Archiv für den Tag 26. Mai 2020

SSW-Fraktion lehnt Bike-Lanes ab und fordert: Radwege zur Schule ausbauen

Susanne Schäfer-Quäck: „Die Fördestraße hat doch schon gezeigt, dass ein einfacher weißer Strich auf der Straße für den Radverkehr keinerlei Sicherheit gewährt. Davon muss mich niemand überzeugen. Darum lehnt die SSW-Fraktion das Vorhaben der Bikelanes ab.“

Berlin und Hamburg haben sie schon: Bikelanes, aufgemalte Fahrradwege auf mehrspurigen Straßen, die aufgrund von Corona weniger genutzt werden. An sich eine gute Idee, findet auch die Flensburger SSW-Fraktion, aber eine sehr teure: „Mehr als 170.000 Euro sollen die neuen Strecken kosten. Geld, das wir nicht haben“, kritisiert SSW-Fraktionsvorsitzende Susanne Schäfer-Quäck dieses Vorhaben. „Ich möchte nur einmal daran erinnern, dass wir über Monate um 100.000 Euro für die freie Kultur gekämpft haben, und das war noch zu Zeiten, als die Einnahmen kräftig sprudelten. Unter Corona hat Flensburg massive Einbußen, so dass wir Ausgaben möglichst begrenzen sollten. Aber das scheint sich noch nicht herumgesprochen zu haben.“

Die SSW-Fraktion habe sich bereits vor Corona für den Ausbau des Fahrradnetzes ausgesprochen: „Vor allem die Schulwege sollten dabei instand gesetzt werden und Lücken geschlossen werden. Auch die Wege auf den Campus müssen oberste Priorität haben. Am Deutschen Haus oder rund um den Neumarkt muss schleunigst etwas verbessert werden. Außerdem muss endlich an der Waldstraße ein durchgehender Radweg gebaut werden. Radwege zur Schule auszubauen, ist ökologisch sinnvoll und ein idealer Einstieg in ein geschlossenes Radnetz.“ Stattdessen werde Geld für provisorische Lösungen ausgegeben, deren Sicherheitskonzept nicht überzeuge: „Die Fördestraße hat doch schon gezeigt, dass ein einfacher weißer Strich auf der Straße für den Radverkehr keinerlei Sicherheit gewährt. Davon muss mich niemand überzeugen. Darum lehnt die SSWS-Fraktion das Vorhaben der Bikelanes ab.“

Politisches Abendgebet der Aktionsgruppe Klima Flensburg am 1. Juni 2020 um 18 Uhr vor St. Nikolai

Liebe Interessierte,
auch zum nächsten Politischen Abendgebet am Pfingstmontag, 1. Juni um 18 Uhr vor der Kirche St. Nikolai möchten wir wieder herzlich einladen.

Hotel und Parkhausprojekt am Bahnhofswald: Es gibt Alternativen!

Am Dienstag, den 02.06. soll unter TOP 3. auf der öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Planung und Stadtentwicklung über den Bebauungsplan „Hauptpost“ (Nr. 303) und den dazugehörigen Satzungsbeschluss entschieden werden. Damit würden endgültig die Weichen für den Bau des umstrittenen Hotels und Parkhauses gestellt. Das würde gleichzeitig das Ende für den Bahnhofswald bedeuten. Claus Kühne, Mitglied der Bürgerinitiative Bahnhofsviertel Flensburg, Anwohner der Schleswiger Straße und vom Bauprojekt direkt betroffen, hat sich Gedanken über mögliche alternative Standorte auf der anderen Seite des Carlisle-Parks, am Mühlendamm gemacht. Dort gibt es mehrere Hektar unbebaute Fläche, die sich zudem im Eigentum der Stadt befindet. Untenstehend sein Vorschlag dazu:

Die Bürgerinitiative Bahnhofsviertel Flensburg hat in einem Brief an die Ratsfraktionen die Mitglieder des SUPA gebeten, in der Sitzung am 02.06. den Beschlussvorlagen zu TOP 3 ihre Zustimmung zu verweigern. Mehr dazu hier

Public Climate School: eine Woche Klima für alle auch in Flensburg

Am Montag, 25. Mai eröffneten die Students for Future die digitale Public Climate School (PCS) im Sommersemester 2020 mit einer Presse-Auftaktveranstaltung, die zeitgleich in zahlreichen Städten deutschlandweit stattfand. Die PCS will vom 25.-29. Mai, den aktuellen Stand der Klimawissenschaft aus den Hochschulen hinaus und unter die Menschen bringen. Die Students for Future fordern die Hochschulen auf, endlich ihrer Verantwortung nachzukommen und Zukunft zu gestalten. Hochschulen sind Teil der Lösung für eine ökologische und gerechte gesellschaftliche Transformation.
Das Leben auf dem Hochschulcampus und damit auch der Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft ist während der Corona-Pandemie stark heruntergefahren. Die Students for Future möchten Wissenschaft und Gesellschaft wieder näher zueinander bringen und haben heute mit einer Auftaktaktion ein Wiederbelebungsprogramm ins Leben gerufen:

Auftaktevent
Um die Klimawoche einzuleiten, wurden öffentliche Plätze in Berlin, München, Kiel, Mainz, Halle, Ludwigsburg, Bochum, Saarbrücken und Dortmund zu Vorlesungssälen für Open-Air-Vorträge umgestaltet unter dem Motto ,Wer hört den Klimawissenschaftler*innen jetzt zu?‘. Die symbolischen Auftaktveranstaltungen wurden nicht öffentlich beworben, um die Teilnehmer*innenzahl begrenzen zu können und den Corona-Regelungen zu folgen.

Programm und Umsetzung
Ein bundesweiter Livestream über YouTube bietet ein vielfältiges Programm, das aus Angeboten der unterschiedlichen Ortsgruppen zusammengestellt ist. Der ,Stundenplan“ ist gefüllt mit Veranstaltungen von Persönlichkeiten wie dem Klimaforscher und Autor Mojib Latif, dem Ethnologen Mihir Sharma mit einer kritischen Betrachtung der Klimabewegung und Aie Al Khaiat-Gornig, Wissenschaftlerin und Autorin bei Utopia. Thematisch ist die PCS ein interdisziplinärer Querschnitt von naturwissenschaftlichen Grundlagen bis zu ethischen und politischen Verbindungen zur Klimakrise. Der bundesweite Stundenplan und weitere Informationen sind unter http://www.studentsforfuture.info zu finden.
Insgesamt gestalten über 16 Students for Future Ortsgruppen das Programm mit über 500 Mitwirkenden. Es werden online 15.000 Besucher*innen erwartet.

Die Students for Future richten damit einen lauten Appell in Richtung der Hochschulen: „Hochschulen müssen dringend ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden und wissenschaftliche Erkenntnisse zur Klimakrise für alle Menschen zugänglich machen“, sagt Emanuel Pilot von Students for Future.

Freya Stoermer von Students for Future ergänzt: „Hochschulen sind Vorbilder und müssen sich endlich zum Ziel setzen, klimaneutral zu werden und die Problematik der Klimakrise in Lehrplänen fest verankern. Jetzt ist die letzte Chance, um sich zu engagieren, weil nur noch wenige Jahre bleiben, bis die Erderhitzung nicht mehr unter 1,5 Grad Celsius zu halten ist.“
Sie finden Bilder der Auftaktaktion aus ganz Deutschland zur freien Verwendung im Anhang.
Students for Future

Die AG Students for Future ist eine Arbeitsgruppe von Fridays for Future, die es sich zur Aufgabe gesetzt hat, das Thema Klimagerechtigkeit und Nachhaltigkeit an die Hochschulen zu bringen. So möchten die Studierenden bewirken, dass Hochschulen ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nachgehen. Hochschulen sind Teil der Lösung für eine gesellschaftliche Transformation hin zu einer ökologischen und gerechten Zukunft.

Mehr Infos zum Programm und Ablauf auf der Website unter: https://studentsforfuture.info/public-climate-school/

Das Programm

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