Die Schafe kommen wieder zur ersten Beweidungsaktion des Jahres

Naturschutzgebiet Twedter Feld 2021

Hunde dürfen  im Naturschutzgebiet nur angeleint mitgeführt und das Gebiet nur auf den offiziellen Wegen betreten werden

Flensburg. Ab Sonnabend, den 08.05.2021 oder am Sonntag, den 09.05.2021 wird die Herde aus bis zu 600 Schafen (Heidschnucken) und Ziegen wieder die ökologisch hochwertigen Offenlandbereiche im Flensburger Naturschutzgebiet Twedter Feld beweiden. Die Trocken- und Magerrasenbiotope sowie Heidebestände mit vielen Rote-Liste-Arten im Schutzgebiet sind selten, licht- und wärmebedürftig sowie auf Nährstoffarmut angewiesen.
Durch die bereits im 12. Jahr stattfindende Beweidung werden diese Biotope von Gehölzen freigehalten und somit in ihrem Bestand gesichert. Ohne die dreimalige Beweidung pro Jahr würden sich diese Biotope schnell zu einem Wald entwickeln und die bedrohten Arten verloren gehen.
Die Schäferin Angela Dornis kommt mit ihrer Herde und den altdeutschen Hütehunden für etwa eine Woche in das Flensburger Naturschutzgebiet. Im Anschluss werden städtische Grünflächen im Norden der Stadt beweidet.
Die Wanderschafherde im Twedter Feld ist ein lohnendes Ausflugsziel gerade mit Kindern und bietet schöne Fotomotive. Bei einem Besuch im Twedter Feld wird darum gebeten, den in Corona-Zeiten erforderlichen Abstand zu beachten.

Für einen unbeschwerten Ausflug zu den Schafen im Naturschutzgebiet Twedter Feld weist die Stadtverwaltung auch vorsorglich darauf hin, dass die Schafe sich von anderen Hunden schnell bedroht fühlen. Die Hütehunde können aggressiv auf andere Hunde reagieren.
Hunde dürfen – auch deshalb – im Naturschutzgebiet nur angeleint mitgeführt und das Gebiet nur auf den offiziellen Wegen betreten werden. Die Wege im westlichen Teil sollten während der Beweidungsphase möglichst ohne Hund aufgesucht werden. Wer dennoch mit seinem vierbeinigen Freund die Herde ansehen möchte, sollte ausreichend Abstand zur Herde halten.

Zur weiteren Unterstützung der natürlichen Entwicklung des Naturschutzgebietes werden 2021 schwerpunktmäßig Schutz- und Entwicklungsmaßnahmen für die genannten Biotope umgesetzt. Daneben ist es zum Erhalt der heimischen Pflanzenvielfalt erforderlich, sich ausbreitende nicht heimische Pflanzen – so genannte Neophyten – zu reduzieren. Diese Pflanzen werden leider oft durch illegale Entsorgung von Gartenabfällen in das Schutzgebiet eingebracht. Sie verdrängen die heimischen Arten. Daher bittet die Stadtverwaltung nachdrücklich darum, keinerlei Pflanzen, Gartenabfälle oder sonstige Stoffe in das Schutzgebiet einzubringen!

Die Maßnahmen im Naturschutzgebiet werden vom Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung finanziert.

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Veröffentlicht am 6. Mai 2021, in Ökologie, Bürgerbeteiligung, Bildung, Daten und Zahlen, Flensburg News, Kultur, Soziales. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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