Schließung von Karstadt in Flensburg: DIE LINKE fordert sozial verträgliche Lösung für Beschäftigte und attraktive Nachnutzung des Standorts

Soll geschlossen werden: Flensburger Karstadt-Filiale auf dem Holm – Foto: Jörg Pepmeyer

Das Ergebnis nach zähen Verhandlungen zwischen Verdi und Karstadt ist eine Katastrophe für die Beschäftigten der Warenhauskette. Bundesweit sollen 62 Filialen geschlossen werden. Auch der Standort Flensburg mit seinen rund 80 Beschäftigten ist von der Schließung betroffen.

LINKE-Vorstandsmitglied Nicolas Jähring – Foto: Jörg Pepmeyer

„Viele Beschäftigte in Flensburg werden dadurch ihre Arbeitsstelle verlieren. Gerade in der jetzigen wirtschaftlichen Lage eine schlimme Situation für die Arbeitnehmer*innen und deren Angehörige. Es darf nicht sein, dass der Inhaber von Karstadt, ein Immobilienmilliardär, die Coronapandemie ausnutzt um noch mehr Reichtum anzuhäufen. Die Regierung muss handeln und die Arbeitsplätze verteidigen. Hier scheint eine Transfergesellschaft vernünftig, die alles daran setzt, die Beschäftigten wieder in sichere Arbeit zu bringen.“ sagt das Vorstandsmitglied Nicolas Jähring.

Und der Kreisvorsitzende Luca Grimminger ergänzt, „Flensburg verliert durch die Entscheidung weiter massiv an Lebensqualität in der Innenstadt. Sollte die Schließung des Standortes in Flensburg durchgezogen werden, so müssen sich die Verantwortlichen der Stadt, über eine attraktive Nachnutzung, Gedanken machen. DIE LINKE Flensburg steht solidarisch an der Seite der Beschäftigten und wird sich auf Bundesebene für eine sozial verträgliche Lösung einsetzten. Der Fall Karstadt zeigt einmal mehr, dass der Markt vieles regelt, aber nicht im Sinne der Beschäftigten – oder zum Wohle der Gesellschaft. Wir erinnern daran, dass Eigentum verpflichtet!“

Mehr dazu auch in einem Beitrag des NDR vom 19.06.2020: Galeria Karstadt Kaufhof will vier Filialen in SH schließen unter: https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Galeria-Karstadt-Kaufhof-will-vier-Filialen-in-SH-schliessen,karstadtkaufhof126.html

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Veröffentlicht am 20. Juni 2020, in Daten und Zahlen, Flensburg News, Soziales, Wirtschaft. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 3 Kommentare.

  1. Leider hat sich der Untergang von Karstadt ja bereits seit Jahren abgezeichnet. Corona war dann wohl der Tropfen, der das Fass dann zum überlaufen gebracht hat. Seit langer Zeit war eine drastische Dezimierung der Mitarbeiter und der Ladenkassen zu beobachten, so befindet sich beispielsweise in der Haushaltswarenabteilung keine einzige Kasse mehr, und wenn man Beratung sucht, muß man lange nach dem Personal Ausschau halten! Was mich aber im Allgemeinen an der Flensburger Innenstadt stört, sind die vielen unterschiedlichen Öffnungszeiten, die kaum mehr zu überblicken sind. Man kommt aus einem Geschäft raus, und das nächste hat bereits geschlossen! Auch die Parkplatzsituation ist katastrophal. Die Innenstadt muß einfach attraktiver gestaltet werden, sonst wird es noch schlimmer werden!

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    • Danke, Kunigunde für die Erwähnung der fehlenden Kassen, geht mir genauso. Man hat im 1. Stock eine Zentralkasse installiert und davor standen wir dann gefühlt endlos an, während die teuren Parkzeiten abliefen. Im Lauf von ca. 20 Jahren beobachtete ich den Rückbau der Serviceleistungen des Restaurants. Im Jahr 2000 z. B. war es um 17 Uhr rappelvoll, weil man noch Angebote machte, heute fängt man an, die leeren Tische abzuwischen. Vor ca. 10 Jahren, als dieser millionenschwere Investor, Green oder so? Karstadt einen hellen u. moderneren Anstrich gab, habe ich geglaubt, dass Karstadt überleben könnte – aber der hat sich zurück gezogen. Gerne würde ich für Kaufhäuser eine Lanze brechen, die vom Garn über Knöpfe bis Kochtöpfe wirklich alles bereit halten, und die deutschen teueren Marken wie Schießer oder wie Fissler noch plazieren konnten.
      Auf Bildern ist das schöne alte Flensburger Rathaus zu erkennen, das die damaligen Ratsherren für Karstadt abreißen ließen – Sünde.

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  2. Mirzet Zupani

    Flensburg ohne Karstadt geht es nicht

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