Nein zum Weltraumbahnhof

Zu den Plänen des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) für einen mobilen Weltraumbahnhof in der Nordsee erklärt der Vorsitzende des SSW im Landtag, Lars Harms:

Lars Harms

Dass einem liberalen Wirtschaftsminister allein die Aussicht auf Wertschöpfung reicht, um tonnenweise Kerosin in die Nordsee zu emittieren, war absehbar. Von einem grünen Umweltminister hätte ich allerdings ein umgehendes, lautes Veto gegen den Raketenwahnsinn erwartet. Die ausschließliche deutsche Wirtschaftszone in der Nordsee umfasst schließlich drei große, hochsensible Naturschutzgebiete. Und der Schutz von Flora und Fauna dürfte kaum mit 180 Dezibel Raketenkrach, Treibstoffwolken und abstürzenden Raketenstufen in Einklang zu bringen sein. Deshalb erwarte ich von der Landesregierung ein klares Nein zu den Raketenplänen des BDI und des Bundeswirtschaftsministeriums. Minister Altmeier sollte sich lieber um die Einhaltung der deutschen Klimaziele kümmern, statt den Space Race in sensiblen Schutzhabitaten auszurufen.

Zu den von Lars Harms kritisierten Plänen auch ein SPIEGEL-Beitrag:

Forderung der Industrie Experten hoffen auf Weltraumbahnhof in der Nordsee

Countdown vor Pellworm oder Sylt? Raketen könnten künftig von einer mobilen Plattform in der Nordsee ins All starten. Der Vorschlag soll nun geprüft werden.

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Veröffentlicht am 8. September 2020, in Ökologie, Daten und Zahlen, Flensburg News, Wirtschaft. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar.

  1. Ein onlinebeitrag des Spiegels lässt die Vermutung zu, alles schon in trockenen Tüchern: Altmaier aufgeschlossen, Söder hat schon in Ottobrunn Produktionshallen eröffnet, es gäbe schon drei Hersteller von Miniraketen, die die Bundesregierung bereits fördere, einen Weltraumbahnhof i.d. Nordsee würde das bayerische Start-up Isar Aerospace freuen, die Firma lässt bereits seit Montag eine Rakete „Spectrum“ produzieren, der 27 Meter lange Flugkörper soll im kommenden Jahr erstmals den Erdorbit erreichen und der Startplatz für nur 30 Mill. EUR. AKK findet es auch gut…

    Der grüne Umweltminister Jan Ph. Albrecht hat dazu vllt. noch keine Meinung? u. googeln hilft hier auch nicht weiter. Aber wenn es Arbeitsplätze in der Nordsee schafft, vielleicht? Nö, nicht vor Sylt, Amrum oder Pellworm, wo der BDI seine Urlaubsvillen besitzt, glaube ich.
    Keine Ahnung, ob die Großkoalitionäre ihre Wähler irgendwann darüber informieren.
    Steht doch schon alles in der Zeitung….

    Liken

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