Salat, Patriarchat und andere Katastrophen: Eine interaktive Ausstellung zur Theaterwerkstatt Pilkentafel in den 80er Jahren

Im Eckener-Haus

Premiere: 30. September 2021, 20.00 Uhr

Weitere Termine: 01./ 02./ 07./ 08./ 09./ 14./ 15./ 16. Oktober, 20 Uhr

„Das ist so Achtziger!“, heißt es heute gern und dabei schwingt Hohn in dieser Aussage mit, aber auch eine gewisse Sehnsucht. War damals nicht alles etwas greller, bunter, freier und auch mutiger? Menschen, die in den 80er Jahren oder später geboren sind – also nicht viel über diese Zeit wissen – haben die BegründerInnen der Theaterwerkstatt Pilkentafel befragt: Was hat die Arbeit der Theaterwerkstatt damals geprägt? Wie wurde über Umweltschutz nach Tschernobyl gestritten? Wie lebte man zwischen der Angst vor dem Weltuntergang und der Hoffnung auf eine alternative, menschlichere Gesellschaft? Wie rang man um Gleichberechtigung? Wie ging kollektives Arbeiten? Und war man an mancher Stelle nicht schon weiter als heute? Wo lässt sich anknüpfen? Wie voneinander lernen? Gibt es was zu erben und zu vererben? Diese Gespräche sind Grundlage einer performativen Ausstellung im Eckener-Haus voller Erzählungen, Erinnerungen und Erbstücke, die keine historische Wahrheit, auch nicht die (ebenfalls verfälschte) Erinnerung der Beteiligten, sondern die Nacherzählung, Überlagerung, Überschreibung und Anverwandlung einer jüngeren Generation zeigt. Die Theaterwerkstatt findet, dass es hierfür kaum einen geeigneteren Ort, als das Eckener-Haus gibt: Dieses Haus im Zentrum der Stadt versinnbildlicht sehr anschaulich, wie Geschichte überschrieben und überlagert wird. Verschiedenste Epochen und Einrichtungsstile finden hier ihre Entsprechung.Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist logo-pilkentafel.jpg.

Regie und Konzept: Anne Schneider
Raumgestaltung: Lukasz Chrobok
Filme: Karsten Wiesel
Gastgeberinnen: Elisabeth Bohde, Lotta Bohde, Jonas Lage, Torsten Schütte
Gesprächspartnerinnen: Laetitia Lüke, Jonas Lage, Elisa Priester, Svenja Wolff, Felix Worpenberg, Manuel Melzer

Reservierungen sind über die Homepage www.pilkentafel.de möglich.

Frühstück im Eckener-Haus

03.10., 11 Uhr mit Elisabeth Bohde und Torsten Schütte

10.10., 11 Uhr mit Anna Bohde und Elisa Priester

17.10., 11 Uhr mit Simone Lange

Die Theaterwerkstatt Pilkentafel weiß: Es ist zu viel Material für einen Abend in der interaktiven Ausstellung im Eckener Haus. Also bietet sie jeweils am Sonntag bei Kaffee und Croissant die Möglichkeit, sich noch einmal in Ruhe in die Ausstellung zu vertiefen, nachzulesen oder auch mit Elisabeth Bohde und Torsten Schütte zu reden, nachzufragen oder sich selbst zu erinnern.

Am 10.10. kommt Anna Bohde *1980, die ihre Kindheit quasi im Auge des Orkans mitten in den Gründungsbewegungen erlebte, und spricht mit Elisa Priester.

Am 17.10. wird Simone Lange die längst überfällige Tafel für die Töchter der Stadt einweihen (die für die Söhne gibt es ja schon lange) und vielleicht lässt sich auch feiern, dass jetzt eine Frau Oberbürgermeisterin der Stadt ist – in den 80ern schien dies in weiter Ferne.

Über akopol

Netzwerk für mehr Öffentlichkeit, Transparenz und Demokratie in Flensburg

Veröffentlicht am 21. September 2021, in Bürgerbeteiligung, Bildung, Flensburg News, Gender, Inklusion und Integration, Kultur, Kulturtipps, Soziales, Veranstaltungstipps. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: