Archiv für den Tag 20. November 2020

Heißer Herbst-Trend: Fertige Suppen aus dem Glas

Tipps der Verbraucherzentrale

An kalten und rauen Tagen ist eine heiße Suppe genau das Richtige: Sie wärmt gut durch, macht satt und kann eine ordentliche Portion Gemüse liefern. Lebensmittel-Hersteller haben fertige Suppen aus dem Supermarktregal zum Trend gemacht. Der Produktvergleich zeigt: Wenn es schnell gehen soll, sind diese Fertiggerichte eine echte Alternative zur selbstgekochten Suppe.

Insgesamt 67 fertige Suppen aus dem Glas, Papp- oder Kunststoffbecher hat die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein im Hinblick auf Zutaten, Verpackung und Preis-Leistungs-Verhältnis geprüft. Das Ergebnis: Im Großen und Ganzen sind die getesteten Produkte empfehlenswert, wenn man von einem teils zu hohen Salzgehalt absieht. Die Preise liegen zwischen 3,32 Euro und 16,30 Euro pro Liter Suppe. Bio-Suppen kosten rund 9 Euro pro Liter. „Mit Blick auf die Zutaten in Bioqualität ist das aus unserer Sicht ein angemessener Preis“, so Saskia Vetter, Referentin für Lebensmittel und Ernährung bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. Konserven aus der Dose wurden in den Marktcheck nicht einbezogen.

Suppen von Gemüserettern als Beitrag zum Klimaschutz

Die angebotenen Bio-Suppen fallen durch einen hohen Anteil an Gemüse auf. Fleisch ist hier die Ausnahme. Das enthaltene Gemüse wie Möhren, Kürbis oder Kartoffeln stammt zum Teil aus unverkäuflichen Beständen und wird von Herstellern vor der Mülltonne „gerettet“. „Solche Initiativen sind aus unserer Sicht wegweisend, weil sie einen aktiven Beitrag gegen die Lebensmittelverschwendung und für den Klimaschutz leisten“, so Saskia Vetter. Krumme Möhren, fleckige Tomaten oder ungleichmäßig geformte Kartoffeln gelangen häufig nicht in den Handel, weil sie nicht dem Standard entsprechen. Einige Hersteller haben sich darauf spezialisiert, solche Produkte zu verarbeiten und damit ihre Entsorgung zu verhindern.

Das steckt in den Suppen

Bei rund einem Drittel der untersuchten Suppen macht das Gemüse den größten Anteil aus. Auch Süßkartoffeln und Hülsenfrüchte wie Linsen und Erbsen sind beliebte Zutaten. Mehr als die Hälfte der Produkte wird in Bioqualität produziert, die Auswahl an veganen Suppen ist mit 35 Prozent groß. Daneben tragen zehn Produkte den Hinweis, dass sie frei von Geschmacksverstärkern und Konservierungsstoffen sind. Das trifft allerdings auch auf viele Suppen ohne diesen Hinweis zu. Besonders positiv fällt auf, dass die Hersteller kaum Hefeextrakt als Geschmacksverstärkender einsetzen – das war bei lediglich vier Produkten der Fall. Die meisten Suppen kann man heiß oder kalt verzehren. Da sie in der Regel als Portion verkauft werden, sind sie praktisch für die Mittagspause oder als Zwischenmahlzeit. Insgesamt enthalten die Suppen allerdings viel Salz. „In acht von 67 geprüften Suppen steckt mit etwa sechs Gramm Salz bereits die empfohlene Tagesmenge für einen gesunden Erwachsenen“, so die Ernährungsexpertin. Drei Produkte überschreiten diese Menge sogar.

Einweg-Verpackung aus Glas: Minuspunkte bei der Ökobilanz

76 Prozent der Produkte sind in Einweg-Gläsern verpackt – ein gemischtes Ergebnis aus Sicht der Verbraucherzentrale. Glas ist eine besonders sichere Verpackung, weil es – anders als Plastik – keine schädlichen Stoffe an Lebensmittel abgibt. Allerdings hat Einweg-Glas eine schlechte Ökobilanz, weil bei der Herstellung sehr viel Energie verbraucht wird. Die bessere Lösung wären Mehrweg-Pfandgläser.

Tipps für den Einkauf

  • Zutatenliste beachten: Je mehr natürliche Zutaten, desto besser. Der Marktcheck hat gezeigt, dass es deutliche Unterschiede bei dem Einsatz von Zusatzstoffen gibt – je nach Suppe und Sorte.
  • Grundpreise vergleichen: Neben dem Endpreis muss im Handel der Grundpreis pro Liter angegeben werden. So ist ein direkter Vergleich möglich – egal, wie groß die Suppenportion und wer der Hersteller ist.
  • Salzgehalt beachten: Die Nährwerttabelle, die auf der Rückseite der Verpackung steht, verrät den Salzgehalt pro 100 Milliliter. Für den gesamten Salzgehalt muss auf die Füllmenge hochgerechnet werden.

Mehr Informationen finden Sie auf der Website der Verbraucherzentrale.

Gespräch des Flensburger Initiativenbündnisses mit Stadtpräsident Hannes Fuhrig und Oberbürgermeisterin Simone Lange

Besetzung des Bahnhofswalds: Auch Thema beim Gespräch der Bürgerinitiativen mit Stadtpräsident Hannes Fuhrig und Oberbürgermeisterin Simone Lange – Foto: Jörg Pepmeyer

SprecherInnen Flensburger  Bürgerinitiativen mahnen mehr Bürgerbeteiligung und Mitspracherechte an

Ein Beitrag der Bürgerinitiative Flensburger Hafen

Liebe Flensburgerinnen und Flensburger,

            Wir  Bürger sind die demokratische Macht und …….

viele von uns wollen nicht länger hinnehmen, dass die von uns beauftragten Treuhänder = Ratsmitglieder und die Oberbürgermeisterin  unabgestimmt wichtige Planungs- und Investitionsentscheidungen treffen.

Weil aber die bisherigen Proteste einzelner Bürgergruppen ergebnislos verpuffen gibt es jetzt den Trend, dass diese sich zusammenschließen, beispielsweise in dem Netzwerk FLiB ( klicken Sie bitte hier ) und öffentlich darstellen was sie zu beanstanden haben. Der Oberbürgermeisterin hat dieses demokratische Selbstbewusstsein nicht gefallen und darum hatte sie Vertreter des Netzwerkes FLiB (also auch uns ) zu einer Aussprache eingeladen.

Wie die verlaufen ist:  ……. lesen Sie hier und Sie können sich dann Ihre eigene Meinung bilden:

Gedächtnisprotokoll vom 20.10.2020

Am 20.10.2010 ab 16:00 Uhr trafen sich die Vertreter des BI Bündnisses FLiB, (12 Personen) auf Einladung der Oberbürgermeisterin Simone Lange zu einem Meinungsaustausch in Sachen Demokratieverständnis, Transparenz und Bürgerbeteiligung bei wichtigen politischen Entscheidungen. 

Teilnehmer*innen:

Hanna Kalkutschke – Bunnies Ranch, 

Christiane Schmitz-Strempel, Helmreich Eberlein, Sabine Scholl – BI Bahnhofsviertel 

Jens Boysen – BI Hafen 

Uschi Thomsen-Marwitz, Lea Niedrich – Bündnis Fossilfreies Flensburg 

Ralf Strobach – Aktionsgruppe Klima 

Jule Niedrich, Isabel Preiss – Fridays for Future 

Thomas Gädeke – Verschönerungsverein 

Cordelia Feuerhake – BI Flensburger Norden und Verschönerungsverein 

Simone Lange – Oberbürgermeisterin 

Herr Fuhrig – Stadtpräsident und Herr Carstensen – Referent für Bürgerbeteiligung 

Der Zeitrahmen wurde von der Oberbürgermeisterin auf 18.00 Uhr festgelegt. 

Herr Fuhrig und Herr Carstensen verließen die Gesprächsrunde schon vor 18.00 Uhr, die dann doch noch bis gegen 19.00 dauerte. 

Der Stadtpräsident führte aus, dass seiner Meinung nach die repräsentative Demokratie, auch wenn die Wahlbeteiligung nur bei 35 % lag, von den ehrenamtlichen Ratsmitgliedern zufriedenstellend umgesetzt wird und konnte keine Defizite erkennen. Den interessierten Bürger*innen bliebe die Beteiligung in Parteien, so dass sie hier mit abstimmen könnten. 

Herr Fuhrig zitierte den Vorwurf der Korruption aus dem offenen Brief. Dies ist eine häufig gehörte Aussage in Gesprächen mit Passanten. Herr Fuhrig ordnete es als unsere Einschätzung zu, verstand offenbar wieder nicht, dass Bürger*innen zu derartigen Schlüssen kommen können, wenn Fragen ignoriert und Widersprüche nicht aufgeklärt werden. 

Vom Bündnis fossilfreies Flensburg wurde angeregt, einmal den Begriff Repräsentative Demokratie bei Gelegenheit gründlich zu definieren. Zentrale Aussage ist: „alle Macht geht vom Volke aus“. 

Jule Niedrich (FFF) wies darauf hin, dass sie als unter 18-Jährige nicht einmal Wahlrecht habe, aber massiv betroffen von den heutigen Entscheidungen sei. 

Helmreich Eberlein machte darauf aufmerksam, dass die Parteien von der Verfassung her kein Monopol auf Meinungsbildung haben, und dass die 65% der Bürger, die in Flensburg von den Parteien nicht repräsentiert werden, selbstverständlich auch ihr demokratisches Recht auf Gehör und Beteiligung haben, und zwar zu den Themen, die sie interessieren und für die sie sich einsetzen wollen. Es gilt dafür Formate zu finden, wo der Einfluss reell ist und nicht nur Einbahnstraßen-Information durch die Verwaltung/Parteien. 

Herr Carstensen war der Meinung das die Bürgerbeteiligung auf allen Ebenen vorschriftsmäßig durchführt worden ist. 

Dem wurde besonders im Laufe der Diskussion von der BI Bahnhofswald und BI Flensburger Hafen und allen anderen BI’s heftig widersprochen. 

Von der BI Bahnhofsviertel kam ein konstruktiver Vorschlag, wie die Mängel bei der Abwägung von Einwendungen künftig vermieden werden können. Bisher schreibt die Verwaltung die Abwägungsvorschläge, die von den Ausschussmitgliedern praktisch immer unhinterfragt abgenickt werden. Die Einwender selbst können sich über sachlich falsche, irreführende, unlogische und nicht nachvollziehbare Behauptungen in diesen Abwägungsvorschlägen nur ärgern, aber nicht darauf reagieren. Besser wäre es, wenn VOR einer Beschlussfassung dazu ein Erörterungstermin im Beisein der Ausschussmitglieder stattfinden würde, in dem jede Einwendung Punkt für Punkt mit dem Abwägungsvorschlag vorgelesen wird und dann der/die jeweilige Einwender/in darstellen kann, ob die Antwort zufriedenstellend ist und wenn nicht, warum. Dabei würden all diese Fehler deutlich, so dass die Ratsmitglieder auf Nachbesserung bestehen können. Der Vorschlag wurde notiert, Herr Carstens regte an, ihn auch in der „Ideen- und Beschwerdestelle“ des Rathauses vorzubringen, was inzwischen geschehen ist. 

Im Laufe der Diskussion versuchte die Oberbürgermeisterin „ihre Hände in Unschuld zu waschen“. Sie hätte im Falle des Bauprojekts Bahnhofshotel keinen Einfluss genommen. Sie musste sich die Frage gefallen lassen, ob ihr Brief an die Obere Forstbehörde, den Bahnhofswald entgegen des Beschlusses der Unteren Forstbehörde doch entwidmen zu lassen, keine Einflussnahme gewesen sei. Dieser Vorwurf der Einflussnahme (Kiel) wurde in der Diskussion mehrmals eingebracht, u.a. auch in Verbindung mit den Fridays, die ein Glaubwürdigkeitsproblem mit Frau Lange und deren Wirken aussprachen. Worte und Taten würden nicht zusammenpassen. 

Außerdem vertrat Frau Lange die Ansicht das Bauprojekt Bahnhofshotel sei klimafreundlich, weil es ja Ausgleichsflächen für den Bahnhofswald gäbe. (Gelächter) Es gebe nun (durch das Bauprojekt?) auch endlich bald eine vernünftige Lösung für Radfahrende zum Bahnhof. 

Seitens der FLiB wurde geäußert, dass man sich durch die Argumentation, wie Projekte von der Stadt begründet und verteidigt werden, verhöhnt fühlt. 

Die Oberbürgermeisterin machte längere Ausführungen über ihre schwierige Situation als Verwaltungschefin und Oberbürgermeisterin. Sie meinte aber, die Verwaltung würde eine gute Arbeit machen. 

Der Vorsitzender der BI Flensburger Hafen widersprach dieser Aussage heftig. 

Durch Planungsmängel würden beantragte Fördermittel der Stadt im Jahr zwischen 2 und 3 Mio € Strafzinsen kosten. Mehrere Bürgerinitiativen in Flensburg hätten nun die mangelhafte Arbeit der Verwaltung aufgezeigt und gingen rechtlich gegen Bauvorhaben vor. 

Außerdem hat das Oberverwaltungsgericht bei der Befassung mit der Normenkontrollklage gravierende Formfehler der Stadtverwaltung Flensburg in der Hafenangelegenheit festgestellt. Die Klage hätte gute Aussichten auf Erfolg. Die Aussage von Stadtsprecher Teschendorf, dass sich die Sache durch die Verabschiedung einer neuen Satzung leicht heilen ließe, sei grob beschönigend und würde den Tatsachen in keinster Weise gerecht. Weiterhin blieb die Stadtverwaltung Antworten auf unsere Fragen und Einwendungen schuldig. Erst nachdem die BI Hafen mit einer eigenen Broschüre provoziert habe, gebe der Sanierungsträger durch Herrn Pahl sich die Mühe, Fragen zu beantworten. 

Hanna Kalkutschke (Bunnies Ranch) wies mit Hinblick auf die aktuelle Diskussion in der Politik, Künstler*innen und Kulturschaffende durch vereinfachten Zugang zu Zwischennutzungen für bezahlbaren Raum für Übungs- und Atelierräume zu unterstützen, darauf hin, dass das Kunst- und Kulturprojekt Bunnies Ranch die Stadt als neue Eigentümerin des Grundstücks bittet, das seit 10 Jahren bestehende Mietverhältnis mit der Bunnies Ranch bis auf weiteres (genauer: bis eine weitere Verwertung des Grundstücks seitens der Stadt feststeht) fortzuführen, anstatt im Bahnhofsviertel eine weitere, wahrscheinlich viele Jahre bestehende Brachfläche zu eröffnen. Durch ein fortgesetztes Mietverhältnis könnte dieser Raum für Kunst- und Kulturschaffende wie bisher sinnvoll und im öffentlichen Interesse genutzt werden. 

Die BI Flensburger Hafen erinnerte an den Kampf für den Erhalt des Hafenwerkes, als nur durch großen Druck erreicht werden konnte, dass die Oberbürgermeisterin für die Rücknahme der Kündigung sorgte. Der Kündigungsgrund, nämlich die Baufälligkeit des Gebäudes, war vom Kündiger (Stadtwerke Flensburg, Tochterunternehmen der Stadt FL) selbst zu verantworten, und musste auch als reiner Hohn verstanden werden. 

Im Fall der Bunnies Ranch zog sich Frau Lange schnell auf die formale Ebene zurück (Vertragsrecht und Zwischennutzung), stritt vehement ab, dass Teilräumungen und andere Maßnahmen angekündigt wurden, was die Bewohner mangels alternativer Möglichkeiten, einen Platz zum Wohnen zu haben, sehr unter Druck brachte. 

Frau Lange wurde gefragt, weshalb Projekte dieser Art nicht in die Entwicklung eines Stadtviertels integriert werden können, das sei schließlich auch eine Art Bürger*innenbeteiligung. So könnte auch die Bunnies Ranch ein Teil des Viertels werden und es mit Leben füllen. Andere Projekte und Strukturen, die von Bürger*innen entwickelt werden, ebenso. Daraufhin wich Frau Lange auf das Sultan Markt Gebäude aus, wo ja z.B. Kultur auch Platz fände, durch Unterstützung der Stadt. Die Frage aufs Bahnhofsviertel bezogen wurde somit nicht beantwortet. 

Thomas Gädecke erinnerte an die lange Geschichte und Verdienste des Verschönerungsvereins und forderte, bei der Stadtentwicklung mehr auf Ansehnlichkeit zu achten. Er erwähnte die Pläne am Museumsberg und das neue Geländer an der Serpentine und erneuerte die Kritik des VV an der phantasielosen Gestaltung der Fassaden bei neuen Bauvorhaben, insbesondere auch beim Bahnhofshotel. Geldmangel sei kein neues Phänomen, trotzdem haben unsere Vorfahren uns eine schöne Stadt hinterlassen. 

Im Ergebnis gab es keine Einsichten oder gar Betroffenheit bei der Oberbürgermeisterin in Bezug auf die Kritikpunkte von FLiB und schon gar keine Frage, was seitens der Stadtverwaltung verbessert werden könnte. Ihr persönlicher Einfluss sei sehr gering, „die Politik“ entscheide. Hier wurde wieder an Frau Langes Einwirken über die Behörde in Kiel erinnert. 

Die Tendenz war die Nivellierung der geäußerten Kritikpunkte mit den organisatorischen Sachzwängen beim Zusammenspiel von Verwaltung und Ratsversammlung, die sich nicht ändern lassen würden. 

Von Seiten der FLIB gab es den dringenden Appell, sich um die Menschheitskrisen Artensterben und Klimawandel prioritär zu kümmern. Dazu gehöre auch, alte Bauvorhaben auf den Prüfstand zu stellen, ob sie sich in der aktuellen ökologischen Situation noch verantworten lassen. 

Uschi Thomsen-Marwitz (B3F) brachte ein, dass im neugegründeten Wirtschaftsbeirat der Stadt, der alle drei Monate tagen und dem Hauptauschuss vorgeschaltet werden soll, Begleitpersonen zu den Themen Klima- Arten, Natur- und Gesundheitsschutz nicht vorkommen und dringend Sprecher*innen der BI`s auf Augenhöhe eingebunden werden müssen. Auf die Frage von Simone Lange, wie dies geschehen solle, antwortete Uschi Thomsen-Marwitz: FLIB werde schon eine Lösung finden, müssten erstmal in den Kreis hineinkommen. Simone Lange will dies im Hauptausschuss ansprechen. 

Ferner wurde mehr Transparenz gefordert, nämlich Infoveranstaltungen, die keine Einbahnstraße, sondern Dialog seien, die rechtzeitig angekündigt werden und Vor- und Nachteile offen darstellten. 

Fähigkeiten und Erfahrung aktiver Bürger*innen sollten auf Augenhöhe einbezogen werden, anstatt die Initiativen als Störenfriede zu sehen. 

Auf den Einwand der BI Bahnhofsviertel, die Verwaltung hätte wiederholt ein Gutachter-Institut beauftragt, das nachweislich schlampig gearbeitet hat, reagierte Frau Lange heftig, wies auf eine mögliche strafrechtliche  Verfolgung dieser Behauptung hin. Sie zählte auf, wer alles bei der Quelle gewesen sei (auch nachts!), leider nicht Bio Consult, aber das wollte Frau Lange nicht bestätigen, obwohl sie darauf hingewiesen wurde, dass diese Tatsache im Bericht des Unternehmens selbst dargestellt wurde. 

OB*in Lange versprach im Klimapakt anzusprechen, ob das Bündnis als Vollmitglied mit Null- Beitrag im Klimapakt aufgenommen werden könne. 

Besprochen wurde die Möglichkeit, dass die FLiB einen Termin mit dem Ältestenrat der Stadt bekommen sollte. Dies will die OB*in Lange arrangieren. 

OB*in Lange blieb bis kurz nach 19:00 Uhr, als seitens einiger FLiB-Mitglieder um eine Beendigung des Treffens gebeten wurde. 

Flensburg, den 27.10.2020 

gez. Netzwerk Flensburg in Bewegung (FLIB 

 

Mit freundlichen Grüßen

Bürgerinitiative Flensburger Hafen e.V.

Der Vorstand

Sollten Sie das Bedürfnis haben, mit einem Ratsmitglied oder einer Fraktion Kontakt aufzunehmen, dann klicken Sie bitte auf diesen Link: https://www.flensburg.de/index.php?NavID=2306.424

Dann klicken Sie in der Mitte der Seite auf Ratsfraktionen und wählen Sie die gewünschte Fraktion aus.

13 Studierende der Europa-Universität Flensburg adoptieren eine Woche die Grundschule Fleckeby

Die 13 EUF-Studierenden mit dem Schlüssel der Grundschule Fleckeby. (Svea Hörrmann)

„Erschöpft, aber erfüllt und glücklich“

Corona bedingt läuft bei dieser siebten Schuladoption vieles anders. „Wir können die Studierenden nicht wie sonst vor Ort unterstützen“, erklärt Projektleiterin Johanna Gosch, „weil wir wegen der Hygienemaßnahmen die Schule nicht betreten dürfen.“ Die 13 Lehramtsstudierenden der Europa-Universität Flensburg (EUF) fühlen sich dennoch gut betreut. Sie haben sich im Rahmen des Praxissemesters, das Lehramtsstudierende im dritten Mastersemester in Schleswig-Holstein absolvieren müssen, freiwillig für dieses Format gemeldet, das ihnen außerordentlich viel abverlangt: Eine Woche lang unterrichten und organisieren sie den Schulalltag ganz allein. „Schuladoption“ nennt sich dieses Konzept. Es soll den Studierenden ermöglichen, umfassende Erfahrungen im Berufsfeld einer Lehrkraft über das Unterrichten hinaus zu machen und die wissenschaftliche Lehrer- und Lehrerinnenbildung praxisorientierter zu gestalten. Erstmalig sind auch Studierende der Sonderpädagogik in die Schuladoption eingebunden.

Arbeit mit den Kindern macht große Freude

Randi Achilles und Mats Kloppenburg, die beide Deutsch und Mathe auf Grundschullehramt an der EUF studieren, beobachten in der Grundschule Fleckeby zum ersten Mal nicht andere beim Unterrichten, sondern stehen in Zweierteams selbst vor der Klasse. Sie sind von dem Konzept überzeugt: „Ich bin sehr erschöpft, aber erfüllt und glücklich“, erklärt Randi Achilles. „Die Arbeit mit den Kindern bereitet mir große Freude.“ Mats Kloppenburg ergänzt, dass er sich jeden Morgen trotz des sehr frühen Aufstehens auf den Tag freue – die Frühstunde an der Grundschule Fleckeby im Kreis Schleswig-Eckernförde startet um 7.20 Uhr und der Student reist aus Flensburg an.

Gute Unterstützung innerhalb des Teams

Dass ihre Betreuerinnen und Betreuer nicht vor Ort sein können, ist für die Studierenden kein Problem. „In unserer mehrwöchigen Vorbereitungsphase sind wir sowohl vom Team der EUF als auch vom Kollegium intensiv auf diese Situation vorbereitet worden“, sagt Mats Kloppenburg. „Wir brauchen auch deshalb nicht so viel externe Unterstützung, weil wir uns untereinander sehr gut in unseren täglichen Feed-Back-Runden helfen“, betont Randi Achilles.

Ganz andere Qualität

Vorbereitung und Begleitung haben es für Schulleiterin Svea Hörrmann leicht gemacht, die Grundschule Fleckeby eine Woche an die Studierenden zu übergeben. „Der Montag startete sehr ruhig, ab Mittwoch sind Kinder und Studierende in der Situation angekommen“, berichtet sie. Sie ist von dem Konzept der Schuladoption überzeugt. „Ich betreue schon lange Praktikantinnen und Praktikanten und erlebe dieses Projekt zum ersten Mal. Es hat eine ganz andere Qualität, weil die Studierenden alleinverantwortlich vor einer Klasse stehen. Das sollte aus schon früher während des Studiums geschehen, der Praxisbezug im Lehramtsstudium könnte aus unserer Sicht noch größer sein.“

Nette Studenten

Die sechs- bis zehnjährigen Schülerinnen und Schüler kommen mit den studentischen Lehrkräften gut zurecht. Finja aus der 1b beschreibt ihre Eindrücke so: „Die Woche finde ich gut, aber ich vermisse auch meine anderen Lehrer. Die Studenten sind aber auch sehr nett- mir gefallen die Laufspiele im Bewegungsunterricht gut.“

Fortbildung im Home Office

Während die Studierenden an der Grundschule Fleckeby 125 Schülerinnen und Schüler in sieben Klassen unterrichten, Pausenaufsicht organisieren, Elterngespräche führen, Krankmeldungen eintragen oder aufgeregte Kinder beruhigen, sollte das Kollegium Fortbildungen besuchen. „Wir sind auf dem Weg zu einer Draußen-Schule“, sagt Schulleiterin Hörrmann, „eigentlich hatten wir vor, in einer Draußen-Schule bei Hamburg zu hospitieren“. Weil die COVID-19-Pandemie auch hier einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, haben sich die zwölf Lehrkräfte der Grundschule im Home Office mit den entsprechenden Themen beschäftigt. Für Schulleiterin Hörrmann auch ein Gewinn. Denn Zeit ist im normalen Schulalltag knapp.

Schlüssel wird wieder zurückgegeben

Am Freitag (20.11.) wird ein selbstgebastelter Schulschlüssel symbolisch an die Schulleiterin rück übergeben. Dann endet in Fleckeby die sogenannte Adoptionswoche.. An der Gemeinschaftsschule Flensburg-West dagegen startet sie : Dort beginnt am 30. November eine Teil-Adoption des sechsten Jahrgangs mit ebenfalls 13 Studierenden.

In Norwegen gibt es die Schuladoption seit 1999. Die EUF hat die Idee als Pionier nach Deutschland importiert und im Schuljahr 2014/2015 erstmals unter dem Titel „Schuladoption – Studierende machen Schule“ durchgeführt. Das Interesse an dem erfolgreich etablierten Projekt ist mittlerweile auch außerhalb Schleswig-Holsteins groß.

Schilderaktion der Stadt Flensburg

Auftauchen gegen Rassismus und für Toleranz und Respekt

Flensburg. Um ein Zeichen gegen Rassismus und für mehr Respekt und Toleranz im Miteinander zu setzen, verteilt die Stadt Flensburg im Rahmen einer Aktion gegen Rassismus Schilder an diverse Institutionen im Stadtgebiet. Hierzu zählen bisher unter anderem die Flüchtlingshilfe, verschiedene Schulen und das Rathaus. Am gestrigen Donnerstag wurde auch der Hochschule Flensburg ein Schild übergeben. „Mit unserer Beteiligung an der Aktion möchten wir unserer gesellschaftlichen Verantwortung, anti-rassistisch zu handeln, die sich auch in unserem Leitbild widerspiegelt, ein weiteres Zeichen setzen. Wer den Campus der Hochschule betritt, betritt einen Ort, an dem Rassismus nicht willkommen ist!“, sagt Dr. Christoph Jansen, Präsident der Hochschule Flensburg.

Flensburg zeigt sich damit als internationale Stadt, in der sämtliche Kulturen und Religionen einen Platz finden. Mit der Aktion gibt die Fördestadt ein deutliches Signal um Rassismus die Stirn zu bieten und sich öffentlich zu Respekt und Toleranz zu bekennen.

„Fremdenfeindlichkeit, Stigmatisierungen und Rassismus gehören leider noch immer unserem Alltag an“, betont Oberbürgermeisterin Simone Lange. „Für eine Aktion gegen Rassismus brauchen wir deshalb keinen Anlass. Deshalb müssen wir alle jeden Tag aufs Neue hinschauen und hinhören, wenn Menschen rassistisch behandelt werden. Dann nämlich müssen wir uns einmischen, die Stimme erheben und dagegenhandeln. Für uns ist klar, dass wir immer wieder durch verschiedene Aktionen auf das Thema aufmerksam machen wollen. Machen Sie doch mit, bekennen auch Sie sich zu Toleranz und Respekt, machen Sie es sichtbar mit diesem Schild an Ihrer Tür.“

Die Stadt Flensburg würde es begrüßen, wenn sich noch weitere Einrichtungen der Aktion anschließen würden. Weitere Schilder sind bei der Stadtverwaltung erhältlich.

Filmreihe Zukunft(s)gestalten – „Slums: Cities of Tomorrow“ am 25.11.2020 – Kostenfreie Online-Vorstellung

Drei Filme zum Thema ‚Mensch Stadt Moderne‘ im November und Dezember

Am Mittwoch, den 25.11. zeigen wir im Rahmen der Filmreihe Zukunft(s)gestalten den Film „Slums: Cities of Tomorrow“ – diesmal digital. Der Dokumentarfilm zeigt informelle Siedlungen weltweit und dort lebende Menschen. Dabei wird nicht nur ein düsteres Bild von Slums gezeichnet, sondern ein anderer Blickwinkel eröffnet: informelle Siedlungen als Orte sozialer Gemeinschaften, die auf Kooperation beruhen.

Der Abend wird begleitet von Dr. Hiram Fernandes, der in Deutschland und Brasilien zu informellen Siedlungen und Recht auf Stadt forscht.

Der Film leitet die dritte Auflage unserer Filmreihe „Zukunft(s)gestalten – Filme zum gesellschaftlichen Wandel“ ein, die sich diesmal dem Thema ‚Mensch Stadt Moderne‘ widmet. Mit der Filmreihe möchten wir dazu beitragen, dass Menschen die diversen, miteinander verflochtenen Krisen der Gegenwart besser verstehen lernen. Viele fühlen sich ihnen gegenüber ohnmächtig. Zu komplex, so scheint es, sind die Probleme. Es fehlt an Mut, Ideen und Visionen für eine bessere Zukunft. Wir möchten Mut machen, zeigen, dass es auch anders geht. In unseren Filmen zeigen wir inspirierende Persönlichkeiten: Menschen die alles anders machen, die zeigen, dass eine andere Welt nicht nur nötig, sondern auch möglich  ist.

25.11.: Slums: Cities of Tomorrow – Original mit englischen Untertiteln – Beginn 18:30 

Link zur Veranstaltung: tiny.cc/zukunftsgestalten
Der Filmabend findet über WebEx und Vimeo statt. Dafür ist keine Registrierung oder Installation nötig.

Bei Fragen oder Problemen schreibt eine Mail an film@transformwerk.org

Der Eintritt ist frei. 

In den kommenden Wochen könnt ihr euch außerdem freuen auf:

02.12. — The Human Scale — Englisch, Dokumentation

09.12. — Why We Cycle — OmU, Dokumentation

Wir freuen uns auf alle Teilnehmenden!
Das Team der Filmreihe Zukunft(s)gestalten in Kooperation mit dem Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein und dem Transformatives Denk- und Machwerk.

— english version —

On Thursday November 25, we will show the movie “Slums: Cities of Tomorrow” as part of the film series Zukunft(s)gestalten – this time digitally. The documentary shows informal settlements and their inhabitants worldwide. The images drawn are not just gloomy but open up new perspectives: informal settlements as places of social communities based on cooperation.

The evening will be accompanied by Dr. Hiram Fernandes, who does research on informal settlements and right to the city movements in Germany and Brazil.

The film marks the beginning of the third round of the film series Zukunft(s)gestalten, this time dedicated to the topic of city planning. The series aims to help people understand the diverse and intertwined crises of our society better. Many feel overwhelmed in the face of these crises, the problems seem too complex and we’re lacking the courage, ideas and visions for a better future. The films we choose for the series take this as a leverage and show how things could be different.

25.11. — Slums: Cities of Tomorrow — Original with english subtitles — start 18:30 

Link to the event: tiny.cc/zukunftsgestalten
The event will happen online via WebEx and Vimeo. There is no registration or installation needed.

If you have any questions or technical problems, you can contact us here: film@transformwerk.org

Free admission.

We are happy about anybody who wants to join!
The team of the film series Zukunft(s)gestalten in cooperation with the Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein and the Transformatives Denk- und Machwerk.

Slums: Cities of tomorrow – Trailer VA

<span>%d</span> Bloggern gefällt das: