Archiv für den Tag 5. Januar 2021

Echt oder Abzocke? Inkassobriefe prüfen und richtig reagieren

Tipps der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein

Inkassoschreiben setzen die Empfänger*innen unter enormen Druck. Aktuell kursieren in Schleswig-Holstein betrügerische Zahlungsaufforderungen. Häufig versuchen die Absender, Verbraucher*innen mit angedrohten Gerichtsverfahren, Lohnpfändung oder Zwangsvollstreckung zur schnellen Zahlung zu drängen. Mit dem kostenlosen Online-Inkasso-Check der Verbraucherzentrale können Betroffene herausfinden, ob und wieviel sie wirklich zahlen müssen.

Auf den ersten Blick sehen unberechtigte Inkassobriefe meist echt aus. Häufig zahlen Empfänger die geforderten Summen, weil sie verunsichert sind und weitere Kosten befürchten. Dabei zeigt sich immer wieder: Viele dieser Forderungen haben keine Grundlage. Andere sind zwar berechtigt, aber überzogen. Deshalb ist es ratsam, bei einem Inkassobrief zu prüfen, ob die Forderung echt und berechtigt ist.

Anzeichen für gefälschte Inkassobriefe

An Details lässt sich auf den zweiten Blick oft erkennen, ob ein Inkassoschreiben seriös und begründet ist. In diesen Fällen zahlen Betroffene besser nicht:

  • Wenn der genannte Gläubiger unbekannt ist oder man noch nie mit diesem zu tun hatte
  • Wenn aus dem Schreiben nicht klar hervorgeht, welches Unternehmen den Auftrag erteilt hat, um welchen Vertragsgegenstand es geht und wann der Vertrag geschlossen wurde
  • Wenn die Absender mit Hausbesuchen drohen
  • Wenn das Inkasso-Unternehmen nicht im öffentlichen Rechtsdienstleistungsregister eingetragen ist – nicht zu verwechseln mit dem Handelsregister.

Inkassoschreiben kostenlos online checken

Mit dem Inkasso-Check der Verbraucherzentrale können Verbraucher Inkassoforderungen selbst kostenlos online überprüfen lassen. Dazu benötigen sie die Inkassoforderung und die Rechnung, um die es geht. Nachdem sie einige Fragen zu diesen Unterlagen beantwortet haben, erhalten Nutzer eine rechtliche Ersteinschätzung und bei Bedarf einen Musterbrief an das Inkasso-Unternehmen, mit dem sie der Forderung widersprechen können. Sie erfahren, ob sie überhaupt bezahlen müssen und ob die Höhe der Kosten korrekt ist.

Auf Forderungen richtig reagieren

  • Ein grundsätzlicher Rat bei Anschreiben, Verträgen und Forderungen: Niemals etwas unterschreiben, was man nicht verstanden hat. In solchen Fällen unterstützt die Verbraucherzentrale.
  • Berechtigte Forderungen müssen Betroffene bezahlen – am besten direkt und fristgerecht, um weitere Kosten zu vermeiden.
  • Auch bei berechtigten Forderungen können die geltend gemachten Inkassokosten zu hoch sein. Unterstützung bei der Einschätzung bietet die Verbraucherzentrale.
  • Unberechtigten Forderungen sollten Empfänger sofort schriftlich widersprechen, die Einwände ausführlich darlegen und den Brief per Einwurfeinschreiben versenden. Das ist im Zweifelsfall ein wichtiger Beweis.
  • Empfänger des Widerspruchs ist das Inkasso-Unternehmen, eine Kopie des Schreibens schickt man am besten zur Kenntnis an den angegebenen Vertragspartner.

Wie ein typisches Inkassoschreiben aussieht und auf welche Details dabei zu achten ist, zeigt eine interaktive Grafik der Verbraucherzentrale.

Rüstungskonzernen den Abmarsch blasen: Mahnwache am 08.01.2021 um 13 Uhr vor FFG/Rheinmetall-Defence in Flensburg

Rüstungskonzern Rheinmetall: Auch mit einem Standort in der Flensburger Werftstraße am Hafenwestufer vertreten

Wir laden herzlich ein zur

Mahnwache am Freitag, den 8.1.2021 um 13.00 Uhr vor FFG-RheinmetallDefence, Parkplatz Schiffbrücke gegenüber vom Volksbad:

Rüstungskonzernen den Abmarsch blasen.

Wir haben dazu die Musiker eingeladen, die bereits zur Mahnwache beim Bahnhofswald gespielt haben. Die „Klues Boys“ setzen sich auch für den Erhalt des Klueser Waldes ein und haben ein Programm angekündigt mit Stücken von Charlie Mariano, Paquito D’Rivera, Beatles, Emerson Lake and Palmer, Kinks …

Dieser Musikbeitrag zur Mahnwache wird so dargeboten, daß er auch im „Coronaabstand“ für alle Teilnehmenden gut zu hören sein wird.

Zum Blasen laden wir aber auch alle diejenigen „whistleblower“ wieder ein, die bei der letzten Mahnwache eine Schiedsrichterpfeife bekommen haben, bitte diese wieder mitbringen. Und für die, die neu dazu kommen, haben wir noch Pfeifen dabei.

Laut Flensborg Avis vom 8.12.2020 „drohte“ FFG-Vorstand Dino Erichsen  damit, die Produktion seines Anschleich- und Heimtückepanzers nach Köln zu verlegen. Er fühle sich in Flensburg nicht erwünscht.
Das soll er gerne tun, dann sind wir ihn jedenfalls los. Der Klueser Wald bliebe uns erhalten.
Aber Köln ist nicht ganz richtig. Unsere Kölner Freunde haben uns darauf hingewiesen:
Im Jahr 2007 hatte FFG die „Arnold Jung Lokomotivfabrik GmbH“ in 57548 Kirchen/Sieg übernommen und daraus die „Jungenthal Wehrtechnik GmbH“ gemacht. Wenn der Panzer dort gebaut würde, wäre es zwar gut für Flensburg, aber ebenso schlecht für den Frieden. So ein Panzer darf nirgendwo gebaut werden. Dino Erichsen muss nun damit rechnen, daß er mit seinem Panzerbau in Kirchen südöstlich von Köln auch nicht willkommen ist.

Bereits am 6.November hatten wir vor dem FFG-Gelände in der Mads Clausen Straße eine Mahnwache durchgeführt um gegen die Abholzung des Klueser Waldes zum Zwecke des Baus einer Panzerhalle zu protestieren. Die Teilnehmer*innen einigten sich, die Protestaktionen fortzusetzen, weil es nicht nur um den Umweltschutz geht, sondern generell gegen kapitalistische Profitinteressen, Aufrüstung und Krieg.
Bei der Mahnwache am 18. Dezember einigten sich die TeilnehmerInnen darauf, die nächste Mahnwache am Freitag, 8.1.2021, wieder ab 13.00 Uhr vor FFG/Rheinmetall Defence durchzuführen.
Die Bestätigung der Anmeldung haben wir noch nicht erhalten, wir gehen davon aus, dass unser Hygienekonzept „wie immer“ akzeptiert wird.

Wir bitten um rege Beteiligung und Weiterverbreitung der Einladung.

Machen Sie mit bei Aktionen gegen Kriegsbeteiligung und Aufrüstung:

Militär und Aufrüstung löst keine Probleme, denn im Krieg gibt es nur Verlierer: Menschen, die ihr Leben und ihre Gesundheit verlieren, deren Lebensgrundlagen und Existenzen zerstört werden, dazu gehören auch die Soldat*innen. Auch wenn die Kriege längst vorbei sind, leiden die Menschen immer noch an den Folgen wie Verelendung und politische Instabilität. Kriege sind keine Naturkatastrophen. Kriege werden von Menschen vorbereitet, organisiert und Menschen stellen sich für Kriegshandlungen zur Verfügung. Daher kann Krieg und Militär auch durch Menschen beendet und abgeschafft werden.

Seit über fünf Jahren treffen sich deshalb Menschen aus der Region unter anderem auch monatlich am Fliegerhorst Jagel, um gegen die Aufrüstung der Bundeswehr mit Cyberkrieg, Drohnen und Elektronischer Kampfführung mit unterschiedlichen Aktionen zu protestieren. Das Geschwader ist dadurch als todbringende Bundeswehreinheit bekannt geworden.

Infos über gelaufene und zukünftige Aktionen gibt es unter jagel.bundeswehrabschaffen.de

Veranstalter:

Deutsche Friedensgesellschaft –
Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen
DFG-VK Gruppe Flensburg
v.i.S.d.P.: Siglinde & Ralf Cüppers, Mühlenholz 28a, 24943 Flensburg.
Email: flensburg@bundeswehrabschaffen.de

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