Archiv für den Tag 6. August 2020

Stadt Flensburg startet Projekt zur Digitalisierung im Ehrenamt

Ehrenamt digital

Flensburg. Kontakte aufbauen und halten, Arbeitsabläufe und Termine organisieren, Werbung machen in eigener Sache – für viele Menschen kaum noch denkbar ohne digitale Medien. Besonders in Zeiten der Corona-Einschränkungen zeigt die Digitalisierung ihr Potential.
Im Ehrenamt ist diese Entwicklung noch nicht flächendeckend angekommen. Oft sind alte Zweifel zwar neugierigem Interesse gewichen. Welche Potentiale die Digitalisierung für das Ehrenamt bietet, wie digitale Medien im Ehrenamt in Zukunft sinnvoll eingesetzt werden können – dazu fehlen die Antworten jedoch vielerorts noch.
Das Flensburger Projekt „Ehrenamt Digital“ will diese Antworten liefern. Und es will aufzeigen, wie das für eine Umsetzung dieser Antworten erforderliche Wissen bei den ehrenamtlich Engagierten ankommt.
„Mit unserer ‚Ehrenamtsakademie‘ haben wir bereits die passenden Strukturen. Sowohl für eine Bedarfsanalyse als auch für die Wissensvermittlung“, erklärt Karen Welz-Nettlau, zuständige Dezernentin bei der Stadt Flensburg. Davon war auch das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein schnell überzeugt. Es unterstützt das Projekt „Ehrenamt digital“ mit Fördermitteln über eine Laufzeit von zweieinhalb Jahren.

Die erste Projektphase startet im ersten Halbjahr 2021 mit einer Nutzer- und Bedarfsanalyse. „Mit speziell entwickelten Fragebögen wollen wir herausfinden, was den ehrenamtlich Engagierten unter den Nägeln brennt. Wir wollen wissen, welche allgemeinen Herausforderungen und Bedarfe sie sehen“, erklärt Katja Grundmann, Anlaufstelle für Bürgerschaftliches Engagement. Die Befragung erfolgt im Verlauf der Basisschulung für (zukünftige) Engagierte sowie in den Vereinen selbst. Alle Ehrenamtlichen – egal in welcher Organisation sie sich engagieren – sind aufgerufen mitzumachen.

Die Ergebnisse der Befragung werden dann vor dem Hintergrund digitaler Möglichkeiten ausgewertet. Sie sind Grundlage für den zweiten Schritt: die Entwicklung eines erweiterten Schulungsangebots in der Flensburger „Ehrenamtsakademie“. „Und das nicht nur analog und vor Ort, sondern – passend zum Thema – vielleicht auch als Webinar, als digitale Fachschulung oder erweitertes Coaching für interessierte Initiativen“, so Grundmann. „Umso mehr Engagierte mitmachen, desto präziser können wir unsere Angebote anpassen. Davon profitieren am Ende alle ehrenamtlich Engagierten“, ergänzt sie.

In der dritten und letzten Projektphase soll das neue Schulungskonzept dann in die Flensburger „Ehrenamtsakademie“ integriert und abschließend evaluiert werden.
Karen Welz-Nettlau: „Ehrenamt verändert sich. Es wird zum Beispiel nicht mehr wie früher von den Eltern ‚vererbt‘. Viele der alten Strukturen sprechen gerade Jüngere nicht mehr an. Mit diesem Projekt wollen wir das Ehrenamt zukunftsfähig machen. Wir sind davon überzeugt, dass die Gesellschaft das Ehrenamt nach wie vor braucht – vielleicht sogar noch ein bisschen mehr als bisher.“

Hintergrund „Ehrenamtsakademie“

Die „Ehrenamtsakademie“ wurde 2017 in Flensburg ins Leben gerufen. Träger*innen sind Engagiert in Flensburg, die Stadt Flensburg (inklusive VHS), die Schutzengel gGmbH sowie der Ev.-Luth. Kirchenkreis Schleswig-Flensburg. Die erste Schulung startete im Mai 2018. Inzwischen haben rund 40 ehrenamtlich Engagierte das Angebot der Ehrenamtsakademie genutzt. Die dort entwickelte Basisschulung für (zukünftige) Ehrenamtliche fand bereits dreimal mit großem Erfolg statt.
Die Ehrenamtsakademie versteht sich sowohl als Ort der Wissensvermittlung als auch als Ausdruck der Wertschätzung gegenüber ehrenamtlich Engagierten.

Nähere Infos: www.engagiert-in-flensburg.de/ehrenamtsakademie

Bundeskartellamt genehmigt Krankenhausfusion in Flensburg

DIAKO-Krankenhaus in Flensburg – Foto: Jörg Pepmeyer

Grünes Licht für das neue Klinikum von DIAKO und Maltesern am Peelwatt

Bonn. Das Bundeskartellamt hat die geplante Zusammenführung des Malteser Krankenhaus St. Franziskus-Hospitals, Flensburg, und des somatischen Bereichs des Diakonissenkrankenhauses, Flensburg, in gemeinsamer Trägerschaft genehmigt. Beide Standorte sollen durch einen zentralen Neubau in Flensburg ersetzt werden.

Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: In der Region im nördlichen Schleswig-Holstein haben die beiden Häuser eine deutlich führende Marktposition und vereinen hohe Marktanteile. Es handelt sich um die einzigen Krankenhäuser in Flensburg. Wir haben das Vorhaben daher sehr intensiv geprüft. Der Zusammenschluss wird aber zu keiner wesentlichen Beschränkung des Wettbewerbs und der Ausweichmöglichkeiten für die Patienten führen. Die beiden Kliniken kooperieren seit vielen Jahren miteinander und sind weitgehend auf unterschiedliche Fachgebiete spezialisiert. Eine Befragung der niedergelassenen Ärzte hat deutlich gemacht, dass hauptsächlich die Krankenhäuser anderer Träger außerhalb von Flensburg eine Alternative für die Patienten darstellen würden. Von einer Dämpfung des Wettbewerbs zwischen den beiden Häusern war daher nicht auszugehen.

Das von der katholischen Malteser-Gruppe betriebene St. Franziskus-Hospital ist ein Krankenhaus der Schwerpunktversorgung mit rund 340 Betten. Die Gruppe betreibt in Flensburg zudem ein medizinisches Versorgungszentrum. Das Diakonissenkrankenhaus gehört der Ev.luth. Diakonissenanstalt zu Flensburg und verfügt als Schwerpunktversorger über rund 500 Betten. Die beiden Krankenhäuser kooperieren seit vielen Jahren miteinander und haben mit der Bildung des Medizinischen Klinik-Verbunds Flensburg seit 2006 eine umfassende medizinische Arbeitsteilung vereinbart. Die Diakonissenanstalt betreibt zudem mehrere Medizinische Versorgungszentren, hält eine Mehrheitsbeteiligung an der Margarethen-Klinik in Kappeln mit 17 Betten und betreibt gemeinsam mit dem St. Franziskus-Hospital in der Stadt Flensburg das Katharinen Hospiz am Park, ein ökumenisches Zentrum für Hospizarbeit und Palliativmedizin.

Der geplante Zusammenschluss betrifft insbesondere die Patienten aus dem regionalen Marktgebiet „Grenzland Schleswig-Holstein“, das sich in Schleswig-Holstein südlich der dänischen Grenze auf dem Festland von der Nordsee bis zur Ostsee erstreckt und die Nordseeinseln Amrum und Föhr einschließt. Hier erreichen die beiden Flensburger Krankenhäuser eine weit führende Stellung und sehr hohe Marktanteile.

Die Ermittlungen des Kartellamts lassen erwarten, dass die Patienten aus dem relevanten Marktgebiet im Falle von Leistungs- oder Qualitätsverschlechterungen nach entsprechender Beratung durch die niedergelassenen Ärzte hauptsächlich die Krankenhäuser anderer Träger für eine stationäre Behandlung aufsuchen werden. Abwandernde Patienten können die Beteiligten nach den Angaben der niedergelassenen Ärzte weitgehend nicht in einem der eigenen Krankenhausstandorte auffangen, sondern gehen ihnen verloren. Wesentliche Wettbewerber der Beteiligten sind die Krankenhäuser des Klinikums Nordfriesland in Niebüll und in Wyk/Föhr, die Helios Klinik Schleswig und die imland Klinik in Eckernförde. Diese Häuser verfügen auch über hinreichende freie Kapazitäten, um abwandernde Patienten des Diakonissenkrankenhauses bzw. des St. Franziskus-Hospitals aufzunehmen. Der Qualitätswettbewerb der Krankenhäuser in der Region bleibe damit gesichert, so das Bundeskartellamt in einer Mitteilung vom 5. August.

Hintergrund – Fusionskontrolle bei Krankenhäusern:

Krankenhäuser sind unabhängig von ihrer Trägerschaft unternehmerisch tätig und stehen untereinander im Wettbewerb. Aufgrund der engen gesetzlichen Vorgaben existiert in diesem Bereich kaum Preiswettbewerb. Ziel der Fusionskontrolle ist es darum in erster Linie, den Wettbewerb um die Qualität der Versorgung der Patienten zu erhalten. Entscheidend dabei ist, dass den Patienten vor Ort hinreichende Auswahlalternativen zur Verfügung stehen.
In den vergangenen Jahren mussten trotz des fortschreitenden Konzentrationsprozesses im Krankenhausbereich nur sehr wenige Vorhaben vom Bundeskartellamt untersagt werden. Zwischen 2003 und Juli 2020 wurden von insgesamt 325 angemeldeten Transaktionen lediglich sieben untersagt. Acht Projekte wurden nach kritischer Bewertung im Rahmen einer informellen Voranfrage letztlich nicht angemeldet.

Flensburger Bahnhofswald: Landesamt stellt Quelle unter Biotopschutz

Quellgebiet und Biotop im Bahnhofswald. Ursprünglich führte sogar eine Bach durch das Gebiet, der später verrohrt wurde. Nach Ansicht der Stadt Flensburg nicht schützenswert. Das sieht das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) vollkommen anders. – Foto: Dr. Helmreich Eberlein

Ende im Gelände für das Hotelprojekt?

Mitteilung der Bürgerinitiative Bahnhofsviertel Flensburg: Am 05.08.2020 kam vom Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) die amtliche Bestätigung: Die von der Bürgerinitiative Bahnhofsviertel entdeckte Quelle im Bahnhofswald, deren Vorhandensein die Stadtverwaltung bisher negierte, existiert tatsächlich. Und sie wurde dementsprechend vom Landesamt kartiert und unter gesetzlichen Biotopschutz gestellt (s. die beigefügten Unterlagen des LLUR).

In dem bereits beschlossenen Bebauungsplan „Hauptpost 303“ findet diese Quelle keine Berücksichtigung. Vor der entscheidenden Ratsversammlung am 25.06.20 wiesen Vertreter*innen der BI nachdrücklich auf dieses Feuchtbiotop hin, aber die Verwaltung wiegelte ab, man sprach sinngemäß von einer „Pfütze“ und gab sich gelassen.

Mit dieser Gelassenheit dürfte es nun erst einmal vorbei sein. Mehr als deutlich zeigt sich: Die von der BI und in Einwendungen besorgter Bürger*innen immer wieder vorgebrachte Kritik an den von der Stadt in Auftrag gegebenen Gutachten ist wohlbegründet. Ein Teil der Gutachten, auf denen die Ratsentscheidung pro Bahnhofshotel sich stützte, ist extrem fehlerhaft.
Und mehr noch: Mit dem aktuellen Befund verliert auch der vorliegende Bebauungsplan seine Glaubwürdigkeit und wird immer angreifbarer.

Siehe auch Bebauungsplan „Hauptpost“ (Nr. 303) https://akopol.files.wordpress.com/2020/07/planentwurf-zur-vorlage-rv-51-2020-.pdf

Zur Geschichte der Quelle und des Bachs im Bahnhofswald: Bahnhofswald: Zeitzeugen bestätigen Existenz von Bach und Quellen
unter: https://akopol.wordpress.com/2020/07/11/bahnhofswald-zeitzeugen-bestaetigen-existenz-von-bach-und-quellen/

Zum gleichen Thema auch den Beitrag vom 18.06.2020: Feuchtgebiet und Quellen im Bahnhofswald: Mögliches Aus für den B-Plan Hauptpost und das Hotelprojekt? unter:  https://akopol.wordpress.com/2020/06/18/feuchtgebiet-und-quellen-im-bahnhofswald-moegliches-aus-b-plan-hotelprojekt/

Siehe auch den Beitrag vom vom 30.07.2020: Flensburger Bahnhofswald: Mit Falschinformationen die Öffentlichkeit hinters Licht führen
unter: https://akopol.wordpress.com/2020/07/30/flensburger-bahnhofswald-mit-falschinformationen-die-oeffentlichkeit-hinters-licht-fuehren/

Neustadt-Jamsession am 11. August um 19 Uhr in der Neustadt 12 in Flensburg

Liebe Musiker, liebe Musikinteressierte,

am kommenden Dienstag, den 11. August treffen wir uns wieder um 19.00 Uhr zum gemeinsamen Musizieren in der Neustadt 12, Eingang zum Stadtteilhaus.

Selbstverständlich unter Einhaltung der Corona-Regeln

Wir, das sind Menschen mit unterschiedlichen musikalischen Traditionen und kulturellen Hintergründen.

Wir wollen ohne Leistungsdruck und ohne Auftrittsverpflichtung musizieren, jammen und Songs gemeinsam spielen, die wir alle mögen.
Bringt Eure Instrumente und wenn ihr Freunde und Bekannte habt, die Musik machen möchten, auch die mit. Wenn Ihr Songtexte, Akkorde oder Noten von Eurem Lieblingslied oder Liedern habt, am besten in mehrfacher Kopie ebenso mitbringen.

Neuerdings stehen uns neben den Musikinstrumenten, die wir mitbringen, auch eine kleine PA mit Mischpult, Micros und ein E-Piano zur Verfügung. Wer also Lust hat in die Tasten zu hauen oder auch mit seinem E-Bass oder seiner E-Gitarre spielen möchte, kann die an die Anlage anschließen.

Teilnahme mit Mindestabstand und Mund-Nase-Bedeckung.

Übrigens finden unsere Treffen regelmäßig jeden 2. und 4. Dienstag im Monat in der Neustadt 12 statt. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Wir freuen uns auf Euer Kommen.

Jan Hinrich Haacke
Jörg Pepmeyer

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