Archiv für den Tag 7. Mai 2020

Energieberatung der Verbraucherzentrale mit kostenfreien Online-Vorträgen am 12. und 19. Mai

Telefonische Beratung zu allen Themen rund ums Renovieren, Heizen und Energiesparen

Die Energieexperten der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein sind auch in der Corona-Krise weiterhin für alle Fragen telefonisch und online erreichbar. 

Wir bleiben zuhause, ist ein Statement während der Corona-Zeit. Einige befinden sich deshalb zurzeit im Home-Office und andere haben Zeit sich um liegengebliebene Projekte zu kümmern, wie fällige Reparaturen und Instandsetzungsarbeiten am Haus. Ratsam ist es bei anstehenden Renovierungen auch gleich mögliche Maßnahmen zur Energieeinsparung mitzudenken. Dazu fallen einige Fragen an: Welche Fenster sind die Richtigen? Wie dick muss die Dämmung sein? Ist mein Energieverbrauch normal? Bekomme ich Fördermittel für meine Sanierung oder berät mich jemand unabhängig beim Hauskauf?

Die Verbraucherzentrale hat seit über 40 Jahren die passende Beratung für alle Fragen rund um das Thema effiziente Energienutzung und erneuerbare Energien.

Energiefragen online oder per Telefon klären

Mit Online-Beratung (https://verbraucherzentrale-energieberatung.de/beratung/onlineberatung/) und der Telefon-Hotline (0800 – 809 802 400, kostenfrei aus allen Netzen) bietet die Verbraucherzentrale trotz der Krise weiterhin diverse Möglichkeiten, Fragen rund um die Themen Energie sparen, Heizungstausch, Sanieren und Bauen, Förderungen sowie Nutzung von erneuerbaren Energien mit hoch qualifizierten Fachleuten zu besprechen.  

Kostenfreie interaktive Online-Vorträge:

Vom Sofa aus können die Teilnehmer Live-Vorträge von Energieberatern der Verbraucherzentrale verfolgen und Fragen stellen. Wer nicht unter seinem echten Namen teilnehmen will, kann sich mit einem Pseudonym anmelden. Teilnahme per Computer oder Live-Stream per Smartphone.

Online-Vortrag: „Wärmeschutz im Altbau und Denkmal“

Am Dienstag, 12. Mai 2020 von 18:30 bis 19:30 Uhr

Online.Vortrag: Steck die Sonne ein! Solarstrom vom Balkon

Am Dienstag, 19.Mai 2020 von 18 bis 19 Uhr

Weitere Online-Vorträge und Anmeldung unter: https://verbraucherzentrale-energieberatung.de/beratung/online-vortraege/ und https://www.verbraucherzentrale.sh/veranstaltungen

Corona-Pandemie während des Auslandssemester – und nun?

Flensburg. Jedes Semester zieht es zahlreiche Studierende der Hochschule Flensburg zum Austausch an Universitäten im Ausland. Die weltweite Ausbreitung des Coronavirus stellte sie vor große Herausforderungen. Hier berichten zwei Studierende von ihrem Abenteuer-Semester.   

Es sollte einer Zeit voll neuer Erfahrungen sein. In Spanien, Schweden oder in Neuseeland wollten sie nicht nur BWL, eHealth oder Energiewissenschaften studieren, sondern auch neue Menschen und Kulturen kennenlernen. Ihre Sprachkenntnisse verbessern. Zahlreiche Studierende der Hochschule Flensburg zieht es jedes Semester in die Welt.  So auch Lea-Christin Witt, die im Februar an der University of Pretoria in Südafrika ein Semester lang Logistics and Supplied Chain Management studieren wollte. „In Flensburg ist das mein Studienschwerpunkt“, sagt Lea-Christin Witt. Sie sitzt in ihrer Flensburger Wohnung. Per Skype erzählt sie vom frühzeitigen Abbruch und einer abenteuerlichen Rückreise. Von einer ungewollten Erfahrung.

Lea-Christin Witt musste ihr Studium in Südafrika frühzeitig abbrechen und erwischte den letzten Flieger nach Europa.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie treffen auch die Studierenden der Hochschule, die in Trinidad & Tobago, Belgien, Irland oder in Australien ein Austauschsemester verbringen. „Meine Kollegin Ute Sachau und ich haben uns frühzeitig mit allen Studierenden in Verbindung gesetzt und mit ihnen ihre individuelle Situation besprochen und sie unterstützt“, sagt Janntje Böhlke-Itzen, Leiterin International Relations an der Hochschule. „Es ist natürlich nicht leicht, unter all den Ungewissheiten eine so weitreichende Entscheidung zu treffen.“  Immerhin hätten sich die Studierenden auf ihr Auslandssemester gefreut, konnten jedoch noch nicht gut einschätzen, wie sich die Situation im Gastland weiterentwickeln würde.

Auch mit Lea-Christin Witt hat Böhlke-Itzen regelmäßig Kontakt und berät sich mit ihr. Zunächst sei sie noch entspannt gewesen, hätte weiter den Urlaub im Nachbarland Namibia geplant, erzählt Witt. Doch dann heißt es, die Grenzen werden geschlossen. Mit einigen Kommilitoninnen macht sie sich auf den Weg zum Flughafen. „Wir wussten nicht, wie wir hätten zurückkommen sollen, da keine Busse mehr fuhren“, erinnert sich Lea-Christin Witt. Acht Stunden wartet sie auf ein Ticket. „Meine Chancen habe ich auf 20 Prozent eingeschätzt“, sagt sie heute. Sie ergattert schließlich den letzten Platz im Flieger, der zum Glück zwei Stunden Verspätung hat. Auch Janntje Böhlke-Itzen erfährt – direkt nach Witts Familie –, dass die Studentin im letzten Flieger sitzt, der aus Südafrika Richtung Europa abhebt. Dann wird der Flugverkehr eingestellt.

Jan Nordwald brauchte 74 Stunden für seine Rückreise aus Namibia

Lea-Christin Witt erzählt das heute relativ gelassen. Doch Angst, gibt sie zu, habe sie schon gehabt. „Ich wusste nicht, ob ich es schaffe“, berichtet sie. Trotz des ungewollten Abbruchs ihres Studiums in Pretoria, ist sie doch auch froh, wieder in Deutschland zu sein.

Das sagt auch Jan Nordwald, der sein Auslandssemester an der NUST in Namibia frühzeitig abbrechen musste: „Wenn ich mitbekomme, was da derzeit los ist, bin ich froh wieder hier zu sein.“ Er habe noch Kontakte zu Freunden, die er in seiner kurzen Zeit in Namibia kennenlernt, und von „bedrohlichen Situationen“ berichten. Er selbst habe sich zunächst sicher gefühlt. Doch dann – an einem Sonntagabend – wurden plötzlich die Studierenden aus Finnland nach Hause geholt. Eine Mitbewohnerin, die in der französischen Botschaft arbeitet, wurde ebenfalls abgezogen. Auch Janntje Böhlke-Itzen meldete sich an dem Tag mehrfach. „Da habe ich dann angefangen, mich um die Rückreise zu kümmern“, erinnert sich Nordwald. 74 Stunden dauerte sein Trip: von Namibia über Südafrika, London, Amsterdam nach Frankfurt. Und von dort mit einem Mietwagen nach Flensburg.

Lea-Christin Witt und Jan Nordwald, beide im fünften Semester BWL, wollen nun ihr Studium abschließen. Und hoffen, nochmal nach Südafrika und Namibia zurückzukehren. Um als Touristen Erfahrungen zu sammeln.

75 Jahre Kriegsende – 75 Jahre Befreiung von der Naziherrschaft

Gedenken in Pandemiezeiten

Flensburg. Vor 75 Jahren endete der Zweite Weltkrieg und damit wurde auch die Terrorherrschaft des Hitlerregimes beendet. Einen Tag der Befreiung nannte der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker den 8. Mai, den Tag des Kriegsendes, in seiner Rede zum 40. Jahrestag vor dem Deutschen Bundestag.
Wenn ein solcher Jahrestag in diesen Pandemiezeiten auch nicht mit einer großen Veranstaltung gewürdigt werden kann, wollen Oberbürgermeisterin Simone Lange und Stadtpräsident Hannes Fuhrig den Opfern von Krieg und Gewalt angemessen gedenken.
Am Freitag, den 08. Mai, werden sie ab 12:00 Uhr an verschiedenen Gedenkorten auf dem Friedhof Friedenshügel Blumen und Kränze niederlegen. Folgender Ablauf ist vorgesehen:

VVN-Ehrenmal und Gräberfeld der KZ-Opfer
Gräberfeld der deutschen und dänischen Kinder
Gräberfeld der polnischen Zwangsarbeiter*innen und Kinder
Shoa-Mahnmal auf dem Jüdischen Friedhof
Grabanlage der sowjetischen Kriegsgefangenen
Grabanlage Abteilung Ostarbeiter der sowjetischen Zwangsverschleppten und ihren Kindern

Eine öffentliche Veranstaltung in größeren Rahmen ist derzeit nicht möglich, aber jede/r Friedhofsspaziergänger*in ist – mit gebotenem Abstand – herzlich willkommen dieses Gedenken zu begleiten.
Um 15:00 Uhr werden der Stadtpräsident und die Oberbürgermeisterin am Hebroni-Denkmal vor dem Polizeigebäude eine neue Informationstafel der Öffentlichkeit übergeben.

Am 12. Mai öffnet der Museumsberg Flensburg seine Türen wieder für Besucher.

Unter Beachtung aller Hygienemaßnahmen und mit eingeschränkten Öffnungszeiten von 11.30 bis 17.00 Uhr sind in Zukunft wieder beide Häuser zu besichtigen. Für den Museumsbesuch ist wie überall eine Alltagsmaske erforderlich.

Endlich ist auch der lang ersehnte Besuch der Ausstellung „Perspektivwechsel 2020 – 100 Jahre Grenzgeschichten“ möglich. Die große Schau zum 100-jährigen Jubiläum der Grenzabstimmung in Deutschland und Dänemark wurde vor Beginn der Corona-Krise aufgebaut, konnte dann aber nicht mehr eröffnet werden. Das mit großem Programm geplante Eröffnungswochenende musste wegen des Lock-Downs leider ausfallen. Nun endlich kann die aufwändige Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Im Hans-Christiansen-Haus ist dann auch wieder die Ausstellung „Nikolaus Störtenbecker: Unsere letzte Welt“ zu sehen. Interessierte sollten sich jedoch beeilen, die Retrospektive des Norddeutschen Realisten läuft nur noch bis zum 1. Juni.

Die Anschluss-Ausstellung „Flensburg.Kauft.Kunst.“ ist in Vorbereitung und vorab digital auf der Webseite zu besichtigen. In der Corona-Krise geht der Museumsberg neue Wege: Mit dieser Verkaufsausstellung sollen die Künstler*innen in Flensburg und aus dem nahen Umland unterstützt werden. Alle Einnahmen erhalten die Künstler*innen und der Eintritt ist frei.

Auf öffentliche Führungen, Veranstaltungen und Workshops müssen die Museumsbesucher noch eine Weile verzichten. Weitere Infos und Einblicke in die Ausstellungen sind auf www.museumsberg.de zu finden.

Museumsberg 1
24937 Flensburg
Tel.: 0461 – 852956

museumsberg@flensburg.de

https://www.museumsberg-flensburg.de/de/

 

Corona-Lockerungen in Schleswig-Holstein: Einreiseverbot für Touristen endet ab 18. Mai

Ostseeküste an der Halbinsel Holnis: Bald können auch hier wieder Touristen Urlaub machen und die Natur genießen – Foto: Jörg Pepmeyer

Tourismus und Gastronomie können ab 18. Mai unter Auflagen wieder starten: Ministerpräsident Günther stellt Lockerungen im Landtag vor

KIEL 07.05.2020. In Schleswig-Holstein sollen ab Montag, 18. Mai, der Tourismus und die Gastronomie unter Auflagen wieder starten. Das sagte Ministerpräsident Daniel Günther heute im Landtag in Kiel. Das Einreiseverbot für touristische und Freizeitzwecke wird aufgehoben. „Es ist an der Zeit, das gesamte gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben unseres Landes in den Blick zu nehmen und den Weg Schleswig-Holsteins zu gestalten„, sagte Günther.

Bereits am 9. Mai, also ab kommenden Sonnabend sollen die bisher geltenden Kontaktbeschränkungen gelockert werden. Danach ist es erlaubt, dass sich auch Personen zweier Hausstände treffen können. Das gilt in der Öffentlichkeit wie im privaten Raum.

Bei allen jetzt vereinbarten Schritten, die ab dem 18. Mai gelten sollen, werden die strengen Kriterien zu Hygiene und Abständen fortbestehen. Die wichtigsten Beschlüsse:

  • Die Öffnung der Gastronomie wird unter Auflagen zugelassen
  • Das Beherbergungsverbot für Ferienwohnungen, Hotels, Häuser, Apartments und Wohnanlagen wird unter Auflagen aufgehoben, die Wohnmobilstellplätze können geöffnet werden.
  • Das Einreiseverbot für touristische und Freizeitzwecke wird aufgehoben – den Kreisen wird damit die Möglichkeit gegeben, bei Bedarf eigene Regelungen umzusetzen.
  • Das Betretungsverbot für Inseln und Halligen entfällt.
  • Die stufenweise Erweiterung der Kinderbetreuung wird ermöglicht.
  • Veranstaltungen mit Sitzungscharakter im öffentlichen Raum mit bis zu 50 Personen werden wieder zugelassen.
  • Die Öffnung von Bildungseinrichtungen in Teilen und unter Auflagen wird erlaubt.
  • Kleine Präsenzveranstaltungen in Hochschulen werden wieder möglich sein.
  • Die Öffnung von Mensen in Hochschulen wird unter Auflagen gestattet.
  • Der eingeschränkte Probenbetrieb in Theatern wird unter Auflagen zulässig sein.
  • Kontaktfreie Indoor-Aktivitäten werden unter Auflagen und mit Einschränkungen gestattet
  • Fahrschulen können den Betrieb aufnehmen, wenn sie Konzepte für Hygiene- und Abstandsregeln einhalten.

Alle Lockerungen gleichen wir beständig mit der weiteren Virus-Verbreitung ab. Sollten in Schleswig-Holstein in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen auftreten, muss dort ein konsequentes Beschränkungskonzept umgesetzt werden, sagte Günther. Die Kontaktbeschränkung und die damit verbundenen Einschnitte des gesellschaftlichen Lebens sei eine besonders einschneidende, aber zwingend notwendige Maßnahme gewesen, so der Ministerpräsident weiter: Sie werden gesellschaftlich noch lange nachwirken. Wirtschaftliche Folgen für unser Land konnten durch Hilfspakete von Bundes- und Landesebene abgemildert werden.

Der Regierungschef bedankte sich bei den Bürgerinnen und Bürgern für ihr solidarisches Handeln und den Zusammenhalt in den vergangenen Wochen: Sie haben dafür gesorgt, dass wir heute die Möglichkeit haben, unser gesellschaftliches und wirtschaftliches Leben wieder in einem Maße zu ermöglichen, das uns ein Stück Normalität zurückbringt, sagte er. Nun gehe es darum, weiterhin durch Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregelungen dafür zu sorgen, dass die Corona-Pandemie beherrschbar bleibe: Dann können wir diesen beschriebenen Weg weiter zusammen gehen.

Gesundheitsminister Heiner Garg: Jeder, der sich bisher an die Vorgaben gehalten hat, hat dazu beigetragen, das Infektionsgeschehen zu bremsen. Dafür gilt allen mein herzlicher Dank. Gerade jetzt kommt es weiterhin darauf an, dass wir Kontaktbeschränkungen und Hygienemaßnahmen einhalten. Nur dann kann der Weg der Lockerung weiter gelingen. Das Leben mit dem Virus mit so viel Freiheit wie möglich und nur so vielen Beschränkungen wie nötig ist und bleibt eine gemeinsame Herausforderung für uns alle.

Finanzministerin Monika Heinold: Als Jamaika-Koalition gehen wir verantwortungsbewusst und mit der gebotenen Vorsicht weitere Schritte in Richtung Normalität. Mit diesem Kurs sind wir bisher im echten Norden alle gemeinsam gut durch die Krise gekommen. Wir setzen weiter auf klare Regeln, Eigenverantwortung und Entlastungen für die Familien.

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