Neue Labore, neue Ideen – alte Stärke: Hochschule Flensburg erweitert Gründungsaktivitäten

Mit dem Projekt „TestUp“ fließen in den kommenden vier Jahren 2,1 Millionen Euro an die Hochschule Flensburg. Ziel ist es, den technischen Bereich bei Gründungsaktivitäten zu stärken.  

Innovativ über Fächergrenzen hinweg: Prof. Dr. Volker Looks aus der Wirtschaft, Prof. Dr. Angela Clemens aus der Medieninformatik und Dodwell Manoharan aus dem Maschinebau. Foto: Ballaschke

Das Thema Gründungen auf dem Campus der Hochschule Flensburg wird noch innovativer: Mit dem Projekt „Das StartUp-Village für technologische Produkte an der Hochschule Flensburg (TestUp)“ rücken nun verstärkt technische Produktentwicklungen in den Fokus der Gründungsaktivitäten. Daneben sollen Studierende und Lehrende grundsätzlich stärker fürs Unternehmertum sensibilisiert werden. „Wir wollen unseren Studierenden nicht nur vermitteln, einen Beruf anzutreten, sondern ihnen auch die Möglichkeit der Selbstständigkeit aufzeigen“, sagt Dr. Heike Bille, im Präsidium der Hochschule verantwortlich für Technologie- und Wissenstransfer.

Damit sich das Thema Entrepreneurship vom ersten bis zum letzten Semester im und neben dem Curriculum manifestieren kann, stehen in den kommenden vier Jahren 2,1 Millionen Euro aus dem Bund-Länder-Programm „StartUp@FH“ zur Förderung von Entrepreneurship-Themen zu Verfügung. Ebenso wie in der Bund-Länder-Initiative „Innovative Hochschule“ ist auch hier die Hochschule Flensburg die einzige Vertreterin Schleswig-Holsteins.

Viele Gründungsinitiativen an der Hochschule Flensburg kommen derzeit aus der Betriebswirtschaft oder der (Medien-) Informatik. Das soll sich erweitern. Künftig soll beispielsweise ein Maschinenbauer nicht bloß ein Produkt konstruieren, er soll verstehen, dass etwa Design und Benutzerfreundlichkeit eines Produktes wichtige Rollen spielen. „Wir wollen interdisziplinäre Lehrformate entwickeln, bei denen die Studierenden die vielen Disziplinen, die beim Produktentwicklungsprozess beteiligt sind, kennenlernen“, sagt Prof. Dr. Dodwell Manoharan. Von der Idee bis zur Unternehmensgründung brauche es viele Fachrichtungen – von der Bewertung einer Idee, ihrer Markttauglichkeit, über die Entwicklung von Prototypen bis hin zum Design, skizziert der Professor für Fertigungstechnik und Produktionsplanung, der einer von acht Teil-Projektleiter*innen bei „TestUp“ ist und sich die Gesamtverantwortung für das Vorhaben mit seinem Kollegen Prof. Dr. Volker Look, Professor für Betriebswirtschaft, teilt.

Ein großes Team: Die Projektbeteiligten treffen sich regelmäßig zur Videokonferenz. Foto: Hochschule Flensburg

Das Team kann dabei auf bestehende Ressourcen zurückgreifen. So verfügt die Hochschule Flensburg mit der Venture Waerft bereits über Beratungs- und Unterstützungsangebote für Gründungswillige, über ein FabLab, ein Usability-Labor und ein SoftwareLab. Neben einer personellen Aufstockung werden weitere Labore aufgebaut: ein DesignLab, ein TechShop und ein Opportunity-Space. „In den Laboren können Ideen kurzfristig umgesetzt werden“, erklärt Manoharan.

Dabei wollen die „Gründungs“-Profs aber nicht warten, bis die Studierenden mit ihren Ideen zu ihnen kommen. Vielmehr wolle man ein kreatives Umfeld schaffen. Neben Sitzecken und Interaktionsbereichen wird es einen Fördertopf für studentische Ideen geben. Unterstützung bis zur Geschäftsgründung natürlich inklusive – und mit Maker Spaces sich- und wahrnehmbar auf dem Campus.

TestUp wird im Rahmen des Förderprogramms „Forschung an Fachhochschulen“, Fördermaßnahme „StartUpLab@FH“, durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

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Veröffentlicht am 18. August 2020, in Ökologie, Bildung, Daten und Zahlen, Flensburg News, Wirtschaft. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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