Ausstellungen auf dem Museumsberg Flensburg: ab 12. Mai für Besucher*innen wieder geöffnet

Unter Beachtung aller Hygienemaßnahmen und mit eingeschränkten Öffnungszeiten von 11.30 bis 17.00 Uhr sind in Zukunft wieder beide Häuser zu besichtigen. Für den Museumsbesuch ist wie überall eine Alltagsmaske erforderlich.

Endlich ist auch der lang ersehnte Besuch der Ausstellung „Perspektivwechsel 2020 – 100 Jahre Grenzgeschichten“ möglich. Die große Schau zum 100-jährigen Jubiläum der Grenzabstimmung in Deutschland und Dänemark wurde vor Beginn der Corona-Krise aufgebaut, konnte dann aber nicht mehr eröffnet werden. Das mit großem Programm geplante Eröffnungswochenende musste wegen des Lock-Downs leider ausfallen. Nun endlich kann die aufwändige Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Im Hans-Christiansen-Haus ist dann auch wieder die Ausstellung „Nikolaus Störtenbecker: Unsere letzte Welt“ zu sehen. Interessierte sollten sich jedoch beeilen, die Retrospektive des Norddeutschen Realisten läuft nur noch bis zum 1. Juni.

Die Anschluss-Ausstellung „Flensburg.Kauft.Kunst.“ ist bereits ab 12.05. als digitale Verkaufsausstellung auf der Webseite des Museums zu besichtigen. In der Corona-Krise geht der Museumsberg neue Wege: Mit dieser Verkaufsausstellung sollen die Künstler*innen in Flensburg und aus dem nahen Umland unterstützt werden. Alle Einnahmen erhalten die Künstler*innen, der Eintritt ist frei..

Auf öffentliche Führungen, Veranstaltungen und Workshops müssen die Museumsbesucher noch eine Weile verzichten. Weitere Infos und Einblicke in die Ausstellungen sind untenstehend und auf www.museumsberg.de zu finden.

FLENSBURG. KAUFT. KUNST. Verkaufsausstellung Flensburger Künstler auf dem Museumsberg

Als Online-Ausstellung vom 12. Mai bis 12. Juli 2020 und im Heinrich-Sauermann-Haus vom 10. Juni bis 12. Juli 2020

Dazu die Mitteilung des Museums:

Aus aktuellem Anlass präsentiert der Museumsberg Flensburg eine Verkaufsausstellung mit Werken Flensburger Künstler*innen.
Als Museum der Stadt Flensburg sind wir mit den Kunstschaffenden, die derzeit durch die Absage so vieler Ausstellungen und Veranstaltungen unter Verdienstausfällen leiden, solidarisch. Wir zeigen deshalb ab dem 12. Mai 2020 über 90 Kunstwerke als digitale Verkaufsausstellung auf unserer Homepage www.museumsberg.de.
Hier gibt es für jeden die Gelegenheit, Kunst von etwa 45 Künstlerinnen und Künstlern aus Flensburg und dem nahen Umland zu sehen und zu kaufen. Alle Einnahmen kommen ungemindert und direkt den
Kunstschaffenden zugute.
Vom 10. Juni bis zum 12. Juli 2020 zeigen wir diese Kunstwerke dann zusätzlich in unseren Ausstellungsräumen im Heinrich-Sauermann-Haus. Dort können Besucher*innen die Werke im Original erleben. Wir freuen uns, dass die Stadt Flensburg ihre Solidarität mit den Künstler*innen bekräftigt und einen kostenfreien Eintritt für diese Ausstellung ermöglicht.
Wir hoffen, dass wir mit Hilfe unseres Netzwerkes für Künstler*innen zusätzlich Öffentlichkeit schaffen können und sie sogar mit potentiellen Käufern aus unserem Besucherkreis in Kontakt bringen können.
Auf eine feierliche Ausstellungseröffnung müssen wir aus Gründen des Infektionsschutzes leider verzichten.

„Nikolaus Störtenbecker – Unsere letzte Welt“ noch bis 01.06.2020 auf dem Museumsberg Flensburg

Der Museumsberg Flensburg widmet dem Künstler Nikolaus Störtenbecker anlässlich seines 80. Geburtstags im Jahr 2020 eine Retrospektive in den Räumen des Heinrich-Sauermann-Hauses.

„Landschaft mit Bronze“, 1986, Öl/Lwd. © Nikolaus Störtenbecker

Die Ausstellung legt ihr Augenmerk auf jene Werke des Künstlers, die sich explizit oder indirekt mit dem Thema Umweltzerstörung beschäftigen. Nikolaus Störtenbecker beobachtet seit Jahrzehnten unsere Welt, wie sie sich verändert, und er liest daraus Geschichten, die er in seinen Bildern festhält. Die spannendsten Gemälde und Grafiken sind dabei jene, die von menschengemachten Veränderungen erzählen. Sie zeigen etwa Kühe unter einer Autobahnbrücke, das zubetonierte Ufer einer Nordseeinsel, Düsenjäger über einem Strandidyll oder grasende Schafe auf einem schmalen StreifenGrün vor einem trostlosen Industriehafen. In der realistischen, scheinbar lapidaren Darstellung bekommt das beklemmende Gefühl der von Menschen selbst verursachten Bedrohung eine hörbare Stimme, wird die Verletzlichkeit unserer Welt überaus deutlich.
Ebenfalls aus Anlass des Geburtstages des Künstlers erscheint in der Reihe „ars borealis“ die Sonderedition 05 mit einem Werkverzeichnis der Grafiken des Künstlers. Herausgegeben wird der über 300 Einträge verzeichnende OEuvrekatalog von der Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein und der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf. Wissenschaftlich bearbeitet wurde das Werkverzeichnis von Dr. Thomas Gädeke.

Perspektivwechsel 2020 – 100 Jahre Grenzgeschichten bis 31.10.2020

Grenzzollstelle Kupfermühle Krusua 1922

Mit der Ausstellung „Perspektivwechsel 2020“ – der aufwendigsten Ausstellung, die je in Flensburg entwickelt und gezeigt wurde – leistet die Stadt Flensburg den größten Einzelbeitrag zum Jubiläumsjahr in Schleswig-Holstein.

Ein neuartiger Ansatz überlässt dabei niemandem die alleinige Deutungshoheit, sondern stellt die Vielfalt und die Entwicklung der Grenzregion in den Mittelpunkt. Der Blick ist dabei nicht nur, wie sonst in Museen üblich, rückwärts gerichtet.
Vielmehr stehen mit Themen wie Identität, Transit und Flüchtlingen auch die Gegenwart und die Zukunft der Grenze im Fokus.

Die Ausstellungsmacher treten dabei bewusst in den Hintergrund. Wo irgend möglich kommen Augenzeugen und Betroffene selbst zu Wort und erzählen aus ihrer persönlichen Perspektive Grenzgeschichten aus den 100 Jahren seit der Volksabstimmung vom 14. März 1920. Ungewöhnliche Objekte, Bilder und Videos illustrieren diese Geschichten anschaulich.

Flaggenkampf: Flensburg 1920

Die Ausstellung beginnt mit der Frage nach der Entstehung der heutigen Grenze mit ihren positiven und negativen Auswirkungen auf Flensburg und die Grenzregion. Besonderes Augenmerk gilt dem wichtigen Thema der Identität von Mehrheiten und Minderheiten. Weitere Schwerpunkte liegen auf der Grenze als Transit-Raum, dem aktuellen Thema Flüchtlinge und der Grenze auf dem Wasser. Wie die Zukunft der Grenze aussehen könnte, zeigen uns deutsche und dänische Kinder und Jugendliche in Form von Bildern und Videos.

Wer seine eigene Geschichte erzählen oder seine persönliche Perspektive teilen möchte, ist dazu an einer der interaktiven Mitmachstationen der Ausstellung oder in der App FLEO2020 herzlich eingeladen.
„Perspektivwechsel 2020“ wird an drei verschiedenen Standorten in Flensburg gezeigt: auf dem Museumsberg, im Flensburger Schifffahrtsmuseum und in der Dänischen Zentralbibliothek. Später kommt noch eine weitere Station im Sonderburger Multikulturhaus dazu.

Entwickelt wurde das Ausstellungskonzept unter der Leitung des Museumsdirektors Dr. Michael Fuhr vom Hamburger Büro gwf-Ausstellungen, mit fachlicher Unterstützung von einem interdisziplinär besetzten Expertenbeirat und den Teams der beteiligten Häuser.

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier. Träger der Ausstellung ist die Stadt Flensburg. Finanziell gefördert wurde das Projekt durch die Kommune Sønderborg, das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, die Landesregierung Schleswig-Holsteins, die Kulturstiftung des Landes Schleswig-Holstein und die Nord-Ostsee Sparkasse.

Infos und Geschichten zur Volksabstimmung finden Sie bei FLEO2020.

Mehr zur Ausstellung: https://www.museumsberg-flensburg.de/de/ausstellungen/details/perspektivwechsel-2020-100-jahre-grenzgeschichten.html

Über akopol

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Veröffentlicht am 11. Mai 2020, in Bürgerbeteiligung, Bildung, Flensburg News, Inklusion und Integration, Kultur, Kulturtipps, Soziales, Veranstaltungstipps. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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