Archiv für den Tag 28. Dezember 2020

Klimabegehren Flensburg: Digitales Kick-off Treffen am 7. Januar 2021

Liebe Engagierte, Aktivist*innen und Interessierte,

Die Zeit ist reif: Wir starten in Flensburg zwei Bürger*innenbegehren, um die Stadt endlich zukunftsfähig zu machen.

Dass Deutschland und die Welt auf eine Klimakatastrophe zusteuert, dürfte den meisten von euch bekannt sein. Seit Jahrzehnten warnt die Wissenschaft vor der existenziellen Bedrohung durch die Erderhitzung, parallel protestieren und demonstrieren Bürger*innen für einen Kurswechsel in der Politik. Im Herbst 2019 gingen deutschlandweit 1,4 Millionen Menschen für konsequenten Klimaschutz auf die Straße – ohne Erfolg. Auch der vor kurzer Zeit beschlossenen EEG-Novelle fehlt es an allen Enden an Vision und Mut, und das trotz klarer Vorgaben vonseiten der EU. Die Bundesregierung hält an ihrer laschen, unzureichenden und desaströsen Klima- und Umweltpolitik fest.

Bürger*innenbegehren: Flensburg fossilfrei bis 2030 – Foto: Lea Niedrich

Es ist an der Zeit, Klimaschutz mit den Mitteln der Demokratie in der Politik und der Gesellschaft zu verankern. Daher hat sich die Gruppe Fossilfreies Flensburg mit weiteren Akteuren (ADFC, VCD, Greenpeace …) vernetzt und startet zwei Bürger*innenbegehren: Eines, dass für fossilfreie Energiegewinnung bis 2030 sorgen soll und eines, welches die Innenstadt mit zukunftweisender Mobilität lebenswerter macht.

Solche Bürger*innenentscheide werden in den letzten Jahren in Deutschland immer beliebter – mehr als 30 Städte haben die Methode erfolgreich genutzt, um fahrradfreundliche Infrastruktur zu schaffen. Weiterhin haben Initiativen in verschiedenen Städten für den vorzeitigen Kohleausstieg oder die Erstellung von KlimaAktionsplänen 2030 gesorgt. Nun ist auch Flensburg an der Reihe!

Wir laden euch herzlich ein, am gemeinsamen digitalen Kick-off Treffen am Donnerstag, den 7. Januar um 19.00 Uhr teilzunehmen. Der Zugangslink lautet:
https://uni-flensburg.webex.com/uni-flensburg/j.php?MTID=m70594263f26fc81fedadd1cc8e1dedac
Meeting number: 121 110 9203
Passwort: ichbindabei

Beim Treffen wollen wir das Projekt vorstellen und eine Gruppe bilden, welche die Kampagne organisiert und die Bürger*innenbegehren umsetzt. Eine vorläufige Tagesordnung findet ihr unten. Wer besonders fleißig ist, kann sich bereits den folgenden Leitfaden vom Verein „Mehr Demokratie“ durchlesen: (https://www.mehr-demokratie.de/fileadmin/pdf/leitfaden_buergerbegehren_sh.pdf)

Liebe Aktive, lasst uns die fantastischen und zahlreichen Kräfte dieser Stadt bündeln und gemeinsam die Klimawende von unten sein – wer ist mit dabei?
Bei Rückfragen meldet euch gerne bei flensburg.fossilfrei@posteo.de.

Viele Grüße und einen guten Rutsch
das Bündnis Fossilfreies Flensburg

P. S. Leitet diese Info gerne an weitere Interessierte weiter – jede*r ist willkommen!


Vorläufige Tagesordnung

  1. Begrüßung und Vorstellungsrunde
  2. Status quo in Flensburg
  3. Wie funktioniert ein Bürger*innenbegehren?
  4. Vorstellung eines Positiv-Beispiels
  5. Vorstellung eines Negativ-Beispiels
  6. Unser Vorschlag für Flensburg
  7. Hände hoch, wer mitmachen will!

Weniger kann mehr sein – Suffizienzorientierter Stadtspaziergang durch Flensburg

Wie wollen wir in einer Stadt künftig ressourcenarm und gut gemeinsam leben und wie sollen die Stadträume gestaltet und verteilt sein?

7 Stationen laden dazu ein, sich mit dem Thema „Suffizienz in Flensburg“ [weniger kann mehr sein] auseinanderzusetzen

Flensburg. In Kooperation mit der Stadt Flensburg führte das Norbert-Elias-Center der Europa-Universität Flensburg das transdisziplinäre Forschungsprojekt „Entwicklungschancen und -hemmnisse einer suffizienzorientierten Stadtentwicklung“ durch. Im Rahmen dessen Abschlusskonferenz konzipierten die Beteiligten einen Stadtspaziergang mit Fokus auf dem Thema Suffizienz. „Hierbei wurden bewusst verschiedene Aspekte zum Thema aufgegriffen“, erklärt Bürgermeister Henning Brüggemann, bei dem das Projekt in den vergangenen drei Jahren angesiedelt war. „Sehr anschaulich finde ich das Thema ‚öffentliche Räume‘ am Beispiel Stadtpark dargestellt. Urbanes, verdichtetes Wohnen benötigt hochwertige und attraktive öffentliche Räume. Hier ist die Stadt gefragt.“

Levke Mahrt vom Verein „Transformatives Denk und Machwerk“ und die ehemalige Praktikantin der Europa-Universität im Entwicklungsvorhaben „Entwicklungschancen und –hemmnisse suffizienzorientierter Stadtentwicklung“ Anna Glindemann wollen die Aufmerksamkeit auch auf die Schiffbrücke lenken. „Parken an der Schiffbrücke hat nichts mit einer nachhaltigen Mobilität zu tun. Der Raum sollte als Aufenthalts- und Naherholungsort umgestaltet werden und es ist ein neuer Radweg entlang der Straße zu schaffen, um Konflikte an der Hafenpromenade zu entschärfen,“ so die beiden Initiatoren des Spazierganges.

Der Spaziergang wurde vom Verein „Transformatives Denk- und Machwerk“ in digitaler Form mitsamt Fotos und Erklärungstexten für die Öffentlichkeit bereitgestellt. Interessierte können sich so selbst auf den Weg durch Flensburg machen und die Nachhaltigkeitsstrategie der Suffizienz anhand der städtischen Räume kennenlernen. Über die Startseite der städtischen Homepage gelangt man zum Projekt. www.flensburg.de/

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