Busfahren in Flensburg an jedem letzten Freitag im Monat kostenlos

Politischer Beschluss wird umgesetzt

Flensburg. Erstmals am Freitag, 27. August 2021 ist die Fahrt mit den Stadtbussen der Aktiv Bus Flensburg GmbH kostenlos. Praktisch bedeutet dies, dass für Fahrten auf den Stadtbuslinien keine Einzelfahrscheine, Tageskarten oder Streifenkarten benötigt werden. Damit setzt das kommunale Unternehmen gemeinsam mit der Verwaltung einen politischen Beschluss um, den mehrere Ratsfraktionen initiiert hatten und den der Hauptausschuss in seiner Juni-Sitzung gefasst hatte.
Diese Initiative hat das Ziel, Fahrgäste für den Busverkehr zurückzugewinnen, die wegen der Pandemie auf das Busfahren verzichtet hatten, und darüber hinaus auch neue Kunden für den öffentlichen Nahverkehr zu interessieren. Die Kosten werden von der Stadt Flensburg übernommen.
Stadtrat Stephan Kleinschmidt freut sich über diesen politischen Vorstoß: „Alte Kunden zurückzugewinnen und neue vom Busfahren zu überzeugen, dient nicht nur unserem Verkehrsunternehmen, sondern auch dem Klimaschutz, wenn mehr Menschen vom Auto auf den Bus umsteigen.“
Aktiv Bus hatte bereits zu Beginn der Pandemie die Busse an die notwendigen Hygieneregeln angepasst. Durch die Trennscheibe zum Fahrpersonal, das Installieren von Desinfektionsspendern, die Einstiegsmöglichkeit über die hinteren Türen und das häufige Öffnen der Türen an den Haltestellen wurde auch wissenschaftlich nachweisbar ein geringeres Infektionsrisiko erreicht.
Die Aktion findet über den Zeitraum eines Jahres jeweils am letzten Freitag des Monats bis letztmalig am 29. Juli 2022 statt.

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Veröffentlicht am 23. August 2021, in Bürgerbeteiligung, Flensburg News, Soziales, Wirtschaft. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 4 Kommentare.

  1. Kerstin Sabine

    Moin – ich bin gerade zu Besuch in Berlin und staune, die trauen sich und verwandeln eine der beliebtesten und ehemals gefährlichsten Straßen im Kreuzberger Kiez zur Radfahrstraße. Die andere Straßenhälfte wird jetzt ausschließlich von KFZ’s von Anwohnern und Lieferanten befahren. Da ließe sich die „Hauptstadt“ zum Vorbild nehmen.

    Den Krampf mit den E-Lastenrädern verstehe ich nicht, wieso werden E-Autos mit Tausenden von Euro vom Staat – also von uns allen- gesponsert, aber wieso gibt es keine Förderung von E-Bikes und E-Lastenrädern? Auch auf dem Land und in kleinen Städten muss es möglich und finanzierbar werden, sich ohne eigenes Auto von A nach B zu bewegen. Geförderte E-Bikes, E-Velomobile und vor allen Dingen der Ausbau eines kostengünstigen, oft getakteten Nahverkehrs sind dafür unabdingbar.

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    • Hier ist sehr viel über „mobile Geräte“ die Rede, die nur dann Mobile sind, wenn man sie durch „eigenes Treten“ auch fortbewegen kann.

      Deshalb möchte ich noch einmal auf einen Wunsch von Margrit eingehen. Sie fragte nach einer sozialen Komponente, wie es denn wäre, wenn Menschen mit Einschränkung od. mit Behinderung, denen ein Merkmal (Buchstabe) für kostenlose Beförderung fehlt, oder über keine Grundsicherung verfügen können und denen das Geld für kostenpflichtigen ÖPNV einfach fehlt.
      Ich hatte das in meinem 1. Kommentar als Grauzone bezeichnet. Tatsächlich sollte es eine soziale Staffelung nach Einkommen geben und auch freizügige, das heißt, ohne bürokratische Hemmnisse und viele Nachweise.

      Margrit hat ja auf die seelischen Nachteile von fehlender Teilhabe durch Immobilität hingewiesen, obwohl dauernd öffentliches Geld für Schmarotzer zur Verfügung steht, die dauern gefördert werden und sich E-Autos leisten können – und hier neuestens auch noch überflüssige Förderung für E-Bikes und E-Lastenrädern gefordert werden. Wer so etwas haben möchte, kann sein Auto ja verkaufen.

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  2. Danke für Ihren Kommentar.
    Insbesondere auf den Hinweis, dass es eben diese so oft vorkommende und ebenso verschwiegene „Grauzone“ gibt.
    Die Behinderung ist nicht schwer genug um die Buchstaben „G“, „aG“, „H“, „Bl“ oder „Gl“ festgestellt zu bekommen.

    Nur der Ausweis mit einem orangefarbenen Flächenaufdruck ist ein Ausweis für die unentgeltliche Beförderung im Personennahverkehr.

    Die „Grauzone“ für Grundsicherung existiert genau so oft: Wenige Euros über einem, vom Amt definierten Existenzminimum, lässt alle im Regen stehen.

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  3. wie wäre es auch für behinderte ohne Buchstaben und Grundsicherung eine Möglichkeit zu finden vergünstigt zu fahren mit dem bisschen was Mann hat sind 52 Euro für Monatskarte nicht drin sie zu kaufen ,also bleibt Mann ausgegrenzt weil Mann zuhause bleiben Muss, keine kontakte pflegen kann ,Psyche leidet Demenz. Danke

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