BUND fordert neue Schwerpunkte für den Landeshaushalt 2022

Artenschutz: BUND fordert Programm „Landwirtschaft der Zukunft 2040“ konsequent umzusetzen – Foto: Jörg Pepmeyer

Umweltverband fordert vorhandene Naturschutz-Programme konsequent umzusetzen

Kiel. Mit einem offenen Brief an Ministerpräsident Daniel Günther, Umweltminister Jan Philipp Albrecht sowie die Mitglieder von Umwelt- und Finanzausschuss mahnt der BUND Landesverband Schleswig-Holstein e. V. vorhandene Programme umzusetzen und fordert, Absprachen zu Klimaschutz, Artenvielfalt und Landwirtschaft einzuhalten.

Erst vor wenigen Wochen sind die 24 gemeinsam von Ministerium, Umwelt- und Naturschutzverbänden sowie Bauernverband erarbeiteten Thesen „Landwirtschaft der Zukunft 2040“ veröffentlicht worden. „Die nun anstehenden Beratungen zum Landeshaushalt 2022“, fordert Dr. Claudia Bielfeldt, Landesvorsitzende des BUND Schleswig-Holstein, „müssen die Weichen neu stellen für wirksamen Klima- und Artenschutz sowie für eine Landwirtschaft der Zukunft. Der Landeshaushalt zeigt wie kaum ein anderes Instrument der Regierung, ob Worte in Taten umgesetzt werden. Er ist ein Spiegel für die wirklichen Ziele einer Regierung und beweist, wofür Finanzmittel und Personal eingesetzt werden.“

Die in den 24 Thesen beschriebene Landwirtschaft der Zukunft kann in absehbarer Zeit nur erreicht werden, wenn ähnlich entschlossen Mittel und Personal bereitgestellt werden, wie im „Programm Nord“ vor über 50 Jahren. Nur so können große Veränderungen in der Landnutzung und der gesamten landwirtschaftlichen Produktion durchgeführt werden. Sie sind notwendig, um sauberes Trinkwasser zu gewährleisten, unbelastete Flüsse und Seen wieder herzustellen, und um die Klimagasemissionen von über 100.000 Hektar entwässerter Moore zu stoppen. Bedroht sind durch die bisherige Wirtschaftsform neben dem Klima Tausende von Tier- und Pflanzenarten – und nicht zuletzt zahlreiche bäuerliche Existenzen.

Viele Bauern und Bäuerinnen haben sich schon auf diesen Weg gemacht. Alle brauchen die Unterstützung von Staat und Gesellschaft – und neue Zukunftsperspektiven.

Der BUND appelliert in seinem offenen Brief an alle Landtagsabgeordnete nun auch in diesem Sinne zu handeln: Hier geht es um Glaubwürdigkeit als Basis jeden Vertrauens.

Die 24 Thesen des Dialogs „Landwirtschaft der Zukunft 2040“ sind in einem intensiven Beteiligungs- und Abstimmungsprozess zwischen dem Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Naturschutz und Digitalisierung (MELUND), dem Bauernverband, Naturschutzverbänden und weiterer InteressenvertreterInnen zustande gekommen. Die Biodiversitätsstrategie des MELUND zum Erhalt der Artenvielfalt wurde ebenfalls intensiv diskutiert und liegt dem Landtag zum Beschluss vor.BUND

Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)

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Veröffentlicht am 14. September 2021, in Ökologie, Daten und Zahlen, Flensburg News, Wirtschaft. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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