Archiv für den Tag 14. Dezember 2020

Arzneimittel: Vor und Nachteile der Online-Apotheken

Tipps der Verbraucherzentrale Flensburg

Im Internet machen Versandapotheken den Apotheken vor Ort Konkurrenz und werben mit günstigen Preisen. Auf verschreibungspflichtige Arzneimittel dürfen Online-Apotheken künftig aber keine Rabatte mehr geben. Das schreibt ein EU-Gesetz vor. Hier erfahren Sie, welche Vor- und Nachteile Online-Apotheken für ihre Kund*innen haben.

Online-Apotheken sind verpflichtet, die in der Arzneimittelpreisverordnung festgelegten Preise zu nehmen. Demnach gilt für gesetzliche Versicherte künftig überall der gleiche Preis für rezeptpflichtige Arzneimittel. Diese Regelung betrifft gesetzliche Versicherte und Verschreibungen auf Kassenrezept. In Deutschland dürfen nur zugelassene Vor-Ort-Apotheken Versandhandel betreiben. Seriöse Internetapotheken erkennt man an dem in Europa einheitlichen Sicherheitslogo. Auf den Seiten des Deutschen Instituts für Medizinische Dokumentation und Information finden Sie ein Register aller deutschen Versandapotheken. „Auch Internetapotheken aus Europa dürfen ihre Medikamente nach Deutschland verkaufen, wenn in dem Land ähnlich strenge Auflagen für den Vertrieb gelten wie in Deutschland“, sagt Christine Hannemann von der Verbraucherzentrale Flensburg. Momentan gilt das für Apotheken aus Großbritannien, den Niederlanden, Island, Schweden (nur verschreibungspflichtige Medikamente) und Tschechien (nur nicht verschreibungspflichtige Medikamente).

Vor- und Nachteile der Online-Apotheken
+ günstige Preise für viele frei verkäufliche Arzneimittel
+ gute Vergleichbarkeit der Preise über Internetportale
+ bequeme Bestellung und Lieferung
– mehrtägiger Lieferzeiten ermöglichen keine schnelle Versorgung
– zum Teil hohe Versandkosten
– Beratung per Telefon oder E-Mail nicht immer sofort verfügbar

Bestell- und Abholservice
Einige Versandapotheken kooperieren mit Supermärkten oder Drogerien. Diese Variante eignet sich für alle, die Vorteile der Versandapotheken nutzen wollen und dafür zusätzliche Bestell-, Bezahl- und Lieferwegen in Kauf nehmen. „Dort bestellt man online, kann aber ein Rezept direkt im kooperierenden Geschäft abgeben. Viele Online-Apotheken bieten auch eine Bestellung per Post, Fax oder Telefon, einige sogar per Katalog“, so Christine Hannemann. Innerhalb von zwei bis drei Tagen können Besteller ihre Arzneimittel dann vor Ort abholen. Varianten gibt es auch bei der Bezahlung. Bei manchen Unternehmen bekommen Kunden bei der Bestellung im Internet einen Code, mit dem sie dann im kooperierenden Supermarkt der Versandapotheke bezahlen können. Daraufhin schickt die Internetapotheke das Paket zum Kunden. So kann man es vermeiden, die eigenen Kontodaten im Internet angeben zu müssen. Für die pharmazeutische Beratung können Kunden die Beratungshotline der Versandapotheke nutzen.

Das bieten Apotheken vor Ort
Vor-Ort-Apotheken bieten einen guten Service für Menschen, die Medikamente sofort benötigen und eine persönliche Beratung vorziehen. Dabei kann die Apothekerin oder der pharmazeutisch-technische Assistent auf die Symptome und die Wahl des richtigen Arzneimittels eingehen, die Wirkungen und Nebenwirkungen erläutern und die Medikamente mit weiteren Mitteln abgleichen. Viele Apotheken bieten Gesundheitsberatungen an, messen Blutdruck oder Blutzucker. Medikamente sind schnell verfügbar, durch den Notdienst auch rund um die Uhr.

Für weitere Informationen:
Verbraucherzentrale Flensburg
Schiffbrücke 65, 24939 Flensburg. Tel.: 0461 -28604, Mail: flensburg@vzsh.de
www.vzsh.de http://twitter.com/vzsh

Einladung zum Online-Vorgespräch am 17.12.2020: Bürger*innenbegehren für Flensburg

»In 10 Jahren (2030) eine gesunde, CO2 freie Welt in Flensburg«

Wann: Donnerstag 17.12.2020 um 19:00 Uhr
Wo:    Videokonferenz auf https://meet.jit.si/b3f am besten Chrome/Chromium oder Firefox – oder die Jitsi Meet App nutzen, funktioniert nicht im Safari Browser unter MAC OS)
TOP:   wir eruieren unsere Wünsche für ein Bürger*innenbegehren

Wir, das Bündnis Fossilfreies Flensburg suchen Gleichgesinnte, die mit uns in das Zeitalter der Erneuerbaren Energien aufbrechen und gemeinsam für ein zukunftsfähiges, dezentrales und schadstofffreies Stadtwerk Flensburg (dem auch AktivBus angehört) und somit auch für eine Verkehrswende bis 2030 kämpfen.

Viele unserer Versuche, durch demokratisch legitimierte Handlungen Einfluss auf die Entscheidungen der politischen Akteure der Ratsversammlung zu nehmen, dass auch unsere Bedürfnisse und Interessen der Flensburger Einwohner*innen ernsthaft in ihre Entscheidungen mit eingebunden werden, sind bisher gescheitert.

Wir wollen mehr!!!!

Wir haben es satt, immer wieder vertröstet zu werden und möchten einen Bottom-up Prozess – durch ein Bürger*innenbegehren – initiieren. Wir akzeptieren keine Spielchen mehr, die Klimaschäden in ihren Auswirkungen und Folgen nur noch in Grenzen zu halten und auszudiskutieren, wer dafür bezahlt.
Dem Klimawandel ist es egal. Wir können nur hoffen, dass wir den Kipppunkt noch nicht erreicht haben. Deshalb sind wir gefordert, wenn wir den Planeten Erde noch retten wollen.

Bündnis Fossilfreies Flensburg auf Facebook und https://stadtwerk-mit-zukunft.de/

Ein Bürger*innenbegehren schütteln wir uns nicht einfach so aus den Ärmeln. Um ein Begehren erfolgreich zu gestalten, brauchen wir ein Kompetenzteam, dass dieses mit vorbereitet, in Abstimmungsprozesse von interessierten Bündnispartnern bringt und Unterschriftensammlungen organisiert. Um ein Begehren zu starten, brauchen wir etwa 5000 Unterschriften, die im ersten Halbjahr 2021 gesammelt werden müssten.

Wir freuen uns darauf, mit Euch allen am Donnerstag ein erstes Vorgespräch zu führen. Wenn wir uns hinsichtlich der Stoßrichtung einig sind, sollten wir einen Termin im Januar vereinbaren, an dem wir „in Medias Res“ gehen und eine Gruppe zur Durchführung des Begehrens gründen.

Bis dann – Uschi & Philipp vom B:FfF

Kampfdrohnen ächten! – Mahnwache am 19.12.2020 am Drohnen- und Tornadostandort Jagel

Aufgrund der Corona-Pandemie und des erneuten Lockdowns sowie der damit verbundenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens werden viele Veranstaltungen im Dezember nicht stattfinden können. Deshalb empfiehlt es sich bei den Veranstaltern nachzufragen, ob diese überhaupt noch stattfinden oder wie und in welchem Umfang diese nachgeholt werden.

am Samstag 19. Dezember 2020
um „Zwei vor Zwölf“, 11.58 Uhr
vor der Hauptzufahrt zum Fliegerhorst Jagel

Der Alptraum wird Wirklichkeit:

Bewaffnete Kampfdrohnen für die Bundeswehr

Die Kampfdrohnen für die Bundeswehr werden bereits gebaut

Die G-HERON TP ist eine über Satelliten steuerbare Großdrohne aus israelischer Produktion, die extra für die Bundeswehr eine Sonderausstattung erhält. Im Juli 2020 fand bereits ein Testflug statt, im Februar 2021 soll das erste Exemplar an Airbus übergeben und auf der Basis Tel Nov in Israel stationiert werden. Die Bundeswehr kauft die Drohnen nicht, sondern least sie von Airbus in einem Paket mit Wartung, Ausbildung der Piloten und Bediener*innen usw.
Die Kampfdrohnen werden für den Abschuss von Lenkraketen ausgerüstet, auch das Training für den Abschuss der Raketen hat die Bundesregierung längst vertraglich mit Airbus vereinbart. (www.bundeswehr-journal.de/2018/weichenstellung-fuer-eine-bewaffnung-der-drohne-heron-tp/ http://www.youtube.com/watch?v=ZlkpI57LUpw) Für das Personal, das die Waffen bedienen soll, wurde eine neue Berufsbezeichnung erfunden: „Waffensystem – Operateur“. Laut Bundesregierung sollen ab 2021 G-Heron TP nach Afghanistan verlegt werden und ab 2024 nach Mali. (Bundestagsdrucksache 19/23156 )

Es geht nur noch um die Munition

Im Bundeshaushalt wurden bereits 25 Millionen € für die Munition der G-Heron TP eingebracht. Der Haushaltsausschuss des Bundestages entscheidet gerade über die Beschaffung der Munition. Die CDU ist dafür, einige Sozialdemokrat*innen zögern noch zuzustimmen, andere haben sich für eine Bewaffnung der Kampfdrohnen ausgesprochen.
Die Kampfdrohnen werden also demnächst ausgeliefert, diskutiert wird nur noch über die Munition. Es ist nur noch eine Frage der Zeit wann Kampfdrohnen der Bundeswehr ihre tödlichen Raketen über Afghanistan, Mali oder dem nächsten Krieg abschießen.

Kampfdrohnen ächten

Wie bei Landminen, biologischen- und chemischen Waffen geht es jetzt darum die Kampfdrohnen zu ächten, denn durch Roboter und Automatisierung des Tötens werden Kriege wahrscheinlicher. Die Kommandierenden wähnen sich weit weg vom Kampfgeschehen in sicheren Bunkern und können so gefahrlos angreifen lassen.
Die Bundesregierung suggeriert, dass Kampfdrohen zur Verteidigung da seien, aber Flugroboter sind Angriffswaffen um Gegner zu töten.

Kampfdrohnen verlängern Kriege

Trotz technischer Überlegenheit und des massiven Einsatzes von Kampfdrohnen hat die NATO den Krieg in Afghanistan verloren. Das Wunschdenken der Militärs durch Robotereinsatz dort den Krieg zu gewinnen ist nicht aufgegangen. Drohneneinsätze sind der Samen für neuen Hass und neuen Krieg.
Mit Krieg lässt sich kein Frieden herstellen, das geht nur mit Interessensausgleich.
Frieden schaffen geht nur ohne Waffen.

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Anfahrt zum Fliegerhorst Jagel

Machen Sie mit bei Aktionen gegen Kriegsbeteiligung und Aufrüstung der Bundeswehr:

Militär löst keine Probleme, denn im Krieg gibt es nur Verlierer: Menschen, die ihr Leben und ihre Gesundheit verlieren, deren Lebensgrundlagen und Existenzen zerstört werden, dazu gehören auch die Soldat*innen. Auch wenn die Kriege längst vorbei sind, leiden die Menschen immer noch an den Folgen wie Verelendung und politische Instabilität. Kriege sind keine Naturkatastrophen. Kriege werden von Menschen vorbereitet, organisiert und Menschen stellen sich für Kriegshandlungen zur Verfügung. Daher kann Krieg und Militär auch durch Menschen beendet und abgeschafft werden.

Seit über fünf Jahren treffen sich deshalb Menschen aus der Region etwa monatlich am Fliegerhorst Jagel, um gegen die Aufrüstung der Bundeswehr mit Cyberkrieg, Drohnen und Elektronischer Kampfführung mit unterschiedlichen Aktionen zu protestieren. Das Geschwader ist dadurch als todbringende Bundeswehreinheit bekannt geworden.

Infos über gelaufene und zukünftige Aktionen gibt es unter jagel.bundeswehrabschaffen.de

Veranstalterin:

Deutsche Friedensgesellschaft –
Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen
DFG-VK Gruppe Flensburg
v.i.S.d.P.: Siglinde & Ralf Cüppers, Mühlenholz 28a, 24943 Flensburg.
Email: flensburg@bundeswehrabschaffen.de

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