Mange tak!

Zur Ankündigung des dänischen Außenministeriums, dem Land Schleswig-Holstein 55.000 Impfdosen AstraZeneca zur Verfügung zu stellen, erklärt der gesundheitspolitische Sprecher des SSW im Landtag, Christian Dirschauer:

Da die dänischen Gesundheitsbehörden beschlossen haben, den Impfstoff AstraZeneca nicht länger zu verwenden, liegen nun größere Mengen des Präparats ungenutzt in den Kühllagern. Einen Teil davon, 55.000 Dosen, wird die dänische Regierung nun Schleswig-Holstein als Leihgabe zur Verfügung stellen. Der SSW begrüßt diese Geste des dänischen Staats sehr, zeigt sie doch, wie gut Zusammenarbeit über die deutsch-dänische Grenze hinweg funktionieren kann.

Wann und wie die Impfstoffdosen zurück erstattet werden sollen, ist dem Einvernehmen nach noch Gegenstand bilateraler Gespräche. Wichtig ist, dass Schleswig-Holstein damit noch einmal einen echten Impfschub bekommt, nachdem die Bundesregierung bei der Impfstoffbeschaffung so kläglich versagt hat. Zum Vergleich: 55.000 Dosen entspricht knapp einem Drittel der bisher insgesamt in Schleswig-Holstein verimpften AstraZeneca-Dosen.

Ich danke der dänischen Regierung für diese pragmatische und erfrischend unbürokratische Hilfeleistung unter Nachbarn. Rigtig mange tak!

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Veröffentlicht am 22. April 2021, in Daten und Zahlen, Flensburg News, Soziales. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar.

  1. Ich schreibe hier mal ohne diplomatische Floskeln und frage Herrn Dirschauer vom SSW direkt: Geht’s noch?

    Auf den Gedanken, dass die dänischen Gesundheitsbehörden ihre medizinischen Gründe für die Nicht-Anwendung des nicht nur in Dänemark sehr umstrittenen Astra Zeneca haben, hätten Sie von alleine kommen sollen. Ich halte das dänische vorsichtige Umgehen mit AstraZeneca für weitsichtig verantwortungsvoller als Ihr euphorisches Lob.
    Diese von Ihnen als erfrischend betitelte Leihgabe sieht für mich nach Entsorgung aus: „was für Dänen schlecht sein könnte, muss für Deutsche deshalb nicht schlechter sein“?

    Diese „Leihgabe“ scheint mir nur pragmatisch, weil sich die dänische Regierung das natürlich bezahlen lässt – oder andere Impfstoffe von DE erwartet, die von keiner internationalen Warnstufe betroffen waren, bzw. sind. Ein Fahrrad kann verliehen werden, etwas bereits Verimpftes nicht.

    Die Berliner Zeitung schrieb am 21.4. noch: Bisher 59 Fälle von Hirnthrombosen nach Astrazeneca-Impfung, meldete das Paul-Ehrlich Institut, 12 sind verstorben und es liegt auf der Hand, dass jeder Geimpfte ein geschriebenes Recht auf Unversehrtheit besitzt.

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