Photovoltaik-Anlagen: So gut sind sie für den persönlichen ökologischen Fußabdruck

Photovoltaik-Anlagen: So gut sind sie für den persönlichen ökologischen Fußabdruck
Hausbesitzer und Bauherren entdecken zunehmend die Erneuerbaren Energien für sich. Eine Photovoltaik-Anlage (PV) bietet eine Möglichkeit, Stromkosten zu senken, sich unabhängiger vom Stromanbieter zu machen und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Andererseits werden für die Herstellung der PV-Module auch Energie, Wasser und Rohstoffe verbraucht. Trotzdem ist eine PV-Anlage günstig für den ökologischen Fußabdruck.

Wenn es um die Nutzung Erneuerbarer Energien geht, ist Klimaschutz eine wichtige Motivation für Bauherren und Hausbesitzer. Das zeigt sich regelmäßig bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. Wichtig für die CO2-Bilanz einer PV-Anlage ist ihre energetische Amortisation. Das ist der Zeitpunkt, an dem die Anlage so viel CO2-Einsparung gebracht hat, dass die bei der Herstellung aufgewendete Energie ausgeglichen wird. „Wie lange das dauert, hängt vor allem von der Art der Module ab“, sagt Sascha Beetz, Referent für Energie bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. „Nach 17 bis 40 Monaten (1) haben die meisten PV-Anlagen diesen Punkt erreicht.“

Lithium-Batteriespeicher und Wasserverbrauch

Um den Ökostrom aus der eigenen PV-Anlage optimal nutzen zu können, werden die Anlagen häufig mit einem Batteriespeicher kombiniert. Dabei kommt Lithium zum Einsatz. Die verwendeten Rohstoffe sind dieselben wie beim Elektroauto, beim Smartphone oder Laptop. Für einen Batteriespeicher mit sechs Kilowattstunden werden 480 bis 840 Gramm Lithium benötigt. Um diese Menge zu produzieren, werden zwischen 192 und 1.680 Liter Wasser gebraucht. (2) Das entspricht dem Wasserbedarf für die Produktion von 26 bis 225 Gramm Rindfleisch. (3)

* ohne Einbeziehung der Endlagerung von Atommüll Abbildung: EnergieAgentur.NRW 2017. https://www.energieagentur.nrw/content/anlagen/Klimabilanz_Photovoltaik.ppsx

„Das Problem des Wasserverbrauchs bei der Lithiumgewinnung betonen Gegner der Erneuerbaren Energien besonders laut. Es gibt aber mittlerweile gute Lösungen dafür, zumal hierfür im Gegensatz zum Rindfleisch kein Trinkwasser, sondern Salzwasser benötigt wird“, so Sascha Beetz.
In jedem Fall hinterlässt Strom aus der PV-Anlage einen deutlich geringeren ökologischen Fußabdruck als Strom, der aus Atomenergie, Kohle oder Erdgas gewonnen wird. (4)

1. Quelle: Volker Quaschning, Experte für Regenerative Energiesysteme an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin
2. Quelle: Volker Quaschning, „Wasserverbrauch für Lithiumbatterien“
3. Quelle: Albert Schweitzer Stiftung
4. Quelle: https://www.ipcc.ch/site/assets/uploads/2018/02/ipcc_wg3_ar5_annex-iii.pdf#page=7

 

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Veröffentlicht am 26. August 2020, in Ökologie, Bildung, Flensburg News, Wirtschaft. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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