Keine Marine-Aufträge für die Flensburger Werft

SSW: Ein schwarzer Donnerstag für die Metallindustrie und Schleswig-Holstein

Der Flensburger SSW-Landtagsabgeordnete Christian Dirschauer zur Entscheidung der Politik in Berlin, vorerst keine Marine-Aufträge an die FSAG in Flensburg zu vergeben:

csm_werft_flensburg_a6739be8e9„Wochenlang setzten die Kolleginnen und Kollegen der Flensburger Werft FSG auf einen Marine-Auftrag zum Bau eines Tankschiffes.“ Christian Dirschauer weiter: „Ich war selbst mehrmals auf der Werft, um für faire Wettbewerbsbedingungen zu demonstrieren. Die Werft hat schließlich schon gezeigt, dass sie auch für die Marine Schiffe bauen kann und möchte daran anschließen. Über alle Fraktionen hinweg hat sich die hiesige Politik in Berlin für die FSG stark gemacht. Nun steht fest, dass die Bremer Lürssen-Werft beide Schiffe bauen wird. Flensburg geht also leer aus. Das ist schlimm. Berlin hat eine Chance vertan, zumindest einen Neubauauftrag nach Flensburg zu vergeben. Ich bin sehr besorgt, wie es jetzt für die Flensburger Werft weiter gehen wird. Die Auftragsbücher sind nämlich leer. Qualifizierte Arbeitsplätze stehen auf der Kippe. Mit den schlechten Nachrichten von Caterpillar in Kiel ist das für die Metallindustrie und Schleswig-Holstein ein schwarzer Donnerstag.“

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Veröffentlicht am 8. Juli 2021, in Daten und Zahlen, Flensburg News, Wirtschaft. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 3 Kommentare.

  1. Keine Kriegsschiffe in Flensburg bauen = Freudentag für Flensburg:
    Wir brauchen keine Kriegswerft!
    Wir können doch stolz sein auf unsere zivile Werft, die Fähren produzierte und keine Zerstörer. Die Delegierten des IG Metall Gewerkschaftstages haben mit überwältigender Mehrheit verstärkte Initiativen für Abrüstung und Rüstungskonversion beschlossen und unterstützen deshalb die Petition »Abrüsten statt Aufrüsten«. Eine klare Positionierung der Gewerkschafter/innen.
    Eine Fähre zu bauen für eine sichere Überfahrt über das Mittelmeer, daß dort keine Kriegsflüchtlinge mehr ertrinken müssen, wäre eine lebensrettende Aufgabe für die Flensburger Werft.
    Wir brauchen keine Kriegsschiffe. Die Steuergelder benötigen wir für ein funktionierendes Gesundheitswesen, daß auch in Pandemiezeiten ausreichend Gesundheitspersonal finanziert wird. Verdoppelung des pädagogischen Personals heißt nicht Wechselunterricht, sondern grundsätzlich kleine Klassen. Da die Profitrate im Bildungs- oder Gesundheitswesen geringer ist als in der Rüstungsproduktion, kann dort mit derselben Steuergeldmenge ein Vielfaches an Arbeitsplätzen geschaffen werden. Rüstungsproduktion ist einfach schädlich für Flensburg.
    Dass Christian Dirschauer als Repräsentant des SSW wie zuvor schon Michael Schmidt als örtkicgher Repräsentant der IG Metall Flensburg zum Interessenvertreter eines Lumpenproletariats macht, das keine Hemmungen hat, für ein paar Euro Billiglohn Kriegswaffen herstellen zu wollen, die den Steuerzahler Milliarden kosten, disquelifiziert des SSW als Friedenspartei. „God mindretalspolitik er fredspolitik“ war vor kurzem eine Überschrift in der Flensborg Avis. Christian Dirschauer hat es in der Flensborg Avis wohl nicht gelesen oder zumindest nicht verstanden. Stattdessen macht er Kriegspolitik, wenn er die Aufrüstung nach Flensburg holen will. Im Krieg am Tod anderer Menschen mitverdienen zu wollen ist doch einfach widerlich.

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  2. Heinrich Hansen

    Guto so!
    Sollen die eben E-Autos oder Schaukel-Pferde bauen!

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