Archiv für den Tag 22. Dezember 2020

Reste-Feste nach den Feiertagen – so landet kein Essen im Müll

Tipps der Verbraucherzentrale

Plätzchen, Weihnachtsgans, Rotkohl und Wein – Weihnachten ist bekanntlich ein Fest der ausgiebigen Schlemmerei. Das Beisammensein spielt sich oft am Esstisch ab, nicht selten bleiben dabei Reste übrig. Wir verraten, wie daraus ein zweites kleines Fest wird.

Jedes Jahr landen in Deutschland zwölf Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Laut Welthungerhilfe[1] besteht dieser Müllberg zu einem Drittel aus weggeworfenem Obst und Gemüse. Auch fertige Speisen und Getränke haben mit 16 und 11 Prozent einen beträchtlichen Anteil an der Lebensmittelverschwendung. Die Feiertage können ein Anlass sein, zu viel einzukaufen und zu kochen. „Mit einer guten Einkaufsplanung, der richtigen Lagerung und Zubereitung lässt sich auch an Weihnachten vermeiden, dass
Lebensmittel in der Tonne landen“, weiß Saskia Vetter, Ernährungsexpertin bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein.

Vorausschauend einkaufen und lagern

Probleme mit der Haltbarkeit und falsche Mengenplanung mit zu großen Portionen sind die häufigsten Gründe, weshalb Essen übrig bleibt und schlecht wird. Wer sich vor dem Fest Gedanken über Menge und Art der Zutaten macht, kann viel bewegen. Bevor es in den Supermarkt geht, steht ein Blick in den Vorratsschrank an. Was fehlt, kommt auf die Einkaufsliste. Und: Wer satt ist, kann sich leichter an die Liste halten und macht weniger Spontankäufe[2]. Also besser nicht mit knurrendem Magen einkaufen gehen. Damit die Lebensmittel zu Hause sicher ankommen, packt man Produkte aus der Kühlung wie Frischfleisch am besten in eine Kühltasche. „Wer sich schon im Supermarkt gegen Lebensmittelverschwendung einsetzen will, kann zu Produkten greifen, deren Mindesthaltbarkeitsdatum bald abläuft. Das hilft, die Abfallmenge im Handel zu verkleinern“, rät Vetter. Zuhause kommt es auf die richtige Lagerung an: Zu kühlende Lebensmittel gehören an die richtige Stelle im Kühlschrank[3]; trockene Lebensmittel wie Hülsenfrüchte oder Reis lagert man am besten dunkel und kühl nach Haltbarkeit geordnet. Tipp der Expertin: „Die Produkte mit der kürzesten Haltbarkeit bekommen die vordersten Plätze im Vorratsschrank.

Tipps für Zubereitung und Reste-Feste

Reste sind oft ein Ärgernis. Sie verstopfen den Kühlschrank und geraten dort leicht in Vergessenheit. Angaben in Rezepten helfen, die richtigen Zutatenmengen zu berechnen. Sollte trotzdem etwas übrigbleiben, können Reste auf kreative Weise ein zweites Mal Freude bereiten. So kann der letzte Schluck Wein oder Soße als Eiswürfel die nächste Soße verfeinern. Knödel vom Vortag schmecken angebraten auch am Tag darauf noch fantastisch und übrig gebliebener Rotkohl veredelt den nächsten Eintopf. Reste des Festbratens bereichern das Raclette zu Silvester. Harte Kekse, Lebkuchen, Reste vom Schokoladenweihnachtsmann, überreife Früchte oder Joghurt machen sich ausgezeichnet in einem Schichtdessert.

Rezeptideen für das Reste-Essen hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft auf der Themenseite „Zu gut für die Tonne!“ zusammengestellt: https://www.zugutfuerdietonne.de/beste-reste/. Rezeptvorschläge für Übriggebliebenes gibt es auch digital in der „Beste Reste-App“[4].

[1] https://www.welthungerhilfe.de/lebensmittelverschwendung/

[2] https://www.bmel.de/DE/themen/ernaehrung/lebensmittelverschwendung/tipps-lagerung-einkauf-lebensmittel.html;jsessionid=07EA5C3721CA5540133C84159C6E63DC.internet2851

[3] https://www.deutschland-machts-effizient.de/KAENEF/Redaktion/DE/NTRI/Standardartikel/kuehlen-gefrieren-einr%C3%A4umen.html

[4] https://www.zugutfuerdietonne.de/beste-reste/die-beste-reste-app/

Mehr Informationen finden Sie auch auf der Website der Verbraucherzentrale.

Vom globalen Lernen zum lokalen Bauen: Film zur Pionierarbeit von artefact in Glücksburg

Neue Dämmstoffausstellung wird vorbereitet

Finn Goulding (links) und andere Besucher begutachten den Film in der neuen Dämmstoffaustellung – Foto: frei, artefact

Tiny houses mit Seegrasdämmung gelten inzwischen als hipp, Lehmwände im Wohnzimmer gehören bei gesundheitsbewussten Bauherr*innen zum guten Ton. Seit Jahrzehnten erproben artefact und alle Bewohner der ungewöhnlichen Gästehäuser das Wohnraumklima solch unkonventioneller Baustoffe am eigenen Leib – und sind meist begeistert. Zehntausende Testschläfer nahmen Anregungen mit nach hause und entwickelten manchmal eigene Ideen und sogar Firmen daraus. Der Rat für nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung würdigte deshalb vor Jahresfrist die Pionierarbeit von artefact und finanzierte die mit bewegtbild-Flensburg realisierte Herstellung eines Films, der nun bei artefact und auch auf der homepage des gemeinnützigen Bildungsträgers und bei youtube online zu sehen ist: https://www.youtube.com/watch?v=gmwt6v8j1gU
„Vom Pionier zum Trendsetter“ begleitet Bauherren und Handwerker auf Baustellen oder bei der Fortbildung zum Dämmstoffeinbau im artefact-Zentrum, lässt Bewohner selbst zu Wort kommen über ihre Gründe für und Erfahrungen mit Baustoffen, die gesünder für Mensch und Klima und nicht einmal unbedingt teurer für´s Portemonnaie sind als Öl-basierte Materialien. Eine Ausstellung zu Dämmstoffen im Vergleich wurde auf der Basis wissenschaftlicher Auswertungen einer Klasse der Fachschule für Technik der Eckener-Schule Flensburg erstellt und soll im Frühjahr offiziell eingeweiht werden.

artefact
Bremsbergallee 35, 24960 Glücksburg (Ostsee)
Tel.: 04631-61160
artefact.de
info@artefact.de

Global lernen, lokal bauen bei artefact in Glücksburg (Ostsee)

 

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