Lockerungen für Geimpfte – Vorsicht bei der Reisebuchung

Tipps und Hinweise der Verbraucherzentrale

Einschränkungen zum Schutz gegen eine Ansteckung mit dem Coronavirus sollen laut einem Beschluss des Bundeskabinetts für vollständig Geimpfte schon bald gelockert werden. Das soll unter anderem auch für Reisen gelten. Doch Vorsicht: Falls die Reise trotzdem wegen der Corona-Pandemie ausfallen muss, sind die Rechte der Betroffene unklar.

Die Verwirrung um die neuen Regeln für Geimpfte ist groß. In einigen Bundesländern genießen vollständig Geimpfte bereits jetzt mehr Freiheiten und sind den negativ Getesteten gleichgestellt. Eine solche Regelung hat auch die Landesregierung in Schleswig-Holstein angekündigt. Während Politiker auf Bundesebene über die Details der geplanten Neuregelungen diskutieren, rätseln reisefreudige Verbraucher, was das für ihre Urlaubsplanung bedeuten kann. Möglicherweise wird das Beherbergungsverbot dann nur noch für Nichtgeimpfte gelten. Falls der geplante – und bezahlte – Urlaub dann doch coronabedingt ausfallen muss, könnte eine kostenfreie Stornierung kompliziert werden.

Urlaubsbuchungen mit Vorkasse bleiben riskant
„Sollte aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse eine Infektion oder Übertragung nicht mehr möglich sein, wäre es nach unserer Auffassung unverhältnismäßig, die Freizügigkeit einzuschränken. Demnach wäre diesen Personen das Reisen möglich. Andere, die diese Voraussetzungen nicht erfüllen, dürften weiter eingeschränkt werden“, erläutert Kerstin Heidt, Juristin bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. Welche rechtlichen Konsequenzen das hat, ist noch unklar. Fest steht aber: Urlaubsbuchungen mit Vorkasse bleiben für Verbraucher vorerst riskant. Wer eine Reise plant, ist mit folgenden Tipps auf der sicheren Seite:

  • Vorkasse vermeiden. Besser spontan und ohne Vorauszahlungen buchen.
  • Reisehinweise prüfen: Wenn für den Reisezeitraum eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes gilt, haben Betroffene das Recht auf kostenlose Stornierung.
  • Auf Sicherungsschein achten: Dieser bietet bei Pauschalreisen Sicherheit im Fall einer Insolvenz des Unternehmens. Der Reiseveranstalter muss ihn nachweisen.

Rechtsberatung und Auskünfte bei der Verbraucherzentrale

Wer rechtliche Fragen zur Reisebuchung oder Ärger mit Reiseunternehmen über Stornierungen und Kostenerstattung hat, findet Unterstützung beim telefonischen Service der Verbraucherzentrale.

Servicetelefon: 0431 / 59 099 40

Hier geht es zur Online-Terminvereinbarung.

Umfassende Informationen zu Reisen und Corona bietet die Verbraucherzentrale.

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Veröffentlicht am 11. Mai 2021, in Ökologie, Bürgerbeteiligung, Bildung, Daten und Zahlen, Flensburg News, Soziales, Wirtschaft. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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