Archiv für den Tag 15. Juli 2020

Flensburger Werft: Kaum noch Hoffnung auf Rettung

Eröffnung des Insolvenzverfahrens für die FSG: Gläubiger werden aus den Verkaufserlösen des Werfteigentums bedient, zu dem auch die noch nicht fertiggestellte RoRo-Fähre Honfleur gehört. – Foto: Jörg Pepmeyer

700  Beschäftigte sollen in Transfergesellschaft überführt werden

Ein Beitrag von Jörg Pepmeyer

Nach Pressemeldungen werden für die Werft die nächsten Schritte im Rahmen des Insolvenzverfahrens eingeleitet. Auf einer Betriebsversammlung informierte die Geschäftsführung der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft die Belegschaft über den Stand der Dinge. Bisher konnte noch kein Käufer für die Werft gefunden werden. Zwar gebe es entsprechende Verhandlungen mit der deutsch-russischen Pella Sietas Gruppe, die hätten aber bisher noch zu keinem Ergebnis geführt. Es sei ebensowenig absehbar, ob es überhaupt zu einem Verkauf kommt.

Ab 1. August wird das Amtsgericht Flensburg voraussichtlich das Insolvenzverfahren für die Werft eröffnen. Dies würde bedeuten, dass das Eigentum der Werft einzeln verkauft werden kann. Dazu gehört auch die noch nicht fertiggestellte RoRo-Fähre Honfleur, für die es bisher noch keinen Käufer gibt. Aus den Erlösen würden dann die Gläubiger der Werft bezahlt.

Gleichzeitig soll für die rund 700 von Arbeitslosigkeit bedrohten Beschäftigten die Gründung einer Transfergesellschaft vorbereitet werden.

Mehr dazu auch in einer Meldung des NDR vom 14.07.2020: Nächste Stufe der Insolvenz – FSG bereitet sich vor unter:  https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Naechste-Stuefe-der-Insolvenz-FSG-bereitet-sich-vor,fsg328.html

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