Unehrlichkeit schadet dieser Stadt am meisten

Flensburg liebt das Kapital! – Foto Pay Numrich

Ein Beitrag von Sabine Scholl, Flensburg

Bereits 2019 gab es Pressemeldungen, Flensburg wolle „mit höchstmöglichem Tempo“ zur klimaneutralen Stadt werden. So wurde es gesagt. Bei den Taten hapert es noch. Grünflächen scheinen weiterhin lediglich noch nicht bebaute zu sein, und neuerdings soll wohl schnell noch gefällt werden, was sich fällen lässt. In diesem Zuge wurde aktuell unter dem Schutz eines historischen Polizeiaufgebots und entgegen vorheriger Äußerungen die weitgehende Zerstörung eines innerstädtischen Waldes durchgesetzt. Am Museumsberg wurden ein Dutzend gesunde Bäume gefällt, weil der Ort „verschönert“ werden soll, und die Motorsägen der städtischen Grünflächenpflege entfernen in dieser Saison mehr Gehölz denn je. Das will nicht richtig zusammenpassen mit den öffentlich dargestellten Klimazielen der Stadt.

Zu den Widersprüchen gehört, dass es ausgerechnet ein „illegaler Ort“ war, an dem es bei weitem am ehrlichsten zuging: das Baumdorf der Besetzer*innen. Die Motivation dieser Waldschützer*innen ist aufrichtig und ohne eigenen Vorteil, ihre gelebte Solidarität ist echt. Hier passen Worte und Taten zusammen!

Und ausgerechnet sie sind es, die von offiziellen Stellen der Stadt am meisten getäuscht wurden.

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Veröffentlicht am 26. Februar 2021, in Ökologie, Bahnhofswald, Flensburg News, Rat & Ausschüsse, Soziales. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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