Gefährliche Überraschung per Post: Pflanzensamen von unbekannten Absendern aus Asien

Unbekannte Absender aus China verschicken weltweit Pflanzensamen an Verbraucher*innen – ohne vorherige Bestellung und ohne Kennzeichnung oder Informationen. Auch in Schleswig-Holstein sind solche Päckchen angekommen. Den Hinweis darauf lieferte eine aufmerksame Betroffene an die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. Der Inhalt der rätselhaften Samentüten könnte gefährlich sein.

Woher genau die Päckchen stammen und was die unbekannten Absender damit bezwecken, ist ein Rätsel. Fakt ist: Weltweit erhalten Verbraucher Sendungen mit Pflanzensamen ohne Kennzeichnung. Die Sendungen sind illegal, ein Pflanzengesundheitszeugnis fehlt. Möglicherweise steckt dahinter eine Betrugsmasche, bei der sich Händler in fremde Online-Konten einloggen, dort Bestellungen tätigen und Bewertungen abgeben.

Unbekannte Pflanzensamen auf keinen Fall aussäen

Das Julius-Kühn Institut (Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen) warnt davor, diese unbekannten Pflanzensamen auszusäen. Denn sie können Krankheitserreger wie Pilze, Bakterien oder Viren enthalten. Außerdem kann es sich um Pflanzen handeln, die eine Gefahr für unsere heimische Natur bedeuten. Welche Auswirkungen das haben kann, stellen sie in diesem Kurzfilm dar.

Entsorgung nur in den Restmüll

Dank einer aufmerksamen Betroffenen hat die Verbraucherzentrale von einem Fall in Schleswig-Holstein erfahren. Wer ein solches Päckchen erhält, sollte es unbedingt im Restmüll entsorgen. „Auf keinen Fall dürfen diese Pflanzensamen ausgesät werden, in die Biotonne oder auf den Kompost. Sonst besteht die Gefahr, dass sie in die Natur gelangen“, so Selvihan Benda, Referentin für Lebensmittel & Ernährung von der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. Betroffene sollten nach Erhalt eines solchen Päckchens außerdem ihre Online-Konten genau im Blick behalten – für den Fall, dass sich Fremde Zugriff darauf verschafft haben.

Zuständiger Pflanzenschutzdienst in Schleswig-Holstein

Hinweise von Verbraucher*innen sind wichtig, um einen Überblick zu gewinnen, wie viele Fälle es in Schleswig-Holstein gibt. Wer eine solche Sendung erhält oder bereits bekommen hat, ohne eine Bestellung aufgegeben zu haben, sollte sich an den zuständigen Pflanzenschutzdienst in Schleswig-Holstein wenden.

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Veröffentlicht am 20. August 2020, in Ökologie, Bürgerbeteiligung, Bildung, Wirtschaft. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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