Archiv für den Tag 14. November 2020

Hafenumzug: Brief der Bürgerinitiative Flensburger Hafen an die Oberbürgermeisterin

Geplanter Umzug des Wirtschaftshafens an das Stadtwerke-Ufer: Bürgerinitiative reagiert auf Kritik mit Brief an die Oberbürgermeisterin – Foto: Jörg Pepmeyer

Bürgerinitiative wirft der Stadt umfangreiche Planungsfehler vor

Mitteilung der Bürgerinitiative Flensburger Hafen e.V.:

Immer wieder bitten uns Bürger*innen, ihnen doch einmal zu erklären, warum die Oberbürgermeisterin während der Ratsversammlung am 25.06.2020 im öffentlichen Teil so vorwurfsvoll auf die von uns veröffentlichte Broschüre über das 4 Säulenmodell der Hafenostuferentwicklung reagiert hat.

Die Broschüre finden Sie hier:

https://flensburg-hafen.de/aktivitaeten/veroeffentlichungen/

So genau können wir Ihnen das auch leider nicht erklären, das müsste man die Frau Oberbürgermeisterin direkt fragen. Sie behauptet zumindest, dass wir mit dieser Broschüre Herrn Markus Pahl, den Geschäftsführer der städtischen Flensburger Gesellschaft für Stadterneuerung mbH (IHRSan), diskreditiert hätten. Die Oberbürgermeisterin forderte uns auf, auf die Bühne des Respekts zurückzukehren und uns bei Herrn Markus Pahl zu entschuldigen.

Wir, die Bürgerinitiative Flensburger Hafen e.V., werden das nicht tun. Wir sind vielmehr der Meinung, dass sich die Oberbürgermeisterin wegen der von uns ermittelten und öffentlich dargestellten Mängel und Fehler der Stadtplanung bei der Öffentlichkeit und Politik zu entschuldigen habe. Daher haben wir Frau OB Lange am 13.10.2020 einen ausführlichen Brief zugestellt, den wir Ihnen – mit einem zeitlichen Abstand von etwa drei Wochen – nicht vorenthalten möchten.

Sie finden den Brief auf unserer Homepage unter:

https://flensburg-hafen.de/

Wir haben bis heute (12.11.2020) weder eine Eingangsbestätigung oder gar eine Antwort von Frau OB Lange erhalten.

Mit freundlichen Grüßen

Bürgerinitiative Flensburger Hafen e.V.

Der Vorstand

Weitere Artikel finden Sie auf unserer Homepage: https://flensburg-hafen.de/

Mehr Informationen zum Thema Hafenumzug auch hier

Bahnreaktivierung: Studierendenvertretungen schreiben Verkehrsminister Buchholz

Mit einem offenen Brief haben sich die Studierenden-Ausschüsse der Europa-Universität und der Hochschule Flensburg an Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Dr. Buchholz gewandt. Sie unterstützen das Vorhaben, die derzeit ungenutzten Gleise in Flensburg zu reaktivieren. Begründung: Verbesserung der Wohnungssituation für Studierende, Klimaschutz und Wachstumseffekte für die Flensburger Unis.

NAH.SH Mögliche Haltepunkte bei einer Reaktivierung der bestehenden Trasse in Flensburg. Kurze Lückenschlüsse ermöglichen weitere Verbindungen. Grafik: NAH.SH (Expertenpodium 26.10.2020)

Offener Brief im Wortlaut

Hier das Schreiben der beiden Studierenden-Ausschüsse vom 9. November 2020 im Wortlaut:


Sehr geehrter Herr Minister Buchholz,

wir sind vor einiger Zeit darauf aufmerksam geworden, dass es seitens der Norddeutschen Eisenbahngesellschaft Niebüll GmbH (NEG) Bestrebungen gibt, die momentan ungenutzten Gleise innerhalb Flensburgs zu reaktivieren. In diesen Planungen wird auch ein Haltepunkt Campus/Zentralkrankenhaus an der Gleisführung durch das Gebiet Flensburg-Peelwatt in Erwägung gezogen.

Wir, als die Allgemeinen Studierendenausschüsse (ASten) der Hochschule Flensburg und der Europa Universität Flensburg, unterstützen dieses Vorhaben ausdrücklich. Eine direkte Zuganbindung des Flensburger Campus birgt aus unserer Perspektive eine große Chance für den Hochschulstandort Flensburg. Als Vertretung der Studierendenschaften sehen wir insbesondere drei Kernpunkte durch die Reaktivierung der Bahninfrastruktur in der Stadt Flensburg gefördert:

  1. Eine direkte Zuganbindung des Flensburger Campus hätte das Potential, dass die Wohnungssituation im Kerngebiet der Stadt entschärft würde. Wenn die Planungen der NEG umgesetzt werden und so mehrere Bahnhaltepunkte im Stadtgebiet geschaffen würden, hätten zunehmend mehr Studierende die Option sich auch in Randgebieten, beispielsweise in Flensburg Weiche, oder ganz außerhalb des Stadtgebietes anzusiedeln und dennoch mit vergleichsweise niedrigem Zeitaufwand den Campus und die Flensburger Innenstadt zu erreichen.
  2. Neben dem Pendelverkehr würde auch der öffentliche Nahverkehr innerhalb von Flensburg durch Bahnhaltepunkte im Stadtgebiet gestärkt und attraktivíert werden. Durch die verkürzten Fahrtzeiten im Vergleich zum Busverkehr könnten sich deutlich mehr Leute dazu entscheiden, mit dem Zug zum Campus zu fahren. Dies würde dazu beitragen die Klimaschutzagenda der beiden Hochschulen zu unterstützen. Studierende hätten eine weitere lukrative Möglichkeit, um das Landesweite Semesterticket zu nutzen.
  3. Ein Bahnhaltepunkt in direkter Campusnähe würde ein positives Alleinstellungsmerkmal für den Hochschulstandort Flensburg darstellen. Es ist bekannt, dass eine gute Anbindung an die Verkehrsinfrastruktur oftmals auch eine Chance für Wachstum sowie weitere wünschenswerte Nebeneffekte mit sich bringt. Wir sehen die Möglichkeit, dass aus dieser Chance auch für den Flensburger Campus eine Realität wird.

Darüber hinaus würden wir es sehr begrüßen, wenn im Falle einer Reaktivierung langfristig auch Nachtfahrten und ein 30-Minuten Takt auf der Strecke Kiel-Flensburg/Flensburg-Kiel etabliert werden. Dies hätte zur Wirkung, dass es zu einer realen und komfortablen Möglichkeit würde, in Flensburg zu studieren und gleichzeitig in den umliegenden Landkreisen, bis hin zur Landeshauptstadt, wohnhaft zu sein.

Wir hoffen mit diesem Schreiben zu signalisieren, dass die oben genannten Vorhaben im Punkt Bahninfrastruktur in der Flensburger Studierendenschaft durchaus auf Zustimmung stoßen und würden in dieser Sache eine positive Entwicklung im Sinne der Studierenden sehr begrüßen.

Es würde uns sehr freuen, wenn Sie uns diesbezüglich unterrichtet halten.

Mit freundlichen Grüßen

Jan Bastian Rauschen, Marcel Großkopf
Vorstand des Allgemeinen Studierendenausschusses der Hochschule Flensburg

Mira Paula Osthorst, Tim Janßen, Florian Kischel
Vorstand des Allgemeinen Studierendenausschusses der Europa-Universität Flensburg


Veranstaltungshinweis: Rad und Schiene statt Rad oder Schiene!

„Rauf aufs Rad in Flensburg und Schleswig-Holstein:
Flensburger Radstern – Ausbau der Radrouten starten“
Mi, 25.11.2020, 15:00-16:30 Uhr – Online

  • Bauingenieur Till Schwarzer stellt seine Masterarbeit vor mit der Lösung für einen Konflikt im Stadtbereich: Rad und Schiene, statt Rad oder Schiene auf der bestehenden Bahntrasse in der Innenstadt.
  • DerVCD Flensburg fordert, das Velorouten-Netz in drei Schritten auszubauen. Vorgestellt werden die Startstrecken und zukunftsfähige Standards für den Radverkehr.
  • Passend dazu referiert Dr. Thorben Prenzel, Geschäftsführervon RAD.SH, über die Landesradstrategie Schleswig-Holstein 2030 und die neuen Fördermöglichkeiten.

Ausführliche Information und Login-Daten: mehr

Flensburger Radstern – Online-Veranstaltung am 25.11.2020

Einladung: Rauf aufs Rad in Flensburg und Schleswig-Holstein! – Online, 25.11.2020

Bessere Luft, weniger Stau, mehr Klimaschutz: Bis 2030 soll jeder vierte Weg in Flensburg mit dem Rad zurückgelegt werden. Doch bei vielen Radelnden herrscht eher Frust statt Lust. Denn die Radwege lassen zu wünschen übrig. Die dreiteilige Online-Veranstaltung „Rauf aufs Rad in Flensburg und Schleswig-Holstein: Flensburger Radstern – Ausbau der Radrouten starten“, Mittwoch, 25.11.2020, um 15:00-16:30 Uhr, will Chancen und Wege aufzeigen.

Die drei Teile in der Übersicht

Foto: M. Gloger, VCD

  • Der VCD Flensburg fordert, das Velorouten-Netz in drei Schritten auszubauen. Vorgestellt werden die Startstrecken und zukunftsfähige Standards für den Radverkehr.
  • Passend dazu referiert Dr. Thorben Prenzel von RAD.SH über die Landesradstrategie Schleswig-Holstein 2030 und die damit verbundenen Fördermöglichkeiten.
  • Bauingenieur Till Schwarzer stellt schließlich die Lösung für einen Konflikt im Stadtbereich vor: Rad und Schiene, statt Rad oder Schiene auf der bestehenden Bahntrasse in der Innenstadt.

Mittwoch, 25. Nov. 2020
Ankommen: ab 14:45 Uhr, Beginn 15:00 Uhr – Ende 16:30 Uhr
Login: https://uni-flensburg.webex.com/uni-flensburg-de/j.php?MTID=m684193393c4f403f5fcab2d6f6ee0ae9
Meeting-Kennnummer: 121 712 2246
Passwort: gKpDDkmk457

Drei Präsentationen rund um den Radverkehr

RAD.SH: Fahrradland Schleswig-Holstein – Landesradstrategie 2030
Dr. Thorben Prenzel, Geschäftsführer von RAD.SH, stellt die neue Landesradstrategie 2030 (PDF-Datei – mehr) und die Ergebnisse des BYPAD-Verfahrens (PDF-Datei – mehr) vor, mit dessen Hilfe die Radverkehrsförderung evaluiert und die Qualität verbessert werden soll. Zu den Zielen der Landesradstrategie 2030 des Bundeslandes Schleswig-Holstein gehört die Erhöhung des landesweiten Radverkehrsanteils auf 30% bis 2030, das Ziel „Zero Verkehrstote“ und den Ausbau der Infrastruktur samt Fördermöglichkeiten für den Radverkehr.

VCD Flensburg: Flensburger Radstern – Start in den Ausbau der Velorouten
Die Stadt Flensburg hat ein Veloroutennetz (Stadt Flensburg: mehr) geplant und beschlossen. Umgesetzt werden zur Zeit Einzelabschnitte in verschiedenen Ortsteilen. Auf der Grundlage von Verkehrsströmen und wichtigen Zielen hat der VCD Flensburg zwei Routen aus diesem Netz priorisiert. Der VCD fordert, dass diese Routen durchgängig, von einer Nachbargemeinde durch Flensburg hindurch bis zur nächsten Nachbargemeinde, in zukunftsfähigem Standard durchgebaut werden.
Die AG Velorouten im VCD Flensburg stellt die ausgewählten Routen vor und erläutert die Hintergründe für die Priorisierung.

Bahnreaktivierung in Flensburg: Chance fürs Klima, für Bahn und Rad! Parallelführung von Bahn- und Radverkehr
Rad und Schiene – statt Rad oder Schiene! Till Schwarzer, Bauingenieur, hat sich in seiner Masterarbeit damit beschäftigt, ob sich ein Flensburger Wunsch erfüllen lässt: Einen Radweg neben der Bahntrasse anzulegen. In seiner Präsentation zeigt er Möglichkeiten, schwierige Stellen und Lösungen, um einen Zwei-Richtungs-Radweg neben der Schiene anzulegen.

Weitere Infos: VCD Ortsgruppe Flensburg
https://nord.vcd.org/flensburg/

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