Museumsberg Flensburg: Veranstaltungsprogramm für den Oktober 2021

1.-7. Oktober
Themenwoche Rot
In Rot gekleidete Besucher der Ausstellung „True Colours“
erhalten ein Präsent

Ausstellung „True Colours“: Farbe in Kunst, Literatur und Musik 

Studie für ein Denkmal am Strand, 1972, Harald Duwe

Was ist eigentlich Farbe? Nur Licht in unterschiedlichen Wellenlängen, objektiv messbar, wie Newton meinte? Oder etwas, das durch das subjektive Empfinden des Menschen dessen Psyche beeinflusst, frei nach Goethe? Oder vielleicht beides? Farben machen etwas mit uns, wecken Gefühle, können beruhigen oder anregen, sind Mode, bestimmen den Typ, dienen als Symbol oder als Therapie.
In der Sammlung des Museums spielen Farben eine wichtige Rolle. Der Museumsberg Flensburg lädt ein zu einer Entdeckungsreise, die Einblicke in die Welt der Farbe gibt ‒ „True Colours“ in all ihrer Vielfalt.
Beispiele aus vier Jahrhunderten zeigen, wie Farbe in der Kunstals Hoheitszeichen, als Stimmungsträger oder als Schockeffekt eingesetzt wurde. Beispiele aus dem Impressionismus, Expressionismus und Jugendstil stehen neben solchen aus Pop-Art, Op-Art und Informel. Auch aktuelle Künstler unserer Zeit ließen sich von Farben inspirieren und schufen neue Werke für diese Ausstellung.

Vogue (grün), 2020, Lothar Wildhirth

Einzelnen Farben wird seit der Antike in vielen Kulturen Symbolkraft zugesprochen, man denke etwa an den Purpur, der bei den Römern hohen Würdenträgern vorbehalten war und noch heute in der katholischen Kirche Kardinäle schmückt. Rot als Farbe der Liebe, Lila als Farbe der Frau, Grün als Farbe der Hoffnung, die Reihe wäre endlos fortzusetzen. Selbst in unserer Sprache haben Farben ihren festen Platz: Man wird rot oder man sieht rot, jemand ist einem nicht grün oder zumindest noch grün hinter den Ohren, manch einer wird gelb vor Neid.

Alle Farben vereint in sich der Regenbogen, weshalb ihm seit jeher eine besondere Bedeutung zugeschrieben wurde: Bereits im Alten Testament galt der Regenbogen als Zeichen des Bundes zwischen Gott und den Menschen, die christliche Ikonographie des Mittelalters stellte Gott deswegen gerne auf einem Regenbogen sitzend dar.

Rapsfeld mit Baumgruppe, 2001, Klaus Fußmann

In der nordischen Sagenwelt und der griechischen Mythologie galt der Regenbogen als Brücke zur Götterwelt. In unserer Zeit hat sich die Symbolik verändert, gilt der Regenbogen doch heute als Symbol für Vielfalt (LGBTQ) ‒ und als Symbol der Hoffnung in Corona-Zeiten.

„True Colours“ bietet nicht nur etwas für’s Auge: Ein Audioguide begleitet mit Literatur und exklusiv für die Ausstellung komponierter Musik des Duos PaBaMeTo durch die Farberlebnisse in den Ausstellungsräumen. Das Rahmenprogramm bietet Lesungen und Konzerte, von Klassik über Jazz bis zum Schlager. Workshops und Aktionstage entführen in die Welt der Synästhesie und machen Farben mit allen Sinnen erfahrbar. Noch bis zum 10. Oktober 2021 auf dem Museumsberg zu sehen

Kunstworkshop ROT: Energie-Aufruhr-Leidenschaft

Kunst-Workshop ROT zur Ausstellung „True Colours“ mit Friederike Thomaschki.

 

Am ersten Tag des Workshops wird die Grundfarbe ganz praktisch erforscht, indem wir lose Künstlerpigmente mit Bindestoffen (Aquarell/Acryl) vermengen, um am Entstehungsprozess von Farbe unmittelbar teilzuhaben.
Dabei erfahren wir Grundsätzliches zu den Eigenschaften der einzelnen Farbpigmente, deren Wirkung auf den Menschen, Harmonien und Kontraste mit und zu anderen Farben. Eigene kleine Bildentwürfe entstehen.
Am zweiten Tag dient ein frei gewähltes Ausstellungsstück zur jeweiligen Farbe den Teilnehmenden als Ausgangspunkt einer künstlerischen Auseinandersetzung. Es darf kopiert, interpretiert und frei assoziiert werden.
Auch die Texte und Musikeinspielungen des Audioguides können als spannende Inspirationsquelle dienen.

Wir arbeiten mit gebotenem Abstand an Einzeltischen in der Aula des Museums.

Kursgebühr: 90,- €

Freitag von 16-20 Uhr, Samstag von 11-17 Uhr

Anmeldungen bis zum 17. September 2021 direkt im Museumsberg unter Tel. 0461/85 2956.

Zu Beginn des Kurses ist ein negativer Covid-19-Test vorzulegen.

Sonntag, 3. Oktober, 11.30 Uhr
Gestalter der Moderne
Führung mit Hendrik Heft

Sonntag, 10. Oktober, 11.30 Uhr
True Colours
Führung mit Dennis Fay

Sonntag, 10. Oktober, 11.15 Uhr Aula, Hans-Christiansen-Haus

Kammerkonzert mit Musikern des Schleswig-Holsteinischen Sinfonieorchesters

VVK an der Theaterkasse

Francis Poulenc (1899–1963)
Sonate für Flöte und Klavier (1957)

Michail Iwanowitsch Glinka (1804–1857)
Trio pathétique für Violine, Fagott und Klavier

Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Duo Es-Dur „mit zwei obligaten Augengläsern” WoO 32 für Viola und Violoncello
Sonate für Violoncello und Klavier Nr. 3 A-Dur op. 69

Im ersten Kammerkonzert dieser Spielzeit gibt es neben Beethovens monumentaler Cellosonate A-Dur op. 69, die während seiner Arbeit an der 5. und 6. Sinfonie entstanden ist, auch ein „Duett mit zwei obligaten Augengläsern“ aus der Feder des großen Jubilars zu entdecken. Beethovens oftmals unterschätzter Humor trug mitunter kuriose musikalische Früchte. Für welche Wiener Brillenträger Beethoven dieses nur fragmentarisch überlieferte Duo entworfen hat, ist jedoch nicht bekannt.

Ergänzt wird das Programm durch Francis Poulencs Sonate für Flöte und Klavier, die er 1957 für den bedeutenden Flötisten Jean-Pierre Rampal komponierte und die schnell zu einem Klassiker des Flötenrepertoires avancierte. Das Publikum war begeistert, die Presse überschlug sich, „ein großer melodischer Regenbogen, auf einem bläulichen Grund aus schönen Harmonien“ war nach der Uraufführung in Le Figaro zu lesen.

Michail Glinka war ein begeisterter Anhänger der italienischen Oper. Auf einer drei Jahre dauernden Italienreise freundete er sich 1830 mit Vincenzo Bellini an, dem vielleicht „romantischsten“ Vertreter der italienischen Belcanto-Komponisten. Welch nachhaltigen Eindruck Bellinis unendliche Melodien bei Glinka hinterließen, zeigt sich nicht zuletzt in der weitgespannten Kantilene des langsamen Satzes seines Trio Pathétique.

Besetzung

Mit

Suleika Bauer
Ina Peeken*
Beate Pflüger
Stefanie Schrödl
Cem Aktalay
Andreas Deindörfer
Robert Lillinger

Sonntag, 17. Oktober, 11.30 Uhr
Landschaft in Schleswig-Holstein
Führung mit Dörte Ahrens

Montag, 18. Oktober, 15.00 Uhr
Aufgeweckte Kunstgeschichten
Bildbetrachtung für Menschen mit Demenz
mit Martina Klose-März (nur mit Anmeldung)

Sonntag, 24. Oktober, 11.30 Uhr
Kunst nach 1945
Führung mit Catrin Haufschild

Sonntag, 31. Oktober, 11.30 Uhr
Discovering Dreesen
Ausstellungseröffnung

Ausstellungen:

True Colours
Farbe in der Kunst, Literatur und Musik
noch bis 10. Oktober 2021

Discovering Dreesen
Fotograf, Influencer, Globetrotter
31. Oktober 2021 – 27. Februar 2022

Aktuelle Öffnungszeiten: 10.00 – 17.00 Uhr, täglich außer montags

Museumsberg

Museumsberg
Museumsberg 1
24937 Flensburg
Tel.: 0461 – 852956
museumsberg@flensburg.de
https://www.museumsberg-flensburg.de/

Über akopol

Netzwerk für mehr Öffentlichkeit, Transparenz und Demokratie in Flensburg

Veröffentlicht am 24. September 2021, in Bürgerbeteiligung, Bildung, Flensburg News, Inklusion und Integration, Kultur, Kulturtipps, Soziales, Veranstaltungstipps. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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