SSW-Fraktion lehnt Bike-Lanes ab und fordert: Radwege zur Schule ausbauen

Susanne Schäfer-Quäck: „Die Fördestraße hat doch schon gezeigt, dass ein einfacher weißer Strich auf der Straße für den Radverkehr keinerlei Sicherheit gewährt. Davon muss mich niemand überzeugen. Darum lehnt die SSW-Fraktion das Vorhaben der Bikelanes ab.“

Berlin und Hamburg haben sie schon: Bikelanes, aufgemalte Fahrradwege auf mehrspurigen Straßen, die aufgrund von Corona weniger genutzt werden. An sich eine gute Idee, findet auch die Flensburger SSW-Fraktion, aber eine sehr teure: „Mehr als 170.000 Euro sollen die neuen Strecken kosten. Geld, das wir nicht haben“, kritisiert SSW-Fraktionsvorsitzende Susanne Schäfer-Quäck dieses Vorhaben. „Ich möchte nur einmal daran erinnern, dass wir über Monate um 100.000 Euro für die freie Kultur gekämpft haben, und das war noch zu Zeiten, als die Einnahmen kräftig sprudelten. Unter Corona hat Flensburg massive Einbußen, so dass wir Ausgaben möglichst begrenzen sollten. Aber das scheint sich noch nicht herumgesprochen zu haben.“

Die SSW-Fraktion habe sich bereits vor Corona für den Ausbau des Fahrradnetzes ausgesprochen: „Vor allem die Schulwege sollten dabei instand gesetzt werden und Lücken geschlossen werden. Auch die Wege auf den Campus müssen oberste Priorität haben. Am Deutschen Haus oder rund um den Neumarkt muss schleunigst etwas verbessert werden. Außerdem muss endlich an der Waldstraße ein durchgehender Radweg gebaut werden. Radwege zur Schule auszubauen, ist ökologisch sinnvoll und ein idealer Einstieg in ein geschlossenes Radnetz.“ Stattdessen werde Geld für provisorische Lösungen ausgegeben, deren Sicherheitskonzept nicht überzeuge: „Die Fördestraße hat doch schon gezeigt, dass ein einfacher weißer Strich auf der Straße für den Radverkehr keinerlei Sicherheit gewährt. Davon muss mich niemand überzeugen. Darum lehnt die SSWS-Fraktion das Vorhaben der Bikelanes ab.“

Über akopol

Netzwerk für mehr Öffentlichkeit, Transparenz und Demokratie in Flensburg

Veröffentlicht am 26. Mai 2020, in Ökologie, Bürgerbeteiligung, Flensburg News, Soziales, Stadtplanung. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar.

  1. Tim Meyer-König

    Toll, diese Scheinargumentation des SSW. Die angesprochenen Instandsetzungen eines Radwegs kosten mal locker das zehnfache (Aussage der Stadt) einer Bikelane, die im übrigen deutlich breiter als ein Schutzstreifen und außerdem abgepollert ist. Insofern ist der Vergleich mit dem Schutzstreifen der Fördestrasse völlig unzutreffend.

    Stattdessen der politische Klassiker: Mit „man müßte“ und „man sollte“ Dinge fordern, für die dann aber sowieso kein Geld da ist. So kann man sich auch drum drücken, kennen wir schon, seit Jahren dasselbe. Langweilig.

    Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: