Archiv für den Tag 15. August 2020

Corona: 3 positive Testergebnisse auch an Flensburger Schulen

Corona-Situation in Flensburg mit Stand 15. August: 66 Personen sind  nachweislich infiziert, davon gelten 51 als genesen. 3 Personen sind verstorben und 62 Menschen sind in Quarantäne.

Schulbeginn nach den Sommerferien: Aufteilung der Schüler*innen in „Kohorten“

Flensburg. Zu Beginn der Woche hat in Schleswig-Holstein der Schulunterricht wieder begonnen. Nach Lockdown und Ferienzeit werden die Schülerinnen und Schüler erstmals seit vielen Wochen wieder gemeinsam in geschlossenen Räumen unterrichtet. Dabei hat die zuständige Landesbehörde das Prinzip der Aufteilung in „Kohorten“, die im Schulalltag keinen Kontakt untereinander haben sollen verordnet.  Um die Gefahr der Verbreitung von Corona-Infektionen so gering wie möglich zu halten, werden die Schüler*innen bei Symptomen wie Husten, Schnupfen, Fieber etc. zur Beobachtung nach Hause geschickt.

Die generelle Entwicklung zeigt jedoch, dass sich das Virus derzeit wieder verstärkt verbreitet. Dies belegen auch die Zahlen aus Flensburg, wenn die Entwicklung bisher glücklicherweise noch moderat verläuft. Auch weil die Infektionen z.T. weitgehend Symptomfrei verlaufen können. Deshalb kann es jedoch – so zeigen auch andere Beispiele aus Schleswig-Holstein – an Schulen als Orte, an denen viele Menschen zusammentreffen, vermehrt zu Ansteckungen kommen.

Im Falle einer nachgewiesenen Infektion von Schüler*innen werden die betroffenen Kohorten vom Gesundheitsamt der Stadt Flensburg kontaktiert, ein Test veranlasst und die ganze Kohorte inkl. Lehrkraft unter Quarantäne gestellt.

In Flensburg sind bisher 3 Fälle an Schulen aufgetreten. Betroffen sind einzelne Kohorten an der Käthe-Lassen Schule, der Eckener Schule sowie der Jens-Jessen Skole. Bei allen betroffenen Schülern hat das Gesundheitsamt Kontakt aufgenommen bzw. ist derzeit dabei Kontakt aufzunehmen, um die weiteren Schritte zu veranlassen. Ziel ist dabei die bestmögliche Eindämmung des Infektionsgeschehens, auch durch Feststellung der weiteren Kontakte der direkt betroffenen Schüler*innen.

Um die Eindämmung des Infektionsgeschehens zu flankieren wird derzeit durch die Kommunalen Immobilien der Stadt Flensburg eine besonders intensive Reinigung der Schul- und Klassenräume an den Flensburger Schulen vorgenommen. Die Stadt Flensburg hat im Rahmen der Entwicklung Kontakt mit der zuständigen Schulverwaltung aufgenommen, um das Vorgehen bestmöglich abzustimmen.

Die aktuelle Entwicklung der Corona-Infektionen in Flensburg: 66 Personen sind  nachweislich infiziert, davon gelten 51 als genesen. 3 Personen sind verstorben und 62 Menschen sind in Quarantäne. Da Quarantäneanordnungen zunächst unmittelbar mündlich ausgesprochen und erst im Anschluss verschriftlicht werden und damit in die Statistik eingehen, ist in den kommenden Tagen mit einem signifikanten Anstieg zu rechnen.

Die Tagesaktuellen Zahlen finden sich auch unter: www.flensburg.de/corona

Postkarten-Aktion: Wie antwortet die Politik?

Flensburger Verkehrspolitik in der zweiten Hälfte der Ratsperiode

Ein Beitrag von Julia Born, VCD

Vorrang für Fuß-, Rad- und öffentlichen Verkehr, ein sicheres, gut ausgebautes Radwegenetz, Tempo 30 im Stadtbereich und gute Busverbindungen bis in den Abend und ins Umland – auf Tausenden von Postkarten schickten Flensburger Bürger*innen diese Forderungen an die politisch Verantwortlichen vor Ort. Wie werden diese Anliegen beantwortet?

Die Postkarten mit den Forderungen von VCD, ADFC und Aktionsgruppe KLIMA Flensburg wurden zu Tausenden ins Rathaus geschickt.

VCD Flensburg und Aktionsgruppe KLIMA Flensburg haben bei den Fraktionen nachgefragt, was sie die in der zweiten Hälfte der Ratsperiode, also bis 2023, im Bereich Verkehr konkret vorhaben. Aus den Antworten entstand eine Übersicht, die die Verantwortlichen noch einmal zur Überprüfung vorgelegt bekamen. Die Antworten reichen vom kostenlosen Verwöhnprogramm, das wohl Wunschtraum bleiben dürfte (gratis Shuttle-Busse zwischen Innenstadt und Exe, Sanierung aller Radwege zu Schulen und kostenlose Nutzung der Busse im Stadtgebiet) bis zu konkreten Angaben (Wo aus Lärmschutzgründen notwendig und möglich, soll die Geschwindigkeit auf 30km/h gesenkt werden).

Dabei stehen im Herbst durchaus wichtige Themen an: Der Lärmaktionsplan, der die Lebensqualität der Einwohnenden verbessern soll, die Verkehrsberuhigung der Norderstraße, die Einführung eines Sozial- und Schülertickets bzw. die kostenlose Schülerbeförderung wie im Landkreis.
Man darf gespannt sein auf die kommenden Entscheidungen der Fraktionen. Denn für klimafreundlichen Verkehr zählen keine Versprechungen, sondern Taten.

Die detaillierten Antworten der Fraktionen sind hier als Zusammenschau dargestellt: https://nord.vcd.org/der-vcd-nord/ortsgruppe-flensburg/news/postkarten-aktion-was-sagt-die-politik/

Grund für die Nachfrage war, dass der Ausbau des Veloroutennetzes und die Umsetzung des Masterplan Mobilität nur sehr schleppend vorankommen. Immer wieder werden Vorhaben verschoben. Auch im AK Masterplan Mobilität wurde darüber bereits sehr deutlich Klage geführt.
Gleichzeitig werden gute Möglichkeiten bewusst nicht genutzt. Ein Beispiel dafür: Die Umwidmung einer Fahrspur für den Radverkehr („Bikelanes“) dort, wo – laut Verkehrszählung – Spuren für den Pkw-Verkehr überzählig sind. Verwaltung, Verkehrssicherheit und Polizei hatten dies im Frühsommer 2020 für Bereiche der Husumer Straße, Bismarckstraße, Hafendamm – Mürwiker Straße vorgeschlagen.
In all diesen Straßen ist der Ausbau der Radwege vorgesehen. Auf diesen hätte man verzichten – und so  8,5 Millionen Euro(!) einsparen können.
Doch SSW, CDU, FDP und Flensburg Wählen! stimmten dagegen.

Doch nicht nur fürs Klima, auch für die Flensburger Stadtkasse zählen Taten. Man wird sehen, wie die Fraktionen ihrer Aufgabe gerecht werden, den Verkehr klimafreundlich zu gestalten und mit einem begrenzten Budget das Bestmögliche zu leisten.

VCD, Ortsgruppe Flensburg: https://nord.vcd.org/der-vcd-nord/ortsgruppe-flensburg/

Mehr zur Aktionsgruppe Klima Flensburg hier

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