Ministerbesuch im BUND Umwelthaus in Neustadt

Minister Jan Philipp Albrecht: BUND Umwelthaus in Neustadt ist wichtiger Baustein für die Bildung für nachhaltige Entwicklung in Schleswig-Holstein

Am Montag, den 31. Mai 2021, besuchte der schleswig-holsteinische Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung, Jan Philipp Albrecht das BUND-Umwelthaus in Neustadt, um sich über das Umwelthaus-Projekt und den anstehenden Ausbau zu informieren.

Das Umwelthaus wurde 1992 als umweltpädagogische Einrichtung und außerschulischer Lernort für Schulklassen gegründet und ein Jahr später vom BUND für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Landesverband Schleswig-Holstein (BUND-SH) als alleiniger Betreiberin übernommen. Seit 2005 ist das Umwelthaus als Bildungseinrichtung für Nachhaltigkeit zertifiziert.

2021-05-31_BUND_Minister Albrecht besichtigt Umwelthaus Neustadt

Von links nach rechts: Antje Weise (Leiterin Stadtbauamt Stadt Neustadt i.H.), Mirko Spieckermann (Bürgermeister Stadt Neustadt i.H.), Jürgen Leicher (Stellvertretende Landesvorsitzende des BUND-SH), Marlies Fritzen (MdL), Jan Philipp Albrecht (Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein), Dr. Claudia Bielfeldt (Landesvorsitzende des BUND-SH), Dr. Andreas Schmidt (BUND-Umwelthaus Projektleiter), Heiner Woller (Geschäftsführer BUND-Umwelthaus Neustadt i.H. gGmbH), Iris Bruhn (Kreis Fachberaterin Zukunftsschule.SH und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und abgeordnete Lehrerin am Umwelthaus), im Hintergrund die Klasse 2a der Paul-Gerhardt-Schule Lübeck auf dem Weg zum Keschern im Rahmen des Ostseeprogramms des BUND-Umwelthaus betreut durch Svenja Beilfuß (BUND-SH, hinten rechts) Foto: © BUND SH  

Neben den Hauptthemen wie Umwelt-, Natur- und Klimaschutz gehört auch das Thema „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE), zu den Aufgaben des Ressorts des Ministeriums. Mit seinem Besuch des BUND-Umwelthauses möchte Albrecht die Wichtigkeit der Umweltbildung für Kinder und Jugendliche unterstreichen und die Arbeit unterstützen, die im Umwelthaus dafür gemacht wird. „Die Zukunft unserer Umwelt liegt nicht nur in den Händen der jetzigen, sondern auch kommender Generationen: Diese müssen für die Themen Umwelt- und Naturschutz nachhaltig sensibilisiert werden. Das Umwelthaus in Neustadt an der Ostsee ist hierfür seit Langem ein hervorragender Ort,“ so Jan Philipp Albrecht nach seinem Besuch.

Projektleiter Dr. Andreas Schmidt erläuterte dem Minister die Ausbaupläne für das Haus, die bisher im Wesentlichen durch eine Bundesförderung getragen werden. Anschließend wurde intensiv diskutiert und überlegt, auf welche Weise das Land den Ausbau und Betrieb des Umwelthauses zukünftig unterstützen kann.
In seinem fast dreißigjährigen Bestehen wurde im BUND-Umwelthaus Neustadt rund 40.000 vorwiegend jungen Menschen globales Denken und lokales Handeln vermittelt. Themen aus der Umgebung des Umwelthauses wie Meeresschutz und der Lebensraum Wald erleben Kindergruppen und Schulklassen durch unmittelbares Naturerleben und altersgerechte Umweltbildung.

Unter Berücksichtigung der Corona-Regeln sollen in diesem Sommer noch einmal Tagesveranstaltungen und Gruppenreisen angeboten werden, bevor dann der Umbau des Umwelthauses ansteht. Dies ist notwendig, um das Haus auch weiterhin wirtschaftlich betreiben zu können und noch mehr Menschen die Themen Arten-, Natur- und Klimaschutz sowie nachhaltiges Handeln vermitteln zu können.

Mit der geplanten Wiedereröffnung im Sommer 2023, bietet das BUND-Umwelthaus Platz für zwei Gruppen mit insgesamt 68 Betten und drei Seminarräumen. Hinzu kommt ein Ausstellungsbereich für die Öffentlichkeit. Der Inklusionsgedanke wird bei dem Umbau einen ebenso hohen Stellenwert einnehmen, wie der Arten und Klimaschutz. Nachhaltige Baustoffe, regenerative Energieversorgung sowie der Respekt vor den um das Haus lebenden Tieren und Pflanzen, besitzen für den Bauträger, die gemeinnützige GmbH des BUND SH, hohe Werte.

Durch die großzügige Unterstützung des Bundesministeriums für Umwelt Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) in Höhe von vier Millionen Euro wird ein Großteil der Baukosten vom Bund übernommen. Da durch Bundesmittel finanzierte Bauten in der Regel nach dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) zertifiziert werden, soll auch das als Passivhaus geplante Umwelthaus den höchsten BNB Standard „Gold“ erreichen. Nach ersten Kostenschätzungen fehlen dafür jedoch noch weitere drei Millionen Euro, um alle Planungsziele hinsichtlich der Nachhaltigkeit zu erfüllen.

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Veröffentlicht am 31. Mai 2021, in Flensburg News. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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