Grüne Jugend Flensburg mit zwei Anträgen zur Kinder- und Jugendbeteiligung im Bildungs- und im Jugendhilfeausschuss

„Die Krise zeigt: Flensburg braucht Reelle Kinder- und Jugendbeteiligung“

Ein Beitrag der Grünen Jugend Flensburg

Gerade in dieser Zeit, wo die durch die Corona-Krise notwendig gewordenen Maßnahmen besonders viele junge Menschen in härtester Weise betreffen, spüren wir, wie selten das Wort der jungen Menschen in Deutschland Einfluss auf den politischen Entscheidungsprozess nimmt. Die GRÜNE JUGEND Flensburg hat deshalb zwei Anträge an die Stadt gestellt, die durch die Ratsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN am 21. April 2021 im Jugendhilfeausschuss und am 28. April 2021 im Bildungs- und Sportausschuss der Stadt Flensburg besprochen werden. (Siehe 1. Beschlussvorlage Einsetzung eines Kinder- und Jugendbeirates prüfen Beschlussvorlage_JHA-5-2021 und 2. Beschlussvorlage Einführung von BeteiligungsInformationsTagen an den Flensburger Schulen und Kitas Mitteilungsvorlage_ASO-4-2020 Evaluation Einwohnerbeteiligung )

Die beiden Vorsitzenden der Grünen Jugend Flensburg: Annabell Pescher und Leon Bossen

Hierzu erklärt Annabell Pescher, Vorsitzende der GRÜNEN JUGEND Flensburg:

„Junge Menschen haben Lust auf Verantwortung, sie haben Lust auf Teilhabe. Und sie haben ein Recht auf Teilhabe. Wir leben in einer Zeit, in der Entscheidungen getroffen werden, die insbesondere auf unsere Generation zukünftig erheblichen Einfluss nehmen wird. Auf der anderen Seite werden wir nur sehr selten aktiv eingebunden. Das wollen wir ändern – und wir können damit bereits auf kommunaler Ebene anfangen. Wir haben deshalb zwei Anträge eingebracht, die auf der einen Seite mehr Partizipation junger Menschen an Politik ermöglichen und die bereits etablierten Beteiligungsformate bekannter und zugänglicher machen. Für uns ist das ein Meilenstein im Bereich der Kinder- und Jugendbeteiligung in Flensburg. Für uns kannn Flensburg zu einer Modellstadt für Kinder- und Jugendbeteiligung im Sinne der gemeinsamen Jugendstrategie der Bundesregierung werden.“

Leon Bossen, Vorsitzender der GRÜNEN JUGEND Flensburg, ergänzt:

„Wir erleben, dass junge Menschen auf die Straße gehen, um für einen besseren Klimaschutz zu demonstrieren. Jahrelang hat man unserer Generation vorgeworfen, faul und desinteressiert zu sein. Viele Initiativen, bspw. Fridays for Future oder auch die Demonstrationen gegen EU-Uploadfilter, zeigen, dass das einfach nicht stimmt. Junge Menschen sind interessiert, junge Menschen wollen was verändern, und sie wollen vor allem an den Entscheidungen, die sie direkt betreffen, partizipieren. Mit dem Antrag der BeteiligungsInformationsTage sorgen wir dafür, dass junge Menschen Förderanträge, die oft sehr kompliziert formuliert sind, auch wirklich nutzen können, und auf der anderen Seite schaffen wir ein Gremium, dass Kinder- und Jugendbeteiligung an Politik reell ermöglicht. Das bisherige Gremium, der Stadtschülerrat, repräsentiert erstens nicht alle jungen Menschen, denn das sind nicht nur Schüler*innen, und gibt mit seinen Strukturen auch kein effektives Instrument für eine starke Jugendbeteiligung her.“

Katja Claussen, Fraktionsvorsitzende der Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, kommentiert:

„Die GRÜNE JUGEND hat hier in unserer Stadt schon immer starke Arbeit geleistet, und diese Anträge belegen das noch einmal. Es zeigt aber eben auch prinzipiell, dass junge Menschen viel wollen und können. Wir möchten erreichen, dass wir als Kommunalpolitik auch immer die Menschen miteinbeziehen, die mit unseren heutigen Entscheidungen auch noch in 50 Jahren leben müssen. Wir hoffen deshalb stark und appellieren eindringlich, dass diese Anträge eine Mehrheit in der Ratsversammlung finden.“

Am 16. April 2021 hat Leon Bossen im Interview mit der sh:z (https://www.shz.de/lokales/flensburger-tageblatt/leon-bossen-kinder-undjugendliche-werden-nicht-gehoert-id31918407.html) auf die Missstände bei der kommunalpolitischen Beteiligung von jungen Menschen in Flensburg hingewiesen. Mit den zwei Anträgen zeigt die GRÜNE JUGEND, dass es konstruktive Lösungen braucht, und dass wir bereit sind, diese zu präsentieren, um diesen Missstand zu beheben

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Veröffentlicht am 21. April 2021, in Bürgerbeteiligung, Bildung, Flensburg News, Gender, Soziales. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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