Archiv für den Tag 13. Mai 2020

Vorsicht, Falschinformation: Alkohol schützt nicht gegen das Coronavirus

Die Coronakrise beeinflusst das Einkaufsverhalten vieler Menschen. Neben Toilettenpapier, Nudeln und Mehl zählen auch alkoholische Getränke zu den besonders gefragten Waren im Supermarkt. Zudem werden im Internet Gerüchte verbreitet, dass Alkohol angeblich gegen eine Infektion mit dem neuen Coronavirus schützen soll.

Statistisch gesehen hat jeder Deutsche im Jahr 2018 durchschnittlich 131,3 Liter Alkohol zu sich genommen. Welche Auswirkungen die Coronakrise auf den Alkoholkonsum hat, werden die Auswertungen für das Jahr 2020 zeigen. Allerdings macht sich jetzt schon bemerkbar, dass der Alkoholabsatz im Einzelhandel gestiegen ist. Das liegt unter anderem daran, dass Restaurants und Kneipen geschlossen sind. Aber es gibt auch weitere mögliche Begründungen.

Mythos: Infektionsschutz durch Alkohol

Fake News im Internet verbreiten sinnlose und gefährliche Ratschläge. Demnach soll man sich durch Trinken von Alkohol oder Gurgeln mit Kölnisch Wasser angeblich gegen Infektionen schützen können. Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt eindeutig, dass Alkoholkonsum nicht vor COVID-19 schützt. Ganz im Gegenteil: Alkoholkonsum bringt Gefahren  wie zum Beispiel eine stärkere Anfälligkeit für Krankheiten mit sich. Verlässliche Gesundheitsinformationen im Internet bietet unter anderem die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Trinken gegen Langeweile oder als Belohnung

Laut aktuellen Corona-Monitor des Bundesinstituts für Risikobewertung sinkt in der Bevölkerung die Angst vor Corona. Allerdings ist das Alltagsleben durch strenge Regelungen und Veränderungen eingeschränkt. Langeweile und Einsamkeit können dazu führen, dass man sich häufiger mit Alkohol zu trösten oder zu belohnen versucht.

Alkohol fördert Übergewicht

„Ein weiterer gesundheitlicher Nachteil, der oft vernachlässigt wird: Alkohol enthält viele Kalorien. Wer sich in der Coronakrise weniger als sonst bewegt, zugleich aber mehr Alkohol trinkt, sammelt leicht Übergewicht an,“ so Ernährungsexpertin Selvihan Koç von der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. Wer sich fit halten und das Immunsystem stärken will, sollte jetzt auf gesunde Ess- und Trinkgewohnheiten achten. Bewegung ist außerdem wichtig und weiterhin unter Einhaltung der Abstandsregelungen zu empfehlen. Tipps gibt es unter verbraucherzentrale.sh.

Öffentliche Sitzung des Finanzausschusses am 20.05.2020 im Rathaus, Bürgerhalle

TOP: Folgen der Corona-Krise für die Finanzen der Stadt Flensburg

Bereits jetzt schon ein Defizit von 40 Mio. Euro

In der Sendung Markus Lanz vom 13.05.2020 bezifferte Oberbürgermeisterin Simone Lange das durch die Corona-Krise bereits jetzt schon verursachte Defizit für den städtischen Haushalt auf 40 Mio. Euro. Das bei einem Gesamthaushalt in 2020 von 390 Mio. Euro. Dabei hätte man für 2020 mit einer schwarzen Null abschließen wollen. Weiterhin drohen weitere Einnahmeverluste und höhere Ausgaben für die Stadt, die bei den nächsten Haushaltsberatungen und -planungen für das Jahr 2021 massive Einsparungen in vielen Bereichen zur Folge haben werden.

Deshalb verspricht die kommende Finanzausschuss-Sitzung außerordentlich spannend zu werden: Unter TOP 10.1 und 10.2 geht es um den Sachstand und die Folgen der finanzwirtschaftlichen Auswirkungen durch die Corona-Pandemie für die Stadt Flensburg sowie die Auswirkungen der Gewerbesteuereinbrüche für den städtischen Haushalt. Unter TOP 8 geht es um die Machbarkeitsuntersuchung „Bauvorhaben Verlagerung des Hafenumschlags“.

Stadt Flensburg                                                                                                         Flensburg, 12.05.2020
Der Vorsitzende des Finanzausschusses

Bekanntmachung
zur 21. Sitzung des Finanzausschusses
am Mittwoch, 20.05.2020, 16:00 Uhr,
Rathaus, Bürgerhalle (Raumänderung möglich)

Bitte den veränderten Sitzungsraum und die nachstehenden Hinweise für die Öffentlichkeit beachten!
Aufgrund der aktuellen Corona-Situation ist die Anmeldung für eine Gästeliste erforderlich, die den Einlass in das Rathaus ermöglicht. Die Anmeldung erfolgt telefonisch unter 0461/85 4068 oder per Mail an sameith.lena@flensburg.de. Aus organisatorischen Gründen bitten wir Gäste mit einer Mobilitätseinschränkung um einen Hinweis bei der Anmeldung. Der Zugang für angemeldete Gäs-te erfolgt ausschließlich über den Haupteingang Am Pferdewasser.
Bitte denken Sie an Ihre Mund-Nasen-Bedeckung!

Die unter „B. Voraussichtlich nichtöffentlicher Teil“ aufgeführten Tagesordnungspunkte werden nach Maßgabe der Beschlussfassung des Finanzausschusses voraussichtlich nichtöffentlich bera-ten.

Tagesordnung
A. Voraussichtlich öffentlicher Teil

1. Bestätigung der Tagesordnung

2. Bekanntgabe der nichtöffentlich gefassten Beschlüsse der letzten Sitzung

3. Einwendungen gegen die Niederschrift über den öffentlichen Teil der 20. Sitzung vom 20.02.2020

4. Über- und außerplanmäßige Aufwendungen/Auszahlungen

5. MV: Terminplanung Doppelhaushalt 2021/2022, Jahresabschluss 2019, Tertialberichte 2020 FA-122/2019

6. MV: Gutachtenkosten 2019 FA-20/2020

7. MV: Offener Ganztag an Grundschulen FA-107/2019

8. Bericht Machbarkeitsuntersuchung Bauvorhaben Verlagerung des Hafenumschlags (Flensburg Hafen West) vorlegen Anfrage der SSW-Ratsfraktion AF-7/2020

9. Beschlusskontrolle

10. Mitteilungen und Anfragen
10.1 Sachstand finanzwirtschaftlicher Auswirkungen durch die Corona-Pandemie
10.2 Auswirkungen der Gewerbesteuereinbrüche und Fragen zum CO-VID19-Budget Anfrage der CDU-Fraktion vom 23.04.2020 AF-16/2020

10.3 Prüfung Jahresabschluss 2019

B. Voraussichtlich nichtöffentlicher Teil

11. Einwendungen gegen die Niederschrift über den nichtöffentlichen Teil der 20. Sitzung vom 20.02.2020

12. Flensburg als Konsolidierungsstadt (geplante Einsparungen) Anfrage der FDP-Ratsfraktion vom 07.02.2020 AF-6/2020

13. Beschlusskontrolle

14. Mitteilungen und Anfragen

Für die Richtigkeit:

Christian Schweckendieck, Vorsitzender
Henning Dunken, Fachbereichsleitung Finanzen

Alle Unterlagen und die Beschlussvorlagen zur Sitzung gibt es hier

Neues Team im Bücherbus

Sonderfahrplan mit den Haltestellen

Flensburg. Das Bücherbusteam hat zum 01.04.2020 mit der Bibliothekarin Laura Schürmann Verstärkung bekommen. Ausgebremst durch Corona konnte sie jedoch den Bücherbus bisher nicht auf den gewohnten Touren begleiten. Bis zu den Sommerferien ist der übliche Fahrplan außer Kraft gesetzt.

Dennoch wollen die Kolleg*innen Axel Dietrich, Ute Sager, Katja Laufer und die „Neue“ ihre Bücherbuskunden nicht völlig ohne Lesestoff lassen.

Der mit Kreativität gebastelte SOS Sonderfahrplan fährt ausgewählte Haltestellen an. Es können Medien zurückgegeben werden und vorbestellte Medien abgeholt werden.

Der Bücherbus hält an folgenden Tagen und Haltestellen:

Montag 18. Mai & 08. Juni

Goerdeler Str.                  9:00 –  9:45
Am Schützenhof              9:50 – 10:35
Jägerweg                       11:00 – 11:45
Nikolaus-Matth.-Str.       11:55 – 12:40
Falkenstr.                       13:00 – 13:45

Montag 25. Mai & 15. Juni

Schlagbaumweg        9:00 – 9:45
Friedrichstal               9:55 – 10:40
Hesttoft                     11:00 – 11:45
Twedter Plack            12:05 –  12:35
Tremmerupweg         12:45 –  13:30
Am Goldregen           13:40 –  14:15

Donnerstag 04. Juni & 25. Juni

Sünderuper Weg               9:00 – 9:45
Emmy Ball-Hennings-Str.    9:55 – 10:40
Tastruper Weg                  10:50 – 11:35
Kreuzkoppel                     11:45 – 12:30
Trögelsbyer Weg              13:00 – 13:30
Ina-Carstensen-Str.           13:40 – 14:15

„Gerade für ältere Kunden oder Kunden mit Vorerkrankungen ist dies die sicherste Form, kontaktarm neue Medien auszuleihen“, betont Frau Schürmann.
Bestellungen bitte ausschließlich telefonisch unter 0461-852921 oder unter buecherbus@flensburg.de

Abstand ermöglichen: Mehr Platz für Fuß- und Radverkehr

Unterschreitung der Mindestabstände – Foto: ADFC Flensburg

Ein Beitrag von Julia Born

Genügend Platz, damit Radfahrerinnen und Fußgänger in Corona-Zeiten den gebotenen Abstand einhalten können, fordert die Ortsgruppe Flensburg des VCD. Wo deutliche Einschränkungen für Fuß- und Radverkehr bestehen, sollten gezielt befristete Sonderspuren eingerichtet werden. Gleichzeitig müssen Verkehrsberuhigung – auch zum Lärmschutz – und der Ausbau des Radwegenetzes mit erheblich mehr Engagement angegangen werden.

Corona hat unser Leben verändert – und Fachleute gehen davon aus, dass wir mindestens dieses Jahr noch mit dem Virus leben müssen. Der Mindestabstand von 1,5 Metern ist die derzeit wirksamste Präventionsmaßnahme, über die wir verfügen.

Um frische Luft und Bewegung zu genießen und als Alternative zum öffentlichen Verkehr sind derzeit mehr Menschen zu Fuß und mit dem Rad unterwegs. Das bestätigen auch Untersuchungen. Flensburger Fahrradhändler berichten, dass ihnen die Kunden förmlich die Tür einrennen, um Pedelecs zu erwerben.

Flensburg: Rad- und Gehwege oft zu schmal

Leider sind in Flensburg viele Geh- und Radwege zu schmal. Die Mindestbreite für Gehwege (2,50 Meter) und für Radwege (1,50 Meter, möglichst aber 2,00 Meter) ist sehr oft nicht beachtet. „Wenn man sich auf schmalen Gehwegen begegnet, ist der Abstand oft nur einzuhalten, wenn eine Person auf die Straße tritt“, macht Julia Born, Sprecherin der VCD Ortsgruppe aufmerksam.
Vielen Menschen ist das Abstandhalten aber sehr wichtig, denn sie wollen zum Beispiel auch Angehörige vor einer möglichen Infektion schützen. „Man gefährdet sich durch das Ausweichen und man gefährdet sich durch das Nahekommen“, so Born. Nun rächt es sich, dass Verkehrspolitik in Flensburg jahrzehntelang die „autogerechte Stadt“ als Leitbild hatte und Fußgänger und Radfahrerinnen hintangestellt wurden.

An Engstellen befristet Sonderspuren einrichten

Dort wo Radwege nicht breit genug sind oder der Bürgersteig zu schmal ist, so dass sich Fußgänger und Radfahrer nicht mit dem gebotenen Sicherheitsabstand begegnen können, sollten gesicherte Radspuren auf der Fahrbahn geschaffen werden, sogenannte Popup-Radwege. Der VCD hat sich bereits frühzeitig dafür ausgesprochen, während der Coronakrise verkehrsberuhigte Bereiche sowie temporäre Sonderspuren einzurichten. Die VCD Ortsgruppe unterstützt die Initiative des ADFC daher ausdrücklich.
Auch die Fußwege sollten genügend breit sein. Die Kombination von Fuß- und Radwegen, bereits zuvor von vielen Seiten kritisiert, erweist sich in Coronazeiten als gänzlich untauglich.

Mittelfristig: Mehr Engagement für sicheres Rad- und Fußwegenetz

Ideologische Grabenkämpfe scheinen ein ungeeignetes Mittel, um mit der Corona-Krise umzugehen, und sollten besser unterbleiben. Stattdessen sollten gezielt an Straßen und Wegen, an denen deutliche Einschränkungen bestehen, befristet Sonderspuren eingerichtet werden. Mittel- und langfristig brauchen wir in Flensburg ein sicheres Wege- und Radwegenetz. Wir brauchen eine gute, baulich getrennte Radverkehrsinfrastruktur sowie Radschnellverbindungen mit den Umlandgemeinden. Dafür wünschen wir uns von Politik und Stadtverwaltung erheblich mehr Engagement.

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