glücksmomenten führt, da es die Distanz zwischen Mensch und Welt durch seine Unkontrollierbarkeit verringert.

Das war vor der Pandemie. In pandemischen Zeiten wird diese permanente Verfügbarkeit in vielen Bereichen in Frage gestellt und die neu entstandene Unverfügbarkeit als Mangel deklariert oder Einschränkungen angesehen.

Vieles, was bisher verfügbar war wird plötzlich umverfügbar, und das Eintreten von Unverfügbarkeit ist nicht notwendigerweise mit Glücksmomenten verknüpft. Bisher wie selbstverständlich Verfügbares wird hinterfragt, und je nach Interessenlage als unabdingbar oder überflüssig deklariert. So werden z.B. Bundesligaspieltage, Formel-1-Rennen, Opernaufführungen und Ausstellungseröffnungen nicht in gleicher Weise in Frage gestellt und (un)verfügbar gemacht. Verfügbarkeiten verändern sich, analog umverfügbares wird teilweise digital verfügbar gemacht: Reale Erlebnisse werden in den virtuellen Raum verschoben und so auch neue Nutzer:innengruppen zugänglich – und bringen immer irgendwie die Frage nach ihrer Identität und Abgrenzung/Entgrenzung mit sich.

Wie blicken wir nun, nach eineinhalb Jahren der Pandemie, auf das Zusammenspiel von Verfügbarkeit und Unverfügbarkeit, deren Priorisierung und den hiermit eingehenden Glücksmomenten? Bedingt nicht die Verfügbarkeit von Vielem den Reiz, den die Unverfügbarkeit von Manchem ausmacht?

Programm:

Spannende Vorträge für das breite Publikum auf der Ringvorlesung – Montags um 18 Uhr in der Phänomenta

Seit dem Sommersemester 2013 findet in jedem Semester die Ringvorlesung in Kooperation mit der Phänomenta und der Flensburger Volkshochschule im Vortragssaal der Phänomenta (Norderstraße 157-163) 
statt. Die Vortragenden aus verschiedenen Disziplinen präsentieren hier ihre selbstgewählten Themen. Ein jährlich wechselndes Oberthema stellt einen Bezug zwischen den Vorträgen her. Auf der Seite der Europa Universität Flensburg ist ebenfalls das aktuelle Programm mit den zugehörigen Zusammenfassungen und das Archiv der Ringvorlesung zu finden.

Heizen mit Gas wird teurer – aber noch zahlen viele Haushalte mehr als nötig

Hinweise und Tipps der Verbraucherzentrale

Der Großhandelspreis für Erdgas hat sich in den letzten Monaten fast vervierfacht, zudem lässt auch die CO2 Abgabe den Preis steigen. Energieversorger geben die gestiegenen Kosten an ihre Kundschaft weiter und erhöhen die Gaspreise. Mit einem Anbieterwechsel können Betroffene diese Belastung teilweise ausgleichen.

„Aufgrund der gestiegenen Beschaffungskosten rechnen wir in den kommenden Monaten mit weiteren Preissteigerungen für private Haushalte“, sagt Sascha Beetz, Referent für Energie und Nachhaltigkeit bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein (VZSH). Trotzdem zahlen viele Gaskunden mehr als nötig. „Durch einen Tarif- oder Anbieterwechsel können Verbraucher ihre Kosten deutlich senken oder eine Erhöhung der Preise zumindest spürbar abfedern“, so Beetz. Die angebotenen Gastarife unterscheiden sich in ihrer Höhe aktuell um fast das Dreifache: Ein aktueller Vergleich in einem einschlägigen Portal für eine 100 Quadratmeter große Wohnung mit 12 Megawattstunden Gasverbrauch pro Jahr ergibt beispielsweise im Raum Kiel monatliche Kosten von durchschnittlich 71 bis 190 Euro – ohne Bonuszahlungen.

Vergleichsportale clever nutzen

Vergleichsportale im Internet machen den Wechsel einfach. Dabei kommt es allerdings auf die Details an, um Kostenfallen zu vermeiden. Meist gibt es Voreinstellungen bei den Filtern, mit der die Auswahl unnötig eingeschränkt und Vergleiche erschwert werden. Neben dem Preis sind auch kurze Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen wichtig. Bonustarife, Preisgarantien, Ökostrom- und Onlinetarife halten nicht immer, was sie auf den ersten Blick versprechen. Wie so oft ist das Kleingedruckte entscheidend.

Energieberatung für langfristig günstige Energieversorgung

Wer die Energiekosten zuhause dauerhaft senken und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten will, setzt am besten bei einer Veränderung der eigenen Heizgewohnheiten an. Sanierungsmaßnahmen und moderne Heiztechnik bieten langfristig das größte Potential für eine günstige Wärmeversorgung. Informationen und persönliche Beratung dazu bietet die Energieberatung der VZSH.

 

Ideen gegen Lebensmittelverschwendung: Obst und Gemüse mit Makeln im Verkauf

Hinweise und Tipps der Verbraucherzentrale

Obst und Gemüse muss in Supermärkten meist makellos aussehen, um in den Verkauf zu gelangen. Doch erste Einzelhändler denken um und bieten auch nicht perfekte Ware zu günstigeren Preisen an. Das hat ein aktueller, bundesweiter Marktcheck der Verbraucherzentralen gezeigt. Damit alle Supermärkte nachziehen, ist die Politik gefordert. Anlässlich der Aktionswoche „Deutschland rettet Lebensmittel“ berichten die Verbraucherzentralen über Lebensmittelverschwendung und zeigen Lösungswege.

Die Verbraucherzentralen haben in einer Stichprobe bundesweit 25 Supermärkte und Discounter besucht. Mit dabei waren Rewe, Edeka, Kaufland, Globus, Aldi, Lidl, Alnatura, Denn´s Biomarkt, Netto Markendiscount und Penny. Das wichtigste Ergebnis dieses Marktchecks: Sieben der ausgewählten Märkte bieten preisreduziertes Obst und Gemüse an. „Wir freuen uns, dass einige Händler diesen Weg zur Eindämmung von Lebensmittelverschwendung gehen. Nun ist es wichtig, dass alle anderen Händler ebenfalls mitmachen“, sagt Selvihan Benda, Ökotrophologin bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein (VZSH).

Weg vom Abverkauf in der Wühlkiste

Ideal wäre es, wenn alle Handelsketten und Supermärkte Ware regelmäßig aussortieren und frühzeitig ermäßigt anbieten würden. „Diese nicht mehr perfekten Lebensmittel müssen einfach zum gewohnten Bild in der Obst- und Gemüseabteilung dazugehören. „Das hilft, der Lebensmittelverschwendung entgegenzuwirken und führt zu einem Umdenken. So sehen Verbraucherinnen und Verbraucher, dass auch sehr reifes Obst und Gemüse noch gut und essbar ist“, sagt Selvihan Benda. Förderlich für Wertschätzung von aussortiertem Obst und Gemüse wäre es auch, wenn diese Waren im Laden ansprechend präsentiert würden. In Supermärkten fällt oft auf, dass Lebensmittel im Abverkauf in unansehnlichen Wühlkisten mit unsortierten Artikeln landen.

Klare Vorgaben für die Kennzeichnung sind gefordert

Ein Hindernis sind unzureichende Regelungen zur Kennzeichnung. „Händler müssen beim Verkauf von Obst und Gemüse unter anderem über die Herkunft, Sortenbezeichnung und vieles mehr informieren“, erklärt Benda. „Hat ein Apfel nun braune Stellen und landet in einer Kiste für preisreduzierte Lebensmittel, fehlen die Angaben, die sich sonst auf dem Preisschild befinden.“ Hier erwartet die VZSH von Politik und Lebensüberwachung ein abgestimmtes Vorgehen mit klaren Anweisungen und umsetzbaren Vorschlägen für den Handel. Dies würde Hemmschwellen abbauen, um möglichst viele Lebensmittelmärkte zum Mitmachen zu bewegen. Zudem werden Irreführung und Täuschung damit erschwert. Mehr Informationen zum Thema gibt es hier.

Der gesamte Marktcheck zu Obst und Gemüse im Einzelhandel erscheint Ende des Jahres auf der Webseite unter http://www.verbraucherzentrale.sh.

Storywoche auf Instagram und Facebook – Webinar am 6. Oktober

Am 29. September hat die VZSH zur Aktionswoche eine Storywoche auf ihren Social Media-Kanälen bei Instagram und Facebook gestartet. In den täglich veröffentlichten Videos und Bildern und Infografiken wird es um ugly food, die Haltbarkeit und richtige Vorratshaltung von Lebensmitteln gehen. Ein kostenloser Online-Vortrag am 6. Oktober zum Thema rundet die Woche ab. Hier geht es zur Anmeldung.

„Gestalter der Moderne“ – Führung am 3. Oktober auf dem Museumsberg Flensburg

Die Führung am kommenden Sonntag um 11.30 Uhr beschäftigt sich mit dem Thema „Gestalter der Moderne“. In den neu eingerichteten Räumen des Hans-Christiansen-Hauses nimmt Hendrik Heft die Teilnehmern mit auf die Spuren von Hans Christiansen und Wenzel Hablik. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, es gilt die 3G-Regelung.

Aktuelle Öffnungszeiten: 10.00 – 17.00 Uhr, täglich außer montags

Museumsberg

Museumsberg
Museumsberg 1
24937 Flensburg
Tel.: 0461 – 852956
museumsberg@flensburg.de
https://www.museumsberg-flensburg.de/

Kopf in den Sand in Sachen E-Scooter

E-Scooter auf dem Gehweg in der Burgstraße

Bündnis solidarische Stadt und WIR in Flensburg kritisieren politische Debatte zum Thema E-Scooter und die Beschlussfassung der Ratsversammlung am 30.09.2021.

Die hatte gestern nach langer Diskussion um Zuständigkeit und Verfahrensweise mit deutlicher Mehrheit (6 Ja-Stimmen, 30 Nein-Stimmen und 2 Enthaltungen) die von Bündnis solidarische Stadt und WiF unter TOP 10 eingebrachte Resolution „Mehr kommunale Steuerungsmöglichkeiten gegenüber EScooterAnbieternabgelehnt.

Dazu die Stellungnahme der beiden Fraktionen:

Wichtig und dringend war es für die Fraktionen Bündnis solidarische Stadt und WiF, den unregulierten Wildwuchs bei den E-Scooter bzw. E-Rollern einzugrenzen. Die anderen Fraktionen ignorierten lieber das Problem und wollten einer Resolution nicht zustimmen.
„Dort, wo die Freiheit des einen aufhört, beginnt die Freiheit der anderen“, so Andreas Rothgänger, Fraktionsvorsitzender der WiF. Dies gilt für uns alle in der Solidargemeinschaft Flensburg. Es gilt gleichermaßen für alle Nutzer:innen von Fahrzeugen. Achtsamkeit, Rücksichtnahme und unser Miteinander sind die Voraussetzungen für die Etablierung innovativer Lösungen und neuer Verkehrskonzepte.

So richtig scheint das bei den E-Scootern noch nicht zu funktionieren. Daher fordern die beiden Fraktionen klare, nachvollziehbare und verbindliche Regelungen zur Nutzung von E-Scootern. Dabei müssen die E-Scooter-Verleiher stärker Mitverantwortung für unser Flensburg tragen.
Der rechtliche Rahmen basiert jedoch auf einer Bundesverordnung, die den Kommunen wenig Spielräume läßt. Daher fordern immer mehr Städte, wie Köln und Hamburg, eine zeitnahe Novellierung dieser Verordnung. Die Resolution zielte an die Adresse der Oberbürgermeisterin und fordert sie auf, sich auf Landes- und Bundesebene den Initiativen anderen Städten anzuschließen und sich im Namen der Stadt  Flensburg für diese Novellierung einzusetzen.

Doch 30 von 38 anwesenden Ratsmitgliedern sahen keine Notwendigkeit dieser von BüsS und WiF eingebrachten Resolution, zu folgen.
„Unabhängig davon, dass die Mehrheit der Politik anscheinend den Kopf in den Sand lieber steckt, die Probleme bleiben bzw. verstärken sich bei einer zunehmenden Anzahl der E-Scooter im Stadtgebiet“, so Andreas Zech vom Bündnis solidarische Stadt.

Oft werden E-Scooter achtlos auf den Gehwegen abgestellt und bilden damit ein gefährliches Hindernis. Unfälle mit Personenschaden und anschließender „Fahrerflucht“ hat es bereits in Flensburg gegeben. Es entwickelt sich darüber hinaus zunehmend eine Kultur diese Fahrzeuge möglichst spektakulär abzustellen.
Diese Entwicklungen hält die eindeutige Mehrheit der Flensburger Ratsfraktionen noch nicht für besonders besorgniserregend. Im Gegenteil, sie wollen weder verstärkt die Ordnungswidrigkeiten ahnden noch die Betreiberfirmen stärker in die Pflicht nehmen. Auch das Beschwerdemanagement will man lieber den Unternehmen überlassen, statt sich bei Beschwerden eine Kontrollmöglichkeit zu sichern. Stattdessen wollen diese Fraktionen lieber Daten sammeln und erst im Lauf des kommenden Jahres eventuell entscheiden.

„Vor dem Hintergrund der Erfahrungen aus anderen Städten hätten wir uns gewünscht, dass vor der Einführung der E-Scooter in Flensburg ein Evaluationsverfahren entwickelt wird und mit den Erfahrungen anderer Städte hätte es wunderbar gelingen können ein individuelles Vorgehen für Flensburg zu entwickeln“, sagt der Fraktionsvorsitzende der WiF.
„Wir unterstützen grundsätzlich die zusätzliche Möglichkeit E-Scooter als Verkehrsmittel zu nutzen. Die Nutzungsbereitschaft für dieses neue Verkehrsmittel steigt und damit auch die Probleme, die wir als Kommune in den Griff bekommen müssen. E-Scooter können sich zu einem Mobilitätsbaustein für Flensburg entwickeln, vorausgesetzt dass ein verbindlicher Rahmen geschaffen wird“, so Ratsherr Andreas Zech.
„Daher verfolgten wir mit unserer Resolution (RV-123/2021) das Ziel mehr Steuerungsmöglichkeiten für die Stadt Flensburg in Zukunft herstellen zu könne. Schade, denn mit der Entscheidung der Ratsversammlung wurde mal wieder eine Chance vertan“, so Zech abschließend.

FILMPREMIERE am 10. Oktober auf youtube: Zeit der Verleumder

Eine ideologiekritische Intervention

Dokumentarfilm von Dror Dayan und Susann Witt-Stahl, Deutschland 2021

Mit Moshe Zuckermann, Rolf Becker, Jackie Walker, Ali Abunimah, Moshé Machover, Judith Bernstein, Esther Bejarano u.a.

»Der Rechtstrend in der westlichen Welt hat bizarre Erscheinungsformen. Linke werden als ›Nazis‹, jüdische Antifaschisten als ›Verräter‹ diffamiert«, hieß es in dem Aufruf zu einer Konferenz mit dem Titel »Zur Zeit der Verleumder« – in Anlehnung an ein Gedicht des österreichischen Schriftstellers Erich Fried. Am 10. Februar 2018 waren deutsche, israelische, palästinensische, britische und US-amerikanische Wissenschaftler, Publizisten, Künstler und politische Aktivisten in Berlin zusammengekommen und haben vor rund 250 Besuchern die ideologische Instrumentalisierung von Juden, dem Judentum und der jüdischen Katastrophe für die Legitimierung von rechter Machtpolitik, Antikommunismus, Geschichtsrevisionismus und (antimuslimischem) Rassismus analysiert. Eingeladen zu der Konferenz hatte das Projekt Kritische Aufklärung – ein Zusammenschluss für Ideologiekritik, der im Sommer 2017 von deutschen und israelischen Marxisten ins Leben gerufen worden war.

Bereits Anfang der 1980er-Jahre hatte Erich Fried die Stigmatisierung jüdischer Linker als »rote Antisemiten« durch »Sprecher des Westens« angeklagt. Was seinerzeit mit wütenden Polemiken begann, ist heute zu einem Komplex aus Rufmordkampagnen und Sanktionen ausgewachsen, die aus den etablierten Parteien und der AfD, sogar von »Antisemitismusbeauftragten« der Bundes- und Landesregierungen, von christlichen Fundamentalisten, von neokonservativen »Antideutschen« und von »Antinationalen« initiiert oder gefördert und von etablierten Medien propagiert werden. Dabei wird selbst vor Opfern des Naziterrors nicht mehr haltgemacht (beispielsweise wurde die Auschwitz-Überlebende Esther Bejarano von einer »Antifagruppe« als Unterstützerin des »antisemitischen Vernichtungskampfs der Hamas« verleumdet).

Der Großteil der deutschen Linken schweigt bestenfalls zu diesem bedrohlichen Treiben und begeht damit einen Verrat, der unweigerlich einer Kapitulation vor dem deutschen Großmachtstreben, der bellizistischen Regimechange-Politik der NATO, der mörderischen Aggression gegen Flüchtlinge und andere Migranten gleichkommt und irrationale kulturkämpferische bis antisemitische Welterklärungsmodelle sowie Islamophobie fördert. »Nicht zuletzt«, so das Projekt Kritische Aufklärung, »sind die damit einhergehende Inflationierung des Antisemitismusvorwurfs und die Entleerung und Verdinglichung des kategorischen Imperativs ›Nie wieder!‹ untrügliche Zeichen der Auflösung linker Fundamentalopposition und der Errungenschaften des historischen Materialismus.«

Der Film »Zeit der Verleumder« dokumentiert Höhepunkte und zentrale Thesen der Konferenz. Ergänzt werden die Szenen durch Interviews, umfangreiches Recherchematerial, Fotos und Videos, darunter auch bislang unveröffentlichte Aufnahmen einer Lesung von Erich Fried aus dem Jahr 1988. Der Film ist Esther Bejarano gewidmet, die mit einer mahnenden Grußbotschaft mitgewirkt hat und am 10. Juli 2021 im Alter von 96 Jahren verstorben ist.

102 Minuten, Deutsch/Englisch mit deutschen Untertiteln

© 2021 Dror Dayan und Susann Witt-Stahl

»Diese Konferenz kam zur rechten Zeit«     Ken Loach, Filmregisseur

PREMIERE »ZEIT DER VERLEUMDER«

10. Oktober 2021, 18 Uhr

Youtube: Projekt Kritische Aufklärung

Direkt im Anschluss diskutieren Moshe Zuckermann, Rolf Becker und die Filmemacher mit dem Publikum

DIE FILMEMACHER

Dror Dayan, geboren 1981 in Jerusalem, ist Filmemacher, Filmwissenschaftler und politischer Aktivist. Er lehrt Dokumentarfilm und Medienproduktion an der John-Moores-Universität in Liverpool, ist Regisseur von zwei Dokumentarfilmen sowie mehreren Kurzfilmen und engagiert sich in Palästina-Solidaritätskampagnen und in der antikapitalistischen Klimabewegung.

Susann Witt-Stahl arbeitet als Journalistin, Autorin und Kulturredakteurin in Hamburg und Berlin. Sie hat für Tageszeitungen und Magazine aus dem Nahen Osten und anderen Krisengebieten berichtet. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind: Ideologiekritik des Neoliberalismus, der Rechtsentwicklung in den westlichen Gesellschaften, der Kulturindustrie und regressiver Tendenzen in der Linken. Dazu hat sie diverse Bücher und Essays veröffentlicht.

Film-Trailer:

Homepage Projekt Kritische Aufklärung: projektkritischeaufklaerung.de

AUSSCHNITTE

I. (Anti-)Deutsche Zustände: www.youtube.com/watch?v=ke7RVKENj

II. Erich Fried: www.youtube.com/watch?v=ryJiuiBn69M&t=6s

III. Israel und die internationale Rechte: www.youtube.com/watch?v=IJ40gJaymgE

WEITERE INFORMATIONEN

Nach der Premiere wird es in mehreren deutschen Städten Aufführungen geben. Die Termine stehen bislang noch nicht fest.

Eine englische Version des Films für das internationale Publikum ist in Arbeit. Die Premiere ist für Winter 2021/22 geplant.

TRAILER »ZEIT DER VERLEUMDER«
Youtube: youtu.be/RmdtBu4J0Mw
Homepage Projekt Kritische Aufklärung: projektkritischeaufklaerung.de

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Wohnen im Grünen und in der Stadt?

22 alte Bäume am Marrensdamm sollen der Säge zum Opfer fallen

DKP Flensburg

In wenigen Wohnungen im Stadtgebiet ist es noch möglich, gleichzeitig im Grünen und in der Stadt zu wohnen. Wie lange noch?

Dieser Baum darf wohl noch eine Weile stehen bleiben

Nachdem der Beitrag DKP = Deutsche Klima Partei hier auf dieser Seite erschienen ist, erhielten wir von einem Flensburger Bürger die Information dass die Baumfeinde im TBZ die Fällung von 22 alten Bäumen im Wohngebiet Marrensdamm genehmigt haben sollen.

Diese

Bäume

sollen

fallen

Der Bürger wohnt in diesem Wohngebiet und hatte sich an die Oberbürgermeisterin Simone Lange mit seinem Anliegen gewendet, die Fällung nicht zu genehmigen. Wenn die bestehende Baumschutzsatzung den Erhalt der alten Bäume nicht sicher stellt, dann müsse diese eben so geändert werden, dass sie alte Bäume wirksam vor Fällung schützt. Auf sein Schreiben an die Oberbürgermeisterin hatte ein Herr Heldt geantwortet, dass eine Veränderung der Baumschutzsatzung nicht kurzfristig möglich sei. Eine Veränderung, dass auch jüngere Bäume und…

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