Archiv für den Monat Dezember 2020

artefact in Glücksburg: Zentrum für nachhaltige Entwicklung investiert in die Zukunft

Das Zentrum für nachhaltige Entwicklung „artefact“ in Glücksburg – Foto: artefact

Neue Dachhaut, pädagogische und technische Innovationen

Auch ohne Gäste und Besucher tut sich derzeit viel im Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact. Wo noch im Herbst Jugendliche aus Ratzeburg ein Seminar zu Fridays for future durchführten, stapelten sich in den letzten Wochen Maurerkübel und Dachbalken.
„Das ist wohl der einzige Vorteil der Pandemie“ meint Geschäftsführer Werner Kiwitt bei der Bauabnahme des erneuerten Dachs: „Angesichts geplatzter Seminar- und Urlaubsbuchungen konnten die Fachfirmen konsequent ihre Arbeiten durchziehen.“ Die Dachdeckerfirma Davidsen aus Flensburg und Holzverbindung aus Wees hatten bis zu fünf Fachleute gleichzeitig im Einsatz, um Bauschäden in Fassaden und Dachkonstruktionen zu beheben und gleichzeitig die Voraussetzungen für nachhaltige Attraktivierungen zu schaffen. Große Dachflächen wurden mit witterungsresistenten Materialien wie Resitrix eingedeckt, die nicht nur über Jahrzehnte wasserdicht, sondern auch die notwendige Grundlage sind für die geplante umfangreiche Begrünung unterschiedlicher Dachformen.
„Im Frühjahr sollen all diese Flächen mit unterschiedlichen flachwurzelnden Kräutern und anderen Pflanzen belegt werden, um damit Artenvielfalt und Bienenweide auf die Dächer zu holen und nebenher die darunterliegenden Räume zu klimatisieren.“ so Kiwitt. „Doch auch innovative Solartechniken auf dem Dach und im Energieerlebnispark sind in Planung.“

Allein aus eigener Kraft könnte der gemeinnützige Bildungsträger die Investitionen von 450.000 € nicht aufbringen.  Als eine der ersten Bildungseinrichtungen für Nachhaltigkeit wurde artefact soeben landesweit von gleich drei Ministerien zum viertenmal rezertifiziert, da die selbstentwickelten non-formalen Bildungskonzepte nicht nur Schulklassen, sondern auch die Besucher im Gästehaus und Touristen im Energieerlebnispark erreichen.  Zuschüsse vom Land, der Aktivregion und der Bingo Projektförderung konnten auch aufgrund des überregionalen Bekanntheitsgrades eingeworben werden.

Das artefact-Team will die Herausforderungen von Klimakrise und drohender Heisszeit noch stärker einbeziehen in das handlungsorientierte Konzept für den Energieerlebnispark, der im Frühjahr auch einen neuen Namen bekommen soll. Zur Deckung der Eigenleistungen wurde eine Spendenkampagne gestartet, die die Investitionen in die nächsten Jahrzehnte ermöglichen sollen. Über bereits 49.000,- € kann sich das zehnköpfige artefact-Team freuen: „Viele Besucher, die Motivation und Anregungen von hier mitgenommen haben, wollen nun auch selber beitragen zu einer enkeltauglichen Zukunft.“ so Kiwitt: Vom 10,- €-Beitrag eines Schülers bis zur Belegschaft einer Firma, die „statt Weihnachtsfest“  7.500,- Euro gespendet hat, reicht die Palette der Unterstützer. „Das gibt Auftrieb für die Herausforderungen, die wir nach Corona zu meistern haben.“

Weitere Infos: artefact
Bremsbergallee 35, 24960 Glücksburg (Ostsee)
Tel.: 04631-61160
artefact.de
info@artefact.de

Global lernen, lokal bauen bei artefact in Glücksburg (Ostsee) – Film zur Pionierarbeit von artefact

Konto im Minus oder Raten im Rückstand? Finanzlücken geschickt überbrücken

Tipps der Verbraucherzentrale

Jobverlust, Kurzarbeit oder unerwartete Ausgaben können große Lücken ins Budget reißen. Wenn das Konto schon tief im Minus steckt und das Geld nicht mehr für laufende Kreditraten reicht, wird es höchste Zeit zu handeln. Im Gespräch mit der Bank lässt sich oft eine Lösung finden und Überschuldung vermeiden.

Ein Girokonto mit Dispokredit ermöglicht finanziellen Spielraum: Kontoinhaber können ihr Girokonto damit bis zum vereinbarten Rahmen überziehen. Die Grenze liegt meist bei zwei oder drei Monatsgehältern. Diese Schulden lassen sich flexibel zurückzahlen, doch das kann gerade bei knappen Einkommen lange dauern. Banken lassen sich diesen Service zudem gut bezahlen. Bis zu 14 Prozent Zinsen kostet der Dispokredit pro Jahr. Er eignet sich deshalb höchstens, um einen finanziellen Engpass bis zum nächsten Gehaltseingang zu überbrücken. Anders sieht es aus, wenn das Konto auf Dauer überzogen ist. „Einige Kontoinhaber gewöhnen sich an, diese Schulden über Monate oder Jahre zu verschleppen, ohne sie abzubauen“, sagt Michael Herte, Referent für Finanzdienstleistungen bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. Wer über ein Jahr durchschnittlich 2.000 Euro Dispokredit beansprucht, zahlt bei einem Zinssatz von 14 Prozent etwa 280 Euro nur für Zinsen.

Dispo gegen einen Ratenkredit tauschen

In solchen Fällen kann ein Ratenkredit der Ausweg sein. Ratenkredite sind weniger flexibel, dafür aber preisgünstiger. Der Kreditnehmer spart Zinsen und kann Raten und Zeitraum für die Rückzahlung selbst festlegen. Banken sind verpflichtet, ihre Kunden in bestimmten Situationen zum Abbau der Schulden zu beraten. Wenn zum Beispiel ein Kontoinhaber seinen Dispokredit länger als sechs Monate zu durchschnittlich 75 Prozent ausschöpft, muss die Bank ein Beratungsgespräch anbieten (§ 504a BGB). Dabei ist allerdings Vorsicht geboten: Wenn der Ratenkredit der Hausbank ebenfalls hohe Zinsen vorsieht oder sogar mit einer Restschuldversicherung verbunden wird, kann es noch teurer werden. „Betroffene holen in solchen Fällen am besten Angebote anderer Banken ein und vergleichen die Kreditverträge kritisch“, empfiehlt Michael Herte. Unterstützung und unabhängigen Rat dazu bietet die Verbraucherzentrale.

Wenn das Geld nicht für die Kreditraten reicht

Wer einen laufenden Kredit zurückzahlen muss und mit den Raten in Rückstand gerät, sollte schnell handeln und mit der Bank sprechen. „Bei allgemeinen Verbraucherkrediten gibt es oft die Möglichkeit, eine längere Laufzeit und kleinere monatliche Raten zu vereinbaren“, so Herte. Wenn Arbeitslosigkeit oder Krankheit der Grund für die finanzielle Notlage sind, lohnt es sich zu schauen, ob mit dem Kredit eine Restschuldversicherung abgeschlossen wurde. Diese Versicherungen sollen Kreditnehmer absichern, falls sie Darlehensraten – zum Beispiel aufgrund von Jobverlust, längerer Krankheit oder Tod – nicht zahlen können. Restschuldversicherungen sind oft teuer und erhöhen die Kosten einer Finanzierung erheblich, aber in manchen Fällen können Betroffene der Corona-Krise die Leistungen beanspruchen und davon profitieren.

Vorsicht mit „schufafreien Krediten“

Vorsicht ist bei Kreditvermittlern geboten, die mit „unbürokratischer Hilfe“ oder „schufafreien“ Krediten werben. „Darauf ist kein Verlass, stattdessen entstehen oft zusätzliche Kosten und am Ende ist der Schuldenberg nur noch größer“, warnt der Finanzberater. Echte Unterstützung bei Schuldenproblemen bieten öffentliche Schuldnerberatungsstellen und die Beratung der Verbraucherzentrale.

Stadt Flensburg weitet das elektronische Bezahlen aus

E-Payment für Dienste des Rathauses

Flensburg. Um den Service für die Bürgerinnen und Bürger zu verbessern, hat die Stadt Flensburg E-Payment eingeführt – ein elektronisches Zahlungssystem für Online-Verfahren. Durch seine Implementierung können Online-Anträge vollständig digital in einem Zuge durchgeführt und bezahlt werden. Das E-Payment kommt für Services infrage, deren Gebührenhöhe bereits im Vorfeld feststeht und in denen die Verwaltungsleistung üblicherweise erst nach der Zahlung erbracht wird.

Flensburger Rathaus: Künftig kann man für Dienstleistungen der Stadt digital bezahlen

„Im Online-Dienst für das Bewohnerparken steht E-Payment bereits seit dem 19.11.2020 zur Verfügung. Weitere Dienste werden in Kürze im Standesamt, in der Stadtbibliothek und in der Volkshochschule folgen“, berichtet Dr. Marcus Ott, der als CDO der Stadt für die Digitalisierungsaktivitäten verantwortlich ist. „Mittelfristig ist beabsichtigt, viele weitere Dienste mit dem elektronischen Bezahlen zu verknüpfen und den Bürgerinnen und Bürgern den leichten Zugang zu Leistungen ermöglichen, wie sie es schon beim täglichen Einkauf über das Internet gewohnt sind.“

Mittels eines Online-Antrags werden die Bürger*innen auf eine sogenannte „Paypage“ der Bezahlplattform weitergeleitet. Hier sind die persönlichen Daten sowie die Zahlungsinformationen aus der beantragten Leistung bereits vorausgefüllt. Zur eigentlichen Zahlung bietet die Stadt Flensburg die gängigen Methoden an: PayPal, Kreditkartenzahlung über Visa oder Mastercard, giropay und SEPA Lastschrift.

Nach erfolgreicher Zahlung bekommen die Nutzer*innen der Online-Leistung auf der städtischen Bezahlseite eine Bestätigung angezeigt. Anschließend werden sie zum Online-Dienst zurückgeleitet, um dort den Vorgang abzuschließen.

„Damit erzielen wir auf beiden Seiten immense Vorteile“, bewertet Oberbürgermeisterin Simone Lange das neue Verfahren äußerst positiv. „Für unsere Bürgerinnen und Bürger verkürzen sich die Antragszeiten enorm, da sie nun den kompletten Verwaltungsprozess von zuhause abwickeln können. In automatisierten Verfahren, wie z.B. beim Bewohnerparken, müssen sie auch für das Ergebnis nicht mehr ‚auf das Amt‘ kommen. Der Ausdruck erfolgt zuhause.“

Die Leiterin des Bürgerbüros, Nicole Ertzinger, erkennt zudem auch eine Vereinfachung der internen Prozesse: „Durch die Online-Daten, die direkt im Fachverfahren zur Verarbeitung zur Verfügung stehen, können wir in der Sachbearbeitung deutlich schneller reagieren, als wenn sie zunächst aus einem Antragsformular manuell übernommen werden müssen. Dies erspart Zeit im Arbeitsablauf und ermöglicht eine schnellere Antwort an die Bürgerin oder den Bürger. Handelt es sich um vollautomatisierte Verfahren, brauchen wir gar keine Hand mehr anzulegen und die Leistung steht der Antragstellerin oder dem Antragsteller sofort zur Verfügung.“

Damit fand der lange Prozess mit dem Ziel des modernen, elektronischen Bezahlens einen ersten erfolgreichen Abschluss. Angestoßen wurde er nach ersten Recherchen und Konzepten durch die Grundsatzentscheidung der Oberbürgermeisterin im Jahr 2018.

Seit dem 17.12. bietet auch das Standesamt für zwei seiner Online-Dienste den elektronischen Bezahlvorgang an. Über www.flensburg.de/standesamt können vorgeburtliche Anmeldungen von Kindern durchgeführt sowie Personenstandsurkunden, wie beispielsweise Geburts-, Ehe- oder Sterbeurkunden, bestellt werden. Ganz ohne den Weg zum Rathaus und mit elektronischer Bezahlung und anschließender Zusendung per Post. Seit dem Starttermin Mitte Dezember wurden diese Dienste in ihrer neuen Form bereits über 20-mal wahrgenommen.

Derzeit befindet sich die Teilnahme von Jugendlichen an den Ferienpassangeboten des Kinder- und Jugendbüros in der Testphase. Hierdurch soll spätestens in den nächsten Sommerferien das Bestellen von Teilnahmekarten zum Ferienpass online möglich sein. Auch die Stadtbibliothek nutzt E-Payment bereits im Testbetrieb und wird in Kürze die Bezahlung der Gebühren online und kontaktlos ermöglichen.

Corona in Flensburg: Regelungen für die Neujahrsnacht

Jahreswechsel 2020/21 – mit Abstand und Maske

Flensburg. Das Jahr 2020 hat seit Beginn der Pandemie im März einen ganz eigenen Verlauf genommen. Nicht zuletzt haben zahlreiche Verordnungen und Verfügungen unseren Alltag bestimmt. Dies ist zum Jahreswechsel nicht anders, da in diesen Tagen keine Ausnahmeregeln greifen. Hier noch einmal ein Überblick über die bestehenden Regelungen:

Die derzeit geltenden Kontaktbeschränkungen der aktuellen Landesverordnung (maximal fünf Personen aus einem oder zwei Haushalten) sind im gesamten Stadtgebiet einzuhalten. Das gilt ausdrücklich auch für den Aufenthalt im Freien.

Am 31.12.2020 und dem 01.01.2021 gilt zudem (neben dem bestehenden Verkaufsverbot) ein Verbot für die Verwendung von Feuerwerkskörpern in den folgenden Bereichen der Stadt Flensburg:

Südermarkt
ZOB (Süderhofenden zwischen Rathausstraße und Nikolaistraße)
Bahnhofsvorplatz (zwischen Bahnhofstraße und Mühlendamm)

Fußgängerzone der Innenstadt mit folgenden Straßenzügen:

Todsen-Straße
Rote Straße
Angelburger Straße (zwischen Holm und Süderhofenden)
Holm
Nikolaistraße
Rathausstraße (im Übergang zwischen Holm und Großer Straße)
Große Straße
Nordermarkt
Norderstraße (zwischen Marienstraße und Toosbystraße)
Schiffbrückstraße
Willy-Brandt-Platz

Hafenbereich mit folgenden Straßenzügen:

Schiffbrücke
Norderhofenden
Hafenspitze
Am Kanalschuppen
Ballastkai (bis zur Einmündung Am Industriehafen)

In den oben aufgeführten Bereichen ist zusätzlich, zu den geltenden Uhrzeiten unter Ziffer 1 der Allgemeinverfügung, das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung vom 31.12.2020 ab 18 Uhr bis zum 01.01.2021 6.30 Uhr verpflichtend.

Das Ordnungsamt der Stadt Flensburg sowie die Polizei werden auch zum Jahreswechsel in der Stadt unterwegs sein um Kontrollen in den verschiedenen Bereichen durchzuführen.

Oberbürgermeisterin Simone Lange wendet sich mit einem deutlichen Appell an die Flensburger*innen: „Nicht alles was erlaubt ist, scheint in diesem Jahr auch geboten. Bitte helfen Sie weiter dabei mit, das Infektionsgeschehen einzudämmen. Verzichten Sie auf Feuerwerk und Knallerei und gehen Sie mit uns einmal ganz anders ins Neue Jahr. Die Zeit ist eine komplett andere geworden. Lassen Sie uns das neue Jahr auf andere Weise begrüßen als üblich!“.

Lukas Haak: „Fémmage Surrealiste“ vom 1. – 15. Jan 2021 in der NORDER147 in Flensburg

Lukas Haak, ein Allround-Künstler in Sachen Fotografie, Video-Arbeiten, Malerei und Performance stellt vom

1. – 15. Januar 2021

seine Foto-Serie „Fémmage Surrealiste“ in den Schaufenstern der NORDER147 aus.

„FEMMAGE SURRÉALISTE“

Der Surrealismus begann in den 1920-er Jahren um den Dichter André Breton als reiner Männerclub.

Das Ziel der Surrealisten: Das rationale Denken der bürgerlichen Mitte kritisch zu hinterfragen, Logik zu durchbrechen und den Weg für das Irrationale, Traumhafte und Absurde zu ebnen.

Es dauerte nicht lange, bis sich auch Frauen und gender-nonkonforme Künstler*innen der revolutionären Geisteshaltung anschlossen. Das beeindruckende Werk dieser Künstlerinnen* gewann in den letzten Jahren zunehmend an Relevanz – zuletzt bei der Ausstellung „Fantastische Frauen“ in der Schirn Kunsthalle in Frankfurt. Eben dieses Werk birgt eine ganz neue Perspektive auf die surrealistische Kunstgeschichte, in der die Frau* nicht nur auf die Rolle der Muse objektifiziert wird. Stattdessen ist sie* auch noch mit heutigem Blick eine starke Rebellin*, Modernistin* und Künstlerin*.

Mit „Femmage Surréaliste“ geht Medienkünstler* Luki in seiner* Bachelor-Abschlussausstellung der Frage auf den Grund, inwiefern sich die Ideen und Konzepte der Künstlerinnen* in einer eigenen Bildsprache mit modernen Mitteln nachahmen, wiedergeben und darstellen lassen. Lukas Haak arbeitete mit vielen, sich überschneidenden Medien, darunter Fotografie, Video, Installation, Performance und Projektion. Daraus entstand eine surrealistische Collage zu Ehren von Claude Cahun, Frida Kahlo, Meret Oppenheim und anderen Künstlerinnen dieser Kunstrichtung.

Eine Auswahl der Werke wird vom 1. – 15. Januar 2021 in den Schaufenstern der Norder147 ausgestellt sein, dort entstand auch der Großteil der Arbeiten.

Ab dem 15.01. eröffnet eine Online-Ausstellung zusätzlich vertiefende Einblicke in die entstandenen Arbeiten und Hintergründe.

Lukas Haak / Luki

geb. 1996

2016 – 2020 Studium der Medieninformatik (Film) – Hochschule Flensburg

März 2020 – August 2020 – Medienbeauftragter (Norder147)

Dezember 2020 – Vortrag „Art & Gender“ im Rahmen des Seminars „Queering Perspectives“ an der Europa-Universität Flensburg

Eigene kulturelle Projekte

Mai 2018 – Erste Gemeinschaftsausstellung „Korrelation“ mit Caroline Panozzo

Juni 2019 – Zweite Gemeinschaftsausstellung „Korre // Lation“ mit Caroline Panozzo 

September 2019 – Drag Night, Organisation und Teilnahme als QUEEN OA

Mai 2020 – QUEEN OA’S Variety Show Live

September 2020 – QUEEN OA’s Variety Ciao

Teilnahme an kulturellen Projekten

Dezember 2019 – Clash (Kuenda Productions)

März 2020 – Local Artist in Residence (Norder147)

Juni 2020 – „Flensburg kauft Kunst“ (Museumsberg Flensburg)

November 2020 – Flensburg bleibt stabil

Alle weiteren Informationen findet ihr auch auf der Webseite der NORDER147: www.norder147.com
Auf Facebook findet ihr uns hier
E-Mail: info@norder147.com
Norderstr. 147
24939 Flensburg

 

Klimabegehren Flensburg: Digitales Kick-off Treffen am 7. Januar 2021

Liebe Engagierte, Aktivist*innen und Interessierte,

Die Zeit ist reif: Wir starten in Flensburg zwei Bürger*innenbegehren, um die Stadt endlich zukunftsfähig zu machen.

Dass Deutschland und die Welt auf eine Klimakatastrophe zusteuert, dürfte den meisten von euch bekannt sein. Seit Jahrzehnten warnt die Wissenschaft vor der existenziellen Bedrohung durch die Erderhitzung, parallel protestieren und demonstrieren Bürger*innen für einen Kurswechsel in der Politik. Im Herbst 2019 gingen deutschlandweit 1,4 Millionen Menschen für konsequenten Klimaschutz auf die Straße – ohne Erfolg. Auch der vor kurzer Zeit beschlossenen EEG-Novelle fehlt es an allen Enden an Vision und Mut, und das trotz klarer Vorgaben vonseiten der EU. Die Bundesregierung hält an ihrer laschen, unzureichenden und desaströsen Klima- und Umweltpolitik fest.

Bürger*innenbegehren: Flensburg fossilfrei bis 2030 – Foto: Lea Niedrich

Es ist an der Zeit, Klimaschutz mit den Mitteln der Demokratie in der Politik und der Gesellschaft zu verankern. Daher hat sich die Gruppe Fossilfreies Flensburg mit weiteren Akteuren (ADFC, VCD, Greenpeace …) vernetzt und startet zwei Bürger*innenbegehren: Eines, dass für fossilfreie Energiegewinnung bis 2030 sorgen soll und eines, welches die Innenstadt mit zukunftweisender Mobilität lebenswerter macht.

Solche Bürger*innenentscheide werden in den letzten Jahren in Deutschland immer beliebter – mehr als 30 Städte haben die Methode erfolgreich genutzt, um fahrradfreundliche Infrastruktur zu schaffen. Weiterhin haben Initiativen in verschiedenen Städten für den vorzeitigen Kohleausstieg oder die Erstellung von KlimaAktionsplänen 2030 gesorgt. Nun ist auch Flensburg an der Reihe!

Wir laden euch herzlich ein, am gemeinsamen digitalen Kick-off Treffen am Donnerstag, den 7. Januar um 19.00 Uhr teilzunehmen. Der Zugangslink lautet:
https://uni-flensburg.webex.com/uni-flensburg/j.php?MTID=m70594263f26fc81fedadd1cc8e1dedac
Meeting number: 121 110 9203
Passwort: ichbindabei

Beim Treffen wollen wir das Projekt vorstellen und eine Gruppe bilden, welche die Kampagne organisiert und die Bürger*innenbegehren umsetzt. Eine vorläufige Tagesordnung findet ihr unten. Wer besonders fleißig ist, kann sich bereits den folgenden Leitfaden vom Verein „Mehr Demokratie“ durchlesen: (https://www.mehr-demokratie.de/fileadmin/pdf/leitfaden_buergerbegehren_sh.pdf)

Liebe Aktive, lasst uns die fantastischen und zahlreichen Kräfte dieser Stadt bündeln und gemeinsam die Klimawende von unten sein – wer ist mit dabei?
Bei Rückfragen meldet euch gerne bei flensburg.fossilfrei@posteo.de.

Viele Grüße und einen guten Rutsch
das Bündnis Fossilfreies Flensburg

P. S. Leitet diese Info gerne an weitere Interessierte weiter – jede*r ist willkommen!


Vorläufige Tagesordnung

  1. Begrüßung und Vorstellungsrunde
  2. Status quo in Flensburg
  3. Wie funktioniert ein Bürger*innenbegehren?
  4. Vorstellung eines Positiv-Beispiels
  5. Vorstellung eines Negativ-Beispiels
  6. Unser Vorschlag für Flensburg
  7. Hände hoch, wer mitmachen will!

Weniger kann mehr sein – Suffizienzorientierter Stadtspaziergang durch Flensburg

Wie wollen wir in einer Stadt künftig ressourcenarm und gut gemeinsam leben und wie sollen die Stadträume gestaltet und verteilt sein?

7 Stationen laden dazu ein, sich mit dem Thema „Suffizienz in Flensburg“ [weniger kann mehr sein] auseinanderzusetzen

Flensburg. In Kooperation mit der Stadt Flensburg führte das Norbert-Elias-Center der Europa-Universität Flensburg das transdisziplinäre Forschungsprojekt „Entwicklungschancen und -hemmnisse einer suffizienzorientierten Stadtentwicklung“ durch. Im Rahmen dessen Abschlusskonferenz konzipierten die Beteiligten einen Stadtspaziergang mit Fokus auf dem Thema Suffizienz. „Hierbei wurden bewusst verschiedene Aspekte zum Thema aufgegriffen“, erklärt Bürgermeister Henning Brüggemann, bei dem das Projekt in den vergangenen drei Jahren angesiedelt war. „Sehr anschaulich finde ich das Thema ‚öffentliche Räume‘ am Beispiel Stadtpark dargestellt. Urbanes, verdichtetes Wohnen benötigt hochwertige und attraktive öffentliche Räume. Hier ist die Stadt gefragt.“

Levke Mahrt vom Verein „Transformatives Denk und Machwerk“ und die ehemalige Praktikantin der Europa-Universität im Entwicklungsvorhaben „Entwicklungschancen und –hemmnisse suffizienzorientierter Stadtentwicklung“ Anna Glindemann wollen die Aufmerksamkeit auch auf die Schiffbrücke lenken. „Parken an der Schiffbrücke hat nichts mit einer nachhaltigen Mobilität zu tun. Der Raum sollte als Aufenthalts- und Naherholungsort umgestaltet werden und es ist ein neuer Radweg entlang der Straße zu schaffen, um Konflikte an der Hafenpromenade zu entschärfen,“ so die beiden Initiatoren des Spazierganges.

Der Spaziergang wurde vom Verein „Transformatives Denk- und Machwerk“ in digitaler Form mitsamt Fotos und Erklärungstexten für die Öffentlichkeit bereitgestellt. Interessierte können sich so selbst auf den Weg durch Flensburg machen und die Nachhaltigkeitsstrategie der Suffizienz anhand der städtischen Räume kennenlernen. Über die Startseite der städtischen Homepage gelangt man zum Projekt. www.flensburg.de/

Vorsicht mit Handwerker-Notdiensten

Tipps der Verbraucherzentrale für Pannen und Notfälle an Feiertagen

Pannen zuhause passieren leider auch dann, wenn Handwerker frei haben. Wer in Hektik irgendeinen Notdienst anruft, läuft Gefahr, eiskalt abgezockt zu werden. Vor allem an Wochenenden und Feiertagen verlangen unseriöse Schlüssel- oder Rohrreinigungsdienste oft 1.000 Euro und mehr von ihren gestressten Kunden. Was hilft: Vorsorgen und im Ernstfall einen kühlen Kopf behalten.

Die Tür fällt zu und der Schlüssel steckt von innen. Ein Rohrbruch setzt die Wohnung unter Wasser oder die Toilettenspülung streikt. In solchen Notfällen greifen die meisten Menschen zum Handy und suchen nach einem Schlüssel- oder Rohrreinigungsnotdienst im Internet. Das wissen unseriöse Geschäftemacher. Die schnellen Treffer im Netz führen häufig zu Abzocker-Seiten, die mit schnellem 24-Stunden-Service und günstigen Preisen werben. Oft ist der eigene Wohnort als Firmenadresse angegeben, in manchen Fällen auch die lokale Telefon-Vorwahl. Doch hier gilt leider oft: Nichts ist, wie es scheint. Solche Angaben lassen sich im Internet leicht fälschen.

Vorsorgen für die Feiertage
Ein Zweitschlüssel bei Freunden oder vertrauenswürdigen Nachbarn schafft Sicherheit. Im besten Fall wohnen die Hüter des Schlüssels in der Nähe und sind häufig zu Hause. Wer sich für die Feiertage absichern will, kann das vorher absprechen und einen Schlüssel hinterlegen.

Seriösen Notdienst suchen
Manchmal geht es nicht ohne Schlüsseldienst, Rohrreinigungsfirma oder Klempner. Für solche Fälle ist die vorsorgliche Recherche nach einem seriösen Handwerker am Wohnort hilfreich. Im Idealfall ist das ein Betrieb, den man bereits aus eigener Erfahrung kennt. Am besten erkundigt man sich dort, ob es einen Notdienst gibt und wie dieser erreichbar ist. Bei einer unbekannten Firma ist es wichtig zu klären, ob sie ihren Sitz wirklich in der Nähe hat und Dienstleistungen auch außerhalb der Geschäftszeiten zu transparenten Preisen anbietet. Dann ist sie die richtige Adresse für den Notfall. Im Handy gespeichert, als Notiz im Portemonnaie und unter der Fußmatte vor der Tür ist die Rufnummer im Ernstfall griffbereit.

Kosten am Telefon klären
Ein Handwerker am Ort hat kürzere Anfahrtszeiten als ein überregional tätiges Unternehmen. Deshalb ist gleich beim ersten Anruf die Frage entscheidend, von wo der Monteur kommen wird. Wer einen Notdienst unter der örtlichen Vorwahl erreicht, zahlt nur für die An- und Abfahrt innerhalb der Ortsgrenzen. Darüber hinausgehende Beträge kann man von der Rechnung streichen. Die beste Lösung ist ein verbindlicher Komplettpreis für alle Arbeiten, der auch Anfahrtskosten und eventuelle Zuschläge enthält. Eine Türöffnung in der Nacht oder an Feiertagen kann bei seriösen Anbietern mehr als 120 Euro kosten, aber hohe dreistellige oder gar vierstellige Beträge sind auf keinen Fall gerechtfertigt.

Vorsicht mit Barzahlung
Vor der Unterschrift unter eine Rechnung ist ein kritischer Blick auf die einzelnen Posten wichtig. Niemand ist gezwungen, nicht vereinbarte Regelungen zu akzeptieren. Solche Passagen darf man streichen. Viele Dienstleister verlangen eine Barzahlung vor Ort. Reicht das Bargeld nicht, kann man auf einer Zahlung per Rechnung bestehen. Vor allem bei hohen Beträgen ist eine ausführliche und formale Rechnung empfehlenswert, um später reklamieren zu können. Wenn Monteure auf die Fahrt zum Geldautomaten drängen, ist das ein unseriöses Verhalten, auf das sich niemand einlassen sollte.

Nicht nötigen lassen und Hilfe holen
Falls Handwerker Druck machen oder drohen, ist ein Anruf bei der Polizei über den Notruf 110 angemessen. Denn: Nötigung ist strafbar. In kritischen Situationen kann es helfen, einen Nachbarn zur Unterstützung zu holen. Im Ernstfall kann man den Monteur auffordern, das Grundstück zu verlassen. Hält er sich nicht daran, können ihm strafrechtliche Folgen drohen.

Ansprechpartner für Betroffene

Die Beratungsstellen der Verbraucherzentrale nehmen Beschwerden auf, sammeln Fälle und unterstützen Verbraucher mit Informationen, Musterbriefen und persönlicher Beratung. Tipps zur Handwerkersuche finden Sie hier.

Reste-Feste nach den Feiertagen – so landet kein Essen im Müll

Tipps der Verbraucherzentrale

Plätzchen, Weihnachtsgans, Rotkohl und Wein – Weihnachten ist bekanntlich ein Fest der ausgiebigen Schlemmerei. Das Beisammensein spielt sich oft am Esstisch ab, nicht selten bleiben dabei Reste übrig. Wir verraten, wie daraus ein zweites kleines Fest wird.

Jedes Jahr landen in Deutschland zwölf Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Laut Welthungerhilfe[1] besteht dieser Müllberg zu einem Drittel aus weggeworfenem Obst und Gemüse. Auch fertige Speisen und Getränke haben mit 16 und 11 Prozent einen beträchtlichen Anteil an der Lebensmittelverschwendung. Die Feiertage können ein Anlass sein, zu viel einzukaufen und zu kochen. „Mit einer guten Einkaufsplanung, der richtigen Lagerung und Zubereitung lässt sich auch an Weihnachten vermeiden, dass
Lebensmittel in der Tonne landen“, weiß Saskia Vetter, Ernährungsexpertin bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein.

Vorausschauend einkaufen und lagern

Probleme mit der Haltbarkeit und falsche Mengenplanung mit zu großen Portionen sind die häufigsten Gründe, weshalb Essen übrig bleibt und schlecht wird. Wer sich vor dem Fest Gedanken über Menge und Art der Zutaten macht, kann viel bewegen. Bevor es in den Supermarkt geht, steht ein Blick in den Vorratsschrank an. Was fehlt, kommt auf die Einkaufsliste. Und: Wer satt ist, kann sich leichter an die Liste halten und macht weniger Spontankäufe[2]. Also besser nicht mit knurrendem Magen einkaufen gehen. Damit die Lebensmittel zu Hause sicher ankommen, packt man Produkte aus der Kühlung wie Frischfleisch am besten in eine Kühltasche. „Wer sich schon im Supermarkt gegen Lebensmittelverschwendung einsetzen will, kann zu Produkten greifen, deren Mindesthaltbarkeitsdatum bald abläuft. Das hilft, die Abfallmenge im Handel zu verkleinern“, rät Vetter. Zuhause kommt es auf die richtige Lagerung an: Zu kühlende Lebensmittel gehören an die richtige Stelle im Kühlschrank[3]; trockene Lebensmittel wie Hülsenfrüchte oder Reis lagert man am besten dunkel und kühl nach Haltbarkeit geordnet. Tipp der Expertin: „Die Produkte mit der kürzesten Haltbarkeit bekommen die vordersten Plätze im Vorratsschrank.

Tipps für Zubereitung und Reste-Feste

Reste sind oft ein Ärgernis. Sie verstopfen den Kühlschrank und geraten dort leicht in Vergessenheit. Angaben in Rezepten helfen, die richtigen Zutatenmengen zu berechnen. Sollte trotzdem etwas übrigbleiben, können Reste auf kreative Weise ein zweites Mal Freude bereiten. So kann der letzte Schluck Wein oder Soße als Eiswürfel die nächste Soße verfeinern. Knödel vom Vortag schmecken angebraten auch am Tag darauf noch fantastisch und übrig gebliebener Rotkohl veredelt den nächsten Eintopf. Reste des Festbratens bereichern das Raclette zu Silvester. Harte Kekse, Lebkuchen, Reste vom Schokoladenweihnachtsmann, überreife Früchte oder Joghurt machen sich ausgezeichnet in einem Schichtdessert.

Rezeptideen für das Reste-Essen hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft auf der Themenseite „Zu gut für die Tonne!“ zusammengestellt: https://www.zugutfuerdietonne.de/beste-reste/. Rezeptvorschläge für Übriggebliebenes gibt es auch digital in der „Beste Reste-App“[4].

[1] https://www.welthungerhilfe.de/lebensmittelverschwendung/

[2] https://www.bmel.de/DE/themen/ernaehrung/lebensmittelverschwendung/tipps-lagerung-einkauf-lebensmittel.html;jsessionid=07EA5C3721CA5540133C84159C6E63DC.internet2851

[3] https://www.deutschland-machts-effizient.de/KAENEF/Redaktion/DE/NTRI/Standardartikel/kuehlen-gefrieren-einr%C3%A4umen.html

[4] https://www.zugutfuerdietonne.de/beste-reste/die-beste-reste-app/

Mehr Informationen finden Sie auch auf der Website der Verbraucherzentrale.

Vom globalen Lernen zum lokalen Bauen: Film zur Pionierarbeit von artefact in Glücksburg

Neue Dämmstoffausstellung wird vorbereitet

Finn Goulding (links) und andere Besucher begutachten den Film in der neuen Dämmstoffaustellung – Foto: frei, artefact

Tiny houses mit Seegrasdämmung gelten inzwischen als hipp, Lehmwände im Wohnzimmer gehören bei gesundheitsbewussten Bauherr*innen zum guten Ton. Seit Jahrzehnten erproben artefact und alle Bewohner der ungewöhnlichen Gästehäuser das Wohnraumklima solch unkonventioneller Baustoffe am eigenen Leib – und sind meist begeistert. Zehntausende Testschläfer nahmen Anregungen mit nach hause und entwickelten manchmal eigene Ideen und sogar Firmen daraus. Der Rat für nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung würdigte deshalb vor Jahresfrist die Pionierarbeit von artefact und finanzierte die mit bewegtbild-Flensburg realisierte Herstellung eines Films, der nun bei artefact und auch auf der homepage des gemeinnützigen Bildungsträgers und bei youtube online zu sehen ist: https://www.youtube.com/watch?v=gmwt6v8j1gU
„Vom Pionier zum Trendsetter“ begleitet Bauherren und Handwerker auf Baustellen oder bei der Fortbildung zum Dämmstoffeinbau im artefact-Zentrum, lässt Bewohner selbst zu Wort kommen über ihre Gründe für und Erfahrungen mit Baustoffen, die gesünder für Mensch und Klima und nicht einmal unbedingt teurer für´s Portemonnaie sind als Öl-basierte Materialien. Eine Ausstellung zu Dämmstoffen im Vergleich wurde auf der Basis wissenschaftlicher Auswertungen einer Klasse der Fachschule für Technik der Eckener-Schule Flensburg erstellt und soll im Frühjahr offiziell eingeweiht werden.

artefact
Bremsbergallee 35, 24960 Glücksburg (Ostsee)
Tel.: 04631-61160
artefact.de
info@artefact.de

Global lernen, lokal bauen bei artefact in Glücksburg (Ostsee)

 

Corona: Neue Allgemeinverfügung der Stadt Flensburg – Maskenpflicht, Böllerverbot und Quarantänepflicht

Verpflichtung zum Tragen von Mund-Nasen-Bedeckung und „Böllerverbot“ in besonderen öffentlichen Bereichen sowie verschärfte Quarantäne-Regeln

Mit Wirkung 21.12. treten in Flensburg neue Corona-Regeln in Kraft. In vielen Bereichen der Innenstadt und auf öffentlichen Plätzen herrscht Maskenpflicht sowie zu Silvester ein Böllerverbot. Dazu hat die Stadt Flensburg am 20.12. eine  Allgemeinverfügung verkündet. Ebenfalls gibt es vom gleichen Tag eine weitere Allgemeinverfügung mit verschärften Quarantäne Regeln: „Anordnung zur Absonderung (Isolation oder Quarantäne) wegen einer SARS-CoV-2-Infektion oder der Einstufung als Kategorie I Kontaktperson“. Der Text der beiden Allgemeinverfügungen folgt untenstehend:

Allgemeinverfügung

Der Oberbürgermeisterin der Stadt Flensburg

zum Verbot und zur Beschränkung von Kontakten in besonderen öffentlichen Bereichen zur Bekämpfung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 auf dem Gebiet der Stadt Flensburg

Gemäß § 28 Absatz 1 Satz 1 und 2 Infektionsschutzgesetz (IfSG) in Verbindung mit § 106 Abs. 2 Allgemeines Verwaltungsgesetz für das Land Schleswig-Holstein (Landesverwaltungsgesetz – LVwG) wird folgende Allgemeinverfügung erlassen:

1. In den folgenden öffentlich zugänglichen Bereichen ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung gemäß § 2a Abs. 2 der Landesverordnung zur Bekämpfung des Coronavirus SARS-CoV-2, ersatzverkündet am 14.12.2020, verpflichtend:

a. in der Zeit von 6.30 Uhr – 18.00 Uhr
    Südermarkt
    ZOB (Süderhofenden zwischen Rathausstraße und Nikolaistraße)
    Bahnhofsvorplatz (zwischen Bahnhofstraße und Mühlendamm)

b. in der Zeit von 9.00 Uhr – 18.00 Uhr
    Fußgängerzone der Innenstadt mit folgenden Straßenzügen:
    – Dr.Todsen-Straße
    – Rote Straße
    – Angelburger Straße (zwischen Holm und Süderhofenden)
    – Holm
    – Nikolaistraße
    – Rathausstraße (im Übergang zwischen Holm und Großer Straße)
    – Große Straße
    – Nordermarkt
    – Norderstraße (zwischen Marienstraße und Toosbystraße)
    – Schiffbrückstraße
    – Willy-Brandt-Platz

c. In der Zeit von 9.00 Uhr – 18.00 Uhr
   Hafenbereich mit folgenden Straßenzügen:
   – Schiffbrücke
   – Norderhofenden
   – Hafenspitze
   – Am Kanalschuppen
   – Ballastkai (bis zur Einmündung Am Industriehafen)

d. Dies gilt für alle unter a) – c) aufgeführten Bereiche zusätzlich auch für die Zeit vom 31.12 2020 ab 18.00 Uhr bis zum 01.01.2021 6.30 Uhr.

2. Die Verpflichtung nach Satz 1 gilt nicht für Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr und Personen, die aufgrund einer körperlichen, geistigen oder psychi-schen Beeinträchtigung keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen können und dies glaubhaft machen können. Personen, die keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen und für die eine Ausnahme nicht zutrifft, sind das Betreten, der Aufenthalt und die Nutzung der bezeichneten öffentlich zugänglichen Bereichen nicht gestattet.

3. In den unter a) – c) aufgeführten Bereichen gilt für den 31.12.2020. und 01.01.2021 ein Verbot für die Verwendung von Feuerwerkskörpern im Sinne von § 3 Abs.1 Nr.4 Sprengstoffgesetz.

4. Diese Allgemeinverfügung gilt ab dem 21. Dezember bis einschließlich 04. Januar 2021. Die Geltungsdauer der Anordnung unter Ziffer 3) gilt für den 31.12.2020 und 01.01.2021. Eine Verlängerung oder ggf. auch vorzeitige Änderung oder Aufhe-bung ist in Abhängigkeit vom Infektionsgeschehen möglich.

5. Die Anordnung ist gem. § 28 Abs. 3 i. V. m. § 16 Abs. 8 IfSG sofort vollziehbar.

6. Die Allgemeinverfügung der Stadt Flensburg über Maßnahmen zur Bekämpfung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-19 vom 29.11.2020 wird aufgehoben.

Ebenfalls gelten verschärfte Quarantäne Regeln:

Allgemeinverfügung

Der Oberbürgermeisterin der Stadt Flensburg

über die Anordnung zur Absonderung (Isolation oder Quarantäne) wegen einer Infektion durch das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) oder der Einstufung als Kategorie I Kontaktperson in einer geeigneten Häuslichkeit im Gebiet der Stadt Flensburg

Gemäß §§ 28a Absatz 1, 28 Absatz 1 Satz 1 und 2 in Verbindung mit § 30 Absatz 1 Satz 2 Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz – IfSG) in Verbindung mit § 106 Absatz 2 Allgemeines Verwaltungsgesetz für das Land Schleswig-Holstein (Landesverwaltungsgesetz – LVwG) wird folgende Allgemeinverfügung erlassen:

Personen,

1.   die Kenntnis davon haben, dass eine nach Inkrafttreten dieser Allgemeinverfügung bei ihnen vorgenommene molekularbiologische Untersuchung auf das Vorhandensein von SARS-CoV-2-Viren ein positives Ergebnis aufweist (positiv getestete Personen)

oder

2.   die Kenntnis davon haben, dass ein nach Inkrafttreten dieser Allgemeinverfügung durchgeführter SARS-CoV-2 Antigenschnelltest auf das Vorhandensein von SARS-CoV-2-Viren ein positives Ergebnis aufweist

oder

3.   die nach den Vorgaben des Robert-Koch Institutes (RKI) als Kontaktpersonen der Kategorie I einzustufen sind

oder

4.   denen vom Gesundheitsamt der Stadt Flensburg mitgeteilt wurde, dass aufgrund einer bei ihnen vorgenommenen molekularbiologischen Untersuchung das Vorhandensein von SARS-CoV-2-Viren nachgewiesen wurde (positiv getestete Personen),

sind verpflichtet, sich unverzüglich nach Kenntnisnahme auf direktem Weg in ihre Häuslichkeit zu begeben und sich bis auf Weiteres ständig dort abzusondern/aufzuhalten (häusliche Isolation/Quarantäne).

5.   Die unter Ziffer 2 genannten Personen, dürfen zur Durchführung einer molekularbiologischen Untersuchung auf SARS-CoV-2-Viren ihre Häuslichkeit einmalig verlassen. Dies darf nur unter Verwendung von einer Mund-Nasen-Bedeckung ohne Nutzung des ÖPNV und auf dem direkten Hin- und Rückweg erfolgen, d.h. ohne jegliche Zwischenstopps.

6.   Die unter Ziffer 1 bis 3 genannten Personen sind verpflichtet, sich unverzüglich unter untenstehenden Kontaktdaten beim Gesundheitsamt der Stadt Flensburg zu melden.
Folgende Daten müssen mittgeteilt werden:
     – Vor- und Nachname,
     – Geburtsdatum,
     – Telefonische Erreichbarkeit,
     – Anschrift,
     – Einordnung der eigenen Person (Ziffer 1 – 3),
     – Krankheitssymptome inkl. Mitteilung des Tages des ersten Auftretens,
     – Tag des Testes,
     – Vor- und Nachname, von noch im Haushalt lebenden Personen.

7.   Die unter Ziffer 1 bis 4 genannten Personen sind verpflichtet, folgende Verhaltensmaßnahmen einzuhalten:
     – Kein enger körperlicher Kontakt zu Familienangehörigen / anderen Personen.
     – Ein Abstand von > 1,50 – 2m zu allen Personen ist einzuhalten.
     – Benutzung von Einwegtaschentüchern beim Naseputzen.
     – Tragen eines eng anliegenden Mund-Nasen-Schutzes, wenn es unvermeidlich ist, dass Sie den Raum mit Dritten teilen müssen. Dieser ist bei Durchfeuchtung, spätestens nach zwei Stunden zu wechseln.
     – Die vorgenannten Unterpunkte gelten nicht bei Personen, die persönliche Zuwendung oder Pflege brauchen oder diese durchführen und sich im gleichen Haushalt befinden (engster Familienkreis). Die Kontakte sind auf das notwendige Maß zu reduzieren.
     – Führen eines Tagebuchs bezüglich ihrer Symptome, Körpertemperatur, allgemeinen Aktivitäten und Kontakten zu weiteren Personen. Die Körpertemperatur ist zweimal täglich zu messen.
    – Bei Auftreten von Symptomen wie Fieber oder erhöhter Temperatur, Husten, Reizung des Rachens oder Schnupfen ist unverzüglich das Gesundheitsamt der Stadt Flensburg unter den unten aufgeführten Kontaktdaten zu informieren.

8.   Den unter Ziffer 1 – 4 genannten Personen wird die Ausübung einer beruflichen Tätigkeit nach § 31 IfSG untersagt. Ausgenommen isteine Tätigkeit im Home-Office, wenn dies ohne Kontakt zu anderen Personen durchgeführt werden kann.

9.   Die Anordnung zur Absonderung gilt solange, bis sie vom Gesundheitsamt der Stadt Flensburg wieder aufgehoben wird.

10. Diese Allgemeinverfügung gilt vom 22.12. 2020 bis einschließlich 15.01.2021. Eine Verlängerung ist möglich.

11. Zuwiderhandlungen können nach § 73 Absatz 1a Nr. 6 IfSG mit einem Bußgeld bis zu 25.000 € geahndet werden.

12. Die Anordnung ist gemäß § 28 Absatz 3 in Verbindung mit § 16 Absatz 8 IfSG sofort vollziehbar.

Die Allgemeinverfügungen mit ausführlicher Begründung sind auf der Corona-Seite der Stadt Flensburg veröffentlicht

 

Die Verwüstung geht weiter – Kapitalismus zerstört Lebensqualität

Kahlschlag am Wasserturm

Unglaublich, dass offensichtlich die untere Naturschutzbehörde über die Abholzung keine Kenntnis hatte bzw. nicht informiert wurde. Nachtrag: Am 23.12.  berichtete shz-online, dass tatsächlich die Stadt Flensburg als untere Naturschutzbehörde nicht informiert war. Ebenso habe es nach Angaben eines Rathaus-Sprechers keine Genehmigung zur Rodung von Bäumen und Sträuchern gegeben. Die Arbeiten auf dem Gelände der ehemaligen Kolonie 115 seien nach Bekanntwerden durch die Stadt gestoppt worden, gleichzeitig erwarte den Eigentümer des Geländes jetzt eine Anhörung und die Aussicht auf ein Ordnungsgeld.
Dazu auch der Beitrag von Mira Nagar auf shz-online vom 23.12.: Kolonie am Wasserturm: Kleingärten vorschnell zerpflügt – Ohne Genehmigung wurden Pflanzen der Kolonie 115 entfernt – die Arbeiten wurden gestoppt.
unter: https://www.shz.de/lokales/flensburger-tageblatt/kolonie-am-wasserturm-kleingaerten-vorschnell-zerpfluegt-id30702532.html

 

DKP Flensburg

Verwüstung der Kleingartenkolonie 115, keine Erholung mehr für Flensburger Bürger

Während am Freitag 18.12.2020 wieder eine Mahnwache vor FFG/Rheinmetall-Defence stattfand, wurde am anderen Ufer ein weiteres Stück Natur platt gemacht. Die Kleingartenkolonie 115 am Wasserturm wurde eingeebnet, die Pflanzen und Gartenlauben völlig zerstört. Nach der Mahnwache konnten nur noch die Reste fotografiert werden.

statt Grün und Erholung : Baulandspekulanten freuen sich auf Profite

Ob die untere Naturschutzbehörde der Naturzerstörung zugestimmt hat, ist ungewiss. Der Baggerführer meinte, es sei alles legal, aber die Mahnwachenteilnehmerin, die bei der unteren Naturschutzbehörde nachgefragt hatte, sagte, die seien überrascht von ihrem Anruf und hätten gar nicht gewusst, dass dort eine Rodung stattfände.

Platt gemacht: Kleingartenlaube im Container

Das Reststück des Klueser Waldes steht noch. FFG hatte schon eine Schneise hineingeschlagen und hält dies für einen ganz normalen Forstweg. Zweck eines solchen „Forstweges“ wäre der Abtransport der geschlagenen Bäume. FFG-Vorstand Dino Erichsen kündigte aber nun an…

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