Führung durch die Ausstellung: „Gerettet, aber nicht befreit“ am 23.08.2020 im Jüdischen Museum Rendsburg

Mitglieder des Zentralkomitees der befreiten Juden der britischen Zone in Bergen-Belsen 1947 © Yad Vashem

Führung durch die Sonderausstellung: „Gerettet, aber nicht befreit – Überlebende der Shoah in Schleswig-Holstein“

am Sonntag, den  23.08.2020 um 14:00 Uhr
Jüdisches Museum Rendsburg
Prinzessinstraße 7-8
24768 Rendsburg

Die Führung startet mit einer 20-minütigen Einführung zu der Sonderausstellung „Gerettet, aber nicht befreit. Überlebende der Shoah in Schleswig-Holstein“. 75 Jahre nach Kriegsende erzählen wir aus der Perspektive der wenigen Überlebenden in Schleswig-Holstein erstmalig deren Geschichte(n).
In weiteren 40 Minuten steht Ihnen unser Guide exklusiv für Ihre Fragen zur Verfügung, danach können Sie gerne unsere Dauerausstellung besuchen.

Besonders geeignet für: Erwachsene, Jugendliche

Moderation: Annette Mörke

Veranstalter: Landesmuseen SH

Dauer: 60 min.

Kosten: 3 € zzgl. Eintritt Ausstellung

Spezielle Hinweise:

Bitte beachten Sie beim Besuch unserer Museen diese Informationen und Vorschriften: landesmuseen.sh/de/coronavirus.

Anmeldung empfohlen, begrenzte Teilnehmerzahl

+49 (0) 4331 440 430, service@landesmuseen.sh oder online

Sonderausstellung noch bis zum 20.06.2021

Gerettet, aber nicht befreit – Überlebende der Shoah in Schleswig-Holstein

Schleswig-Holstein im Frühsommer 1945. Der Krieg ist vorbei. Er hat tiefe Spuren im Land, in den Städten und in den Menschen hinterlassen. Nichts ist mehr, wie es vorher war. Das gilt besonders für eine kleine Zahl von Menschen, die von den Nationalsozialisten als Jüdinnen und Juden verfolgt worden waren. In Lagern, auf Todesmärschen und in Verstecken werden sie nach Jahren in Angst und Schrecken gerettet. Frei leben können sie aber noch lange nicht. Sie sind oft schwerkrank, leben weiterhin in Lagern oder unter ärmlichen Bedingungen. Niemand empfängt sie mit offenen Armen. Niemand fühlt sich für sie verantwortlich. Niemand interessiert sich für ihre Geschichten.

Sie alle hoffen auf einen Neuanfang, hoffen darauf ihre Freunde und Verwandte wiederzusehen und hoffen auf Gerechtigkeit. Doch diese Hoffnungen werden oftmals bitter enttäuscht. Daher kommt für die meisten Menschen ein Bleiben in Deutschland nicht infrage. Sie wollen so schnell wie möglich weg. Doch das ist gar nicht so leicht. Viele warten jahrelang auf eine Möglichkeit zur Auswanderung.

Wer in Schleswig-Holstein bleibt, der muss kämpfen. Kämpfen um das tägliche Überleben, kämpfen um ‚Wiedergutmachung‘, kämpfen gegen den überall offen zu Tage tretenden Alltagsantisemitismus und kämpfen mit den Nationalsozialisten, die während der Nachkriegszeit in Schleswig-Holstein überall freundlich wieder integriert werden.

75 Jahre nach Kriegsende erzählen wir aus der Perspektive der wenigen Überlebenden in Schleswig-Holstein erstmalig deren Geschichte(n). Hierfür haben wir über ein Jahr lang in verschiedenen Archiven in der gesamten Bundesrepublik und in privaten Sammlungen geforscht. Wir zeigen Bilder, Dokumente und Lebensgeschichten, die bislang völlig unbekannt waren und so in keinem Geschichtsbuch zu finden sind. Sie sind schwer zu glauben, empörend und ergreifend. Durch das Engagement und die Unterstützung vieler Menschen ist es uns gelungen, in eine Zeit voller Widersprüche, etwas Licht zu bringen.

Hier geht es zur Ausstellungseite des Museums: https://jmrd.de/de/gerettet-aber-nicht-befreit

Jüdisches Museum Rendsburg
Prinzessinstraße 7-8 | 24768 Rendsburg | https://jmrd.de/
Information, Reservierung, Buchung: +49 (0) 4331 440 430 | service@landesmuseen.sh

 

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Veröffentlicht am 17. August 2020 in Bürgerbeteiligung, Flensburg News, Kultur, Kulturtipps, Soziales, Veranstaltungstipps und mit , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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