Archiv für den Tag 22. Juni 2021

Gemeinsam gegen Wiesenhof – PHW ade! Online-Infoveranstaltung für Hamburg und Schleswig-Holstein am 29.06. um 19 Uhr

Banner1-2048x784Vom 12. bis 17. Juli ruft das Bündnis Gemeinsam gegen die Tierindustrie zu einem Protestcamp und einer Massenaktion zivilen Ungehorsams in Niedersachsen auf. Dort hat die PHW-Gruppe ihren Unternehmenssitz: bekannt als Marke Wiesenhof ist PHW der größte deutsche Geflügelzüchter und -verarbeiter.

PHW und die Tierindustrie verzeichnen Rekordumsätze und Wachstumsraten, während die Arbeiter*innen in den Betrieben unter menschenunwürdigen Bedingungen schuften müssen, der Amazonas unaufhörlich für neue Futtermittelflächen brennt und den Klimawandel anheizt, und Undercover-Recherchen in Tierfabriken wieder und wieder entsetzliche Bedingungen zum Vorschein bringen. Das ist ein Skandal!

Wir sagen: Schluss damit! Kommt zum Camp und protestiert gemeinsam mit uns gegen die Tierindustrie. Bei der Veranstaltung erfahrt ihr genaueres über das Bündnis sowie alle wichtigen Infos zu Camp und Massenaktion! Es wird auch genügend Raum für eure Fragen geben!

Was: Info- und Mobiveranstaltung für Camp und Massenaktion vom 12.-17.Juli

Wann: Dienstag, 29.06.2021, 19 Uhr

Wo: Online. Link wird in Kürze hier veröffentlicht: https://www.tierbefreiung-hamburg.org/archives/2605

Weitere Infos auf: https://gemeinsam-gegen-die-tierindustrie.org/

Klimaschutzgesetz: Paritätischer und BUND kritisieren Eckpunkte der Großen Koalition als halbherzig

Berlin, 22. Juni 2021. SPD und Union haben sich auf Eckpunkte bei der Reform ihrer Klima- und Energiepolitik verständigt. BUND und Paritätischer kritisieren die Vorschläge als klimapolitisch unambitioniert. Zudem fehle jegliche sozialpolitische Flankierung..

Die von der Großen Koalition vereinbarten Eckpunkte für eine Reform der Klima- und Energiepolitik stoßen auf deutliche Kritik von Paritätischem Wohlfahrtsverband und dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). So seien die Vorschläge klimapolitisch unambitioniert, zudem fehle jeglicher sozialer Ausgleich. Echter gesellschaftlicher Umbau sei nur möglich, wenn man ökologischen Umbau, Naturschutz, Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit zusammen denke. Ohne soziale Komponenten zur Flankierung eines Klimaschutzgesetzes, von der Grundsicherung bis zum Wohnen, drohe eine neuerliche Vertiefung der sozialen Spaltung in unserem Land, warnen die Verbände.

“Es ist schon bezeichnend, dass jedwede sozialpolitische Flankierung fehlt. Natur- und Umweltschutz und eine echte sozial-ökologische Wende funktionieren nur dann, wenn alle Menschen mitgenommen werden und niemand zurückgelassen wird. Das ist nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, sondern auch der Vernunft. Ein Klimaschutzgesetz, das soziale Fragen ignoriert, ist von vorneherein zum Scheitern verurteilt. Es wird keine Mehrheit in der Bevölkerung finden”, so Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands. “Es wäre fatal, wenn am Ende Umweltschutz- gegen Sozialpolitik ausgespielt werden. Es geht nur zusammen – sozial und ökologisch und daher dulden wir auch keine halbherzigen Kompromisse weder sozial noch ökologisch”, so Schneider.

BUND-Vorsitzender Olaf Bandt: “Auch mit der Eckpunkte-Einigung fehlt es an Maßnahmen, die die neuen Klimaschutzziele erreichbar machen.. Diese Bundesregierung überlässt diese Aufgabe der nächsten.. Damit verliert der Klimaschutz wichtige Monate. Gleichzeitig zerredet Unions-Kanzlerkandidat Laschet wichtige Klimaschutz-Maßnahmen wie einen höheren CO2-Preis. Union und SPD schaffen aktuell keine Einigung zur Aufteilung eines höheren CO2-Preises zwischen Mietern und Vermietern, verständigen sich aber auf eine finanzielle Entlastung von betroffenen Unternehmen. Das ist klimaschädlich und unsozial.”

Der Paritätische hat zusammen kürzlich mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) die “Zukunftsagenda für die Vielen” vorgelegt, ein politisches Programm für den konsequenten Aufbruch in eine ökologisch und sozial gerechte Republik. In dem detaillierten Forderungskatalog fordern die Verbände ein entschlossenes Umsteuern der Politik, um unter anderem das 1,5 Grad-Klimaziel zu erreichen, sowie flankierende Maßnahmen für soziale Sicherheit und die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Unter anderem sprechen sie sich etwa für eine Anhebung des CO2-Preises auf zunächst 50 Euro pro Tonne aus bei voller Rückgabe an die Bevölkerung über einen Pro-Kopf-Ökobonus.

Mehr Informationen zu den Forderungen des Paritätischen für eine sozial-ökologische Transformation finden sich auch auf der Schwerpunktseite des Paritätischen zum Thema Klimaschutz.

Der Paritätische

Der Paritätische – Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege (der-paritaetische.de)

BUND

 

Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)

Neustart der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein in sozialen Medien

Tipps für den Alltag und Schaufenster der Interessenvertretung

Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein (VZSH) hat ihre Social-Media-Kanäle neu aufgestellt. Nachrichten zu Verbraucherthemen für Journalisten und Multiplikatoren sowie Statements zu verbraucherpolitischen Fragen
bietet die VZSH auf Twitter. Auf den VZSH-Kanälen auf Facebook, Instagram und Mastodon finden Interessierte Tipps, Anregungen und Warnungen für den Alltag.

Mit dem Relaunch der Social-Media-Kanäle geht die VZSH einen weiteren Schritt in Richtung Digitalisierung und erschließt sich strategisch neue Wege, um Menschen in ihrem Alltag zu erreichen und zu begleiten. „Unser Auftrag als Verbraucherzentrale ist es, allen Menschen in Schleswig-Holstein leicht zugängliche und gut verständliche Informationen über Verbraucherthemen anzubieten. Zudem legen wir Wert darauf, dass Interessierte sich mit uns über Themen austauschen können, die sie bewegen“, sagt Stefan Bock, Vorstand der VZSH.

Videos, Infografiken und Fotos als Anregung zum Mitreden

Der Instagram-Kanal der VZSH dient als erste Anlaufstelle für junge Verbraucher. Sie finden dort viele Tipps für Menschen, die gerade in ein eigenständiges Leben starten. Dazu gehören rechtliche Fragen rund um die erste eigene Wohnung und Verträge ebenso wie Tipps zu Geld und Nachhaltigkeit. Kurze, faktenbasierte Videos, Infografiken und Fotos sollen zum Mitreden und Weitersagen anregen. Auf Facebook adressiert die VZSH vor allem die Menschen, die mitten im Leben stehen: Familien, alleinstehende Erwachsene und Senioren. In den täglichen Posts geht es um Alltags- und Veranstaltungstipps sowie Ernährung, Finanzen und Verbraucherrechte. Darüber hinaus liefert die VZSH auf allen Kanälen Aktuelles zu Produkt-, Lebensmittel- oder Phishing-Warnungen. Die Reaktionen zeigen, dass diese Angebote gut angenommen werden. Seit dem Neustart Anfang April 2021 verzeichnet die VZSH steigende Reichweiten und zunehmend Fragen und Kommentare von Nutzern.

Schaufenster der verbraucherpolitischen Interessenvertretung

Neuigkeiten aus der Verbraucherpolitik teilt die VZSH mit Journalisten und Multiplikatoren auf Twitter und Mastodon. „Unsere Fachleute berichten dort über unsere Interessenvertretung und nehmen Stellung zu aktuellen Fragen der Verbraucherpolitik“, so Stefan Bock. Auf der Plattform Mastodon bietet die VZSH alle Informationen auch über einen unabhängigen Kanal an. Mastodon funktioniert dezentral, ist frei von Werbung und betreibt kein Tracking. Hinter dem Neustart auf Twitter, Mastodon, Facebook und Instagram steht Social-Media-Managerin Lisa Strobel (28). Als ausgebildete Multimedia-Producerin mit Berufserfahrung im Social Media Management bringt sie das Fachwissen für die strategische Weiterentwicklung der VZSH in der digitalen Welt ein und betreut alle Kanäle der Organisation.

Landesdelegiertenversammlung des BUND Schleswig-Holstein

Kiel. Bei tropischen Temperaturen trafen sich am Samstag, den 19. Juni rund 60 Delegierte aus dem ganzen Bundesland, um über aktuelle Themen des Landesverbands zu diskutieren, Positionen neu zu besetzen und Satzungsänderungen zu beschließen.

Dabei wurden zwei Ehrenamtler für ihr besonderes langjähriges Engagement geehrt: Lothar Thormählen führte den Verband von 1987 bis 1994 als Schatzmeister aus einem finanziellen Tief und begleitete ihn in dann wieder seit 2009 in gleicher Funktion. Nun wurde er mit einer emotionalen Ansprache der Landesvorsitzenden Dr. Claudia Bielfeldt in den „Ruhestand“ entlassen. Zum neuen Schatzmeister wurde einstimmig Michael Ollrogge aus Quickborn gewählt. Auch Tagungspräsident Klaus Georg wurde für sein jahrelanges leidenschaftliches und vielfältiges Engagement etwa als Datenschutzbeauftrager des Landesverbands geehrt.

Im Anschluss an die Laudationen schilderte Projektleiter Dr. Andreas Schmidt eindrucksvoll die geplanten Umbaumaßnahmen des Neustädter Umwelthauses, welches innerhalb der nächsten Jahre zu einem Leuchtturm der Umweltbildung an der Ostsee werden soll. Direkt am Strand gelegen, wird der als Passivhaus geplante Neubau mit Fördermitteln des Bundes realisiert: Neben Beherbergungszimmern für zwei Gruppen sowie Seminar- und Schulungsräumen für die Umweltbildung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen sind auch Wohnräume für die Freiwilligen des Ökologischen Jahrs geplant. Schmidt erläuterte den interessierten Delegierten ausführlich die geplanten Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien, wie Solarthermie, Photovoltaik und Erdwärme. Das seit fast 30 Jahren bestehende Umwelthaus soll ein Vorzeigeprojekt werden, wie bereits Schleswig-Holsteins Umweltminister Jan Philipp Albrecht Anfang Juni bei einem Besuch des Hauses feststellte.

Auf der Landesdelegiertenversammlung wurde zudem ein neuer Finanzausschuss gewählt, in dem zukünftig Fait Strakerjahn, Lothar Thormälen, Willi Hildebrandt und Dietmar Ulbrich für den Verband tätig sein werden. Für den Ausschuss Natur und Umweltpolitik wurden Gerd Simon, Martin Redepenning, Pia Turowski, Heinz Klöser, Rainer Borcherding, Norbert Pralow, Reinhard Schmidt-Moser und Joachim Schwarz gewählt. Als Bundesdelegierte werden sich in den kommenden Monaten Dr. Claudia Bielfeldt, Carl-Heinz Christiansen, Heinz Klöser und Gerd Simon für den Landesverband stark machen. Nachdem der Haushalt 2020 entlastet wurde, dem Haushaltsplan 2021 zugestimmt und die Satzungsänderung der BUNDjugend beschlossen wurde, endete das harmonische und konstruktive Zusammensein. Die knapp sechzig anwesenden Delegierten waren sehr erfreut, dass nach Monaten der physischen Abstinenz endlich wieder ein Treffen in Persona – wenn auch unter strengen Corona-Regeln – stattfinden konnte.

Der BUND ist einer der führenden Natur- und Umweltverbände in Deutschland. Der Landesverband Schleswig-Holstein konnte im vergangenen Jahr auf sein 40-jähriges Bestehen zurückblicken. Damit ist der Verband einer der ältesten in Deutschland und als politisches Sprachrohr des Natur- und Umweltschutzes bestens etabliert.

Freiheit für Julian Assange! – Mahnwache am 26.06.2021 in Flensburg

Whistleblower / Enthüller / Aufdecker schützen!

Die Flensburger Gruppe „Freiheit für Julian Assange“ lädt ein zur Mahnwache :

am Samstag, den 26.06. um 12 Uhr in der Großen Str. (Höhe Ossietzky-Buchhandlung)

Im Piper-Verlag ist vor kurzem das Buch von Nils Melzer „Der Fall Assange“ erschienen

Einer der größten Justizskandale aller Zeiten

Mit dem „Afghan War Diary“ veröffentlicht WikiLeaks 2010 das größte Leak der US-Militärgeschichte, mitsamt Beweisen für Kriegsverbrechen und Folter. Kurz danach verdächtigt Schweden WikiLeaks-Gründer Julian Assange der Vergewaltigung, und ein geheimes US-Schwurgericht ermittelt wegen Spionage. Als ihn Ecuador nach jahrelangem Botschaftsasyl der britischen Polizei überstellt, verlangen die USA sofort seine Auslieferung und drohen mit 175 Jahren Haft.
Nils Melzer, UNO-Sonderberichterstatter für Folter, will sich zunächst gar nicht auf den Fall einlassen. Erst als er Assange im Gefängnis besucht und die Fakten recherchiert, durchschaut er das Täuschungsmanöver der Staaten und beginnt den Fall als das zu sehen, was er wirklich ist: die Geschichte einer politischen Verfolgung. An Assange soll ein Exempel statuiert werden – zur Abschreckung aller, die die schmutzigen Geheimnisse der Mächtigen ans Licht ziehen wollen.
Dieses packende Buch erzählt erstmals die vollständige Geschichte von Nils Melzers Untersuchung.

€ 22,00 [D], € 22,70 [A]
Mitautor: Oliver Kobold
336 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
EAN 978-3-492-07076-8

Weitere Quellen und Infos:

wikipedia Julian Assange: https://de.wikipedia.org/wiki/Julian_Assange

Mathias Bröckers / www.broeckers.com
Nils Melzer / UN Sonderbericherstatter

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