Komm zur „Atomschutt-Blockade“ – Fahrzeug-Demo in Harrislee am 31.10.2020

„Wenn ihr kommt, sind wir schon da!“

Reformations-Samstag, 31. Oktober, 11 Uhr entlang der Deponie Balzersen am Ellunder Weg​

Veranstalter: Bürgerinitiative Atommüll Einlagerung Stopp Harrislee

Anmeldung hier

In Kiel bereitet das Umweltministerium aktuell die erste Zwangszuweisung von Atomschutt auf eine der vier betroffenen Deponien in Schleswig-Holstein vor. Das bedeutet: Alle angefragten Deponien haben die Annahme bislang abgelehnt. Ob Harrislee schon für diese erste Fuhre vorgesehen ist oder eine andere Deponie, legt Kiel nicht offen.
Wir wissen nicht, ob es sich bei der ersten Abfallcharge bereits um radioaktiv belastetes Abrissmaterial handelt oder um Material, das keine Berührung mit radioaktiven Stoffen hatte. Was wir aber sicher wissen: Wenn wir nicht alle gemeinsam etwas dagegen unternehmen, landen in den kommenden 20 Jahren radioaktive Abfälle aus dem Abriss der Atomreaktoren Brunsbüttel, Krümmel, Brokdorf und Geesthacht auf der Deponie Balzersen in Harrislee. Was wir auch wissen: Es soll bald losgehen!

Geplante Blockade vor der Deponie Balzersen

Darum werde jetzt aktiv und komm zur Fahrzeug-Demo „Atomschutt Blockade“ am Reformations-Samstag, 31. Oktober. Wir werden den Zufahrtsweg „Ellunder Weg“ entlang der Deponie von der Ampelkreuzung Ochsenweg kommend in Richtung Ellund mit Fahrzeugen und Fahrrädern blockieren. Das klappt nur, wenn sich viele Menschen bewegen und sich verantwortlich fühlen, etwas gegen das verantwortungslose Umherkarren und Verscharren von Atomschutt auf der Deponie zu unternehmen. Bist Du dabei?

Die Aktion beginnt um 11 Uhr und dauert etwa zwei Stunden. Wir werden die „Atomschutt-Blockade“ mit Kamera-Drohnen filmen und den Beitrag anschließend über die Medien und das Internet verbreiten – mit einer klaren Botschaft nach Kiel und an die Atomkonzerne:

„Wenn ihr kommt, sind wir schon da!“

Wenn Du Zeit und Lust hast, werde kreativ und gestalte Demo-Banner oder -Schilder für die Aktion oder bring Deine Anti-Atom-Fahne mit, wenn Du eine besitzt.

Die Fahrzeug-Demo ist eine angemeldete Versammlung und wird von Polizei und Ordnungsbehörden begleitet. Die Deponie ist an dem Feiertag geschlossen – der Betrieb wird also nicht gestört. Unser Protest richtet sich explizit nicht gegen den Deponiebetreiber. Dieser hat die Annahme von Atomschutt abgelehnt und soll behördlich gezwungen werden, strahlende Abfälle zu deponieren.

Wichtig! Beachte die Corona-Regeln: Wenn Du Dich während der Aktion außerhalb eines Fahrzeuges bewegst oder mit dem Fahrrad kommst, trage unbedingt einen Mund-/Nasenschutz und halte mindestens 1,5 Meter Abstand zu anderen TeilnehmerInnen. Wir wollen unsere Gesundheit mit dieser Aktion schützen, nicht gefährden!

Link zur Aktionsseite

Flyer-Verteilung in der Region: HelferInnen gesucht

Den kompletten Flyer als PDF zum Download gibt es hier

Damit viele Menschen von der „Atomschutt-Blockade“ Fahrzeug-Demo erfahren und daran teilnehmen, haben wir Aktions- und mehrseitige Infoflyer drucken lassen, die wir in den kommenden Wochen in Briefkästen werfen und auf dem Harrisleer Wochenmarkt verteilen wollen. Wenn alle einen kleinen Teil übernehmen, ist das gemeinsam schnell geschafft.

Wenn Du in den kommenden Tagen und Wochen vor der Aktion am 31. Oktober bei der Flyer-Verteilung helfen kannst, melde Dich bitte unter info@baesh.de und hinterlasse Deinen Namen und Deine Telefonnummer. Du kannst auch das Kontaktformular auf baesh.de nutzen. Wenn Du magst, gib das Gebiet bzw. die Straßennamen an, in denen Du verteilen möchtest. Wir melden uns dann in den nächsten Tagen bei Dir, um alles Weitere zu besprechen.

Falls Du keine Möglichkeit hast, Flyer zu verteilen, kannst Du trotzdem eine wichtige Aufgabe übernehmen: Erzähle möglichst vielen Menschen in Deiner Umgebung von der Fahrzeug-Demo. Gib bitte auch unbedingt Deinen Bekannten in Dänemark Bescheid. Da die Deponie in unmittelbarer Nähe zur Grenze liegt, sind sie direkt betroffen und sollten die Möglichkeit haben, Teil der Aktion zu sein. Sorge mit dafür, dass viele Menschen aus Harrislee, Flensburg, Handewitt, Apenrade und vielleicht auch aus anderen Orten am 31. Oktober zusammenkommen, um den Protest gegen einen verantwortungslosen Umgang mit radioaktiven Abfällen sichtbar zu machen.

Spendenbitte – Protest ist nicht umsonst

Die Vorbereitung, Bewerbung und Durchführung der Protestaktion am 31. Oktober ist mit Kosten verbunden, die unser BI-Budget übersteigen: Wir haben Aktions- und Informationsflyer in hohen Auflagen drucken lassen, um möglichst viele Menschen über die Fahrzeug-Demo und auch nochmal grundsätzlich über die Atomschutt-Problematik zu informieren. Für die Produktion von Transparenten und die Erstellung des Filmclips, den wir nach der „Blockade“-Aktion als Botschaft nach Kiel über alle möglichen Kanäle verbreiten möchten, benötigen wir ebenfalls finanzielle Unterstützung. Jeder Betrag hilft! Vielen Dank an alle, die unsere ehrenamtliche Arbeit bereits mit ihrer Spende unterstützt haben!

Spendenkonto BAESH bei der NOSPA:

DE71 2175 0000 0164 9566 58

Das Thema bleibt aktuell – in Harrislee und anderswo.

Hier online spenden mit PayPal

Atomschutt Hintergrundwissen

Die Atomindustrie hat die billigste Methode durchgesetzt, um sich ihrer strahlenden Abrissabfälle zu entledigen: Sie kippt den Atomschrott auf Deponien ab, gibt ihn in die Müllverbrennung und an Recyclingbetriebe. Auf diese Weise werden radioaktive Stoffe irreversibel in der Umwelt verteilt. Die Bevölkerung bezahlt das mit ihrer Gesundheit.

Die Atomaufsicht in Kiel ignoriert seit Jahren Warnungen der Ärzteschaft und von Umweltorganisationen, die das Verfahren aufgrund der Gefahren für Mensch und Umwelt ablehnen. Anstatt jedoch die Einwände von Fachorganisationen und Betroffenen ernst zu nehmen und alternative Entsorgungskonzepte wissenschaftlich anzugehen, hat sich Umweltminister Jan Philipp Albrecht entschieden, der Absage von Gemeinden, Deponiebetreibern und Bevölkerung mit Zwangszuweisungen zu begegnen – ein politischer Bankrott.

Informiere Dich auf unserer Internetseite baesh.de über die Atomschutt-Problematik, Freigaberegelung und das 10-Mikrosievert-Konzept. Unsere 28-seitige Broschüre „AKW-Abriss“ bietet Dir eine kompakte und leicht verständliche Einführung in das Thema. Du kannst die Broschüre auf unserer Website kostenlos runterladen oder bei ausgestrahlt.de gedrucktes Exemplar ebenfalls kostenlos bestellen.

Direktansicht AKW-Abriss-Broschüre (PDF)

Druckexemplar AKW-Abriss-Broschüre bestellen

Über akopol

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Veröffentlicht am 14. Oktober 2020, in Aufrufe, Ökologie, Bürgerbeteiligung, Bildung, Daten und Zahlen, Flensburg News, Soziales, Veranstaltungstipps, Wirtschaft. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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